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Beitrag vom 21. November 2016 | Rubrik: Literarisches Leben

Wegen Trump: Stephen King will weniger schreiben

Stephen King sehen - und sterben 3

Stephen King (Foto: Wolfgang Tischer)

Es sei die ekelhafteste Wahl, seit er denken könne, schreibt US-Autor Stephen King als klar wurde, dass Donald Trump der nächste US-Präsident werden wird. Bereits zuvor hat King auf Twitter und Facebook sehr deutlich gegen Trump Stellung bezogen.

Aus Protest schweigt King nun auf Twitter und Facebook und wird dort bis auf Weiteres erst mal nichts mehr schreiben. »Keine Buchtipps, Politik oder witzige Hundebilder in naher Zukunft. Ich mache dicht.«

Und seit dem 9. November 2016 hält sich Stephen King daran und hat nichts mehr verfasst. Zuvor hatte er noch regelmäßig Fotos seiner kleinen Hündin Molly gepostet, die er scherzhaft The Thing of Evil (Das Ding des Bösen) nannte. Ebenfalls äußerte sich der Bestsellerautor sehr eindeutig und abfällig gegen Trump – oder verband sogar beides:

»Molly, auch bekannt unter dem Namen Das Ding des Bösen, nachdem sie geglaubt hatte Donald Trump sei der KANDIDAT des Bösen, unterwirft sich jetzt einem noch schlimmeren«, twitterte King am 2. November. Darunter sieht man King beim Gassigehen mit Molly vor einem Schild »Vote Pennywise« (Wählt Pennywise). Pennywise ist der kindermordende Horrorclown aus Stephen Kings Roman »Es«.

Zieht Stephen King nach Kanada um?

In einem Interview mit der Washington Post im September 2016 kündigte Stephen King an, er werde bei einem Wahlsieg der Republikaner möglicherweise nach Kanada umziehen, denn eine Präsidentschaft Trumps jage ihm Todesangst ein. Kanada sei schließlich gar nicht so weit von seinem Wohnort Bangor in Maine entfernt. Im Gegensatz zu vielen anderen hielt King schon damals die Wahl Trumps für durchaus möglich.

Wie konsequent wird King diese Ankündigung umsetzen?

Nach seiner Social-Media-Streikankündigung schrieb King ebenfalls am 9. November 2016 einen vorerst letzten Tweet: »Noch eine Sache, bevor ich eine Weile weg bin: Ein weitverbreitetes Hinweisschild in Antiquitätenläden verkündet: Wer etwas kaputt macht, der muss es auch behalten.«

2 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Tennenbaum schrieb am 1. Dezember 2016 um 15:40 Uhr

    Das passiert nun mal, wenn man den Mund zu voll nimmt. Kanada freute sich sicherlich über einen Ansturm von Promi-Flüchtlingen, der nun leider ausbleibt.

  2. Nike Mangold schrieb am 7. Dezember 2016 um 10:52 Uhr

    Finde ich doof :-( Wo kommen wir denn hin, wenn alle Gebildeten schweigen?

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