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Textkritik: Fabelhaft missglückt

Alle wussten sie es. Alle glaubten daran [1]. Doch es gab, eigentlich, niemanden, der es schaffte, es zu tun [2]. Dabei wäre es so einfach gewesen. Man musste, und dass wussten alle, nur den Bären um Erlaubnis fragen. Doch das war nicht so einfach. Der Bär konnte [3] ja schlafen. Oder aber, wenn man ihn anträfe, würde er eine andere Sprache sprechen [4] als man selbst. Und dabei wusste niemand, ob der Bär überhaupt sprechen konnte. Es gab entsprechend viele Gerüchte [5]. Denn das war es ja, was alle wollten [6]. Mit dem Bären sprechen, ihn um Erlaubnis fragen. Doch es war zu schwer. Außerdem war es ja zu kalt in der Höhle, die eigentlich gar keine war [7]. Sie war ein ganz anderes Land, das alle kannten [8]. Und dann war da ja noch die Dunkelheit und natürlich hatte keiner Licht [9]. So vergingen die Jahre und keiner wusste, ob der Bär Erlaubnis geben würde. Immer wenn der Bär kam ein Tier zu fressen, das unvorsichtig genug war, sich ihm zu nähern [10], waren alle ruhig. Und auch sie [11] wurden immer hungriger, denn sie hatten nicht um die Erlaubnis gefragt zu essen. Alle waren sie tot, bevor sie erkennen konnten, dass auch sie Bären waren [12].

© 2012 by Bob Blume [13]. Unerlaubte Vervielfältigung oder Weitergabe - gleich welcher Art - verboten.
Zusammenfassende Bewertung [14]

Eine sehr missglückte Fabel

Da wird zu viel angedeutet und verklausuliert, als dass sie noch aufklärerisch bzw. politisch wirken könnte; das ist auch sehr schwer in einer Demokratie, denn dort BRAUCHT man keine Fabeln, da wir Meinungsfreiheit haben. Fabeln gedeihen prächtig in Diktaturen jeder Couleur!

Die Kritik im Einzelnen [15]

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