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Ein Verlag, der keiner ist

Der Begriff Verlag bzw. Verleger kommt von vorlegen. Denn der Verleger bezahlt den Autor im voraus für ein Werk, mit dem der Verleger glaubt, Geld zu verdienen. Der Verleger trägt also das wirtschaftliche Risiko und ist natürlich bestrebt, nur solche Manuskripte einzukaufen und zu veröffentlichen, die einen Gewinn bringen werden, damit das Geld für Autorenhonorar, Herstellung, Marketing und Vertrieb wieder reinkommen.

Ein Verlag also, der Geld vom Autor verlangt, ist kein Verlag im Sinne dieser Definition. Dann mag man das ganze Druckerei oder Dienstleister nennen. Ein solcher „Verlag“ trägt kein finanzielles Risiko, er lässt es den Autor tragen. Oftmals leider, indem dieser „Verlag“ dem Autor in einer Milchmädchenrechnung und/oder hohlen Phrasen wie „Bücher schreiben ist ein Ausdruck von Freiheit“ weismacht, dass die Welt nur auf dieses Werk wartet.

Dass dies nicht der Fall ist, merkt der Autor oftmals erst dann, wenn er bereits mehrere tausend Euro für den Druck des eigenen Buches ausgegeben hat.

Christine Koschmieder geht in ihrem Weblog „Pfade durch den Buchmarkt-Dschungel“ der Milchmädchenrechung und den Sprüchen der Mein Buch oHG nach. Lesebefehl!

Technorati-Tags: zuschussverlage

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