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Beitrag vom 9. Oktober 2010 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2010, Podcast

Torsten Casimir im Gespräch: Alle Lobby-Themen in einer Frage – Buchmesse-Podcast 2010

eBook- Reader OYO von Thalia: Von den großen lernen?Dr. Torsten Casimir ist der Chefredakteur des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel. Das Wochenmagazin für die Branche ist Medienpartner unseres Buchmesse-Podcasts. Auch in diesem Jahr werfen wir im Gespräch wieder einen Blick auf Buchhandel und Verlage. Was sind die Themen, die die Branche bewegen?

Erstaunlicherweise ist nach wie vor das eBook ein Thema. Hier tut sich ein widersprüchliches Spannungsfeld auf: Einerseits ist der Verband klar der Ansicht, dass Bücher auch in elektronischer Form preisgebunden sind, da die Inhalte weitestgehend identisch sind. Doch warum dürfen eBooks dann per Gesetz nicht zu einem ermäßigten Mehrwertsteuersatz verkauft werden, wie die gedruckte Version, die auf diese Weise als Kulturgut gefördert wird?

Spannend ist auch der Blick auf die eBook-Plattformen: Die am häufigsten genutzten Lesegeräte und Vertriebsplattformen sind nicht in der Hand der Branche. Hier dominieren Apple und Amazon mit iPad und Kindle. Der Versuch, mit libreka ein eigenes Endkundenangebot für elektronische Bücher aufzubauen, wurde vom Börsenverein aufgegeben. Warum und wie sieht die neue Ausrichtung aus?

Ende Oktober schickt sich ein neuer Wettbewerber an, mit eigenem Lesegerät und Vertriebsplattform Teile des Marktes zu erobern – und der ist alles andere als branchenfremd: Die Buchhandelskette Thalia bringt mit dem OYO ein neues Lesegerät auf den Markt.

Doch Thalia ist auch in der Branche nicht unumstritten. Sollen die Mitbewerber im Buchhandel nicht nur in den Fußgängerzonen, sondern auch im Web verdrängt werden? Torsten Casimir warnt vor diesem blinden »Thalia-Bashing«. Casimir nennt im Gespräch die Stärken, die die kleinen Buchhandlungen ausspielen sollten. Engagement sei gefragt, denn die, die sich in den letzten 10 Jahren nicht bewegt haben, werden verschwinden, davon ist der Chefredakteur des Börsenblattes überzeugt.

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