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Gene Roddenberry wird 100: Hey Curtis Newton! Can you see us on the moon?

Raumschiff 1

Dieses Jahr wirkt schon nach ein paar Tagen bereits ziemlich vergammelt. Nach Klimawandel, Energiekrise, Weltkriegsängsten, hat das letzte Jahr einen weiteren apokalyptischen Reiter auf den Weg gebracht. Und was soll da 2021 noch bringen? Eben! Natürlich kann uns jetzt nur noch ein Zauberer helfen! Ein »Wizard of Science«. Zeit für die USS Enterprise und Star-Trek.

Nichts wie weg hier!

Denn in diesem Jahr 2021 würde der Schöpfer von James Tiberius Kirk, Mister Spock, Doctor Mc Coy, Nyoto Uhura, Hikaru Sulu, Montgomery Chirstopher Jorgensen (Scotty) und dem Russen Pavel Chekov 100 Jahre alt werden. Und der kreative Großvater von Gene Roddenberry war Edmond Hamilton, der in den 1940ern mit Curtis Newton (lass die Namen sprechen!) einen Helden im Mond schuf, der als Vorbild für Roddenberry 20 Jahre später eine weiter Space-Opera erschuf!

Raumschiff 7

Im Namen Star-Trek steckt der Western faktisch drin. In großen Wagenkolonnen ziehen die Menschen auf der Suche nach Glück und Land in die neue Welt. Da unsere Erde keine Neuigkeiten mehr zu bieten hat, bleiben nur noch die Sterne. Schauen wir mal, wo es hingehen könnte.

Schauen wir mal, wo es hingehen könnte

Raumschiff 2

Bewohnbare Planeten werden in drei Kategorien angegeben. Einmal beachtet man die Spektralklasse. Das bezeichnet die Leuchtkraft der Sonne, die dem potentiell bewohnbaren Planeten seine Wärme spendet. In den Buchstaben G, K und M verbergen sich gelb, orange und rotorange. Dann achtet man auf die habitable Zone des Planeten, ist er heiß, warm oder kalt. Und dann achtet man noch auf die Größe des Planeten. Terran wäre da eine erdähnliche Größe, dann gibt es noch Miniterran, Subterran und Superterran. Hier ist schon klar, dass die maßgebende Größenvorstellung von der Erde ausgeht. Es gibt noch Neptunian und Jovian. Das wären dann echte Riesenplaneten. Und die sind meistens gasförmig. Aber nicht zwangsläufig.

Raumschiff 4

Die Erde ist ein Planet der Klasse G, warm und – klar – terran. Dagegen ist der Planet K2-72e – aktueller Spitzenreiter potentieller Reiseziele – ein Planet der Klasse M, auch warm, und ebenfalls terran. K2-72e ist ein Exoplanet, der im Sternbild Wassermann zu finden ist. Er umkreist einen roten Zwerg und ist im Schnitt 16° warm. Er ist allerdings über 200 Lichtjahre von uns entfernt und das ist den aktuellen Reisebüros zu weit entfernt.

Raumschiff 6

Näher liegt schon der deutlich kleinere Trappist-1d, ein warmer Klasse M Planet, subterran und nur schlappe 40 Lichtjahre entfernt. Das sind nur gute 360 Billionen Kilometer. Für Peter Thiel kein Ding oder? Hauptsache er nimmt seinen alten Kumpel Trump nicht mit auf seine Reise. Und mit dem richtigen Warp-Antrieb sind wir gleich da. Ein bisschen Raumverkrümmung und wir besiedeln einen felsigen Planeten, auf dem es sehr streng geregelte Zeiten gibt. Denn auf einer Seite des Planeten ist immer Nacht und auf der anderen immer Tag. Das liegt an seiner gebundenen Rotation. Wer also auf Trappist-1d Lust auf ein Nickerchen hat, muss mobil sein.

Raumschiff 5

Gleich um die Ecke dagegen liegt der warme und terrane Planet der Klasse M Proxima Centauri b. Keine 40 Billionen Kilometer weg. Als man ihn vor vier Jahren entdeckte, war er die erste Adresse unter den bewohnbaren Exoplaneten. Inzwischen hat sich unser Verhältnis zu ihm etwas abgekühlt, auf durchschnittliche Minustemperaturen von 39°. Da sollte man sich also einen guten Wintermantel ins Reisegepäck legen.

Viel kann man von der alten Welt nicht mehr erwarten

Wie auch immer, es gibt ein paar Optionen und unsere Star-Treks sollten sich so oder so möglichst bald auf den Weg machen. Denn viel kann man von der alten Welt nicht mehr erwarten. Hier geht alles ordentlich den Bach runter und – wie schon eingangs erwähnt – dieses Jahr ist sogar schon nach wenigen Tagen derart vergammelt, dass man wirklich nur noch hier weg will! Eine Zukunft ist hier nicht mehr vorstellbar.

Raumschiff 3

Auf zu den Sternen und folgen wir Gene Roddenberrys kosmischer Space-Opera, singen wir eine Arie der intergalaktischen Zukunft und shutteln wir eine USS Enterprise. Wandern wir aus zu den Sternen. Vielleicht, ja vielleicht hat die alte Erde dann auch noch eine Zukunft.

Bernhard Horwatitsch

Wer sich schon einmal literarisch auf die Reise machen will, dem sei das folgende Werk auf selbige mitgegeben: Dath, Dietmar: Niegeschichte: Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine. Gebundene Ausgabe. 2019. Matthes & Seitz Berlin. ISBN/EAN: 9783957577856. 38,00 €  » Bestellen bei amazon.de Anzeige oder im Buchhandel
Dath, Dietmar: Niegeschichte: Science Fiction als Kunst- und Denkmaschine. Kindle Ausgabe. 2019. Matthes & Seitz Berlin Verlag. 25,99 €  » Herunterladen bei amazon.de Anzeige

Und die Redaktion empfiehlt: Derzeit keine Titelinformationen vorhanden.. Die deutsche Ausgabe von 1993 ist leider vergriffen.

Alle Raumschiffe in diesem Beitrag wurden mit ShapeWright gebaut.

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