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Drecksbagage: Gerhard Polt signiert im Internet

Gerhard Polt: DrecksbagageNicht immer sollte man Bücher sofort bei Amazon & Co. bestellen. Manchmal lohnt sich der Blick auf die Verlagswebsite. Der Schweizer Verlag Kein & Aber, der seit der Neugestaltung seiner Website bereits mit einem netten Hörbuchradio aufwartet, lädt regelmäßig zur Online-Signierstunde. Die Umsetzung ist einfach, jedoch für Fans des jeweiligen Autoren lohnenswert: Neben der eigenen Adresse gibt man auf der Verlagswebsite einen kurzen Widmungstext ein, den der Autor dann persönlich von Hand ins Buch schreibt.

Aktuell signiert seit gestern kein geringerer als Kabarett-Großmeister Gerhard Polt sein Buch Drecksbagage »online«. Bis zum Versand des persönlichen Exemplars muss man sich jedoch gedulden: erst Anfang Mai ist der Meister offenbar wieder mal beim Verlag in Zürich zu Gast. Zum Buchpreis von 12 Euro 90 kommen 5 Euro Versand- und Verpackungskosten. Dafür verschickt der Verlag das Buch vertrauensvoll mit Rechnung.

Vor Polt signierten bereits Philipp Tingler und Konstantin Richter. Noch hält sich laut Verlag die Resonanz auf die virtuelle Signierstunde in Grenzen. Zwar wird auf der Startseite darauf hingewiesen, jedoch wird der signierende Autor nicht genannt. Bei Polt dürfte der Promi-Faktor und der Wunsch nach einer persönlichen Widmung natürlich höher sein. Man sieht ihn schon förmlich im Lagerraum des Verlages fluchend mit Füllfederhalter zwischen Büchertürmen sitzen.

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3 Kommentare

  1. @ tinius

    > 5 Euro Versand sind aber schon etwas happig

    Im Vergleich zu Amazon zahlt der Kunde somit 5 Euro für die persönliche Widmung im Buch. Darüber kann man meiner Meinung nach nicht meckern, denn wie lange steht der Interessierte bei Signierstunden üblicherweise in der Schlange?

  2. Ich kenne nicht die aktuellen Tarife der Post, aber denke mal, dass 5 Euro der Preis sind, den Versand und Verpackung wirklich kosten. Würde man die Lohnkosten des Verpackenden noch hinzunehmen, dann wäre das vielleicht sogar teurer.
    Um gegenüber dem stationären Buchhandel keine Nachteile zu haben, hat Amazon seinerzeit die Versandkosten „abgeschafft“. Letztendlich wird alles quersubventioniert. Die Gewinne bei den Bestsellern tragen die Kosten, wenn sich dort jemand eine Reclambändchen bestellt.
    Da alle anderen großen Buchversender mitgemacht haben, ist beim Kunden verankert: Bücher kosten keine Versandkosten.
    Das ist aber für die Buchhandlung um die Ecke ein Problem, die nie so viel Bücher verkaufen und versenden wird, dass durch die Quersubvention die Versandkosten wieder reinkommen. 5 Euro sind also nicht happig, sondern Realität.

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