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Beitrag vom 26. Mai 2007 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Dopingbeichte: Auch Thomas Brussig stand unter Drogen

Kein Wunder, dass es leuchtete: Auch Thomas Brussig war gedoptDeutschland beichtet: Wir haben gedopt! Im Radsport hat es angefangen. Mit bebender Stimme und ergreifenden Worten gestehen Sportler: Ich habe unerlaubte Dopingmittel genommen, und ich schäme mich dafür! Es gibt nur wenige ehrliche und aufrichtige Geister wie Jan Ullrich, die es nicht nötig hatten, solche Sachen einzunehmen.

Doch der Rest Deutschlands ist im Geständnisrausch. Und auch immer mehr Nicht-Radfahrer bekennen: Ich war gedopt!

Jetzt erfasst die Geständniswelle auch Literaten und Schriftsteller! Den Anfang machte Thomas Brussig (»Helden wie wir«, »Wie es leuchtet«, »Am kürzeren Ende der Sonnenallee«), der dem Tagesspiegel gestand, dass viele seiner Werke nur durch den Einsatz von Dopingmitteln möglich waren.

»Darunter habe ich, das möge man mir glauben oder auch nicht, fürchterlich gelitten. Ich habe jahrelang die Öffentlichkeit, meine Familie und meinen Lektor belogen. Es gibt dafür keine Entschuldigung. Was mir ein besonders schlechtes Gewissen bereitet, ist, dass »Am kürzeren Ende der Sonnenallee« an den Schulen durchgenommen wird, sogar Prüfungsstoff ist. Angesichts der Umstände, unter denen dieses Buch geschrieben wurde, hätte es nie Eingang in die Klassenzimmer finden dürfen.«

Brussigs vollständige erschütternde Beichte lesen Sie beim Tagesspiegel.

4 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. K R schrieb am 27. Mai 2007 um 14:48 Uhr

    Hallo Leute,
    habt ihr gewußt, daß auch Charles Bukowski beim Schreiben jedes seiner
    Gedichte, Kurzgeschichten und Romane gedopt war? Whisky heißt das Mittel und es wird über den Mund verabreicht. Das macht sein ganzes Werk, das er uns hinterlassen hat, praktisch ungültig. Oder wie nennt man das in Literatenkreisen? Hätte er seine Sauf-und Vögelstories wenigstens nüchtern geschrieben. Aber so! Besoffen kann schließlich jeder so was hinwutzen…

  2. Gerhard schrieb am 31. Mai 2007 um 09:14 Uhr

    Doping !

    Da wir Österreicher gerade wieder mal (dopingmäßig) aufhorchen lassen wundert es mich doch wie dieser belgische Parvenü über Dopingsünder herzieht, aber die Menschenrechtsverletzungen in China unter den Tisch kehrt.
    Mein Vorschlag: Ein Anti Bejing Leibchen mit 5 Einschußlöchern (statt der olympische Ringe), darüber Berlin 1936, darunter Bejing 2008.
    Dann gibt es Leute die uns fragen, wie konnte das damals passieren, ich frage wie kann das jetzt vor unseren Augen passieren ?

  3. Ballaberg schrieb am 31. Mai 2007 um 11:06 Uhr

    Brussig läßt – wie immer – keine Gelegenheit, aus, sich auf populistische Art wichtig und – meiner Meinung nach – lächerlich zu machen.

  4. K R schrieb am 1. Juni 2007 um 01:09 Uhr

    Preisfrage: Warum treffen sich Literaten (Autoren) stets im Keller?
    Antwort: Weil es dort genauso verstaubt ist, wie in ihren Köpfen.
    Und weil das der einzige Ort ist, wo sie (wenn überhaupt) mal lachen können.

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