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Ist dieses Jahr ein
Schaltjahr? Werden wir 28 oder 29 kalte Februartage erdulden müssen?
1999 ist nicht durch 4 teilbar, ist daher kein Schaltjahr.
Schon nach 28 Tagen ist es März, ist das nicht wunderbar? Leider nur diesjahr. Denn das
Jahr 2000 ist wieder ein Schaltjahr!!
Verstehen Sie nun, warum das amerikanische Magazin TIME in
einer seiner letzten Ausgaben auf seiner Titelseite warnend schrieb: »The End of the
world !?! Y2K insanity! Apocalypse now!«
Ja, Sie wissen Bescheid. Das nächste Jahr wird ein
Schaltjahr sein. Ziehen Sie sich schon heute besonders warm an.
Wie war das überhaupt damals, im Jahr 1900? Die Menschheit
hatte dieses Datum doch auch überlebt.
Nun, 1900 war eben kein Schaltjahr.
Verschonen Sie mich jetzt mit der Frage, warum 2000 eines
ist und 1900 keines war.
Nur um dies zu entschlüsseln wurde ich Mathematiker.
Meine Großmutter hatte am 29. Februar eines Schaltjahres
Geburtstag. Ihr Schicksal war es, welches mich schon früh für dieses Thema
sensibilisierte. Nur 17 mal in ihrem Leben konnte sie Geburtstag feiern und starb doch als
alte Frau. Erschreckend!
Im kommenden Schaltjahr wird Millionen neugeborener Menschen
ein ähnliches Schicksal drohen.
Noch ist es nicht zu spät, um mit einer entschiedenen Reform, die weltweit durchgeführt
und koordiniert werden müsste, dieses ernste Problem für künftige Zeiten zu lösen.
Die Einführung der Sommerzeit könnte als Vorbild dienen.
Soll sich der Mensch nach dem Kalender richten oder dieser
nach uns? Ich weiß, dass Sie mir zustimmen.
Die Abschaffung des 29. Februar, also die Schaffung eines
einheitlichen Februar, könnte einhergehen mit einer grundsätzlichen Neubestimmung auch
der übrigen Monate.
Macht es denn Sinn, dass die Monate April, Juni, September
und November nur 30 Tage haben und alle übrigen Monate (abgesehen vom Februar) 31 Tage -
und wer kann sich das merken?
Ich schlage vor, die winterlichen, kalten Monate November,
Dezember, Januar, Februar einheitlich auf 28 Tage zu kürzen und die dabei gewonnenen Tage
den übrigen, angenehmeren Monaten zuzuschlagen.
Diese würden auf 32 Tage ausgedehnt, verbleibende,
geringfügige Abweichungen werden von Statistikern ausgebügelt.
Der Gewinn für die mentale Verfassung der Völker lässt
sich nur erahnen, die positiven Auswirkungen einer solchen Änderung für die globale
Ökonomie ebenfalls.
Die neue Bundesregierung könnte sich überdies durch ein
derart epochales Reformwerk in den Geschichtsbüchern verewigen - ein reizvoller Gedanke
vor allem dann, wenn ihr nichts anderes gelingt.
Belassen wir es also nicht bei bloßen Nörgeleien über die
widrige Winterzeit! Begehren Sie gemeinsam mit mir als Volk bei den zuständigen Behörden
die Abschaffung des Schaltjahres und appellieren wir für die Einführung eines neuen,
wilhelminischen Kalenders!
Verleihen Sie diesem Begehren durch massenhafte
unterstützende eMails an den Autor Nachdruck. Ich danke Ihnen.
Wilhelm Weller |