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Beitrag vom 16. Januar 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

VG WORT wehrt sich gegen falsche Argumente der Druckerhersteller

Seien wir ehrlich: den Herstellern von Druckern sind Urheberrechte eigentlich egal. Selbst wenn alle Drucker dieser Welt nur dazu eingesetzt würden, Raubkopien von geschützten Werken auszugeben, würden sich die Hersteller in Ruhe zurücklehnen. Hauptsache es wird gedruckt und die Hersteller verdienen ihr Geld.

Durch massive Lobbyarbeit in politischen Kreisen versucht daher die Industrie, geplante Abgaben auf Drucker zu verhindern. Solche pauschalen Abgaben existieren in Deutschland und anderen Ländern bereits seit langem beispielsweise auf Kopierer, Leerkassetten oder CD-Rohlingen. Da diese Geräte und Medien zum Teil auch zur Speicherung, Vervielfältigung und Verbreitung urheberrechtlich geschützter Werke dienen, werden diese Abgaben nach einem bestimmten Schlüssel an die Urheber verteilt. Im Musikbereich ist hierfür die GEMA zuständig, bei Autoren ist es die VG WORT. Die VG WORT als Vertretung der Urheber sorgt also dafür, dass diese auch für Verbreitungen ihrer Werke Geld bekommen, die diese nicht selbst kontrollieren können.

Natürlich ist die Öffentlichkeit schnell gegen die Pauschalabgabe zu mobilisieren und dies versuchen natürlich die Druckerhersteller mit ihrer Initiative. Warum sollten Sie als privater Nutzer einen erfolglosen Romanautor mitfinanzieren, wenn Sie ihren Drucker lediglich für die private Korrespondenz benutzen? Pauschalabgaben sind also schnell als ungerecht gebrandmarkt und der Privatanwender klatscht schnell Beifall. Allerdings könnte es ein böses Erwachen geben, denn die Antwort u.a. der Druckerhersteller lautet DRM, also digitales Rechtemanagement. Durch DRM könnte z.B. der Drucker ganz genau melden, wann urheberrechtlich geschütztes Material vervielfältigt wird. Aber wollen wir eine solche digitale Überwachung? Zudem dürfte es den Druckerherstellern durch eine auf DRM basierende Gesetzgebung um ganz andere Dinge gehen. Denn so lassen sich die digitalen Verbrauchsgüter ebenfalls besser vor Nachahmern schützen. Es ist kein Geheimnis, dass die Drucker-Industrie gewaltige Umsätze mit teuren Tinten macht. Unleidige Nachahmer und Konkurrenten versucht man vom Markt zu drängen. DRM dürfte hier in Zukunft noch weitaus bessere Möglichkeiten bieten.

Andere DRM-Einschränkungen dürften die Verbraucher erst dann mitbekommen, wenn es für sie zu spät ist. So ungerecht eine Pauschalabgabe also zunächst erscheinen mag, im Sinne der Konsumentenfreiheit und der Freiheit der Güternutzung ist und bleibt sie die bessere Variante, auch wenn sie im Ansatz reichlich sozialistisch daherkommen mag.

Mit welche harten und unfairen Mitteln die Industrie anscheinend kämpft, darauf macht die VG WORT in ihrem Januar-Newsletter (»Druckerhersteller entdecken Fantasialand«) aufmerksam. Nach Aussagen der VG WORT wird dabei mit falschen Grafiken und Zahlen argumentiert. In ihrem Newsletter (PDF, 442 kB) stellt die Verwertungsgesellschaft ihre Sicht dar.

Nachtrag vom 17.01.2007:
Der Heise-Newsticker berichtet heute ebenfalls über die Kampagne der Geräteindustrie und die Proteste dagegen.

4 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Mario schrieb am 18. Januar 2007 um 12:33 Uhr

    Ich hab mir die Newsletter-PDF der VG Wort mal kurz angesehen. Obwohl diese sich natürlich auch an die Verbraucher richtet, wird darin erstmal ganz dreist suggeriert, wir Konsumenten würden die Abgabepauschale ja “derzeit” gar nicht bezahlen. Daß die Beitragszahlung durch die Industrie wegen ner BGH-Klage erstmal aufgeschoben ist, heißt nämlich nicht daß die in den Kaufpreisen nicht bereits eingerechnet war. Ob die VG Wort nun ihre 4 Euro bekommt, oder mich bloß der Druckerhersteller beschnumpelt hat, ist an der Stelle egal. Diese Newsletter-PDF scheint auf jeden Fall kein stück weniger polemisch und verlogen als die Industriekampagne die darin kritisiert wird.

    P.S.: Nein, ich sitze nicht den ganzen Tag daheim und kopiere irgendwelche Schundliteratur mit meinem Drucker. (Der ist nämlich futsch.)

  2. Khasali schrieb am 11. Juni 2008 um 11:10 Uhr

    Für mich ist VG Worth eine legale Mafia Organisation, die versucht so viele Menschen zu Kasse zu zwingen, es reicht dennen die Gelder nicht aus, die sie von den so vielen Copy Shops in Deutschland abzocken, nein die wollen jetzt an den Privatman ran, was soll das ganze?? sollen wir demnachst Abgaben für die Digitalkameras und die Handys bezahlen?? Wann hört dieser Wahnsinn auf?? Es ist Zeit, dass die Menschen gegen diese legalen Mafia auf die Strasse zu gehen und laut schreien NEIN VG WORTH wir bezahlen nicht.

  3. Thomas schrieb am 11. Juni 2008 um 12:44 Uhr

    Liebe(e) Khasali,

    da spricht aus dir eine Menge Wut und Unkenntnis. Ich weiß nicht, was du beruflich machst, aber wenn du Geld verdienst, findest du es sicher auch nicht gut, wenn andere von dir verlangen würden, dass du umsonst arbeitetest oder man dich als Abzocker oder Geldhai bezeichnen würde, nur weil du für deine Arbeit einen realen Lohn möchtest.

    Auch geistige Arbeit ist Arbeit. Und auch davon müssen Künstler, Journalisten und andere leben. Wer also von deren Arbeit profitiert, der muss auch dafür einen Obulus entrichten. Dass immer mehr Künstler ihre Arbeit der Öffentlichkeit umsonst zur Verfügung stellen (z.B. unter Creative Commens Lizenz) ist eine andere Sache.

    Wenn du also ein Buch kopierst oder ausdruckst, ein Gedicht vorliest, dann profitierst du von der geistigen Arbeit anderer Leute. Und da es schwer ist zu ermitteln, was du genau kopierst und ob es privat oder geschäftlich ist, gibt es eine allgemeine Abgabe, die die VG Wort stellvertretend und im Namen der Künstler einzieht.

    Wenn du die VG Wort mit markigen Sprüchen überziehst, dann richtet sich deine Wut auch gegen die Künstler, die so unverschämt sind, dass sie ihr Werke nicht (nur) aus Spaß an der Freude produzieren, sondern auch, um davon zu leben.

  4. khasali schrieb am 21. Juli 2009 um 13:29 Uhr

    also Thomas ich finde deine Argumente dermaßen niederträchtig und daneben, dass man nur mit Kopfschütteln antworten kann.
    Ich bin zur Zeit ein CopyShop-Inhaber und muss jährlich Summen an die Mafia Organisation VG Wort bezahlen, ich weiß es immer noch nicht wieso und warum ?? Angeblich, weil Menschen Bücher und andere Copyright geschützte Werke kopieren! und was habe ich damit zu tun?? soll ich jedem der bei mir im Laden kopiert kontrollieren was kopiert wird? Zum Schutz von geistigen Arbeiten soll doch ein Gesetz her, dass die Vervielfältigung von solchen Arbeiten verbietet und Strafbar macht und es soll den Menschen überlassen werden, ob sie sich strafbar machen oder nicht. Man bittet dem Straßenbahnfahrer doch nicht zur Kasse weil manche schwarz fahren oder? Nein die Mafia will keine Gesetze, im Gegenteil eine Gruppe von Versager, die als Rechtsanwälte kein Erfolg im Berufsleben haben, suchen sich Lücken im Gesetz um so viele Menschen auszubeuten wie es nur möglich ist, es ist ein Milliardengeschäft, dass im Namen vom Künstler und Schriftsteller betrieben wird, aber alles hat sein Ende, warte Mal nur ab und du wirst etwas von den Copyshops-Betreibern erfahren, auch wenn es Jhare dauern wird bis die Copyshopinhaber sich organisieren. Eins solltest du wissen: VG Wort ist so verhasst bei den Copyshops, dass die Außendienstmitarbeitern dieser Mafia Organisation sich nicht trauen, bei den Copyshop Inhabern vorzustellen wie jeder andere Außendienstmitarbeiter in Deutschland, sie kommen heimlich rein wie Diebe und zählen die Geräte ohne zu unterscheiden, ob ein Gerät defekt oder neu ist, ob es ein Ersatzteilspender oder nur für andere Zwecke da ist, nein er verschwindet fröhlich zu seinem Mafia Boss, der wiederum sich beim Copyshop-Inhaber mit einem Schreiben meldet, es soll jetzt bezahlt werden!
    Also ich verfluche VG Wort und möge Gott euch verfluchen so, dass Ihr das Geld was Ihr von uns abzockt, nur dafür ausgibt, Medikamente zu kaufen und Krankenhausaufenthalte zu finanzieren, so lange bis Ihr zu einen anderen ehrlichen Beruf wechselt. Gott möge VG Wort verfluchen,, Gott möge VG Wort verfluchen Amin.

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