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Weiblich, ledig, jung sucht Verlag

Screenshot: Wie die Bilder sich gleichenDa ist die Story wieder, diesmal in der Braunschweiger Zeitung [1]. Selbst das zum Artikel gehörende, fast schon obligatorische Bild [2] eines lachenden jungen Mädchens, das vor einem Computer sitzt und stolz das erste eigene Buch in die Kamera hält, haben wir z.B. vor zwei Jahren [3] ähnlich in der Acher-Renche-Zeitung gesehen [4]. Die immer gleiche Geschichte haben wir zudem im September des letzten Jahres im Südkurier gelesen [5].

Die oftmals traurige Wahrheit [6] hinter diesen journalistisch fragwürdigen Geschichten haben wir damals bereits eindeutig beschrieben [6]. Doch solange Lokalreporter sich scheinbar naiv und ahnungslos über einen angeblichen Bucherfolg mitfreuen, solange werden junge und ältere Menschen den Unterschied zwischen einem echten Verlag, einem Zuschussverlag [7] und Print-on-Demand-Dienstleistern und damit zwischen einem wirklichen Erfolg und einem gekauften »Erfolg« nicht verstehen.

Man kann fast schon erleichtert sein, dass die eingangs erwähnte Autorin für die Veröffentlichung einen Dienstleister gewählt hat, der für die Erstellung eines Buchblocks laut Homepage 399 Euro verlangt. Einige Zuschussverlage fordern für die Veröffentlichung vom Autor sogar bis zu fünfstellige Beträge.

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