Das Literarische Quartett vom Dezember 2022: Lob muss nicht langweilig sein

Vier Kritiker innen im Foyer des Berliner Ensembles, vier Bücher, viermal Lob in der Sendung. Und dennoch war es keine langweilige Folge des Literarischen Quartetts. Jedoch muss etwas nachgetragen werden.

»Sisi« von Karen Duve – Reiten als Antidepressivum

Karen Duves Roman »Sisi« kommt seltsam rückwärts gewandt und aus der Zeit gefallen daher, aber ist er das auch? Isa Tschierschke hat die Pferde gesattelt und ist literarisch nach Wien galoppiert, um diese Frage zu beantworten.

Christine Koschmieder über »Dry« – Das eigene Leben als Roman – Buchmesse-Podcast 2022

Christine Koschmieder hat einen Roman über eine Frau geschrieben, die gegen ihre Alkoholsucht kämpft. Sie heißt Christine Koschmieder. Wie wird das eigene Leben zur Literatur? Wie viel Privates gibt man preis? Und wie ist es, wenn das eigene Buch im Literarischen Quartett besprochen wird?

Poet der Pilze: Markus Manfred Jung »Vom Glück des Findens«

Was haben Pilze und Poesie gemein? Natürlich nichts, erstmal. Bis sich der Poet Markus Manfred Jung seiner Lieblingsbeschäftigung, der Pilzsuche, widmet und ein wunderbares Büchlein entsteht. »Vom Glück des Findens« erzählt Pilzpoesie auf Alemannisch. Lesen kann man es auch auf Schriftdeutsch.

Florian Illies über Gottfried Benn: Nichts über die Frauenverachtung

Florian Illies schreibt ein Buch über den Dichter, Arzt und Büchnerpreisträger Gottfried Benn. »Warum wird darin nicht dessen infame Frauenverachtung erwähnt?«, fragt sich Barbara Fellgiebel.

»Tea Time« von Ingrid Noll – Heimspiel in Weinheim

Frauen, die Männer morden – das Markenzeichen von Ingrid Noll, dem die Autorin auch im neuesten Kriminalroman »Tea Time« treu bleibt. Er liest sich kurzweilig und flüssig, auch wenn es sprachlich und atmosphärisch Besseres geben mag.

Rebecca Gablé im Gespräch: »Eine Katastrophe ist immer ein guter Anfang« – Buchmesse-Podcast 2022

Rebecca Gablé zählt zu den erfolgreichsten deutschen Romanautoren. Im Podcast des literaturcafe.de erläutert die Autorin, was einen guten Anfang ausmacht, wie man Echtes mit Erfundenem mischt und dass man in historischen Romanen nicht mit Daten und Fakten langweilen sollte.

Der alte Zauberer: Das literaturcafe.de auf den Stuttgarter Buchwochen 2022

Vom 10. bis 27. November 2022 finden wieder die Stuttgarter Buchwochen statt, die große Buchausstellung im Haus der Wirtschaft. Im begleitenden Veranstaltungsprogramm ist literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer als Moderator und Vorleser mit dabei.

Buchmesseimpressionen 2022 von Barbara Fellgiebel: Verhalten vorsichtige Freude

Alles wieder unter normalen Bedingungen: die Frankfurter Buchmesse 2022. Barbara Fellgiebel war natürlich wieder vor Ort. Lesen Sie hier Barbara Fellgiebels Messeimpressionen – respektlos, subjektiv, frech, erfrischend und noch so einiges.

Textkritik: Stimmen im März – Lyrik

Eine Textkritik von Malte Bremer

Zufällige Beiträge aus dem Archiv (1996-2022)

Blackout Day: Warum auch der deutsche Buchhandel Zensurinstrumente im Web befürwortet

Einen Tag lang zeigten us-amerikanische Websites wie wikipedia.org, die Blog-Plattform wordpress.com oder das Web-Magazin boingboing.net am 18. Januar 2012 eine schwarze Eingangsseite oder »Zensiert«-Banner. Sogar auf google.com war ein...

Dramatische Entwicklung: Was bedeutet die Insolvenz von KNV für Leserinnen und Leser?

Als wäre der Buchhandel nicht schon genug gebeutelt, kommt heute (14.02.2019) eine fast unglaubliche Meldung: Die KNV-Gruppe ist insolvent. Dem Buchkäufer mag das Unternehmen gänzlich unbekannt sein, obwohl es für die Branche überaus wichtig ist. Was bedeutet die Insolvenz für Leserinnen und Leser?

Urheberrecht: Warum die Naivität der Romanautoren für uns alle gefährlich werden kann

Romanautoren haben keine Ahnung vom Internet. Diese Behauptung ist gewagt. Aber nur wer solch unumstößliche Tatsachen in den Raum stellt, findet Gehör. Romanautoren haben viel mit Politikern gemeinsam. Auch von Günter Grass kann man sich vorstellen, dass er sich eMails und Websites lieber von seiner Sekretärin ausdrucken lässt, um die Texte zu lesen. Der Mann ist schließlich 82 Jahre alt. Doch auch Judith Hermann, die nicht einmal halb so alt ist, bekennt in einem Interview mit der ZEIT freimütig, dass das Internet nicht ihre Welt sei. »Ich habe erst seit diesem dritten Buch zu Hause einen Internetanschluss. Wenn die mediale Korrespondenz dieser Tage hier vorbei sein wird, schaffe ich ihn wieder ab«, sagt die Bestsellerautorin (»Sommerhaus, später«).