Zum Menü des literaturcafe.de | Zum Kontextbereich
Toplinks
Social-Media-Icons

Podcast

Unser Literatur-Radio zum Mitnehmen!

Über Apples iTunes oder mit anderer kostenloser Software erhalten Sie die Beiträge kostenfrei direkt auf Ihre Festplatte oder Ihren MP3-Player geliefert. So verpassen Sie keine Folge. Alle Infos hierzu finden Sie in der rechten Spalte. Sie können die Folgen über den MP3-Link direkt herunterladen oder spezielle Podcast-Software wie iTunes oder Juice verwenden.

Beitrag vom 15. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Wie man vom eigenen Leben erzählt: Herrad Schenk im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Herrad Schenk: Die Heilkraft des SchreibensDie Frage, wie man über sein Leben schreibt, könnte man vielen Autoren stellen. Bei Herrad Schenk jedoch wird sie konkret. Seit Jahren gibt sie Schreibkurse und lehrt Menschen, das eigene Leben aufzuschreiben.

Der Titel ihres Buches »Die Heilkraft des Schreibens« ist ihr dabei fast schon zu esoterisch. Denn Schenk geht es weniger um die psychologische Aufbereitung des Lebens, als vielmehr um Impulse und Anregungen fürs lesenswerte autobiografische Schreiben.

Warum wollen so viele Leute ihre eigenes Leben aufschreiben? Und für wen machen sie dies? Wollen sie ihre Geschichte gar veröffentlichen?

So enthält das Gespräch auch konkrete Tipps, wie man nicht naiv und gutgläubig in die Fänge eines Zuschussverlags gerät und worauf man achten sollte, wenn man einer Schreibgruppe beitreten möchte.

Herrad Schenk: Die Heilkraft des Schreibens: Wie man vom eigenen Leben erzählt (Beck'sche Reihe, Band 1938). Taschenbuch. 2009. C.H.Beck. ISBN/EAN: 9783406592102. EUR 12,95 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige

Beitrag vom 15. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Deutsch-deutsches Freispiel: Andreas Platthaus im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Andreas Platthaus: FreispielWar zur Jahreswende 1989/90 in Deutschland noch alles offen? Gab es wie beim Flippern ein Freispiel für die Wiedervereinigung?

Andreas Platthaus lässt in seinem Roman »Freispiel« in dieser denkwürdigen Silvesternacht seine ost- und westdeutschen Protagonisten zufällig aufeinandertreffen. Die kleine deutsch-deutsche Partygruppe verlässt die Jubelfeier an den öffentlichen Plätzen und setzt sie in einer ostberliner Plattenbausiedlung fort. Es droht der Absturz.

»Freispiel« ist der Debutroman von Andreas Platthaus. Im Hauptberuf ist er Redakteur beim Feuilleton der FAZ. Daher wollen wir natürlich auch wissen, wie es ist, jetzt auch einmal »auf der anderen Seite« zu sein. Apropos andere Seite: Warum wählte Platthaus die Perspektive einer weiblichen Ich-Erzählerin und welche Fehler kann man dabei als männlicher Autor machen?

Andreas Platthaus: Freispiel. Taschenbuch. 2011. Rowohlt Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783499255663. EUR 8,99 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Andreas Platthaus: Freispiel. Kindle Edition. 2010.  » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige

Beitrag vom 15. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Der Tod meiner Mutter: Georg Diez im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Georg Diez: Der Tod meiner MutterAufschreiben als Beweismittel für das Leben. Georg Diez hat ein schmerzvoll schönes Buch geschrieben über das Sterben seiner krebskranken Mutter.

Das Aufschreiben gelang ihm erst in dem Zeitvakuum zwischen dem Tod seiner Mutter und der Geburt seiner Tochter. Zuvor hatte der Journalist eine seltsame Angst davor, die Bewegung des Lebens zu unterbrechen. Das Schreiben erlebte Diez dann als sinnliches Moment, in dem um jedes weh- oder wohltuende Wort gerungen wird.

Seit Erscheinen des Buches führen Feuilletons eine Debatte über die angemessene Darstellung persönlicher Krankheitsbiographien (»Susan Sontag? Zu viele Sicherheitsleinen im Denken.«).

Das Gespräch wurde lang, weil auch hier jedes Wort mit Bedacht gewählt werden wollte. Dafür ist Diez unvestellt, ehrlich – und anregend, die eigenen Ängste durchzubuchstabieren.

Georg Diez: Der Tod meiner Mutter. Gebundene Ausgabe. 2009. Kiepenheuer&Witsch. ISBN/EAN: 9783462041422. EUR 16,95 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Georg Diez: Der Tod meiner Mutter. Kindle Edition. 2009. eBook by Kiepenheuer&Witsch » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige
Georg Diez: Der Tod meiner Mutter. Taschenbuch. 2011. btb Verlag. ISBN/EAN: 9783442741144. EUR 27,00 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Der Tod meiner Mutter von Diez. Georg (2009) Gebundene Ausgabe. Gebundene Ausgabe. . EUR 22,16 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Georg Diez: Der Tod meiner Mutter by Georg Diez (2009-08-18). Gebundene Ausgabe. 1611. Kiepenheuer & Witsch Gmbh. EUR 78,81 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige

Beitrag vom 15. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Lyrik war in China schon immer amtlich – Buchmesse-Podcast 2009

China: Guest of Honor oder Guest of HorrorChina ist das Gastland der Buchmesse 2009. Das dürften mittlerweile auch die mitbekommen haben, die nie ein Buch lesen. Leider überschattete die durchaus berechtigte Diskussion um Zensur und politische Kontrolle allzu oft die Literatur des asiatischen Landes.

Im Buchmesse-Podcast wollen wir uns daher in zwei folgen mit China- und Literaturexperten über das literarische Landschaftsbild unterhalten.

Volker Klöpsch von der Uni Köln besuchte das Land erstmals in den 1970er-Jahren noch am Ende der Moa-Ära und erlebte die Umwälzungen sehr nahe mit, die das Land seither erfahren hat.

Insgesamt 15 Jahre Arbeit flossen in die Sammlung traditioneller chinesischer Lyrik ein, die er zusammengestellt und ins Deutsche übertragen hat. Mit Volker Klöpsch sprechen wir über die Herausforderung für den Übersetzer und die Rolle von Gedichten einst und jetzt. Denn Dichtkunst war in China schon immer amtlich.

Volker Klöpsch: Der seidene Fächer: Klassische Gedichte aus China. Kindle Edition. 2012. dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige

Beitrag vom 14. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Börsenblatt-Chefredakteur Torsten Casimir im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Torsten Casimir, Chefredakteur BörsenblattZum fünften Mal startet heute der Buchmesse-Podcast des literaturcafe.de. Bis zum Sonntag werden Sie an dieser Stelle wieder mehrmals täglich interessante Gespräche direkt von der Frankfurter Buchmesse hören.

Bereits im dritten Jahr ist das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Medienpartner des Podcasts. Den Anfang macht daher als erste Folge des Podcasts das Mediengespräch mit Börsenblatt-Chefredakteur Torsten Casimir.

Gemeinsam mit Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de spricht er über die aktuellen Themen, die die Buchbranche bewegen. Das fängt bei aktuellen Dingen wie Digitalisierung und Googles Buchscan-Initiative an und endet beim Glück, dass die Buchbranche hat: trotz allgemeiner Krise verzeichnet sie Umsatzzuwachs.

Ebenso ist das Thema des Gesprächs die Konzentration des Buchmarkts, denn aktuell wird auf der Messe ein Artikel der Süddeutschen Zeitung von heute heftig diskutiert. Der Autor Birk Meinhardt stellt darin wütend die These auf: »Zur Zerstörung einer ganzen Branche badarf es keiner neuen Medien: Ein Konzern wie Thalia besorgt das auf seine Weise.«

Beitrag vom 1. Oktober 2009 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2009, Podcast

Von Wolf Haas bis Elke Heidenreich: Unser Buchmesse-Podcast mit über 30 Autoren-Interviews startet am 14. Oktober

Buchmesse Podcast 2009 - präsentiert von literaturcafe.de und dem Börsenbaltt für den Deutschen BuchhandleRoger Willemsen, Thomas Glavinic, Tina Uebel, Feridun Zaimoglu und viele weitere Autoren werden in diesem Jahr wieder im Buchmesse-Podcast des literaturcafe.de zu hören sein. Die preisgekrönte Gesprächsreihe aus Frankfurt wird im fünften Jahr ihres Bestehens zusammen mit boersenblatt.net präsentiert, dem Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel. Die ungekürzten Audio-Interviews können während der Messe vom 14. bis 18. Oktober 2009 mehrmals täglich bequem auf dem PC, MP3-Player oder über Apple iTunes heruntergeladen und angehört werden.

Warum schult man trotz Fernsehkarriere zum Bio-Bauern um? ttt-Moderator Dieter Moor wird darüber im Buchmesse-Podcast von literaturcafe.de berichten. Ulrich Greiner wird versuchen, die Hörer mit Lyrik zu verführen und Elke Heidenreich erzählt, wie sie zusammen mit Bernd Schroeder über die »Alte Liebe« geschrieben hat. Insgesamt stellen sich auch in diesem Jahr wieder über 30 Autorinnen und Autoren den Fragen von Eileen Stiller und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de.

Beitrag vom 24. September 2009 | Rubrik: Podcast

Ilija Trojanow und Juli Zeh im Interview: Freiheit, Sicherheit, Piraten und Heidelberger Appell

Ilija Trojanow und Juli Zeh bei der Präsentation ihres Buches im Stuttgarter LiteraturhausBuchbegeisterte Menschen kennen Juli Zeh und Ilija Trojanow als Romanautoren. Da ist beispielsweise Trojanows preisgekrönter Roman »Der Weltensammler« oder Juli Zehs Werke »Schilf« und »Adler und Engel«.

Für ein besonderes Projekt haben die beiden jetzt zusammengearbeitet. »Angriff auf die Freiheit« heißt das Buch, das bei Hanser erschienen ist. Ein Projekt, dessen Ursprung gewissermaßen im Stuttgarter Literaturhaus liegt, denn für eine Essay- und Veranstaltungsreihe schrieb Trojanow den Beitrag »Mit Sicherheit in den Untergang« über die bedenkliche Zunahme staatlicher Kontrolle und Überwachung. Die Schriftstellerin und Juristin Juli Zeh, so die Legende der beiden, las den Beitrag in der Stuttgarter Zeitung, und aus einem eMail-Wechsel heraus entwickelte sich die gemeinsame Arbeit an diesem Buch und an einem Thema, das beiden gleichermaßen wichtig ist: die schleichende Aushöhlung demokratischer Grundwerte durch die Überwachungs- und Datensammelwut des Staates und der Wirtschaft.

Beitrag vom 10. Juli 2009 | Rubrik: Podcast

31. Podcast-Folge: Über Thriller und Twitter – Bestseller-Autor Sebastian Fitzek im Interview

Sebastian Fitzek signiert seine BücherSebastian Fitzek ist einer der wenigen deutschen Thriller-Autoren, deren Werke sogar ins Englische übersetzt wurden. Sein neues Buch »Splitter« landete sofort wieder ganz oben auf der Spiegel-Bestsellerliste. Wir trafen Sebastian Fitzek am Rande einer Lesung in der Ludwigsburger Thalia-Filiale und sprachen mit ihm übers Lesen und Leser und welche Rolle für ihn die Web-Kommunikation mit seinen Fans via Twitter, StudiVZ und Co. spielt.

Unsere neueste Podcast-Folge, das literarische Radioprogramm im MP3-Format, können Sie über die Links am Ende dieses Beitrags herunterladen oder sofort anhören. Besser und komfortabler ist das Abo des Podcast-Feeds z. B. mit Apple iTunes. So verpassen Sie keine Folge. Die Feed-Links finden Sie auch rechts am Rand dieser Seite.

Die 31. Folge wird moderiert von Kerstin Schlüter und Wolfgang Tischer.

Beitrag vom 3. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Podcast

Die Vorleser im ZDF: Interview mit Amelie Fried und Ijoma Mangold (Podcast-Sonderfolge)

Amelie Fried und Ijoma Mangold im InterviewDie Vorleser im ZDF: Eine Woche vor der Ausstrahlung der ersten Folge der neuen Literatursendung hat sich Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de mit den beiden Moderatoren Amelie Fried und Ijoma Mangold unterhalten. Zudem finden Sie hier einen ausführlichen Bericht über die neue Literatursendung im ZDF.

Amelie Fried ist sicherlich auch Nicht-Lesern als Moderatorin und Journalistin bekannt, anders ist es bei Ijoma Mangold, der jedoch zumindest in literarischen Kreisen z. B. als Bachmannpreis-Juror bekannt sein sollte. Da man seinen Namen nun öfters hören wird, wollte Wolfgang Tischer zunächst einmal wissen, wie man den Vornamen Ijoma korrekt ausspricht.

Im Interview geht es zudem um die Frage, worin der Unterschied zwischen Literaturvermittlung im Feuilleton einer Zeitung und im Fernsehen liegt. Und fürchtet sich Amelie Fried schon davor, künftig von Büchern und Manuskripten überhäuft zu werden?

Beitrag vom 22. April 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Podcast

Heidelberger Appell: Matthias Spielkamp im Interview (Podcast-Sonderfolge)

Matthias SpielkampDen Lemmingen gleich unterzeichnen derzeit Autoren und Verleger den sogenannten »Heidelberger Appell«. Unter den bislang über 1.300 Unterzeichnern finden sich bekannte Namen wie ZEIT-Herausgeber Michael Naumann, der Verleger des Hanser Verlags Michael Krüger oder Bestseller-Autor Daniel Kehlmann. Was solch honorige Menschen unterschreiben, kann nicht schlecht sein und schließlich ist der Appell mit einem »Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte« überschrieben. Welcher ernst zu nehmende Autor würde sich dagegen aussprechen?

Doch leider vermengt der vom Heidelberger Professor Roland Reuß initiierte Appell – unwissentlich oder mit voller Absicht – berechtigte mit durchaus zweifelhaften Forderungen.

Zudem besteht die große Gefahr, dass Verlage und Schriftsteller naiv und unwissentlich mit dem Appell die Zensur in Deutschland weiter vorantreiben könnten.

Beitrag vom 15. Februar 2009 | Rubrik: Podcast

30. Podcast-Folge: Kehlmanns gesperrter Ruhm gut gegen Nordwind

Der Podcast des literaturcafe.deAuf diese Podcast-Folge mussten Sie fast so lange warten wie auf den neuen Roman von Daniel Kehlmann. Unser (eigentlich) monatliches literarisches Radioprogramm im MP3-Format können Sie über die Links am Ende dieses Beitrags herunterladen oder sofort anhören. Besser und komfortabler ist das Abo des Podcast-Feeds z. B. mit Apple iTunes. So verpassen Sie keine Folge. Die Feed-Links finden Sie auch rechts am Rand dieser Seite.

Die 30. Folge wird moderiert von Kerstin Schlüter und Wolfgang Tischer.

Die Themen: (mit Zeitangabe im Podcast)

  1. Intro: Er war Buchhändler und zu gut für diese Welt (00:00)
  2. Eingesperrte Bücher: Über den Sinn und Unsinn von Sperrfristen für Buchbesprechungen und Daniel Kehlmanns »Ruhm« (01:20)
  3. Auflösung des Filmschnipselquiz: Ich glaube ich bin Schriftsteller (06:45)
  4. Bei uns bläst beharrlich der Nordwind: Der neue Roman von Daniel Glattauer als Podcast (07:40)
  5. Das neue Filmschnipselquiz: Du hast ihn dafür bezahlt (10:10)
  6. Hörbuch mit Folgen: Antje Bruns liest Fräulein Else von Arthur Schnitzler – Teil 11 (11:05)

Beitrag vom 19. Oktober 2008 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2008, Podcast

Roger Willemsen im Interview: Der Knacks – Buchmesse-Podcast 2008

Roger Willemsen im Podcast des literaturcafe.de

(c) Birgit-Cathrin Duval/bcmpress

Bei vier Jahren Buchmesse-Podcast entwickeln sich Traditionen, und ein Gespräch mit ihm gehört einfach dazu: Roger Willemsen (siehe und höre 2005, 2006 und 2007). Läuft man mit diesem Mann über die Buchmesse, dann kennt ihn jeder und vor allen Dingen er scheint alle zu kennen. Natürlich sprechen ihn auch viele Autoren an und wollen ihm Manuskripte zur Begutachtung zusenden. Wie geht Willemsen damit um? Und dann war da noch eine junge Autorin, da sorgte in diesem Jahr nicht nur ein Willemsen-Zitat auf der Rückseite ihres Buches für viel Wirbel.

Roger Willemsen selbst bringt jedes Jahr mindestens ein eigenes Buch oder Buchprojekt heraus. Diesmal ist es »Der Knacks«, ein Essay über die kleinen, zunächst vielleicht unmerklichen Veränderungen im Leben, nach denen alles anders ist als zuvor. Aber das kann Roger Willemsen im Interview natürlich besser erklären.

Beitrag vom 19. Oktober 2008 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2008, Podcast

Martin Suter im Interview: Der letzte Weynfeldt – Buchmesse-Podcast 2008

Martin Suter: Der letzte WeynfeldtEine Kontaktanzeige würde jener aus der Zeit verrutschte Großbürger aus Martin Suters Roman »Der letzte Weynfeldt« nie aufgeben. Selbst der Autor, lange Jahre als Werbetexter erfolgreich, scheitert an dessem komplexen Charakter. Literarisch hat sich Suter so aus der Affäre gezogen, dass er Perspektivwechsel einbaut und seinen Figuren auch das gewisse Geheimnis belässt.

Dass sich ein Luxusweibchen zur gefälligen Partnerin entwickelt, wirkt nicht nur konstruiert, sondern ist es auch. Der Autor folgt beim Schreiben einem peniblen Plan. Die dazu gehörigen Recherchen im Schweizer Kunstmetier gingen diesmal leichter voran als erwartet, auch weil Suter in diesem vermutlich verschwiegenen Kreis über beste Kontakte verfügt. Nur bei einer Sache erlaubte sich Suter Nachlässigkeit: Die im Roman angepriesene Website des Auktionshauses »Murphys« gibt es nicht.

Martin Suter: Der letzte Weynfeldt (detebe, Band 23933). Taschenbuch. 2009. Diogenes. ISBN/EAN: 9783257239331. EUR 13,00 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Martin Suter: Der letzte Weynfeldt (detebe). Kindle Edition. 2012.  » Herunterladen bei Amazon.de Anzeige
Martin Suter: Der letzte Weynfeldt. Hörbuch-Download. 2008. Diogenes Verlag AG. EUR 23,23 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Martin Suter: Der letzte Weynfeldt. Gebundene Ausgabe. 2008. Diogenes. ISBN/EAN: 9783257066302. EUR 24,50 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Der letzte Weynfeldt von Suter. Martin (2009) Broschiert. Broschiert. . EUR 31,22 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Der letzte Weynfeldt von Martin Suter (22. September 2009) Broschiert. Broschiert. 1600. . EUR 31,22 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Martin Suter: The Last Weynfeldt by Martin Suter (2016-02-16). Taschenbuch. 1798. New Vessel Press. EUR 43,72 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige

Beitrag vom 19. Oktober 2008 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2008, Podcast

Volker Schlöndorff im Interview: Licht, Schatten und Bewegung – Buchmesse-Podcast 2008

Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung

(c) Birgit-Cathrin Duval/bcmpress

Er hat Filmgeschichte geschrieben, einen Oscar gewonnen, und vor allen Dingen immer wieder Bücher in Drehbücher und hervorragende Filme umgesetzt. Dabei hat er mit Autoren wie Heinrich Böll, Günter Grass, Max Frisch oder Arthur Miller direkt zusammengearbeitet. Der Filmregisseur Volker Schlöndorff spricht sympathisch und bescheiden sogar von Demut, die man haben muss, um den Geist eines Buches wirklich zu verstehen und daraus einen guten Film zu machen. Aber was ist eine gute Literaturverfilmung? Wie bei Theaterstücken würde sich Schlöndorff auch bei Büchern viel mehr filmische Inszenierungen und Interpretationen unterschiedlicher Regisseure wünschen.

Schlöndorff wollte in vielen Filmen nicht nur mit dem Inhalt eine Diskussion anregen, sondern setzte dosiert auch immer wieder Ekelszenen ein, man denke an die vollgekotzte Toilette bei »Katharina Blum« oder natürlich die Szene mit den Aalen und dem Pferdekopf in »Die Blechtrommel«. Da drängt sich am Schluss des Gesprächs natürlich die Frage auf, was Schlöndorff von Charlotte Roches »Feuchtgebiete« hält.

Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung: Mein Leben und meine Filme. Gebundene Ausgabe. 2008. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN: 9783446230828. EUR 24,90 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige
Licht. Schatten und Bewegung: Mein Leben und meine Filme von Schlöndorff. Volker (2008) Gebundene Ausgabe. Gebundene Ausgabe. . EUR 62,02 » Bestellen bei Amazon.de Anzeige

Beitrag vom 19. Oktober 2008 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2008, Podcast

Kathrin Passig und Sascha Lobo im Interview: Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin – Buchmesse-Podcast 2008

Kathrin Passig und Sascha Lobo im Interview

(c) Birgit-Cathrin Duval/bcmpress

Reicht ein guter Buchtitel, damit sich ein Buch verkauft? Wenn das der Fall wäre, meint Sascha Lobo vor dem Interview, dann hätten die Seiten unseres Buches leer sein müssen. Doch genial ist der Titel schon: »Dinge geregelt kriegen – ohne einen Funken Selbstdisziplin«. Wer wünscht sich das nicht?

Ohne Frage wäre ein Buch mit dem Wort »Prokrastination« im Titel problematischer geworden. Doch darum geht es: um das ständige Aufschieben selbst wichtiger Aufgaben. Man lebt permanent mit dem Druck, dass man eigentlich gerade etwas Wichtigeres und Dringenderes tun sollte. Man geht trotz Vertrag nicht ins teure Fitnessstudio und lässt selbst wichtige Briefe tage- und wochenlang ungeöffnet.

Seite 11 von 22««91011121320»»