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Zusammengezählt: Was wir bis Ende 2012 mit unserem E-Book verdient haben

Veröffentlicht von Redaktion am 31. Januar 2013 @ 17:07 in E-Books | 8 Kommentare

Wie viel Geld verdient man mit E-Books?Das E-Book-Seminar am vergangenen Samstag, [1] das am 23. März 2013 erneut stattfinden wird (Anmeldung hier), war ein guter Anlass, endlich mal wieder einen Blick auf die Einnahmen [2] unseres E-Book-Ratgebers zu werfen. [3] Wir berichten regelmäßig über unsere Erfahrungen, und die letzte Auflistung liegt nun schon etwas zurück.

Hier sind sie also, die offiziellen Verkaufszahlen unseres Ratgebers »[2] Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« vom Mai 2010 bis Dezember 2012.

Erstmals lässt sich zudem die Frage beantworten: Was bringt der kostenlose Verleih dem Buchautor?

Wie immer verwenden wir die offiziellen Zahlen der monatlichen Amazon-Reports, die jeweils am 15. des Folgemonats bereitstehen. Demnach liegen die bisherigen Gesamteinnahmen vor Steuern bei 11.410,23 Euro. Dies berücksichtigt ausschließlich die Einnahmen über amazon.de, da die Verkäufe über amazon.com und die anderen europäischen Shops marginal sind.

Grafik: Einnahmen für E-Book »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« im Zeitraum Mai 2011 bis Dezember 2012 (ab 10/12 mit Verleih)

E-Book-Ratgeber wird zum Longseller

Der Trend, [4] den Sebastian Posth bereits im vergangenen Jahr diagnostizierte, setzt sich dabei erstaunlicherweise fort: Das Buch ist ein Longseller geworden. Es rutscht in den Verkaufscharts so gut wie nie unter die Position 1.000 und bewegt sich im allgemeinen um Platz 600. Aktuell (31. Januar 2013/16:30 Uhr) ist es auf Platz 403 zu finden. Im Dezember 2012 wurden zwar weniger Exemplare verkauft als im Vorjahr, dafür waren es im September und November 2012 jedoch mehr als 2013. Die Verkaufszahlen vom Juni 2010 wurden freilich nicht mehr erreicht, doch ist dieser Ausschlag im Wesentlichen auf einen [5] Bericht im SPIEGEL Online zurückzuführen.

Seit Oktober 2012 bietet Amazon den Autoren auch die Möglichkeit, dass sie [6] ihr Buch für Amazon Prime Kunden zum Verleih anbieten können. Hierzu muss das Buch jedoch mindestens 90 Tage exklusiv bei Amazon angeboten werden. Amazon setzt Monat für Monat einen in der Höhe variierenden Fond auf, der weltweit an alle Autoren verteilt wird, die ihre Bücher Amazons digitaler Leihbücherei zur Verfügung gestellt haben.

Was bringt der E-Book-Verleih?

Wie hoch dieser Betrag für den Einzelnen ist, erfährt man ebenfalls im darauf folgenden Monat. Für die Monate Oktober, November und Dezember haben wir diese Exemplare getrennt aufgeführt. Mit knapp über einem Dutzend ausgeliehener Bücher war das Interesse an unserem Sachbuch nicht sonderlich hoch.

[7] Grafik: Einnahmen für E-Book »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« im Zeitraum Mai 2011 bis Dezember 2012 (ab 10/12 mit Verleih)

Klick zum Vergrößern

Während in unserem Fall bei einem Verkaufspreis von 2,99 Euro die Brutto-Einnahmen für den Autor rund 1,90 Euro pro Buch betragen, da von der 70%-Tantieme vom Preis ohne Steuern noch ein kleiner »Versandkostenanteil« abgezogen wird, bekamen wir für das Verleihexemplar 1,82 Euro im Oktober und im Dezember nur noch 1,43 Euro. Eine Aussage, ob sich die Teilnahme am Verleihprogramm lohnt oder nicht, lässt sich daraus nicht ableiten. Hätten die »Ausleiher« das Buch ansonsten gekauft? Oder haben sie es womöglich nach dem Verleih auch noch zusätzlich gekauft? Keine Ahnung.

Solche Zahlen erhält man von Amazon genauso wenig wie beispielsweise die Quote derer, die das Buch nach dem Download der Leseprobe gekauft haben.

11.410,23 Euro in 20 Monaten, also monatlich im Schnitt 570 Euro, knapp 200 Euro über dem Hartz-IV-Regelsatz – das ist kein Betrag, von dem man leben kann. Aber es ist ein nettes Zubrot – und es ist um einiges mehr, als Sachbuchautoren für einen vergleichbaren Nischentitel bei einem Verlag erhalten. Der Stern berichtetet im Dezember 2012 in seiner Papierausgabe über die E-Book-Autorin Nika Lubitsch, die ihren Krimi »[8] Der 7. Tag« ebenfalls ausschließlich bei Amazon anbietet. Der Titel stand zeitweise auf Platz 1 der dortigen E-Book-Charts. Im Stern-Bericht ist davon die Rede, dass Frau Lubitsch bis zu 3.000 Euro einnimmt – und zwar täglich!

Hinweis: Wir haben bei diesem Beitrag die Kommentare geschlossen, um die Diskussion und Fragen zu bündeln. [9] Bitte kommentieren Sie daher ggf. direkt bei unserem Erfahrungsbericht.

 

Weitere Tipps finden Sie in unserem E-Book für Amazons Kindle

[10] Cover der 6. Ausgabe: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufenIn unserem E-Book »[11] Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« finden Sie weitere Tipps zur Erstellung digitaler Bücher.

Kaufen Sie das E-Book und werden Sie Teil des Experiments, über das wir [3] in unserem Erfahrungsbericht ständig Aktuelles schreiben. Außerdem freuen wir uns über Ihre Amazon-Rezensionen zu diesen Titel.

Zum Lesen des E-Book benötigen Sie kein Kindle-Gerät. Amazon bietet [12] kostenlose Lese-Software für Kindle-Bücher auch für mobile Geräte (iPhone, iPad, Android oder Desktop-PC und Mac an. Einmal erworbene Kindle-Bücher können Sie auf allen Geräten lesen.

Wolfgang Tischer: Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen - 6., nochmals erweiterte und überarbeitete Ausgabe [Kindle Edition] für [13] Amazon Kindle (alle Modelle) und [12] die entsprechenden Apps für iPhone, iPad, Android, Mac und PC, 2012. literaturcafe.de.
[11] E-Book für 2,99 Euro bei Amazon kaufen


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[1] das am 23. März 2013 erneut stattfinden wird (Anmeldung hier): http://www.literaturcafe.de/e-book-seminar-stuttgart/
[2] unseres E-Book-Ratgebers: http://www.amazon.de/gp/product/B00507HJQG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&
amp;creativeASIN=B00507HJQG&linkCode=as2&tag=dasliteraturc-21

[3] Wir berichten regelmäßig über unsere Erfahrungen: http://www.literaturcafe.de/praxistest-das-eigene-kindle-e-book-bei-amazon-verkaufen/
[4] den Sebastian Posth bereits im vergangenen Jahr diagnostizierte: http://www.literaturcafe.de/e-book-ratgeber-ein-interessantes-und-lehrreiches-experiment/
[5] Bericht im SPIEGEL Online: http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/die-e-book-frage-wer-braucht-noch-einen-verlag-a-766824.h
tml

[6] ihr Buch für Amazon Prime Kunden zum Verleih anbieten können: http://www.literaturcafe.de/amazons-startet-e-book-verleih-in-deutschland-was-aendert-sich-fuer-self
publisher-und-leser/

[7] Bild: http://www.literaturcafe.de/wp-content/uploads/einnahmen_bis1212.jpg
[8] Der 7. Tag: http://www.amazon.de/gp/product/B008X7APZ2/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&
amp;creativeASIN=B008X7APZ2&linkCode=as2&tag=dasliteraturc-21

[9] Bitte kommentieren Sie daher ggf. direkt bei unserem Erfahrungsbericht: http://www.literaturcafe.de/praxistest-das-eigene-kindle-e-book-bei-amazon-verkaufen/#respond
[10] Bild: http://www.amazon.de/gp/product/B00507HJQG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=dasliteraturc-21&
amp;linkCode=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00507HJQG

[11] Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen: http://www.amazon.de/gp/product/B00507HJQG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=dasliteraturc-21&link
Code=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00507HJQG

[12] kostenlose Lese-Software für Kindle-Bücher: http://www.amazon.de/gp/redirect.html?ie=UTF8&location=http%3A%2F%2Fwww.amazon.de%2Fgp%2Ffeature
.html%3Fie%3DUTF8%26ref_%3Damb_link_159837007_4%26docId%3D1000482783%23&site-redirect=de&tag
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[13] Amazon Kindle (alle Modelle): http://www.amazon.de/gp/product/B003DZ1Y8Q/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&tag=dasliteraturc-21&link
Code=as2&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B003DZ1Y8Q