Frankfurter Buchmesse 2006: »Wo können die Leute das nur alles hinessen?«
Buchmesse 2006? Alles schon wieder vergessen? Alle Jahre wieder berichtet Barbara Fellgiebel in ihrem persönlichen Rückblick von der Frankfurter Buchmesse. Und wie immer ist man verwundert, wo diese Frau in diesen wenigen Tagen überall war und wen sie so alles getroffen hat.

Von Barbara Fellgiebel

Ein riesiger Füllfedrehalter, der in den Himmel schreibt: Der Frankfurter Messeturm

Noch mehr Messe für Ihren MP3-Player: Über 35 ungekürzte Autoren-Interviews
Das Literatur-Café war für Sie an allen Messetage auf der Messe unterwegs und sprach mit bekannten und unbekannten Autoren, Sprechern und Verlegern. Unter anderem mit: Roger Willemsen, Wolf Haas, Harry Rowohlt, Hellmuth Karasek, Nora Bossong, Dieter Hildebrandt, Sabriye Tenberken, Elke Heidenreich, Christian Brückner, Ilija Trojanow, Senta Berger und vielen mehr. Ein ungewöhnlicher akustischer Eindruck, wie Sie ihn so nicht im Radio hören oder Fernsehen sehen werden.

Meine Buchmesse 2006 beginnt mit der Verleihung des Deutschen Buchpreises. dbp06. Das ist kein neuer James Bond, auch kein Kinderfilm im Stil von TKKG, sondern die mehr als schmucklose Abkürzung des deutschen Buchpreises 2006, der in diesem Jahr zum zweiten Mal für den Roman des Jahres verliehen wird.
     Die Veranstaltung findet im ahnenreichen Kaisersaal des Frankfurter Römer statt, was niemand groß zu würdigen scheint – für die meisten Anwesenden heißt es: sehen und gesehen werden, zeigen, dass man zur Intelligenzia der Republik gehört.
     Oscarmäßige Geheimhaltung ist angesagt. Hinterher weiß man, dass die Anwesenheit eines dreiwöchigen Säuglings ein Fingerzeig auf den Sieger hätte sein können. Die Atmosphäre ist angemessen feierlich, Petra Roth, Frankfurts Oberbürgermeisterin hält eine kurze, prägnante Rede, Gert Scobel führt routiniert durchs Programm, stellt die engste Auswahl, zu neudeutsch Shortlist vor und schürt die gespannte Erwartung.
     Wie schön, dass Martin Walser den mit 25.000  Euro dotierten Preis in diesem Jahr nicht bekommen hat, dafür Katharina Hacker, die einzige Frau der Endauswahl: In ihrer spontan wirkenden Dankesrede verzichtet sie auf eigene Beweihräucherung, legt vielmehr allen das Buch ans Herz, das sie gerade liest: Silvia Bovenschens Älter werden. Wer tut das schon?
     Bei der darauffolgenden Pressekonferenz hält die 39jährige Mutter ihr 25 Tage altes, genüsslich an Mamas Zeigefinger lutschendes Winzbaby im Arm. Hohle Fragen und Blitzlichtgewitter prasseln an Mutter und Kind ab und was bleibt, ist diese leicht verklärte Mutter-Kind Aura, die an die die Worte in ihrem Herzen bewegende Maria mit dem Jesuskind erinnert.
     Dem anschließenden Empfang mit Smalltalk hält sie sich wohlweislich fern. Doch hätte sie mit ihrer sanften Art bestimmt niemanden unhöflich abblitzen lassen, wie das kleingeistigere Kollegen praktizieren.
     Der deutsche Literaturdünkel lässt grüßen. Wehe, man ist ein noname, ein unbekanntes Gesicht. Dann wird man so was von abgeschmettert in diesem edlen Gemingel der obersten Intellektuellenriege. Wie gut, wenn man am längeren Arm sitzt, und die Möchtegerns und Hach-wie-bin-ich-Wichtigs an dieser Stelle unsterblich und vielen zugänglich machen kann.

»Größe zeigen« hat Bundespräsident Köhler kürzlich gefordert. Größe zeigt, wer groß ist. Und das lernt man auf dieser Buchpreisverleihung ganz schnell.
     Lang aber nicht groß ist Uli Wickert, der  braungebrannte Hüne, mit dem ich mein Bedauern über die benutzten Anglizismen Longlist und Shortlist teile. Mitten in seinen Ausführungen zum Thema, dreht er sich um und begrüßt ein wichtigeres Gesicht.
     Oder Anne Chaplet, die mit ihrer orangeroten Lockenpracht überall eine auffällige Erscheinung ist. Sie parliert angeregt mit Jurymitglied Elmar Krekeler und als ich sie mit SinC (Sisters in Crime) üblicher Herzlichkeit begrüße, schickt sie mich weg mit der Begründung  »Elmar und ich haben uns gerade das Du angeboten und müssen was schrecklich Wichtiges besprechen. Es macht dir doch nichts aus?!« Nein, liebe Anne, es macht mir auch nichts aus, später, als Elmar sich verdünnisiert hat und du Gesellschaft suchend allein umherläufst, deinen Blick zu meiden und dir den Rücken zuzukehren.

Andere Autoren sind da zugänglicher: Arno Geiger, der Preisträger des Vorjahres, schildert euphorisch, wie der Preis sein Leben verändert hat und präsentiert eine an J. K. Rowling erinnernde Aschenputtelstory. Wie schön, wenn der Richtige prämiert wird. Oder Sasa Stanisic (Interview), ein junger Bosnier, der erst seit 14 Jahren in Deutschland lebt und seinen fulminanten Roman Wie der Soldat das Grammophon reparierte auf der Shortlist landen konnte. Er freut sich über die ihm zuteil werdende Aufmerksamkeit und hat Interessantes zur deutschen Sprache zu sagen. Ebenso Terézia Mora, die kraft ihrer literarisch vielseitigen Tüchtigkeit Grund zu Überheblichkeit hätte, lässt sich geduldig auf Rede und Antwort ein.
     Wer wirkliche Größe hat, ist zu allen höflich, nett, freundlich, aufgeschlossen. Wie Ulla Berkewicz, die Witwe Siegfried Unselds und vielfach umstrittene Erbin und  Leiterin des Suhrkampverlages. Als ich ihr sage, wie sehr ich sie für  ihr Durchhaltevermögen bewundere, meint sie gerührt und bescheiden: »Ach wissen Sie, wenn einem das Liebste auf der Welt genommen wird, hat man eigentlich nichts mehr zu verlieren und ist nur bemüht, das viel zu groß scheinende Vermächtnis zu bewahren und fortzuführen. Das macht stark. Jetzt, nach diesen schweren Jahren, scheint es leichter zu werden – und da bekomme ich Angst, schwach zu werden.«
     Volker Hage, Kulturchef des Spiegel und Jurypräsident erzählt interessant von der Verschiedenartigkeit der diesjährigen und der vorjährigen Jury. Mein Vorschlag, die Spiegel-Bestsellerliste um eine dritte, nämlich die (Auto-)Biographieliste zu erweitern, damit Sachbücher endlich wieder Sachbücher sind und nicht mehr oder weniger interessante Lebensläufe, findet kein Gehör. »Das wird sich nicht durchsetzen«, lässt er mich abblitzen. Seine ganz reizende Online-Kollegin ist da anderer Meinung...

Denis Scheck, Mr. Druckfrisch, staunt, dass er auch in Portugal ein potentielles Publikum hat, ist aber sichtlich unbeeindruckt von meiner Literaturinitiative an der Algarve. Beim Betrachten unseres Flugblatts sträuben sich ihm beim Lesen dreier Worte die Haare: Bücherwürmer, Leseratten und Elke Heidenreich. Mir hingegen sträuben sich bei jeder seiner an sich so gut und abwechslungsreich gestalteten Sendungen die Haare, wenn er, verlässlich wie das Amen in der Kirche, seinen Staubsaugerverkäufer-Slogan  von sich gibt.
     »Welchen Slogan?«
     »Vertrauen Sie mir, ich weiß was ich tue.«
     »Aber das ist doch ein Zitat!« klärt er mich auf.
     »Ein Zitat?«
     »Ja, aus einer amerikanischen Krimiserie, in der ein völlig inkompetenter Kommissar sagt: trust me, I know what I’m doing.«
     Nun ja. Wenn er auf diesen so ungemein humorvollen Einschlag in Zukunft verzichten sollte, wissen Sie jetzt warum.
Langsam weicht die Förmlichkeit. Trotz der Winzigkeit der angebotenen Schälchen und Schüsselchen mit zweifelhaften Delikatessen wie Ente auf Kürbiswürfeln oder Bacon an Grüne-Sauce-Schaum, Ziegenkäse gratiniert über Kartoffelgratin und gebratener Ochsenschwanzperle auf Schnickschack-weiß-nicht-mehr der Whole foods Cateringfirma Nykke&Kokki, werden auch die hungrigsten Mägen gesättigt und Grüppchen wie Denis Scheck mit Terézia Mora, Thomas Hettche mit Verleger, Arno Geiger mit anbetender Lektorin verziehen sich in Eckchen.
     Zu mir gesellt sich eine nette aufgeschlossene Dame, die sich angenehm von der versnobten Ich-rede-nur-mit-denen, die-ich-kenne,-|die-anderen-strafe-ich-mit-Ignoranz-Menge abhebt. Sie entpuppt sich als interessante Journalistin, die jahrelang in anderen Ländern gelebt hat, was ihre Spontaneität und ihr undeutsches Benehmen erklärt.
     Wir regen uns gemeinsam über die nur in Deutschland vorkommende kategorische Trennung zwischen U- und E-Literatur auf und fragen uns, was macht den deutschen Literaturbetrieb eigentlich so überheblich, sich selbst so sehr genügend?

Dienstag, 3.Oktober 2006
Gastland India lädt zum offiziellen Empfang im Forum und viele strömen hin. Wahrscheinlich der wortkargste Empfang, den ich je erleben werde. Pressemenschen warten genervt und werden zusehends nervöser, als um 19 Uhr noch nichts passiert, um 20 Uhr aber bereits die India-Galashow in der mehrere Kilometer entfernten Oper beginnt. Eine Minute später erscheinen Kameras, Buchmessendirektor Jürgen Boos, indische Honoratioren, darunter Shashi Tharoor, Kofi Anans designierter Kronprinz, der wie ein Filmstar gefeiert wird und sich lasziv mandeläugig, eine schöne Gesprächspartnerin fixierend, gekonnt tele- und fotogen gibt. Der Mann ist zu schön und zu jung für den Posten des UN-Generalsekretärs – keine Frage.
     Nun wäre es an der Zeit, ein paar offizielle Worte zu äußern, aber – nichts. Der Trupp macht einen Rundgang entlang der ausgestellten indischen Bücher, während die Schlacht am warmen Currybuffet gefährliche Ausmaße annimmt. Im Nu sind die exotischen Köstlichkeiten verputzt und ein Großteil der Gäste begibt sich zur Oper.
     Dort belagern Hundertscharen angeblich akkreditierter Journalisten zwei bewundernswert beherrschte und gelassene Pressedamen, die unendlich geduldig versichern, »Sorry, you are not on the list! Aber warten Sie doch bis nach Beginn, dann werden die nicht abgeholten Karten verteilt. Man wartet und feixt und juxt und achtet mit Argusaugen darauf, dass auch ja kein Kollege vorgezogen wird.
     Als die Damen sich schweren Herzens um 20.15 Uhr entschließen, ihre zweifelhafte Machtposition zu räumen und beginnen, die Namen der wartenden Journalisten zu notieren, um die zu Dutzenden vor ihnen liegenden Karten mit bürokratischer Akribie unter die gierigen Journalisten zu verteilen, erscheint eine resolute Inderin auf der obersten Treppenstufe und ruft: Alle, die jetzt ohne Eintrittskarten sind, mir nach und führt wie der Rattenfänger von Hameln eine Hundertschaft die Treppen hinauf. Pragmatisch, unbürokratisch, ohne Karten, »ganz wie in Indien« meint ein Kollege lakonisch. Die sprachlosen Pressedamen sehe ich jetzt noch in reglosem Staunen verharrend.
     Die Show ist enttäuschend, was sich nach der Pause in markant gelichteten Reihen manifestiert.

Mittwoch, 4. Oktober 2006
Buchmesse, here I come, von Vorveranstaltungen habe ich genug.
     Zadie Smith bei 3sat – das Gedränge ist gewaltig, die Erwartungen sind hoch. Genau an dieser Stelle habe ich vor einem Jahr Robert Gernhardt erlebt (Interview) – und vorgestern besuchte ich sein Grab.
     Verschachtelte Sätze einerseits, Straßensprache andererseits – beschreibt Gabriele Madeja (wie immer rot beschuht) den Stil der griesgrämig einherblickenden Zadie Smith. Diese erklärt, bis vor 4 Stunden noch gezecht zu haben, technisch wahrscheinlich noch immer betrunken zu sein, und könne man ihr bitte leichte Fragen stellen. Die Lacher sind auf ihrer Seite, und garantieren ihr angenehme Einzelfragen, statt der Manie vieler Moderatoren, ein Feuerwerk von 4-5 Fragen auf einmal auf die jeweiligen Gesprächsopfer abzuschießen. Bei ihrer brillanten Ausdrucksweise fragt man sich unwillkürlich, wie sie wohl in nüchternem Zustand spricht. Sie erzählt von in Amerika und Deutschland absolvierten Lesereisen, die ihr das Gefühl gaben, Angestellte ihres früheren Ichs zu sein.

Ilija Trojanow – Indienexperte und Weltensammler (Interview), strömt Gelassenheit und Herzenswärme aus und fesselt sein Publikum, sowohl als Moderator verschiedenster indischer Autorinnen und Autoren, als auch als Autor. Seine Gebrauchsanweisung für Indien will man am liebsten sofort lesen. Die Anekdote seiner Einbürgerung in Deutschland ist erzählenswert: bei Durchsicht des von Trojanow ausgefüllten Antragsformulars, sagt der Beamte: »Soso, Schriftsteller sind Sie. Dann erzählen Sie mir doch mal was über Lenz!« Daraufhin Trojanow: »Gern. Meinen Sie Paul, Hermann, Siegfried oder Jakob Michael Reinhold Lenz?« Und schon war er Deutscher.
     Anders verhält es sich da mit Sasa Stanisic (Interview), dem sympathischen Bosnier, der nicht mal eine Aufenthaltsgenehmigung bekommt, weil »Schriftsteller kein Beruf ist«.

Das Parfum – der Film des Jahres, wird im Rahmen von Literatur & Film gezeigt. Zweifelnd wie viele, die ein Buch geliebt haben, und befürchten, vom Film enttäuscht zu werden, schau ich ihn mir an – und bin sehr angetan, zumal der gewaltvolle Trailer zum Glück nicht hält, was er anprangert. Ein historisch prachtvoller Film mit guten Schnitten und zum Teil frappierenden Aufnahmen. Nur: Die Musik hätte sinnlicher sein können.

Mit SinC (Sisters in Crime) Autorin Gitta Edelmann gibt’s ein freudiges Hallo und gemeinsamen Besuch im Lesezelt, in dem Bernd Schroeder Dieter Hildebrandt interviewt (Interview). Schön macht er das, wie es sich klassisch für einen guten Journalisten gehört. Stellt immer nur eine Frage auf einmal (obwohl Dieter Hildebrandt nüchtern ist) und nimmt sich selbst zurück, sodass der Grandseigneur des deutschen Kabaretts angemessen brillieren kann.
     Ganz im Gegensatz zu Katharina Hacker, die am Spiegelstand von Kulturchef Volker Hage interviewt, bzw. in die Mangel genommen wird. Er hört sich offenbar am liebsten selbst reden und bombardiert sie mit 2-4 Fragen auf einmal, sodass sie kaum weiß, was sie eigentlich beantworten soll. Solche Moderatoren sollten sich besser selbst interviewen lassen.

Verlagsgespräch mit Ricco Bilger, einem angenehm engagierten Verleger, der nicht Bücher herausgibt sondern Autoren (leider nur Schweizer) und sich entsprechend um seine Schützlinge kümmert. Er will gern einige seiner Autoren zu ALFA nach Portugal schicken.

Zurück zum Forum, wo »The devil wears Prada« der neue Meryl Streep-Film gezeigt wird, in dem sie nach langer Pause mal wieder ihr ganz großes Können beweist.
     Danach hat der Verlag Kein & Aber eine Stunde im Lesezelt. Von 18-19 Uhr, höchst ungünstig, was sich an den leeren Stuhlreihen zeigt: Um diese Zeit sind die meisten bei einer der vielen happy hours an Verlagsständen und lassen sich auf diverse Trink- und andere Exzesse des kommenden Abends einstimmen.
     Die Türkin Güzin Kar amüsiert mit frivolen Geschichten aus Ich dich auch, Philipp Tingler liest aus Leute von Welt und schließlich Harry Rowohlt (Interview), so geschoren, dass er nur dank seines Rauschebartes und seiner charakteristischen Stimme wiedererkennbar ist, gibt Kostproben aus seiner jüngsten Meisterleistung, einer Hörbuchkassette mit Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman.
     
Der Abend klingt auf bewährte Weise in fröhlicher Runde beim SinC-Treffpunkt im Bahnhof mit Gisa Klönne, Sabine Bohnet, Almuth Heuner, Gitta Edelmann, Cornelia Anken, Anja Krüger, Tania Jerzembeck, Barbara Fellgiebel aus.

Donnerstag 5. Oktober 2006
Elke Heidenreich
zum Anfassen (Interview), als Teilnehmerin an einer vom evangelischen Pressedienst veranstalteten Podiumsdiskussion über Literatur im Fernsehen. Zusammen mit Ina Hartwig, Literaturkritikerin der FR, Rainer Moritz vom Literaturhaus Hamburg, und Hubert Winkels, der im Deutschlandfunk den »Büchermarkt« moderiert. Und das eine ganze Stunde lang. Die Erwartung ist groß, die Disziplin der Teilnehmer noch größer. Nur in vagen Andeutungen erahnt man, welch massive Wortgefechte sich die Beteiligten zu anderer Zeit an anderem Platz geliefert haben müssen. Ob es an der unchristlich frühen Tageszeit für eine solche Diskussion, an der Geschicklichkeit der epd-Redakteurin Diemut Roether, oder an der von Zeckenstichschmerzen geplagten ungewöhnlich leisen Elke Heidenreich liegt? Jedenfalls verläuft die Diskussion ohne ermüdende Unterbrechungen, ist einfach nur interessant und wird – wie die meisten dieser Art – nichts verändern.
     Was bleibt ist Hubert Winkels Definition der Deutschen Literatur:
     Zu viel Trauerrand, zu viel schwere Leidensmiene, tiefe simulierende Griesgrämigkeit.

Am 3sat-Stand interviewt Gabriele Madeja Donna Leon, Autorin der Venedig-Krimis (14 bisher auf deutsch) und Schöpferin Inspektor Brunettis, der ihr so gelungen ist, dass ihre Fans fragen, warum sie sich denn nicht auf die Erzählungen von Brunetti und seiner Familie beschränken, und die Morde vergessen kann. Kann sie nicht. Es blitzt um die moderne Amazone, als sie - keine Widerrede duldend - sagt: »No. I love my murders!”
     Die Eindrücke überschlagen sich, kaum bleibt Zeit, alles auch nur ansatzweise zu Papier zu bringen.
Ulla Hahn, 1 cm länger als Napoleon (= 154 cm), äußert sich mit süffisanten Anspielungen über ihr neues Buch Liebesarten.13 Erzählungen: »Sie mussten mal gebündelt werden, damit ich den Kopf frei bekam für die Fortsetzung zu Das verborgene Wort.

Florian Illies, hat nach zweimal Generation Golf jetzt Ortsgespräche herausgebracht und erzählt von Schlitz, dem bisher unbekannten Ort seiner Kindheit, wo sich alles zuträgt. Er kommt zu dem Schluss: Provinz ist da, wo es aussieht wie in einem Tatort.
     Neben mir steht eine »Schlitzerin« und erklärt mir haarklein, was stimmt und was erfunden ist.

Oskar Pastior, der diesjährige Georg-Büchner-Preisträger sollte jetzt auf dem Blauen Sofa sitzen. Doch der Wirbel um diesen so durch und durch privaten Menschen hat ihn umgebracht. Er ist letzte Nacht verstorben. Im letzten Interview mit Denis Scheck hatte er schon seine Bedenken geäußert und nun fragt man sich entsetzt, ob man diesem genialen Dichter vielleicht ohne Preis eine größere Ehrung, zumindest ein längeres Leben beschieden hätte.

Deutsche Erinnerungskultur ist eins der großen Themen dieser Buchmesse. Besonders ältere Männer lassen ihr Leben Revue passieren oder graben in Kindheit und Jugend. Und zu welchen Mitteln sie greifen, um gerade ihr Werk bekannt zu machen:
     Günter Grass erzählt in seinen Zwiebelhäutungen ganz beiläufig, dass er als 17-Jähriger unfreiwillig bei der Waffen-SS war (aber nichts Böses getan hat, wie immer schnell entschuldigend hinzugefügt wird).  Den Kritikern war das nicht anmerkenswert aufgefallen (oder hatten sie darüber weggelesen?). Erst im berühmten Interview mit FAZ-Herausgeber  Frank Schirrmacher, wird dieser Tatbestand erwähnt und als »spätes Geständnis« zur Skandalnachricht Nummer eins im literarischen Sommerloch hochgespielt. Der Steidl-Verlag lachte sich ins Fäustchen und erhöhte rasch die in Auftrag gegebenen 50.000 Exemplare auf 160.000, die angeblich auch bereits alle verkauft sind.

Und Joachim Fest, genau so 79 Jahre alt wie Grass, was macht der? Er stirbt kurz vor Auslieferung seiner unter dem Titel Ich nicht erscheinenden Kindheits- und Jugenderinnerungen. Dessen hätte es nicht bedurft, Herr Fest, dass Sie ein brillantes Buch auf den Markt bringen würden, wusste man eigentlich schon vor dessen Erscheinen. Genau wie Robert Gernhard war Joachim Fest gern und jedes Jahr buchmessenpräsent. Und Beide fehlen ungemein.

Einer der gar nicht fehlt, und dessen Buch nicht wahrgenommen wird, ist Gerhard Schröder. Es war nämlich nicht rechtzeitig fertig geworden. Da hatte Karl Dall beim selben Verlag (Hofmann&Campe) mehr Glück. Er durfte sein Werk im Rahmen des alljährlichen Messe-Cocktail im ahnenreichen Frankfurter Hof der Presse vorstellen: Die Verwandlung vom flapsigen ehemaligen Insterburg & Co.-Mitglied der späten 60-er zum gepflegten Gentleman mit pseudoschockierenden Machosprüchen erschien manchen verwunderlich.

Beim gegenüberliegenden Diogenes-Empfang drängeln sich wieder jede Menge Adebeis. Ich entdecke Thea Dorn und verwickele sie in ein längeres Gespräch. Die 36jährige Autorin der F-Klasse und geschickte Moderatorin von »Literatur im Foyer« weicht keiner Frage aus, verrät mir (ich Ihnen aber nicht) sogar ihren richtigen Namen und ist ein weiterer Beweis dafür, dass es in der Literatur auch ohne Dünkel geht.
     Im angrenzenden Saal lädt der Hanser Verlag zu großartigem Diner. Das Buffet biegt sich, die Dekoration der mit weißem Damast eingedeckten Tische ist königlich und ich frage mich, wo die Leute das nur alles hinessen können, ich bin nach all den Empfangshäppchen pappsatt.
     Also entscheide ich mich gegen Hanser und für die Literatur im Römer, die erste der beiden alljährlichen Lesungen in den selben Räumen, in denen am Montag der Buchpreisempfang war.
     Die Liste der lesenden Autoren ist vielversprechend, die Moderatoren Gerwig Epkes und Walter Filz - bis auf einen Ausrutscher - angenehm unaufdringlich, sodass die Autoren voll zu Recht und Geltung kommen.
     Thomas Hürlimann – der Schweizer wurde zu 40 Rosen inspiriert als er 50 wurde.
     Sasa Stanisic – der Tausendsassa der diesjährigen Buchmesse, beschreibt den Bosnienkrieg aus seiner Erfahrung in Wie der Soldat das Grammophon reparierte und erntet Sympathiewallungen wohin er auch kommt. Er gehört ähnlich wie Terézia Mora, Ilija Trojanow oder Vladimir Kaminer zu den Menschen, die mit der deutschen Sprache wie mit einem kostbaren Geschenk umgehen.
     Irene Dische liest gewöhnungsbedürftige Texte mit für diese zarte Frau unerwartet roher Sprache. Welch Gegensatz zum Erfolgsroman Großmama packt aus vom vergangenen Jahr.
     Bodo Kirchhoff liest aus Die kleine Garbo. Leider fühlt sich Moderator Walter Filz bemüßigt, zu zeigen, dass er das ganze Buch gelesen und dessen Zusammenhänge verstanden hat und sie dem Publikum erläutern kann und will und muss. Kopfblut und Herzblut.
     Thomas Glavinic, unverkennbarer Österreicher hat eine Schauergeschichte des letzten Menschen geschrieben – die Erinnerung an Marlen Haushofers Die Wand drängt sich auf (Zum Podcast Die Arbeit der Nacht).
     Eine österreichische Phobie?
     Peter Stamm (Interview) – An einem Tag wie diesem – sympathisch, attraktiv, sensuell, als Schweizer total unglaubwürdig, hat einen Entwicklungsroman ohne Entwicklung geschrieben. »Ich glaube nicht an die Entwicklung des Menschen, lediglich an zunehmende Erkenntnis.«
     Martin Suter – 200%iger Schweizer, oddrr?, liest aus der Teufel von Mailand, ein Buch über Synästhesie, d.h. Töne werden gesehen und Formen gehört. Ein Unterengadiner Dorf sieht aus wie ein handgeschnitzter Fleischkäse, ist eine seiner vielen bemerkenswerten Metaphern.

Freitag, 6. Oktober 2006
Portugal-Autorin Barbara Seuffert teilt meinen heutigen Messetag. Frei nach dem Motto: Im Doppelpack sind wir un(aus)widerstehlich. Goethe lädt zum Frühstück, und wir sind dabei. Frau Goethe, d.h. Jutta Limbach, die kleine, dynamische Präsidentin des deutsche Kultur ins Ausland vermittelnden Instituts hält eine feurige Begrüßungsrede und versichert uns ihrer Vorliebe für Portugal.
     Am 3sat-Stand werden indische Autoren interviewt und wir lernen, »Sexualität ist Natur, Erotik ist Kultur und Frauen sind Blumen...« Das beflügelt und gibt Kraft für den anstrengenden Weg durchs Gedränge der Gänge. Bei Kein & Aber sitzt Harry Rowohlt, und will sich so gar nicht nach Portugal einladen lassen. Das Land sei doof und das Essen ungenießbar... Tja, dann eben nicht.
     Linn Ullmann am FAZ-Stand hält ein glühendes Plädoyer gegen die Bezeichnung »woman writer«. Männliche Kollegen würden schließlich auch nicht als »man writer« gehandelt. Arme englische Sprache, die nicht Autor und Autorin sagen kann...
     Karriere und Familie zu kombinieren ist für Frau Ullmann gar kein Thema – weshalb sie vielleicht nicht ganz so viele Bücher verkauft wie Eva Herman, die wir erfolgreich vermieden haben – auf der Buchmesse leichter machbar als im Fernsehen.
     Irene Dische im Gespräch mit Michael Naumann, dem attraktiv braungebrannten Herausgeber der ZEIT, zu dem Marcel Reich-Ranicki einst sagte: »Sie schrrreiben flüssig, ieberflüssig!« Sie dürfte die einzige Autorin der Messe sein, die ihre Messeauftritte interessant und unterhaltsam absolviert, ohne ein neues Buch publiziert zu haben. Das hat sie nämlich noch nicht fertig. Sie schreibt immer Anfang und Ende einer Geschichte und legt das dann zu den Akten. Und was irgendwann mal dazwischen passiert kann dauern. Mitunter Jahre. Jeder andere hätte mit dieser lapidaren Art verspielt. Sie punktet auf der Sympathieskala. Und macht sich unvergessen durch Wie-Kissinger-ihrem-Hund-den-Hitlergruß-beibringt-Anekdoten. Oder ihre pragmatische Art, keine Sprüche zu klopfen, sondern wirklich zu helfen und während des Bosnienkrieges Flüchtlinge aufzunehmen. Illegal. Einfach so.
     Dann wird es bedenklich: Giovanni di Lorenzo, Chefredakteur der ZEIT und noch verführerischer aussehend als im Fernsehen, interviewt Günter Grass. Das zieht Hunderte von Neugierigen zu dem Stand, der nicht mal Platz für 30 Leute hat. Einer der größeren Konferenzsäle wäre mit Leichtigkeit gefüllt worden, hätte den Auftritt für die Beteiligten aber ungleich beängstigender gemacht. Grass mümmelt wie immer an seiner Pfeife, während Giovanni mühsam Gelassenheit vortäuscht und sich verstohlen den (Angst)Schweiß vom Gesicht tupft. Sie hatten beide Angst vor diesem Gespräch, gibt Giovanni hinterher freimütig zu und ist glücklich über dessen Verlauf. Gekonnt hat er zunächst Sachfragen zu Gras’ Kindheits- und Jugenderinnerungen Beim Häuten der Zwiebel gestellt, um dann zu den brisanteren Fragen zu kommen:
     »Hätten Sie Herr Grass, in Anbetracht der Geschehnisse der letzten Monate, Ihr Buch heute anders geschrieben?«
     »Nein! Ích hätte mich nur nicht mit Herrn Schirrmacher an einen Tisch gesetzt! Dass die FAZ sich auf Bildzeitungsniveau senkt, hätte ich nicht gedacht!«
     »Glauben Sie, dass mit Ihnen so harsch ins Gericht gegangen wurde, denn die Kritik kam ja nicht nur von der FAZ, weil Sie früher mit Menschen wie Kiesinger, Schiller und anderen so streng gewesen sind?«
     »Nein! Die FAZ hat private Briefe von mir ohne Genehmigung veröffentlicht; das ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht und ich werde gerichtlich dagegen vorgehen!«
     »Sie sagten eingangs, manches brauchte Jahrzehnte, um von Ihnen so verarbeitet zu werden, dass Sie darüber schreiben konnten. Würden Sie heute, mit dem Wissen des Alters, dies auch denen zugestehen, die Sie früher so hart angegriffen haben, und würden Sie sie vielleicht weniger hart angreifen?«
     »Nein, ich würde nichts anders machen.«
     Mir blieb ob dieser Doppelmoral die Luft weg, die meisten des riesig großen Publikums zollten Grass Anerkennung.

Hape Kerkeling – sympathisch, mit trockenem Humor, nimmt alles wörtlich und schildert seinen Jakobsweg souverän und unnahbar. Dass er jetzt Bestsellerautor ist, muss er erst mal verdauen, meint er, aber es hat in ihm die Lust geweckt, mehr zu schreiben. Man darf gespannt sein.

Für Barbara Seuffert war der Tag »ein geistiges Vollschaumbad mit Wohlfühlgarantie«, für mich geht er weiter mit der hessischen Filmpreisverleihung, dem Bambi Frankfurts, dem hessischen Oscar – dieses Jahr erstmalig in der Frankfurter Oper (nicht der alten Oper! Wie viele wohl falsch gefahren sind??), die vor einigen Jahren in Brand gesetzt worden war.
     Auch hier wieder ärgerliche Kleinlichkeit mit Pressekarten – am Ende sind mindestens 50 Plätze frei. Das für mich neue Interieur in Gold und Blau hat so gar nichts mit dem festlichen roten Plüschambiente meiner hier als Kind genossenen zahlreichen Opern- und Ballettbesuche gemein.
     Zum ersten Mal sitze ich ganz vorn im ersten Rang, brauche keinen Hals zu recken, sondern kann mich bequem zurücklehnen, sehr schön. Eine Kollegin vom Hessischen Rundfunk bedeutet mir wild gestikulierend, den extra freigehaltenen Platz im Parkett neben ihr einzunehmen, doch ich genieße es, Gräfin Pilati und Klaus Scharping auf den Kopf spucken zu können falls ich wollte (will ich aber nicht), Mario Adorf von oben zu sehen und alle Begrüßungsküsschen in der ersten Reihe aus nächster Nähe mitzubekommen.
     Die Haute Volaute drängelt und fällt fast über die Stuhllehnen. Tja, meine Herrschaften, wer pünktlich kommt, entgeht dem Geschubse.
     Die in Portugal so natürlich zum Begrüßungscodex gehörende Wangenküsserei wirkt hier so aufgesetzt und künstlich.
     Oliver Mommsen und Annette Frier moderieren locker vom Hocker, frech und originell.
     Beeindruckende Preisträger: Die Hauptpreisträgerin der Kategorie Dokumentarfilm, Sung-Hyung Cho, südkoreanischen Ursprungs. Witzig, originell. Charmant hält sie ihre eigentlich viel zu lange Dankesrede. Ihr Film Full Metal Village setzt Europas größtem Heavy Metal Festival in Wacken ein bleibendes und urkomisches Denkmal. Ein Film, den man gern in voller Länge sehen möchte.
     Mario Adorf hält unerwartet nervös die Laudatio auf Vera Tschechowa, die für ihr Lebenswerk geehrt wird, und spricht die Hoffnung aus, dass sie nicht nur weiterhin ihre großartigen Dokumentarfilme über interessante Menschen (wie zum Beispiel Ang Lee den Regisseur von Brokeback Mountain) dreht, sondern sich darauf besinnt, welch großartige Schauspielerin sie ist.
     Die noch immer wie ein junges Mädchen wirkende Vera ist gerührt und dankbar.

Samstag, 7. Oktober 2006
Der nicht englische Patient ist der Titel einer Diskussion über die Schwierigkeit, nicht englische Bücher ins Englische übersetzt und in Amerika publiziert zu bekommen.
     Thierry Chervel, Mr. Perlentaucher, Initiator der wundervollen Webseite www.perlentaucher.de, die sich zur unversiegbaren Kulturfundgrube nicht nur für Feuilletonisten entwickelt hat und gerade stark im Begriff ist, den englischsprechenden Markt mit ihrer signandsight genannten englischen Version zu erobern, ist einer der Diskussionsteilnehmer und sieht sofort praktische Möglichkeiten, diese Misere durch Gründung eines Verlags in Amerika zu beheben.
     Ein Mann mit Visionen.
     Das Gedränge wird mühsam und lästig für verwöhnte Ganz-Messebesucher wie mich. Katharina Hacker und ihre Habenichtse wollte ich aber gern noch mitnehmen und harre inmitten einer beängstigenden Menschentraube des Einlasses ins Spiegelzelt.
     Fehlanzeige. Ina Hartwig interviewt Sasa Stanisic, der zwar eine Augen- und Ohrenweide ist, aber nicht dreimal angehört werden muss, wenn es so viel Ungehörtes und –gesehenes gibt.
     Wie zum Beispiel die Lesung an einem Ein-Mann-Winzstand, der alles ist, Lektor, Verlagsleiter, Fotograf, Autor und fröhlich ein Buch anbietet, das ohne Inhalt(!) 19 €, mit 90 € kosten soll. Der vorgelesene hocherotische Text ist nichts als megapeinlich und lehrt mich, dass erotische Texte allein gelesen, nicht vor Publikum gehört sein wollen.
     Silvia Bovenschen, meine ehemalige Mitschülerin, hätte ich liebend gern über ihr so hoch gelobtes Buch Älter werden sprechen gehört – leider hatte sie alle Auftritte eingestellt. Mitten im größten Gedränge kommt mir ein Rollstuhl entgegen, mit ihr. Ich begrüße sie überschwänglich und bin mir beschämt bewusst, welch unglaubliches Glück ich habe, gesund herumlaufen zu dürfen.
     Den Sonntag erspare ich mir. Mit ihm und der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels geht die Buchmesse zu Ende. Den Preis erhält in diesem Jahr Wolf Lepenies – was muss der arme Mann in der Pubertät für seinen Namen gelitten haben. Er ist wissenschaftlicher Autor und somit dem belletristischen Publikum eher ein unbeschriebenes Blatt. In der Urteilsbegründung heißt es:
     Zwischen den in Kunst und Wissenschaft verbreiteten Haltungen von Enthusiasmus und Skepsis hat sich Wolf Lepenies für eine dritte Haltung entschieden: für den intellektuellen Anstand. In den 15 Jahren seines Rektorats wurde das ,Wissenschaftskolleg zu Berlin’ zu einer Begegnungsstätte von westlicher Rationalität und östlicher Weisheit. An die Stelle des Drohbildes vom ,Zusammenprall der Kulturen’ hat er das Hoffnungsbild kultureller Lerngemeinschaften gesetzt. Er hat dem Frieden unter den Völkern einen Wurzelgrund gegeben.
     Welch kluge Wahl in dieser Zeit! Ebenso die Entscheidung, dem Türken Orhan Pamuk den diesjährigen Literaturpreis zu geben, nur schade, dass dies nicht eine Woche früher – nämlich während der Buchmesse – bekannt gegeben wurde.
Ich schließe traditionsgemäß mit Büchern auf die ich mich freue:

Ich nicht Joachim Fest, Rowohlt Verlag
Die Habenichtse Katharina Hacker, Suhrkamp Verlag
Älter werdenSilvia Bovenschen, S. Fischer Verlag
Später SpagatRobert Gernhardt, S. Fischer Verlag
Von der SchönheitZadie Smith, Kiepenheuer & Witsch
Das Wetter vor 15 JahrenWolf Haas (Interview), Hofmann & Campe
Ich bin dann mal wegHape Kerkelings Jakobsweg, Malik Verlag
LiebesartenUlla Hahn, DVA

Barbara Fellgiebel
20.10.2006

Barbara Fellgiebel ist Autorin und Übersetzerin. Sie lebt in Portugal wo sie ALFA gegründet hat, die Assoziation der Literaturfreunde der Algarve. Auf monatlichen Literatursalons stellt sie lesenswerte Bücher vor und lädt Autoren zu Lesungen ein. Nähere Infos unter www.alfaliteratursalon.com

Im Café: »Ein Fest der leisen Höhepunkte« - Barbara Fellgiebels Betrachtungen zur Frankfurter Buchmesse 2005
Im Café: »Autoren sind wie Tiere im Freigehege« - Barbara Fellgiebels Betrachtungen zur Frankfurter Buchmesse 2004

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