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Beitrag vom 28. Dezember 2015 | Rubrik: E-Books, Schreiben, Self-Publishing

Papyrus Autor im Test: Das beste Schreibprogramm wird 8

Papyrus Autor liegt nun in Version 8 vor

Fragt man Schriftsteller, mit welchem Programm sie arbeiten, antwortet die Mehrheit immer noch: »Microsoft Word«. Word ist nun einmal sehr verbreitet, man kennt es, man hat die Software von irgendwoher bekommen. Doch Word ist ein Programm fürs Büro.

Wer jedoch professionell Bücher und Geschichten schreibt, sollte sich Papyrus Autor ansehen, um zu erkennen, was ein Schreibprogramm für Schriftsteller wirklich leisten kann. Jetzt ist Version 8 der Textverarbeitung für Autoren und Journalisten erschienen. Self-Publisher profitieren zudem von der verbesserten E-Book-Ausgabe und einem Impressumsgenerator.

Komplette Schreibprojekte werden unterstützt

Papyrus Autor ist weitaus mehr als eine Textverarbeitung. Die Software unterstützt Schreibprojekte in allen Phasen. Das reicht von der Ideenfindung und Recherche, von der Entwicklung von Orten, Schauplätzen und Szenen, das geht über die Figurenzeichnung, die Kapitel- und Zeitorganisation, es führt über das Aufspüren von sprachlichen Mängeln weit über eine Rechtschreibkontrolle hinaus und endet schließlich beim fertigen Manuskript – ganz egal, ob man es per Klick als Normseiten formatiert an einen Verlag senden oder als E-Book bei Amazon bzw. einem der vielen Self-Publishing-Portale hochladen will.

Denkbrett hilft bei der Strukturierung

Denkbrett

Neu in Version 8 ist das »Denkbrett«, das bei der Ideenfindung und Strukturierung der Geschichte hilft. Wie an einer Pinnwand kann man hier Namen von Figuren, von Schauplätzen oder andere Strukturen zusammentragen und gruppieren. Wer ist Protagonist, wer Antagonist? Wo treffen sie aufeinander? Welche Gefährten oder Gegner gibt es? Welche familiären Strukturen bieten Konfliktpotenzial für eine spannende Geschichte? All das lässt sich mit dem Denkbrett skizzieren. Später dann lassen sich diese Elemente mit den Textpassagen verknüpfen – eine hervorragende Unterstützung für die Autorinnen und Autoren, die ihren Romanaufbau schon frühzeitig planen.

Figurendatenbank

Eine Figurendatenbank bringt Papyrus seit Längerem mit: Hier kann man den Namen und Eigenschaften vermerken, egal, ob es die Augenfarbe, der Charakter der Figur oder ihr biografischer Hintergrund ist. So vermeidet man Unstimmigkeiten bei der Figurenbeschreibung und schafft mehr Tiefe. Auch diese Datenbank ist mit dem Text verknüpft, sodass beispielsweise ein Klick auf den Namen alle Infos der Figur aufruft.

Zeitstrahl

Je nach Arbeitsweise ist der Zeitstrahl hilfreich: Wer viel mit Rückblenden arbeitet, sieht hier das Geschehen in der chronologischen Abfolge. Sind die Handlungen der Figuren zeitlich logisch aufgebaut? Auch beim Umbau von Kapiteln und Romanabschnitten kann diese Ansicht hilfreich sein.

Herausragende Textanalyse

Eine der Stärken von Papyrus, in der das Programm anderer Schreibsoftware schon immer überlegen war, ist die Textanalyse und die Unterstützung bei der Textarbeit. Eine Rechtschreibprüfung ist obligatorisch, doch Papyrus ist das einzige Programm, das die aktuelle Duden Rechtschreibprüfung nahtlos und schnell integriert hat. Wer einmal die Grammatikfehlererkennung von Papyrus erlebt hat, der ist erstaunt, wie rasch und genau hier Fehler erkannt werden.

Textanalyse

Doch Papyrus geht bei der Textanalyse noch viel weiter und ist daher auch für journalistische Texte interessant: So werden beispielsweise Wortwiederholungen innerhalb eines konfigurierbaren Abstands erkannt und markiert. Beliebte Füllwörter wie auch, eigentlich und doch werden vom Programm angemahnt. Die Markierungen können bei Bedarf ein- und ausgeschaltet werden, sodass sie beim Schreiben nicht stören. Verschiedene Stufen der Textanalyse helfen beim Redigieren.

Phrasen und Füllwörter: Papyrus Autor analysiert den Text

Wird die Lesbarkeits-Einschätzung aktiviert, so ist jeder Satz farblich hinterlegt. Wird die Markierung rötlicher, so wird die Verständlichkeit als weniger gut eingeschätzt. Es ist erstaunlich, wie gut diese algorithmische Analyse funktioniert. Ebenfalls können zu lange Sätze vom Programm bemängelt werden. All diese Analysen lassen sich nicht nur ein- und ausschalten, sondern dem eigenen Stil anpassen.

Stilanalyse

Zielvorgaben und Termine stets im Blick

Ebenfalls hilfreich für Romanautoren, aber auch für Journalisten, sind die vielfachen Zielvorgaben, die man in Papyrus einstellen kann. Egal, ob man sich selbst die berühmte »1.000 Wörter pro Tag«-Regel setzt oder ob man für eine Zeitung einen 5.000-Zeichen-Beitrag bis zum 30. des Monats fertigstellen muss, Papyrus kann all das abbilden und zeigt beständig an, wie weit man vom Ziel entfernt ist. Auch beim Redigieren oder Kürzen sind Zielvorgaben hilfreich. Selbst Rechercheinformationen wie Fotos oder Websites kann Papyrus mit dem Dokument abspeichern, sodass man alle Quellen stets griffbereit hat.

Texte umbauen, Szenen »zwischenparken« oder unterschiedliche Varianten eines Kapitels verwalten, all das und viel mehr bietet Papyrus selbstverständlich auch.

Wer viele Dialoge schreibt und diese ohne Ablenkung überprüfen will, der kann mit einem Klick den restlichen Text ausblenden, sodass nur die mündliche Rede angezeigt wird. Und anders als Word beherrscht Papyrus Autor jede beliebige und bevorzugte Form von An- und Abführungszeichen bei der wörtlichen Rede.

Normseite, E-Book und Druckvorlage per Mausklick

Wer sein fertiges Manuskript als Normseiten an den Verlag schicken will oder wer – zum Beispiel bei der Einsendung an einen Wettbewerb – sehen will, wie lang das Manuskript in Normseiten ist, kann es bei Papyrus Autor mit einem Klick umwandeln.

Normseite

Papyrus erzeugt fertige E-Books als epub und mobi-Dateien, die man direkt bei Amazon, Tolino oder bei Distributoren hochladen kann. Zusammen mit dem Impressumsgenerator und automatisch erstelltem Inhaltsverzeichnis braucht man nur einen Klick.

Für Print-on-Demand-Dienstleister gibt es passende Dokumentvorlagen, die eine PDF-Druckdatei erzeugen. Papyrus macht also Schluss mit dem umständlichen Umformatieren und erzeugt aus einer Textdatei alle passenden Ausgabeformate.

Mit der Version 8 hat Papyrus auch die Oberfläche etwas aufgehübscht, denn bislang wirkte das Programm sehr altbacken. Die neuen Icons lassen das Programm etwas zeitgemäßer und moderner erscheinen. Ebenfalls neu ist die Tabulatoren-Ansicht aller geöffneten Dokumente, die man so schneller im Blick hat.

Impressumsgenerator

Mit welcher Akribie die Programmierer an Papyrus gearbeitet haben, erkennt man an den vielen Details. Papyrus Autor ist das einzige Schreibprogramm, das mit Einzügen am Absatzanfang korrekt umgeht. So erlaubt es das Programm in Version 8 erstmals, dass nach Leerzeilen und Titeln typografisch korrekt kein Einzug erfolgt. Auch die Silbentrennung kann nun individuell eingestellt werden, um Druckausgaben harmonischer zu gestalten.

Ein Programm aus der Praxis für die Praxis

Hinter Papyrus Autor steckt kein großes Unternehmen und kein Konzern, sondern eine kleine Software-Schmiede in Berlin. Papyrus Autor wurde und wird in enger Zusammenarbeit mit dem Bestsellerautor Andreas Eschbach entwickelt, der Ideengeber für viele Funktionen war. Diesen hohen Praxisbezug merkt man Papyrus an. Zudem sind die Papyrus-Macher seit einigen Jahren auf den Buchmessen präsent. Sinnvolle Anregungen und Hinweise werden gerne notiert und nicht selten ins Programm aufgenommen. So geht beispielsweise die neue Funktion »Kopieren fürs Web« auf eine Anregung des literaturcafe.de zurück. Ein solchermaßen in die Zwischenablage kopierter Text kann mit korrekten Umbrüchen und Formatierung in Web-Editoren wie zum Beispiel dem von WordPress übernommen werden.

Navigator

Papyrus ist mehr als eine Textverarbeitung: Papyrus ist das perfekte Schreibwerkzeug für Autorinnen und Autoren. Natürlich kann man damit nach der Installation sofort intuitiv loslegen, doch dann würde man nur einen Bruchteil der Funktionen nutzen. Um mit der Figurendatenbank oder den umfangreichen Werkzeugen der Textanalyse und -optimierung zu arbeiten, muss man sich mit ihnen vertraut machen, sonst verschenkt man Potenzial. Fürs Ausprobieren sollte man daher etwas Zeit investieren. Wenn man von Anfang an konsequent mit den Möglichkeiten des Programms arbeitet, erlebt man seine ganze Stärke. Unsere Erfahrung: Wenn irgendeine Funktion in Papyrus nervt oder sich nicht so verhält, wie man es gerne hätte, dann lässt sich das garantiert in den vielfältigen Optionen des Programms umstellen oder individuell anpassen.

Papyrus Autor 8 kommt mit einer umfangreichen Dokumentation aller Programmfunktionen. Leider sind einige Erklärungen im Handbuch so detailliert, dass man sich gelegentlich eine schnelle Übersicht wünschen würde. Das gilt auch für den immer noch etwas umständlichen Installations- und Update-Vorgang, den man sich für kommende Versionen endlich per Mausklick wünschen würde. Stattdessen muss man immer noch daran denken, Schlüsseldateien und andere Einstellungen zu exportieren, damit sie beim Update erhalten bleiben.

Fazit

Testsiegel: Software 12/2015 - Papyrus Autor 8: empfehlenswertWer professionell Geschichten erzählt – egal ob als Romanautor, Sachbuchautor oder Journalist –, wird längst Word den Rücken gekehrt haben und bessere Software wie Papyrus Autor oder Scrivener einsetzen. Während Scrivener speziell beim Plotten und Strukturieren des Textes die Nase vorn hatte, hat Papyrus Autor in Version 8 hier vor allem mit dem neuen »Denkbrett« aufgeholt. Die Textanalyse von Papyrus Autor ist einzigartig. Allerdings sollte man sich zunächst etwas Zeit nehmen, um sich in die mächtigen Funktionen von Papyrus Autor einzuarbeiten und sie an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Auf der Website von Papyrus Autor steht eine kostenlose Testversion bereit, sodass man die Software vor dem Kauf ausprobieren kann. Papyrus gibt es für Windows- und Mac-Rechner, nach Kauf hat man Zugriff auf beide Versionen. Der Duden Korrektor in der aktuellen Version ist jeweils enthalten.

Link ins Web:

11 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Mara schrieb am 28. Dezember 2015 um 18:33 Uhr

    Danke für diese ausführliche Besprechung der App. Ich benutze Papyrus auch gelegentlich, aber nicht, um meine Projekte darin zu organisieren. Word natürlich auch nicht, damit habe ich bereits genügend traumatisierende Erlebnisse gehabt.

    Woran das liegt? Am Layout. Ich kann mich einfach nicht ans Design der Oberfläche gewöhnen und tatächlich stört diese unterschwellige Ablehnung meinen Schreibflow. Klingt spinnert, ist aber nicht zu ändern.

  2. Andreas Beitinger schrieb am 28. Dezember 2015 um 21:03 Uhr

    Über alternative Textverarbeitungsprogramme kann man gar nicht oft genug berichten. Es gibt tatsächlich noch erschreckend viele Autoren, die noch nie was Anderes als Word kennengelernt haben.

    Die Hilfsfunktionen, die Papyrus Autor bietet, sind allerdings nicht jedermanns Sache. Ob man seinen Roman wirklich mit einer Zusatzfunktion des Texverarbeitungsprogramms strukturieren und sortieren muss, darf bezweifelt werden; immerhin gibt es dafür unzählige Alternativen in Form von Software – und auch ganz „analoge“ Methoden. Mit der Textanalyse hat das Programm einen erhobenen Zeigefinder eingebaut, mit dem sich bestimmt nicht jeder Autor anfreunden will.
    Natürlich muss man keine dieser Funktionen nutzen. Fragt sich nur, was dann noch an Mehrwert gegenüber anderen Programmen übrig bleibt – und ob dann der Kaufpreis sowie die Einarbeitung in das recht eigenwillige Bedienkonzept noch gerechtfertigt sind.
    Papyrus Autor ist zweifellos eine interessante Software und für bestimmte Nutzer genau die richtige Wahl. Ich kann jeden Autor nur ermutigen, es wohlwollend zu testen. Als „perfektes Schreibwerkzeug“ würde ich es allerdings nicht bezeichnen wollen; dazu ist zu viel an dem Programm noch Geschmackssache.

    Wer einfach nur eine schlanke Alternative zu Microsoft Word und OpenOffice/LibreOffice sucht, sollte sich auch TextMaker (SoftMaker Office 2016) anschauen. Ausgewiesene Autoren-Hilfsfunktionen gibt es da zwar nicht, aber der Duden-Korrektor ist integriert und es gibt eine EPUB-Exportfunktion. Eine weitere Besonderheit ist, dass es das Programm auch als Linux- und Android-Versionen gibt, wodurch man nahtlos auf verschiedenen Geräten arbeiten kann (z. B. zuhause unter Windows und unterwegs auf einem Android-Tablet mit externer Tastatur).

    Eine weitere beachtenswerte Alternative für Vielschreiber ist Atlantis Wordprocessor. Das ist ein preiswertes, schnörkelloses Textverarbeitungsprogramm für Windows (nur leider bisher noch nicht auf Deutsch erhältlich). Atlantis ist außerdem bekannt für seinen guten EPUB-/MOBI-Export; es gibt Leute, die haben sich allein deswegen eine Atlantis-Lizenz gekauft.

    Alle genannten Programme stammen, genau wie Papyrus, aus eher kleinen Softwarehäusern.

    Was ich Pypyrus und TextMaker allerdings ankreide, sind ihre proprietären Textformate, die jeweils kein anderes Programm lesen kann; im Sinne der Zukunftsscherheit ist das bedenklich. Man kann zwar DOC, DOCX oder ODT exportieren, aber darin nicht alle Formatierungsdetails speichern, die die Programme beherrschen; für die tägliche Arbeit ist man also immer noch auf die programmeigenen Formate angewiesen. Das wäre heutzutage gar nicht mehr nötig, da mit ODT und DOCX offene Formate zur Verfügung stehen, in denen jedes Programm auch seine speziellen Funktionen mitspeichern kann.
    Atlantis Wordprocessor ist in dieser Hinsicht besser, da es statt eines eigenen Formats eine Variante von RTF nutzt, die auch mit anderen Programme geöffnet werden kann (wobei Atlantis sich mit seinem eher geringen Funktionsumfang da auch leichter tut).

  3. David schrieb am 28. Dezember 2015 um 23:35 Uhr

    Für diejenigen, die eine Menge von Optionen brauchen gibt es Scrivener. Für diejenigen, die eine einfachere Schnittstelle ohne Optionsablenkung gibt es fountain.io (markdown). Auch von dieser Seite des Atlantiks scheint es mir, Papyrus sehr teuer zu sein.

  4. Andreas Beitinger schrieb am 29. Dezember 2015 um 20:08 Uhr

    Noch ein kleiner Nachtrag zum Thema Preise:
    Ja, ich finde Papyrus Autor auch überteuert – jedenfalls im Vergleich zu den meisten Textverarbeitungsprogrammen.
    Speziell bei Word sollte man jedoch beachten, dass Microsoft immer noch nach gewerblichen und privaten Lizenzen unterscheidet. Sobald man mit dem Schreiben Geld verdient, ist man gewerblich unterwegs und darf private Lizenzen eigentlich nicht mehr nutzen – und eine gewerblich nutzbare Lizenz von Word (im billigsten Fall „Home & Business“) kostet bereits mehr als Papyrus Autor.
    Bei allen anderen Programmen (Papyrus, TextMaker, Atlantis, Scrivener) ist die gewerbliche Nutzung ohne Aufpreis erlaubt. Sogar die kostenlosen Programme (OpenOffice, LibreOffice, SoftMaker FreeOffice) darf man gewerblich nutzen.

  5. Dieter Jobst schrieb am 5. Januar 2016 um 16:07 Uhr

    Ich habe mein Buch papyrus 7 geschrieben und kann den Hype zu dieser Software nicht nachvollziehen. In keiner Weise. Da ist nichts mit intuitievem Arbeiten. Für diese Software brauchts einen Führerschein. Der Zugang zum firmeneigene Forum wird nach Gutsherrenart gewährt. Entweder man kuscht oder fligt raus, „weil die Fragen nichts für´s Forum sind.“ Zudem ist (nicht nur in meinen Augen) der Support selbstherrlich und maßlos arrogant. Wirkliche Hilfe bekommt man tatsächlich nur über Facebook-Gruppen.

  6. Thomas Richter schrieb am 10. Januar 2016 um 15:12 Uhr

    Ich habe Papyrus auch gekauft. Mein besonderes Interesse war die Stilanalyse und der Duden. Ich bin mit Version 7 eingesteigen und kann mich aktuell nicht durchringen das 8er Update zu kaufen. Wie bereits geschrieben wurde, die Software ist nicht intuitiv zu bedienen. Ich habe teilweise mehr Zeit verbraucht um Funktionen zu begreifen als zu schreiben, jetzt wird man sagen, dass es am mir liegen muss.
    Der Schreibfluss wird massiv gestört, auch wenn man länger damit arbeitet. Irgendwie geht mir im Programm nichts einfach so von der Hand, es fühlt sich vieles als verfrickelt und kompliziert an.

    Der Support im Forum wird durch den Inhaber und Entwickler geführt. Der Ton ist als äußerst gewöhnungsbedürftig zu bezeichnen, einige Forum-User haben dadurch eine gewisse devote Haltung angenommen. Ungewünschte Postings werden vom Inhaber direkt gelöscht. Ich habe auf meine gelöschten Beträge im Forum vom Inhaber persönliche Mitteilungen (im Forum) erhalten, die ich als ziemlich frech und arrogant bezeichnen würde.

    Der Preis, ja… ziemlich teuer, im Nachhinein muss ich sagen, es ist schlicht viel zu teuer. Jetzt käme noch ein Update für knapp 50€ hinzu, dann sind wir bei 230€.

    Ich bin am überlegen meine Lizenz zu verkaufen. Vor kurzen habe ich eine YT-Video von der Autoren-Softrware »Patchwork« gesehen, ich schiele nun ein wenig.

  7. Annina Boger schrieb am 20. Januar 2016 um 20:39 Uhr

    Ein interessanter Testbericht, der mich nachdenklich macht, besonders nach der Lektüre der bisherigen Kommentare dazu. Offenbar hat Papyrus 8 eher zu viele als zu wenige Funktionen, wodurch es sehr zeitintensiv wäre, sich einzuarbeiten. Vor Jahren habe ich mal eine Testversion bestellt, die jedoch die Versuche so stark einschränkte, dass ich alles nach kurzer Zeit wieder gelöscht habe. Mal sehen, ob ich mir nochmal eine Testversion herunterlade … Trotzdem vielen Dank für den aufschlussreichen Bericht!

  8. Irma Mahlstein schrieb am 22. Januar 2016 um 18:37 Uhr

    Ich versteh‘ immer die nicht, die das Programm gar nicht haben oder vom Stand alter Versionen ihren Senf zu einer Rezension abgeben zu müssen meinen …
    Dazu natürlich die „Herren“, die sich im Papyrus-Forum auf den Schlips getreten fühlen. 1. was hat das Forum mit der Software zu tun? 2. Ich habe die Diskussionen teils miterlebt. Alleine, dass die beleidigten Leberwürschte meinen, ihre Antipathien hier ablassen zu müssen, spricht schon Bände und macht mich sehr froh, daß es das sehr angenehme und hilfreiche Papyrus-Forum gibt und keine „Trolle“ hat (hat mir mein Enkel beigebracht, den Begriff – hihi). Ich habe den Papyrus Support bisher jedenfalls immer als extrem höflich und genauso hilfreich erlebt. Vielleicht hat es ein bisschen damit zu tun, wie man in den Wald hineinruft – nicht jeder, der laut ist, hat immer Recht, meine Herren …
    Ich also habe Papyrus Autor 8. Die Annehmlichkeiten in der Bedienung sind ein Quantensprung.
    Vorher war noch etwas Einarbeitung nötig, ja. Jetzt? Einfach genial simpel.
    Ich komme von Word über Scrivener und weiß, wovon ich rede. Ich habe auch andere hier aufgezählte Programme ausprobiert, auch, was hier aufgezählt war. Als Profi ohne große Computeraffinität sucht man ja immer nach dem besten und zugleich einfachsten Werkzeug.
    Mein Urteil: Alles andere außer Papyrus Autor ist Kinderkram. Bis auf Word, aber das ist aus anderen Gründen unbrauchbar.
    Und wer mit der überarbeiteten Oberfläche von Version 8 nicht klarkommt, traut sich auch nicht, Auto statt Fahrrad zu fahren, obwohl er weite Strecken bewältigen muss.
    Huch, etwas länger, mein Senf dazu – aber ich muss sagen, die Unsachlichkeit der bisherigen Beiträge hier musste einfach mal von einem Fan relativiert werden (darf man mit knapp 60 ein „Fan“ sein? Ich bin jedenfalls einer!).
    Beste Grüße, Irma

  9. Matthias Baer schrieb am 23. Januar 2016 um 16:36 Uhr

    Ich bin nicht so ein Fan. Mit Version 6 hatte ich so meine Probleme mit der Einarbeitung – es war doch schon arg anders als mein OpenOffice.
    In Version 7 hatte ich mich einigermaßen eingefuchst. Aber in einem muss zustimmen – mit Version 8 komme ich wunderbar zurecht. Ich finde sogar ein paar Änderungswünsche von mir wieder, das neue Handbuch ist klasse. Hier wurde wirklich zugehört, muss ich zugeben. Die Berliner Jungs haben da etwas ordentlich Neues geschaffen, mein alter Ärger ist ziemlich verflogen.

    Und die Funktionalität ist „erste Sahne“, daran kommt man sowieso nicht vorbei. Das neue Denkbrett – so leicht hatte ich vorher nie Konzepte für meine Bücher machen können.

    Das Papyrus Forum? Ich weiß nicht, ob dashierhergehört, aber wenn alle etwas dazu sagen … Von mir wurde auch mal was gelöscht, was mich verärgerte.
    Dann wurde aber mein Problem per E-Mail in wenigen Tagen gelöst, mit einer neuen Version. Die Lösung kam dann ins Forum. Nachträglich konnte ich eigentlich nicht meckern. Der Ansatz, nicht alle Anfragen stehen zu lassen, ist gewöhnungsbedürftig („wir wollen das Forum als Wissensbasis“ – hm, OK …), aber geholfen wird einem, und im Benehmen immer korrekt.

  10. Hans Kormann schrieb am 18. Februar 2016 um 14:31 Uhr

    Ich muss Sie korrigieren: Der aktuelle Duden Korrektor ist nicht nur in Papyrus Autor, sondern auch in SoftMaker Office 2016 Professional integriert.

    Für deutlich weniger Geld (100 Euro für 3 Lizenzen) ist das allerdings ein komplettes Officepaket mit Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware, Makrosprache und eben Textverarbeitung. Neben Duden Korrektor sind auch noch diverse Fremdsprachenwörterbücher von Langenscheidt und Duden Lexika integriert.

    Die Microsoft-Office-Kompatibilität ist deutlich besser als bei Papyrus Autor, ebenso der EPUB- und PDF-Export. Dafür fehlen die speziellen Autoren-Bausteine die Papyrus Autor hat.

    Dies nur als Zusatzinfo. Ich schätze beide Pakete, nutze SoftMaker Office 2016 allerdings deutlich häufiger als Papyrus Autor.

  11. Michael aus Berlin schrieb am 29. März 2016 um 19:10 Uhr

    Das Programm „Patchwork“ arbeitet auch mit Duden Korrektur.

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