Michael Wiederstein ist der beliebteste Bachmannpreis-Juror des Jahres 2019

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Michael Wiederstein (Foto: ORF/Johannes Puch)
Michael Wiederstein (Foto: ORF/Johannes Puch)

Michael Wiederstein ist der beliebteste Bachmannpreis-Juror des Jahres 2019. Bei der Publikumsabstimmung auf literaturcafe.de setzte er sich deutlich an die Spitze der Beliebtheit, nachdem er im Vorjahr auf dem letzten Platz landete. Insa Wilke, die den Titel im Vorjahr errang, landete diesmal zusammen mit dem langjährigen Titelgewinner Klaus Kastberger auf Platz 2.

Bereits im Jahr 2017, als Michael Wiederstein das erste Mal in der Jury saß, konnte er Platz 2 besetzen, nach einem Durchhänger im Vorjahr liegt er 2019 an der Spitze der Beliebtheit.

Nora Gomringer, die im Vorjahr als Neu-Jurorin den 2. Platz inne hatte, ist in diesem Jahr auf Platz 3 zu finden. Der Jury-Vorsitzende Hubert Winkels folgt auf dem 4. Platz, den 5. und letzten Platz belegen  punktgleich Hildegard Keller und Stefan Gmünder. Bislang war Hildegard Keller eher im Mittelfeld zu finden.

Die Publikumsabstimmung zum besten Juror/zur besten Jurorin wurde vom literaturcafe.de 2014 zum ersten Mal durchgeführt. Die erste Preisträgerin war seinerzeit Daniela Strigl.

Das genaue Ergebnis in Zahlen wird wie immer nicht öffentlich bekannt gegeben.

Wie ebenfalls in den Vorjahren haben wir aus ausgewählten Kommentaren, die bei der Abstimmung eingegeben werden mussten, kleine Begründungen zusammengestellt. Wie in den Jahren zuvor gab es erfreulicherweise keinen Juror und keine Jurorin, die gar keine Stimme erhielt. Wir danken allen, die an der Abstimmung teilgenommen und so großartige Begründungen geliefert haben!

1. Platz: Michael Wiederstein

Weil Michael Wiederstein fast nie eine Wertung vorgenommen hat, ohne den Text vorher zu analysieren und sein Urteil anhand von Beispielen zu begründen. Weil er sich meist nur dann zu Wort gemeldet hat, wenn er ein Argument hatte, dass die Jurydiskussion in eine andere Richtung gelenkt hat. Oder das noch nicht genannt wurde. Und weil er so großartig mit einem Handfächer umgehen kann.

Fundiert, kompetent, sprachgewandt und immer wieder überraschend.

Wiederstein lässt sich nicht von comme-il-faut leiten, sondern denkt selber. Er erntet Widerstand und hält ihn aus. Das ist heute selten geworden.

Er argumentiert textbezogen und intelligent. Geht differenziert auf die Texte ein, hat ein Gespür für die literarische Qualität eines Textes. Bleibt sachbezogen. Seine klaren Stellungnahmen sind nachvollziehbar und sorgen für lebhafte Diskussionen. Mutig und unabhängig. Höre ihm gerne zu, formuliert sehr gut.

Argumentiert schlüssig, benutzt eine eloquente Sprache und überzeugt mit Witz und Verstand!

Interessante Autoren eingeladen, die sonst niemand einlädt. Bestmögliche Vertretung seiner Generation. Beste Fächertechnik!

Die Wahl von Tom Kummer war top. Gute Begründungen auch.

Michael Wiederstein überzeugt mit seinen messerscharfen Analysen. Jugendlich und direkt in der Argumentation. Zieht viele Vergleiche. Sprachlich eloquent und manchmal etwas frech. Das gefällt. Sein Gastautor überzeugte ebenfalls mit einer charismatischen Lesung, in welcher Autor und Text verschmolzen sind.

Wortwitz und Begeisterung – oder Abscheu

Wiedersteins Argumentation ist einfach verständlich und nachvollziehbar, auch für den Otto Normal Verbraucher. Auch wenn er an der ein oder andere Stelle über sein Ziel hinausschießt und fast die sachliche Ebene verlässt. Seine Auswahl zeugt einfach von einer Unabhängigkeit von aktuellen und »angesagten« Themen. Seine Texte sind thematisch so verschieden und nicht unbedingt aktuell brisant, aber einfach spannend und unterhaltsam.

Als einer der wenigen lässt er auch eine emotionale Komponente in seiner Kritiken durchblicken. Auch wenn es in der ein oder anderen nicht sachlich scheinen mag, bringt es einfach eine Farbe und Menschlichkeit in das Format. Immerhin findet die FAZ ihn mehrfach zitierenswert. Seine Auswahl an Geschichten bestätigt dieses Bild, einfach unterhaltsam und nah am normalen Menschen.

Michael Wiederstein verkörpert für mich einen modernen Stil, der nicht auf Effekthascherei durch populistische Themen baut, sondern einfach gute unterhaltsame Geschichten im Fokus hat. Zudem überzeugt er durch seine offene und direkt Art.

Spricht über Texte nicht über Autoren. Interessante Einwürfe. Frische Meinung. Keine vorgefassten Urteile. Man hört ihm gerne zu. Bringt stets eigenwillige Argumente. Unkonventioneller Zugang. Unverstaubter Typ, der trotz grosser Literaturkenntnis wie ein leidenschaftlicher Leser unbefangen an die Texte rangeht.

Michael Wiederstein hat einfach ein Gespür für interessante Geschichten, sei es über Himbeeren wie im letzten Jahr oder über einen Chauffeur wie dieses Jahr. Er bringt in seinen Textkritiken die Themen auf den Punkt und hat dabei stets die kritische Würdigung des Textes im Blick, ohne die zeitpolitische Komponente eines Textes in den Vordergrund zu rücken.

Qualitäten der von anderen Jurymitgliedern vorgeschlagenen Autoren, falls vorhanden. Er kommt kompetent rüber, schlagfertig, mit Passion für gute Texte. Nimmt klar Stellung, was die Diskussion anregt.

Michael Wiederstein spricht ruhig, sachlich und dennoch auch immer wieder witzig und pointiert. Er vermeidet lange Monologe und den Anspruch auf alleingültige Deutung und ist bemüht, Elemente der Diskussion zu synthetisieren. Als er am Samstag aus dieser Rolle fällt, dann weil er den von ihm eingeladenen Text von Martin Beyer gegen absurde moralische Urteile und Vorwürfe verteidigen muss (nicht, dass der Text m.E. vollständig gelungen wäre!), welche gleichzeitig andere Juroren disqualifizieren. An einem extrem zahmen Jury-Freitag liefert er als einziger zumindest ein paar wenige Statements, die bleiben (»Untote österreichische Blaublüter okkupieren die ISS« u. ä.)

2. Platz: Insa Wilke und Klaus Kastberger

Über Insa Wilke:

Insa Wilkes Ton und ihre Argumente sind wertschätzend, und gleichzeitig bleibt sie in ihrer Argumentation authentisch.

Sie beurteilt den Text und nicht die AutorInnen (z. B. bei Othmann, wo sie herausstreicht, dass es wichtig sei, ihn auch als Text zu lesen und zu bewerten).

Begründet genau und detailreich und strahlt für mich während der Lesungen, durch ihre aktive Art des Zuhörens und auch Anschauen der LiteratInnen (den Text kennt sie ja schon – schaut auch genau auf den Menschen während der Lesung) und hat mich daher sehr beeindruckt! Auch wenn ich nicht immer persönlich derselben Meinung war :)

Immer nah an den Texten, mit sachlicher und transparenter Argumentation – und doch auch treffenden Formulierungen. Beispiel: »Eine Mischung aus Beckett und Lucky Luke.«

Weil sie die Texte genau liest, sich über die Stärken der Texte im Klaren ist, und weil sie sich zwar fundiert, aber trotzdem sehr leidenschaftlich und subjektiv für ihre und andere gute Texte einsetzt.

Sie begründet ihre positive sowie negative Kritik an den Texten auf äußerst differenzierte Weise, so, dass man ihren Gedankengang auch als nicht Literaturkritiker_in oder nicht Literat_in sehr gut nachvollziehen kann. Dabei ist sie sehr genau und überrascht immer wieder mit erhellenden Lesarten. Sie ist streitbar, was für die Diskussionen besonders anregend ist.

Fundiert, sachlich, herzlich und dennoch ernsthaft, spricht AutorIn und Publikum stellenweise direkt an.

Frau Wilkes Beiträge sind zu verstehen, nachzuvollziehen und Argumentationen sind fundiert von literarischem Wissen. Das zeigt sich auch bei der Auswahl Ihrer Autorinnen. Ihre klare Haltung gelesenen Texten gegenüber erleichtert wiederum den Text besser zu verstehen.

Auch wenn ich die Meinung zu Heitzler nicht teile, finde ich ihre Begründungen und Analysen sehr scharfsinnig. Dabei begegnet sie den Autoren mit so viel Respekt, das finde ich gut.

Sie analysiert dicht am Text, arbeitet wesentliche Aspekte heraus, ordnet erzähltheoretisch ein. Formuliert sehr gut und komplex.

Insa Wilke verwahrt sich zurecht (in der Mittagspause am Samstag) gegen den Anspruch, als Richterin auftreten zu müssen, was sie dann aber nicht daran hindert, sehr dezidiert und wohlbegründet ihre Meinung zu den nachfolgenden Lesungen zu sagen. Wenn sie kritisiert, scheut sie nie den Blick zum Autor, zur Autorin, scheut nicht die direkte Ansprache.

Zum einen ist sie sehr mutig, denn sie beginnt häufig den Kritikerreigen. Ihre Sprache ist klar und nie verletzend. Sie erkennt Ebenen in den Texten, die mich als Zuschauerin überzeugen, die mir beim ersten Hören nicht deutlich waren. Zudem ist sie sehr sympathisch.

Insa Wilke ist hochintelligent sowie feinfühlig und erkennt Zusammenhänge, die den anderen oft entgehen. Ihr Wesen ist unaufdringlich und edel.

Insa Wilke hat einen klaren, scharfen Verstand und bringt ihre Meinung deutlich zum Ausdruck ohne die Autorin oder den Autor persönlich anzugreifen oder fertig zu machen. Es geht bei ihr um den Text und das Thema.

Nur manchmal ist sie zu dominant und beharrt zu sehr auf ihrer Meinung und Sicht der Dinge.

Insa Wilke argumentiert für mich am präzisesten, bleibt textnahe und verzichtet weitgehend darauf, jeweils einzuklagen, was NICHT gesagt/geschrieben worden sei. Dadurch wird sie auch den AutorInnen am meisten von allen JurorInnen gerecht, auch und gerade dort, wo sie einem Text gegenüber ambivalent ist.

Bringt interessante Aspekte vor, kann sehr schön formulieren und ist gleichzeitig sachlich und fair, sehr aktives Jurymitglied.

Über Klaus Kastberger:

Ich stand den halben Wettbewerb über allein mit Kastberger draußen am Büfett und habe die Party der anderen mit Erstaunen beobachtet. Das verbindet.

Kastberger liegt vielleicht nicht (immer) parallel zur eigenen Auffassung, er hat aber immer eine dedizierte Meinung und macht die auch klar.

Der einzige, der ein wenig kritisch war.

Sagt auch ohne Scheu klar, wenn er einen Text für nicht gelungen hält.

Wenn es mal Kontroversen gab – leider in diesem Jahr viel zu wenige – war es Klaus Kastberger, der sich traute, mit deutlichen Worten und ohne Scheu davor, andere vielleicht vor den Kopf zu stoßen, seine Meinung kenntnisreich und fundiert zu vertreten.

Bestes T-Shirt ( L U D O V I C O ).

Weil er bei seinen Wortmeldungen immer einen Fuß in der Realität und einen in der Literaturgeschichte hat.

Kommt immer zu einem klaren Urteil, das er gut und zügig begründet. Nicht so ausschweifend wie einige der Juroren (Winkels und Wilke). Manchmal ein bisschen aggressiv oder persönlich werdend, aber das bringt dann auch Leben und Farbe in die Diskussion. Meine besondere Sympathie hat er durch seine Kritik zum Text von Daniel Heitzler.

Nachvollziehbare, schlüssige Argumente, lebendig vorgetragen, transparente Kriterien.

Weil ich seine Argumentationen am besten nachempfinden kann und meistens seinen Geschmack teile.

Bringt das größte Sach- und Hintergrundwissen ein, kommt auf den Punkt und steht zu seiner Meinung.

Liefert die meisten erinnerungswerten Argumente – plus Unterhaltungswert.

Herr Kastberger formuliert seine Kritik eloquent und witzig, dabei aber fair.

Kastberger ist kritisch und unterhaltend (dazu kommt noch Graz und Twitter, aber ganz unkritisch nur aus Sympathie).

Hat sich am wenigsten blenden lassen und nicht in Selbstherrlichkeit verstiegen. Hat emotional und dennoch sachkundig und fundiert argumentiert. War ein angenehmes Gegengewicht zum größten Teil der Restjury.

3. Platz: Nora Gomringer

Nora Gomringer beurteilt die Texte mit großer Empathie, und ihre Kriterien sind stets angemessen.

Kompetent, sachlich, nicht moralisierend.

Humanistin, trotzdem kritischer Geist.

Nora Gomringer argumentiert immer sachlich, scheut dabei keine Kontroversen, verfällt dabei nie in die Selbstinszenierung. Sie bleibt sehr wertschätzend, auch wenn sie Bedenken äußert. Und sie bringt einfach eine gewisse »Frische«, ob mit Shirts oder ihren Zugängen in diese renommierte, etablierte Runde ;)

Bringt mit wenigen Worten eine für alle verständliche Kritik. Akzeptiert auch andere Meinungen und ist nicht so überheblich wie Insa Wilke.

Sie bleibt immer auf Seiten der Kunst, des Künstlerischen. Es geht bei ihr um den literarischen Text, wenig um Eitelkeiten oder theoretische Kriterien der Literaturkritik.

In angenehmer Weise wirklich noch an den vorgestellten Texten interessiert, vor allem an ihrer Sprache, und in der Lage spontan und kreativ und ohne Klischees auf diese zu reagieren.

Sie hat sich nicht dem Mainstream gebeugt. Sie hat überraschende Aspekte thematisiert. Sie hat ihre Begeisterung für Texte, die sie gut findet, gezeigt.

Nora Gomringer bereichert die Jurorenrunde mit ihren erfrischend unabhängigen Beiträgen. Sie fehlte mir gestern Nachmittag sehr.

Überzeugt durch ihr unbestechliches Urteil, bildet ein erfrischendes Gegengewicht zu den selbstgefälligen älteren Herren und allzu germanistischem Geschwätz. Kein nerviges Promoten der selbst ausgewählten Texte, keine Monologe. Welch wichtige Ergänzung sie für die Runde bildet, zeigte sich besonders deutlich bei ihrem Fehlen am Freitagnachmittag.

Frau Gomringers Sichtweise auf die unterschiedlichen Texte und ihre Interpretation bzw. Analyse derselben sind so wunderbar breit gefächert und kreativ. Außerdem begeistert mich immer wieder ihre sprachliche Ausdrucksweise. Chapeau!

4. Platz: Hubert Winkels

Klar, klug, auf den Punkt, druckreif d. h. jedes Wort passt wie wohlüberlegt, obwohl zügig gesprochen. Einziges Manko für mich: sein Dauergebrauch von »sozusagen«.

Winkels spricht, wie er denkt, fehlerfrei, wortgewandt, eloquent und immer auf drei Seiten ausgerichtet: Autor, Publikum und natürlich Kollegen. Wenn er moderiert, wiegelt er nie ab, er lässt Raum zum Formulieren, einfach die literarische Atemluft, die Spannung aufbaut und stets Erwartungen weckt und bedient im besten Sinne.

Hubert Winkels Argumentationen kann ich am besten nachvollziehen.

Er ist unaufgeregt und sachlich. Wohlwollend gegenüber allen Texten begründet er seine Ansichten, Meinungen und Fragen in glaubwürdiger Weise. Außerdem erscheint er mit nicht als Selbstdarsteller und prahlt nicht mit seinen literarischen Kenntnissen.

Intellektuell souverän, kreatives Interpretationsgespür, überzeugend selbstsicher, ein engagierter Literaturpromotor, dessen geschliffenen Worten und lebendiger Gestik man gerne folgt.

Weil er ausgleichend, klug und erhellend die Texte interpretiert und sich dazu geäußert hat. Vielleicht sein bestes Jahr bis jetzt.

Trägt Substanzielles zur Diskussion bei, indem er die Texte abstrahierend einordnet.

5. Platz: Stefan Gmünder und Hildegard Keller

Über Stefan Gmünder:

Stefan Gmünder ist angenehm unaufgeregt, sachlich; versucht, jedem Text gerecht zu werden. Plustert sich nie auf und schielt, im Gegensatz zu manchem Kollegen, nicht nach dem Beifall des Publikums vor Ort oder der »Community« im Netz.

Kühl, sachlich, distanziert und dennoch leidenschaftlich.

Immer wieder werde ich durch die Erläuterung seiner Lesart in überraschende, neue Deutungsmöglichkeiten geschupst.

Ruhiges Durchschreiten des Textes und damit für mich, »Lieschen Leser« lehrreich.

Immer wieder witzig und unterhaltsam.

Einfach gute schlüssige Beurteilungen.

Weil er oft mit wenigen Worten ins Schwarze trifft und sich so herrlich wenig in den Vordergrund drängt.

Über Hildegard Keller:

Die Jurorin Hildegard Elisabeth Keller ist höchst objektiv bei den gesamten Diskussionen. Sie besitzt eine professionelle Kompetenz und agiert mit klaren Kriterien.

Frau Keller ist mutig, klar, ehrlich und sachlich in Ihrem Urteil – fokussiert auf die Qualität des Textes. Dabei hochgradig präsent von A bis Z.

Macht Ihre Sache immer besser mit den Jahren. Schluss mit Machogehabe, Nora der Hitze anheimgefallen Insa kann man kaum folgen …

Frau Keller, der Fels in der Brandung.

Sie trägt substanzielles zur Diskussion bei.

Elisabeth Keller bleibt den Autoren gegenüber immer fair, ohne dass sie sich verbiegen müsste.

Ihre Kritik ist kompetent und ihr Basiswissen überaus groß.

5 Kommentare

  1. Das ausgerechnet Herr Wiederstein den Jurypreis gewonnen hat, hat mich sehr gewundert. Bei mir wäre er auf dem letzten Platz gelandet. Zu oft hat mich sein Gewedel mit dem Fächer genervt. Wenn die hochkomplexen der Jury Debatten geführt wurden, hat mich dies Gewedel abgelenkt. Außerdem finde ich das Benutzen eines Fächers nur für Damen angemessen – für einen Mann finde ich es etwas lächerlich. Ein Fächer ist nun einmal ein sehr weiblicher Gegenstand.

    • also wirklich! natürlich gibt es echte männerfächer in südlichen ländern. warum denn auch nicht, männern wird da durchaus auch heiß. die sind normalerweise schwarz und etwas kleiner als die damenfächer. aber in klagenfurt gibt es ja nur die einheitsvariante 3sat. wiedersteins fächertechnik hingegen ist tatsächlich desaströs.

  2. sehr überrascht war auch ich über Platz 1 des Herrn Wiederstein, der Fächer hat mich dabei nicht gestört-auf die Idee ihn als besten Juroren auszuzeichnen wäre ich nicht gekommen. Herrn Gmünders
    Ausführungen und Einlassungen entsprechen eher meiner Auffassung von Kritik an und für Literatur.
    Die Bachmannpreisträgerin unterstreicht dies noch einmal.

  3. Ich war auch überrascht, dass Michael Wiederstein, dem ich meine Stimme gab, in diesem Jahr der beliebteste Juror gewesen ist. Die vielfältigen Begründungen untermauern die Richtigkeit der Wahl. ich fühlte mit ihm, als er über die freislersche Selbstgefälligkeit des Verdammungsurteil von Herrn Kastberger und besonders Herrn Winkel (zu Martin Beyers „Und ich war da“) nur sprachlos schnauben konnte.
    ich erhoffe gleichermaßen Michael Wiedersteins Zuspruch, wenn ich insgeheim noch freudiger überrascht gewesen wäre, wenn die Mehrheit Nora Gomringer zur Bachmann-Jurorin 2019 gewählt hätte. Erfreulich viele fanden ihre zurückhaltenden Beiträge sogleich am sympatischsten.

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