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Beitrag vom 12. Oktober 2007 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2007, Podcast

Thomas Glavinic: Das bin doch ich – Buchmesse-Podcast 2007

Keine Angst: nur Schokolade mit BuchwerbungViele waren im letzten Jahr erstaunt darüber, dass das Buch »Die Arbeit der Nacht« von Thomas Glavinic nicht einmal auf der Longlist zum Deutschen Buchpreis stand. In diesem Jahr hat er es geschafft und landete – durchaus zum eingenen Erstaunen – auf der Shortlist, d.h. unter den nach Meinung der Jury sechs besten Romanen des Jahres 2007.

»Das bin doch ich« zu lesen macht Spaß und es ist ein mutiges Buch. Darin spielt ein hypochondrischer, von vielen Ängsten geplagter Buchautor die Hauptrolle, der für sein neues Werk einen Verlag sucht und schließlich findet. Dennoch hält er sich für unterschätzt, denn: »Der weltbeste Schriftsteller, das bin doch ich!« Die Hauptfigur des Romans trägt den Namen Thomas Glavinic, das Buch heißt »Die Arbeit der Nacht« und der Verlag Hanser.

Eine der häufigsten Leserfragen lautet: »Wieviel im Buch ist autobiografisch?«. Es besteht also die akute Gefahr, dass viele den Thomas Glavinic im Buch mit dem Autor Thomas Glavinic gleichsetzen. Aber wer stellt sich schon gerne als von Neurosen geplagter Hypochonder dar? Thomas Glavinic, der literarisch einer der wandlungsfähigsten deutschsprachigen Autoren ist, macht dieses Spiel offenbar Spaß.

Mehr über Thomas Glavinic ist auf seiner Website www.thomas-glavinic.de zu erfahren, auf der nachwievor der Podcast zu »Die Arbeit der Nacht« zu hören ist, in dem Glavinic und Wolfgang Tischer vom Literatur-Café durch ein menschenleeres Wien laufen.

Thomas Glavinic: Das bin doch ich: Roman. Taschenbuch. 2010. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423138451. EUR 9,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Thomas Glavinic: Das bin doch ich: Roman. Gebundene Ausgabe. 2007. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN: 9783446209121. EUR 19,90 (Bestellen bei Amazon.de)

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1 Kommentar zu diesem Beitrag lesen

  1. Manntz schrieb am 20. Januar 2008 um 14:48 Uhr

    Mir hat die mühsame Lektüre des Buches “Das bin doch ich” überhaupt keinen Spaß gemacht. Das penetrante Name-dropping (Daniel!), von dessen Glanz der Autor zu zehren versucht, ging mir ebenso auf den Sender wie die ständig eingestandenen Kontrollverluste unter dem Einfluss unterschiedlicher Alkoholika, seine diversen daraus entstandenen Befindlichkeiten habe ich als nicht einmal tragikomisch empfunden, eher als unappetitlich. Folglich kommt mir das Buch auch nicht mutig vor, sondern überflüssig, wobei mir völlig egal ist, ob der Autor das Erbrechen im Zug nun selbst erlebt hat oder nicht. Auf die Lektüre weiterer Bücher des Autors bin ich daher nicht neugierig geworden.

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