In regelmäßigen Abständen wird das Lesen auf tragbaren elektronischen Geräten (E-Books) diskutiert. Ist es eine Alternative zum gedruckten Buch? Welche Vor- und Nachteile ergeben sich dadurch? In dieser Rubrik finden Sie Beiträge zu diesen Themen und Hinweise zu aktuellen Entwicklungen.
Wie die Times berichtet, arbeitet Google daran, demnächst elektronische Bücher (eBooks) zu verkaufen. Die Zeitung zitiert Jens Redmer, den Chef von Google Book Search in Europa, der bestätigt, dass man an einer Plattform arbeite, über die Verlage ihre Bücher digital zugänglich machen können. Neben dem Verkauf erwähnt Redmer auch die Möglichkeit, beispielsweise digitale Reiseführer lediglich für die Dauer der Reise auszuleihen oder ein Buch kapitelweise zu kaufen.
Evan Schnittman vom Verlag Oxford University Press, einer der Verlage, die mit Google Book Search bereits zusammenarbeiten, führt im Times-Artikel wieder mal das beliebte Argument für eBooks auf: »Wollen Sie wirklich im Urlaub vier Romane und einen Reiseführer mitschleppen?«
Bereits seit mehreren Jahren bieten wir eine mobile Version des Literatur-Cafés an. Nutzer mobiler Geräte können so die neuesten Beiträge in einer “schlanken” Form auch unterwegs lesen, die schnell auf das Handy oder den mobilen digitalen Assistenten geladen ist. Durch den Umbau der Startseite zum Jahreswechsel war die mobile Version einige Tage nicht aktuell. Nun sind auch diese Anpassungsarbeiten abgeschlossen und die mobile Version des Cafés ist wieder aktuell.
Die Version für mobile Geräte können Sie wie bisher unter der Adresse www.literaturcafe.de/pda und jetzt neu unter www.literaturcafe.mobi erreichen (Ja, ohne l am Schluss, das ist richtig so). Geben Sie diese Adressen einfach in den Browser Ihres mobilen Gerätes ein. Selbstverständlich können Sie auf das Café von unterwegs auch weiterhin über Dienste wie z.B. Avantgo aufrufen.
Nachtrag vom 26. Juli 2010: Avantgo gibt es nicht mehr und mittlerweile erkennt literaturcafe.de automatisch, ob Sie unsere Website z.B. mit einem iPhone oder Andriod-Handy besuchen und stellt die Seiten optimiert für mobile Geräte dar. Eine spezielle URL muss nicht mehr eingegeben werden.
Wolfgang Stieler berichtet für die Technology Review 04/2006 von einem neuen Versuch, ein Lesegerät für elektronische Bücher (eBooks) zu etablieren. Die Philips-Tochter iRex Technologies will das Gerät Ende April auf den Markt bringen.
Wie immer bleibt das Problem: das beste Lesegerät nützt nichts, wenn es keine Inhalte dafür gibt oder die digitalen Rechtebeschränkungen (DRM) zu groß sind. Bestseller in elektronischer Form sind legal so gut wie nicht erhältlich.
Die Verlage meiden die Verbreitung ihrer Werke in ungeschützter elektronischer Form seit Jahren wie der Teufel das Weihwasser. Stets wurden neue Software-Systeme ersonnen, die eigentlich beliebig kopierbare digitale Daten an einzelne Geräte binden sollten. Das Ergebnis: In den dunklen Ecken des Internets ist alles längst ungeschützt zu haben – natürlich auch die neuesten Bestseller. [Technology Review 04/2006].
Vor kurzem kostete sie noch 20 Euro, doch ab sofort ist die Pro-Version des Mobipocket Readers kostenlos zum Download erhältlich.
Der Mobipocket-Reader ist eines der am häufigsten verwendeten eBook-Leseprogramme. Er steht für fast alle mobilen Plattformen und Betriebssysteme zur Verfügung, darunter Palm, PocketPC und Symbian. Auch eine Version für Windows PCs ist erhältlich.
Der Reader wird von vielen eBook-Portalen unterstützt, wie zum Beispiel von der Beam-Bibliothek oder dem eBook-Angebot von libri.de.
Hier geht\’s zur Download-Seite bei Mobipocket >>
Bevor die neue Biographie “Das alles und noch viel mehr” des Sängers Rio Reiser (“König von Deutschland”) als Buch erscheint, ist sie bereits als eBook erhältlich. Von solch einer exklusiven Vorab-Veröffentlichung in elektronischer Form hat so mancher eBook-Anbieter geträumt.
Hintergrund dieses ungewöhnlichen Schrittes des Heyne Verlags sind jedoch nicht Marketing-Überlegungen, sondern handfeste juristische Gründe. Man fürchtet Abmahnungen geschäftstüchtiger Anwälte gegen das Buch. Um Buchhandlungen und andere Handelspartner vor Unannehmlichkeiten zu schützen, geht man daher den Weg der Erstveröffentlichung als eBook, berichtet das Börsenblatt.
Warum im Frühjahr/Sommer 2005 so viele Zeitungen, Zeitschriften und Online-Medien wieder von einem angeblichen eBook-Trend schreiben
Derzeit gibt es auffallend viele Zeitungs- und Online-Artikel, die verkünden, dass elektronische Bücher voll im Trend lägen. Diese Behauptung liest man seit Jahren regelmäßig. De facto hat sich in der eBook-Welt jedoch in den letzten Monaten und Jahren wenig Neues getan. Im Gegenteil: Der Trend ist eher vorbei. Große Marketingaktivitäten der Branche wie den World-eBook-Award gibt es schon lange nicht mehr. Die eBook-Angebote vieler Online-Händler sind verschwunden oder man muss lange danach suchen (wie z.B. bei Amazon). Die Firma Gemstar, die seinerzeit Lesegeräte ausschließlich für eBooks auf den Markt brachte, hat das eBook-Geschäft mangels Nachfrage und Umsätze im Jahre 2003 eingestellt.
Warum verkünden dann derzeit aber viele Medien, dass eBooks im Trend seien?

Andreas Schröder
Im Juli 2003 bat Andreas Schröder um ein paar Minuten Zeit und um Mithilfe bei seiner Diplomarbeit. Die Ergebnisse sind nun seit Sommer 2004 im Internet abrufbar.
Andreas Schröder studierte Kommunikationswissenschaft an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Im Sommer 2003 schrieb er an seiner Diplomarbeit, bei der er sich inhaltlich mit dem Lesen von gedruckten und elektronischen Büchern befasst.
Schröder geht in seiner Arbeit u.a. der Frage nach, wie viele Menschen überhaupt am Bildschirm oder auf tragbaren mobilen Geräten einzelne Texte oder ganze Bücher (sogenannte eBooks) lesen.
Daher waren im Sommer 2003 im wahrsten Sinne des Wortes Sie gefragt: Lesen Sie elektronische Texte am Bildschrim oder vielleicht sogar unterwegs? Warum oder warum nicht? Was sind die Vor- und Nachteile der elektronischen Lektüre? Oder finden Sie das alles Unsinn? Das sind einige der Fragen, die Andreas Schröder hier gestellt hatte.
Und weit über 500 Leser haben mitgemacht!
Einführung zu unserem eBook-Workshop
Was bietet unser Workshop? – Was sind eBooks? – Wer liest schon eBooks? – Wie mache ich eBooks selbst und warum?
Über Sinn und Unsinn von elektronischen Büchern wird viel diskutiert. Wir wollen Ihnen in einem mehrteiligen Workshop zeigen, wie Sie eBooks selbst erstellen können, um für Ihre Texte neue Leserkreise zu erschließen.
- Einführung
- eBooks für den Palm Plattform
- eBooks für den Microsoft Reader
Nachtrag aus dem Jahre 2010: Dieser Workshop stammt aus dem Jahre 2003 und ist mittlerweile veraltet. Dennoch werden wir ihn nicht löschen, da er mittlerweile »historischen« Charakter hat und die eBook-Welt um den Jahrtausendwechsel zeigt.

Das Rocket eBook
War der Markt nicht reif – oder niemals vorhanden? Der eBook-Anbieter hat seine deutsche Niederlassung zum 31. Juli 2003 geschlossen
Update: Am 18. Juni 2003 stellte Gemstar den Verkauf der Geräte weltweit ein
Wird das gedruckte Buch aussterben? Werden wir künftig Texte auf kleinen tragbaren Geräten lesen, deren Speicherkapazität für ganze Bibliotheken ausreicht? Auf der Buchmesse 1998 konnte man zum ersten Mal den Prototyp eines buchgroßen Gerätes sehen, auf dem wechselnde Texte dargestellt werden konnten. Seitdem wird die Diskussion um die sogenannten eBooks geführt. Jede Zeitung, jede Zeitschrift berichtete regelmäßig meist zur Buchmessezeit darüber. Man fragte Schriftsteller und Computerexperten nach ihrer Meinung und diskutierte auf Veranstaltungen. Man verteufelte das Gerät, das nie das Gefühl von Papier und »echter« Literatur vermitteln werde, oder pries es als Zukunft des Lesens. Über Publicity auch außerhalb der Computer-Medien konnte man sich also beim Anbieter Gemstar wahrlich nicht beklagen.
Ein Interview mit dem kaufmännischen Geschäftsführer des Suhrkamp Verlags, Philip Roeder, über eBooks, die illegale Verbreitung des neuen Walser-Romans und die Gegenmaßnahmen des Verlags.
Als Jörg Kantel in seinem Weblog »Der Schockwellenreiter« einen Link auf die illegale Kopie des neuen Walser-Romans »Tod eines Kritikers« legte, reagierte der Suhrkamp Verlag heftig. Kantel erhielt eine Abmahnung und sollte hierfür Anwaltskosten in Höhe von 1.200 Euro zahlen (wir berichteten). Einige Tage später verzichtete der Verlag auf seine Forderung. Wir sprachen mit dem kaufmännischen Geschäftsführer des Suhrkamp Verlags, Philip Roeder, über die Beweggründe und die Auswirkungen der Aktion. Zunächst jedoch wollten wir wissen, welche Chancen der Suhrkamp Verlag dem elektronischen Buch allgemein einräumt. Das Gespräch führte Wolfgang Tischer.
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