
Der MDR hat Wolfgang Tischer, den Herausgeber des literaturcafe.de gebeten, den »Streit« zwischen Elke Heidenreich, Ildikó von Kürthy und Denis Scheck zusammenzufassen. Sein Urteil ist ernüchternd. Die Auseinandersetzung sei letztendlich Teil der Literaturshow, die allen Seiten nützt und Aufmerksamkeit verschafft.
Hinweis:
Das Gespräch wurde für die Ausstrahlung leicht gekürzt. Daher sei hier noch erwähnt, dass Wolfgang Tischer betonte, dass die Fehde zwischen Heidenreich und Scheck nichts Neues sei. Bereits im Gespräch mit dem literaturcafe.de sagte sie 2022 (an Minute 24:25):
Denis Scheck erzählt ja auch immer nur über sich selbst und nicht über die Bücher. Er zeigt uns seine Socken, seine Einstecktüchlein, seine Anzüge und er sitzt dann zu Füßen eines Dichters, den er anhimmelt und übers Buch erfährt man nicht viel. Also ich bin kein Freund von Denis Scheck. Und wenn er meine Bücher lobt, bin ich immer sehr peinlich berührt. Und wenn er sie in die Tonne haut, bin ich auch peinlich berührt, wenn man sowas nicht macht. Also ich gucke das jetzt auch nicht mehr.
Elke Heidenreich, Juli 2022
Tatsächlich geht das ganze auf die Zeit zurück, als Heidenreich mit »Lesen!« selbst eine Literatursendung im Fernsehen hatte. Als Scheck seinerzeit ein Buch verriss, was Heidenreich gelobt hatte, bezeichnete Elke Heidenreich ihn als »hysterisches Rolltreppendickerchen«.
(Literatur-)Pack schlägt sich, Pack verträgt sich.

