- literaturcafe.de - http://www.literaturcafe.de -

Zählpixel der VG Wort: Wie Sie Geld verdienen mit Texten im Internet

VG-Wort-Zählmarke in WordPress einbauenNoch immer wissen viele Autoren, Lyriker, Blogger und Journalisten nicht, dass sie für ihre im Internet veröffentlichten Texte Geld von der VG Wort bekommen können. Es sind Einnahmen, die man allein durch die Veröffentlichung erzielt und nicht etwa durch zusätzliche Werbebanner oder Linkverkäufe. Es spielt dabei keine Rolle, ob die Texte auf der eigenen Website oder bei anderen publiziert sind und ob man bereits ein Honorar dafür erhalten hat.

Allerdings ist das Verfahren nicht ganz einfach und E-Book-Autoren gehen dabei ohnehin leer aus. literaturcafe.de erläutert, wie es funktioniert, und zeigt am Beispiel WordPress, wie man das sogenannte Zählpixel elegant ins eigene Blog einbaut.

Für welche Texte im Internet gibt es Geld?

Grundsätzlich müssen es Texte sein, an denen man als Autor die Urheberrechte besitzt und die mindestens einen Umfang von 1.800 Zeichen haben. Lediglich bei Gedichten ist kein Mindestumfang vorgegeben. Die Werke müssen eine gewisse »Schöpfungshöhe« besitzen, sodass beispielsweise reine Produktbeschreibungen oder technische Dokumentationen ausgenommen sind. Ansonsten spielt es keine Rolle, ob es eine Kurzgeschichte, ein Gedicht oder ein journalistisch-redaktioneller Beitrag ist. Selbstverständlich zählen auch Blog-Beiträge dazu, sofern sie nicht nur aus Zitaten anderer bestehen.

Die Texte müssen frei zugänglich und dürfen nicht kopiergeschützt sein. Es können HTML-Texte oder Texte in PDF-Dateien sein. Traurig aber wahr: Selbst E-Book-Dateien ohne Kopierschutz im EPUB-Format oder bei Amazon können nicht erfasst werden.

Voraussetzung ist der Einbau eines so genannten »Zählpixels« und das Erreichen bestimmter Mindestabrufzahlen. In den letzten Jahren musste ein Text pro Jahr mindestens 1.500 Mal abgerufen werden, damit eine Zahlung erfolgt [1]. Die weitere Staffelung lag bei 3.000 und 10.000 Abrufen. Darüber hinaus erfolgt keine weitere Erhöhung der Auszahlung, um bekannte Web-Angebote und Online-Magazine wie SPIEGEL-Online nicht zu übervorteilen. Zu berücksichtigen ist, dass nur Aufrufe aus Deutschland gezählt werden, da die VG Wort auch nur Einnahmen in Deutschland generiert. Die Unterscheidung wird wie üblich anhand der IP-Adressen oder Domains der Besucher getroffen. Es ist zu erwarten, dass sich diese Abrufhürde künftig weiter erhöhen wird (siehe Tabellen unten).

Eine Sonderregelung gibt es zudem für längere Online-Texte über 10.000 Zeichen. Für diese Texte gibt es bereits Geld von der VG Wort, wenn sie nur die Hälfte der Mindestabrufzahl erreicht haben – eine Kombination, die in der Praxis jedoch eher selten auftreten dürfte.

Der letzte Schritt ist die »Meldung« des Textes. Wie das alles funktioniert, wird im Folgenden näher beschrieben.

Wie viel Geld bekomme ich für einen Text?

VG-Wort-Ausschüttung
»Texte im Netz«
Abrufe und Jahr
2010
2009
1.500-2.999
15 Euro
20 Euro
3.000-9.999
20 Euro
25 Euro
Ab 10.000
25 Euro
30 Euro

Zunächst einmal sollte man nicht aufs schnelle Geld hoffen. Die Zählung und Zahlung erfolgt immer aufs Jahr gesehen, wobei der Betrag in der Regel erst im Herbst des Folgejahres festgelegt und ausgezahlt wird. Erstmal wurde so für Webtexte im Jahre 2008 Geld für 2007 ausgezahlt. Wer also Anfang 2013 mit dem Einbau von Zählpixeln beginnt, erhält für einen Artikel frühestens gegen Ende 2014 von der VG Wort die Tantieme ausgezahlt.

VG-Wort-Ausschüttung
»Texte im Netz«
Abrufe und Jahr
2012
2011
1.500-5.999
1.500-7.499
10 Euro
10 Euro
6.000-23.999
7.500-37.499
13 Euro
15 Euro
Ab 24.000
AB 37.500
18 Euro
20 Euro

Für das Jahr 2012 sind die Quoten jüngst bekannt gegeben worden [1]. Pro Text erhält man 10 Euro bei mindestens 1.500 Abrufen, bei über 37.000 Abrufen sind es 18 Euro. Im Jahre 2009 waren es noch 20 bzw. 30 Euro. Der Betrag richtet sich danach, wie viel Geld die VG Wort eingenommen hat und an wie viele Autoren es ausgeschüttet wird. Die nebenstehenden Tabellen zeigen, dass die Abrufzahlen ständig steigen, während die Tantiemen sinken. Hinweis: Die Zahlen im Ursprungsartikel wurden im Juli 2013 von uns entsprechend nachgetragen und aktualisiert.

Was ist die VG Wort und woher kommt das Geld?

Das VG steht für »Verwertungsgesellschaft«. Bekannter als die VG Wort [2] für die Textschaffenden ist sicherlich die GEMA [3] als Verwertungsgesellschaft der Musikschaffenden. Speziell bei Onlinern genießt die GEMA keinen guten Ruf, sie gilt als Spaßbremse, denn vermeintlich ist sie schuld daran, dass wir beispielsweise in Deutschland gewisse YouTube-Videos nicht sehen können [4], weil darin zwei Takte urheberrechtlich geschützter Musik erklingen. Aber die Diskussion über pro und contra Verwertungsgesellschaften soll hier nicht geführt werden.

Denn zunächst einmal ist die Idee einer Verwertungsgesellschaft für Urheber nicht schlecht. Die VG Wort ist ein Verein von Autoren und Verlagen, und ihre Aufgabe ist es, die Einnahmen aus der Zweitverwertung von Texten zu kassieren. Der einzelne Autor könnte dies gar nicht leisten, wenn er z.B. an Radiosender oder Zeitschriften Rechnungen stellen müsste, wenn diese seine Texte vertonen, in Ausschnitten abdrucken oder als Zweitverwertung im Internet veröffentlichen. So sammelt stellvertretend die VG Wort das Geld ein und verteilt es an die Autoren.

Und noch eine zweite Einnahmequelle gibt es: Es sind Zuschläge und Abgaben, die für technische Geräte und Speichermedien anfallen, mit denen potenziell urheberrechtlich geschützte Werke verbreitet oder kopiert werden können, also beispielsweise Kopierer, Drucker oder CD-ROMs.

Da diese Abgaben die Geräte etwas teurer machen und die Hersteller sie natürlich auf den Verkaufspreis aufschlagen müssen, wettern die Industrieunternehmen oft dagegen und versuchen, die Konsumenten auf ihre Seite zu ziehen. Immer wieder wird argumentiert, dass längst nicht jedes Gerät für die Vervielfältigung solcher Text verwendet wird und beispielsweise nur die eigene Geschäftskorrespondenz damit ausgedruckt wird. Sogar das Verfassungsgericht muss sich mit dieser Frage beschäftigen [6].

Dennoch hat dieses Modell einen sehr sozialen Ansatz. Was spricht dagegen, dass ein Industrieunternehmen, das sich für die Filialen einige Drucker anschafft, damit auch »Textarbeiter« unterstützt?

Aber auch diese Diskussion [7] soll hier nicht geführt werden. Tatsache ist: Als Autor, Lyriker, Blogger oder Journalist kann ich von diesem Einnahmentopf der VG Wort profitieren. Warum sollte ich dies also nicht nutzen?

Was muss ich tun, um Geld für meine Texte im Internet zu bekommen?

VG-Wort-Zählmarke in WordPress einbauenUm an das Geld zu kommen, muss einiges an Copy-and-Paste-Arbeit geleistet werden, sodass einige bezweifeln, ob der relativ geringe Betrag pro Text dies rechtfertigt. Doch wer bei 100 Texten pro Beitrag 15 Euro bekommt, bei dem addiert sich der Betrag auf 1.500 Euro im Jahr. Das klingt durchaus imposant. Die Erfahrung der literaturcafe.de-Redaktion ist es, dass das Kopieren und Melden der Texte recht effektiv erfolgen kann, wenn man es nicht unbedingt für jeden Text einzeln macht.

Dennoch sollte man vorab einen Blick in Google Analytics [9] oder ein anderes verwendetes Auswertungsprogramm werfen, ob die einzelnen Beiträge die notwendigen Zahlen von 1.500 Aufrufen und mehr erreichen. Ist dies beispielsweise bei einem Blog zweifelhaft, dann lohnt sich natürlich der Aufwand nicht. Zudem sollte man beim Blick auf die Auswertung daran denken, dass für die VG Wort – wie im ersten Teil erwähnt – nicht die Gesamtzugriffe, sondern nur Zugriffe aus Deutschland zählen.

Um Geld für die eigenen Texte im Netz zu erhalten, sind folgende Schritte erforderlich, die näher erläutert werden:

  1. Bei der VG Wort anmelden
  2. Zählpixel anfordern und einbauen
  3. Zählpixel personalisieren (wenn nicht bei der Anforderung erfolgt)
  4. Texte melden

Speziell für das Melden gilt eine konkrete Frist. Wird sie verpasst, nützen auch die anderen Schritte nichts.

1. Bei der VG Wort anmelden

Die Anmeldung bei der VG Wort ist kostenlos und kann online über die Website der VG Wort [10] erfolgen. Nach der Registrierung hat man Zugang zum Meldungsportal »T.O.M.« (Texte Online Melden) [11] der VG Wort, über das man die weiteren Schritte abwickeln kann.

2. Zählpixel anfordern und einbauen

Damit die VG Wort zählen kann, wie oft ein Beitrag innerhalb eines Jahres abgerufen wurde, muss man als Autor ein Zählpixel in die Seite einbauen oder einbauen lassen, auf der der Text zu lesen ist. Das Pixel darf also nicht auf Übersichtsseiten eingebaut werden. Ist der gleiche Text auf unterschiedlichen Seiten veröffentlicht, sollte jeweils das gleiche Pixel eingebaut werden.

Das Pixel ist im Grund genommen eine unsichtbare Bilddatei, und es besitzt die entsprechende Bild-Syntax. Für diesen Beitrag, den Sie hier gerade lesen, sieht das Pixel so aus:

<img src=”http://vg04.met.vgwort.de/na/699aecff6cd24f9cb90936881ef5925d” width=”1″ height=”1″ alt=””>

Die VG Wort empfiehlt den Einbau direkt nach dem <body>-Tag der HTML-Seite. Wer ein so genanntes Redaktions- oder Content-Management-System verwendet, kann das unsichtbare Bild-Pixel auch im HTML-Modus des Editors an einer anderen Stelle platzieren. Wichtig dabei: Das Pixel muss an einer Stelle im Text platziert sein, die nur in der Einzelansicht angezeigt wird. Da viele Systeme den Anfang des Textes automatisch in der Artikelübersicht oder der Startseite ausgeben, darf das Pixel nicht am Anfang eingebaut werden, weil es sonst auch auf der Startseite ausgegeben wird. Am besten fügen Sie es in diesem Fall am Textende ein. Bei WordPress sollte es nach dem so genannten »more«-Trenner stehen. Oder das System selbst setzt das Pixel nur auf Einzelseiten. Für das populäre Blog-System WordPress erläutern wir dies weiter unten in diesem Beitrag.

Die Zählmarken können anonym über das T.O.M.-Portal der VG Wort angefordert werden. Bis zu 100 Stück können auf einmal bestellt werden. Neben dem Pixel-Code erhält man einen zusätzlichen Personalisierungscode. Mehr dazu im Schritt 3. Die Daten erhält man im Excel-Format, als PDF-Datei oder auch per E-Mail zugeschickt. Wir empfehlen auf jeden Fall den Abruf im Excel-Format (CSV), da diese Daten am schnellsten umformatiert werden können, um z. B. eine Liste zu führen, welche Marke bereits personalisiert wurde und für welchen Text.

Eine anonyme Bestellung der Marken erfolgt, wenn Sie sich zuvor nicht beim T.O.M.-Portal mit Ihren Zugangsdaten eingeloggt haben. Diese Pixel können Sie dann zusammen mit dem Personalisierungscode auch an andere Autoren Ihres Blogs weitergeben und diese können sie auf sich personalisieren.

Sind Sie hingegen bei der Bestellung im Portal eingeloggt (Link oben links auf der Website), so sind alle angeforderten Marken automatisch auf Sie personalisiert. Das erspart Ihnen den folgenden 3. Arbeitsschritt, jedoch können Sie solche Pixel nicht an Dritte weitergeben.

Wer das Pixel für PDF-Dateien verwenden will, findet entsprechende Einbauhinweise im T.O.M.-Portal. Andere Datei- und Textformate neben HTML und PDF können nicht gezählt werden.

Ist das Pixel eingebaut, so beginnt die Zählung. Bei jedem Aufruf der Seite wird dieser an den Zählserver der VG Wort gemeldet.

Wer seine Texte nicht auf der eigenen Website oder im eigenen Blog veröffentlicht, kann den Pixelcode auch weitersenden und um den Einbau bitten. Leider sind immer noch vielen Online-Angeboten Einsatz und Funktion des Pixels nicht bekannt. Hier gilt es, auch als Autor noch etwas Aufklärungsarbeit zu leisten.

3. Zählpixel personalisieren

Wie oben beschrieben, erfolgt die Anforderung der Zählmarke anonym, wenn man bei der Bestellung nicht im T.O.M.-Portal eingeloggt war. Da der Pixelcode im Quelltext der Seite eingebettet ist, kann ihn jeder über die Quelltextansicht des Browsers sehen. Daher muss die Marke in einem zweiten Schritt personalisiert werden. Haben Sie die Zählmarken bereits bei der Anforderung personalisiert (siehe 2. Schritt), so ist keine Personalisierung mehr notwendig und dieser 3. Schritt entfällt.

Zur Personalisierung loggt man sich im T.O.M.-Portal der VG Wort ein und sucht nach dem Code des Zählpixels. Das vorherige Einloggen ist wichtig, da sonst der »Personalisieren anonymer Zählmarken«-Menüpunkt nicht zu sehen ist. Nun gibt man den persönlichen Code ein und die Zählmarke ist auf den eigenen Namen registriert.

Natürlich sollte man weder bei der Recherche noch beim Personalisieren die Nummer abtippen, sondern markieren, kopieren (Strg+C) und einfügen (Strg+V).

Um dies möglichst effektiv zu gestalten, sollte man gleich mehrere Pixel auf einmal personalisieren.

Neben der Personalisierung kann man zu jedem Pixel auch eine URL eingeben (»Webbereich«), unter der der Text zu finden ist. Dies erleichtert später die Meldung. Die Zuordnung mehrerer URLs für einen Pixel ist möglich, sofern der Text nicht nur an einer Stelle im Web veröffentlicht wurde.

4. Texte melden

Das »Melden« der Texte ist ein wichtiger Schritt. Melden muss man nur die Texte, die innerhalb eines Jahres die erforderliche Mindestabrufmenge geschafft haben. Über das Portal der VG Wort können diese Pixel recherchiert werden. Die kann natürlich erst dann erfolgen, wenn die VG Wort die Mindestabrufzahl festgelegt hat, was erst zur Mitte des Folgejahres erfolgt. Zur Erinnerung erhält man eine E-Mail von der VG-Wort, wenn Zählmarken den Wert überschritten haben – vorausgesetzt diese sind personalisiert.

Leider bietet die VG Wort keine Möglichkeit, den aktuellen Zählerstand einzusehen. Es wird lediglich vermeldet, ob die Zählung bereits begonnen hat und ob die Mindestzahl erreicht wurde. Alles andere bleibt eine Black-Box. Ein Schätzung kann anhand der eigenen Web-Statistiken erfolgen, wobei zu berücksichtigen ist, dass die VG Wort nur Zugriff aus Deutschland zählt, da sie nur hier Einnahmen generiert.

»Melden« bedeutet, dass man den entsprechenden Text aus der Website (oder dem PDF) herauskopiert und ins Web-Formular der VG Wort einfügt. Also erneut eine Copy-and-Paste-Angelegenheit, die man am besten gesammelt für mehrere Texte hintereinander durchführt. Durch diese Aktion kann die VG Wort die Textlänge nochmals technisch prüfen und Stichproben durchführen.

Texte aus den Vorjahren, die im Jahr darauf die Abrufzahl nochmals erreicht habe, müssen nicht nochmals gemeldet werden.

Für die Meldung gelten bestimmte Fristen. Für Autoren bedeutet dies, dass alle Texte in der Regel bis Anfang September des Folgejahres gemeldet werden müssen.

Wir empfehlen, gleich bei der Anmeldung den Newsletter der VG Wort zu abonnieren, der nochmals an die Termine erinnert.

Mit dem Melden ist dann der bürokratische Vorgang abgeschlossen und man kann auf die Überweisung des Geldes warten.

Praxistipps der literaturcafe.de-Redaktion

Praxis: Zählpixel in die Blogsoftware WordPress einbauen

VG-Wort-Zählmarke in WordPress einbauenWordPress [14] ist ein populäres Content-Management-System, das ursprünglich als Blog-System konzipiert wurde, aber auch bei vielen Online-Redaktionen und Unternehmen zum Einsatz kommt. Auch das literaturcafe.de arbeitet mit WordPress. Daher möchten wir zeigen, wie wir die Ein- und Ausgabe der Zählpixel realisiert und organisiert haben.

Das Folgende gilt für selbst gehostete WordPress-Installationen auf dem eigenen Webserver. Wer WordPress via wordpress.com [15] verwendet, hat meist keinen Zugriff auf die genannten Bereiche. In diesen Fall empfehlen wir die Platzierung des Pixels in der HTML-Ansicht des Texteditors nach einem eingesetzten »more«-Trenner, da das Pixel nur in der Einzelansicht eines Artikels ausgegeben werden darf und nicht auf der Startseite oder einer Artikelübersicht.

Leider existiert derzeit noch kein so genanntes »Plugin«, mit dem der Einbau der Pixel noch einfacher und zuverlässig funktioniert. Doch auch unsere Methode ist recht komfortabel.

WordPress erlaubte es, bei jedem Beitrag individuelle Variablen und Werte in Benutzerfeldern mitzugeben. Wir fügen einfach jedem Beitrag die Variable vgwort hinzu und befüllen sie mit dem Pixelcode.

Damit die Eingabe möglichst komfortabel erfolgt, nutzen wir das Plugin More Fields [16] mittlerweile das Plugin Advanced Custom Fields [17], da More Fields nicht mehr aktualisiert wird. Über dieses Plugin definieren wir ein Eingabefeld mit entsprechender Beschriftung, das der Variable vgwort zugeordnet wird. So kann der Code komfortabel unter dem Beitragsfeld eingegeben werden und Sie sehen später sofort, ob Sie dem Artikel eine Zählmarke zugeordnet haben.

Nun muss der Wert nur noch bei jedem Einzelbeitrag ausgegeben werden. Idealerweise sollte dies wie von der VG Wort empfohlen, direkt nach dem <body>-Tag erfolgen. In fast allen WordPress-Templates befindet sich dieser Tag in der Datei header.php. Rufen Sie in WordPress den Menüpunkt »Design/Editor« an. Klicken sie auf die Datei header.php (Kopfzeile) und suchen Sie darin mit der Tastenkombination Strg+F einfach nach der Zeichenfolge <body> und fügen Sie danach folgenden Code ein:

<div class=”vgwort”><?php if (is_single()) echo preg_replace(‘/http\:.*vgwort.de(.*)/’,’https://ssl-vg03.met.vgwort.de$1′,get_post_meta($post->ID, ‘vgwort’, true )); ?></div>

Dieser Code sorgt dafür, dass nach dem <body>-Tag der Inhalte der Variablen vgwort ausgegeben wird, wenn der Beitrag auf einer Einzelseite angezeigt wird. Zudem sorgt dieser Code dafür, dass Ihr Zählpixel immer über den verschlüsselten https-Server der VG Wort aufgerufen wird. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn Ihre Website nicht nur über http aufgerufen werden kann, sondern alternativ auch verschlüsselt über https. Wäre bei einem solchen Aufruf das Zählpixel als http-Link eingebunden, würde der Webbrowser eine Meldung anzeigen, dass die Seite ungesicherte Elemente enthält, und das Zählpixel würde vom Browser blockiert werden. Zudem würden die Besucher Ihrer Website durch eine solche Meldung verunsichert werden.

Speichern Sie anschließend die Datei.

In die Template-Datei styles.css können Sie nun noch eine Formatierungsregel für das unsichtbare Bildchen und den div-Bereich ergänzen und die Datei speichern:

.vgwort {
height: 0px;
overflow: hidden;
}

Das war es auch schon. Nun können Sie die Zählmarken bequem erfassen und WordPress sorgt automatisch für die korrekte Ausgabe.

Bildergalerie: Zählmarke in WordPress einbauen

Natürlich können Sie mittels des Advanced-Custom-Fields-Plugins den Zählpixel-Bereich bei der Eingabe um weitere Felder ergänzen, die Ihnen die Verwaltung erleichtern. Denkbar wäre es, ein weiteres Feld zur Ablage des Personalisierungscodes einzufügen oder mit Checkboxen die bereits erfolgte Personalisierung des Textes zu vermerken oder ob es sich um das Pixel eines Gastautoren handelt.

Wir hoffen, dass Sie diese ausführliche Beschreibung nicht davon abgeschreckt hat, ein Zählpixel einzubauen oder dass Sie zumindest einschätzen können, ob sich der Aufwand für Sie lohnt. Und natürlich erscheint es zunächst unglaublich fern, dass man für einen zum Jahresanfang online gestellten Text mehr als eineinhalb Jahre später ein paar Euro bekommt. Doch wenn es so weit ist und sich übers Jahr die Euros der einzelnen Texte addiert haben, werden Sie es nicht unbedingt bereuen.