Buchmesse-Podcast 2005: Interview mit Joshua Sobol

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Der renommierte israelische Dramatiker Joshua Sobol spricht über Israel und die aufblühende Kultur unter Ariel Sharon. Sein Appell: Wir alle brauchen dringend ein time out vom Spiel in der grotesken Tragödie der Geschichte. In der ist der Einzelne zur Ware geworden und bedarf eines ausgeklügelten Marketings, das wenig Raum lässt für Identität und Moral. Da wird es Zeit, sich Shakespeare zu entsinnen und die Bühne einmal radikal freizufegen. In seinem Buch "Whiskey ist auch in Ordnung" macht Sobol das meisterlich, doch ohne darüber eine Hoffnung zu vergessen: Selbst eine Killermaschine muss sich eingestehen, verliebt zu sein, und sei es in eine Prostituierte. Zudem verrät uns Sobol, dass er gerade an einem neuen Roman schreibt. Darin, wie sollte es anders sein, entlarvt sich ein Mann als Sklave seines Reichtums.
Eileen Stiller konnte die Fragen auf Deutsch stellen, da Joshua Sobol Deutsch versteht. Sobol antwortet in Englisch.

Joshua Sobol, Barbara Linner: Whisky ist auch in Ordnung. Gebundene Ausgabe. September 2005. Luchterhand Literaturverlag. ISBN 3-630-87218-2. EUR 21,90 (Bestellen bei Amazon.de)

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