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Stichwort: youtube

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »youtube« versehen wurden.

Beitrag vom 9. August 2012 | Rubrik: Literarisches Leben, Reiseberichte

Hermann Hesse ist tot! – Ein Videobeweis aus Calw im Schwarzwald

Hermann Hesse und Wolfgang Tischer blicken nach Calw

Ein Klick auf die beiden Herren führt Sie zum Video

Er war der König des Kitsch’, ein düsterer Paulo Coelho des frühen 20. Jahrhunderts: Heute vor 50 Jahren starb Hermann Hesse. Sein Freund Thomas Mann hatte das Komitee in Stockholm so lange genervt, bis der Nudist aus dem Schwarzwald sogar den Nobelpreis bekam. Grund genug, um uns mit der Videokamera dort umzusehen, wo der literarische Selbstmordliebhaber im Jahre 1877 geboren wurde: in Calw im Schwarzwald.

Doch obwohl der Anzugträger seit einem halben Jahrhundert tot ist, lebt er künstlerisch gesehen noch weitere 20 Jahre in Gefangenschaft.

Beitrag vom 11. Oktober 2008 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben

Touchscreen oder Kästchen, die die Welt bedeuten

Zeigt das eBook mehr vom Autor als das BuchVor kurzem konnte man auf perlentaucher.de lesen, wie stark die chinesische Literatur im Online-Bereich boomt. In diesem Artikel scheinen Zahlen auf, die manche europäische Autorinnen schwindelig werden lassen. Der Amazon Kindle scheint die Papierproduzenten heimlich zum Zittern zu bringen, und das eBook an sich gilt als der ultimative Todesstoß für die Druckindustrie. Aber ist das nun wirklich die letzte Runde, in der sich gedrucktes Buch und digitaler Text im finalen Kampf gegenüberstehen, und ist es tatsächlich so vorhersehbar, dass das Buch zu Boden gehen wird?

Ich habe einen Traum. Und ich denke, mit mir haben diesen Traum viele bücherverliebte Menschen, die das gedruckte Buch nicht aussterben werden lassen. Immerhin werden noch immer Platten gepresst und Plattenspieler gebaut, während wir von der Kassette über die CD bis hin zum iPod jede Entwicklung mitgemacht haben.

Beitrag vom 14. Februar 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Buchtrailer: Wie man einen Marketing-Text schlecht vorliest und in Suchmaschinen nicht gefunden wird

Wir sind HeldenDa veröffentlicht die junge sympathische Band »Wir sind Helden« ihr Tourtagebuch bei S. Fischer, was ja ganz nett ist, vor allen Dingen für Fans. Und der Verlag erreicht neue Zielgruppen. »Wir-sind-Helden«-Hörer passen sicherlich besser zum Fischer-Verlag als Tokio-Hotel-Fans.

Es wäre ein gutes Potenzial gewesen, das Ganze online pfiffig zu bewerben. Stattdessen ist als »Trailer« auf der Website ein ziemlich peinliches Video zu sehen. Die Bandmitglieder sitzen und stehen gediegen vor einem offenen Kamin (wie witzig!) und lesen einen Text vor, den ihnen offenbar die Marketingabteilung in die Hand gedrückt hat. Die Vier scheinen ihn davor noch nie gesehen zu haben. Denn wie ist zu erklären, dass selbst Judith Holofernes ihn so schlecht vorliest abliest, als wüsste sie gar nicht, worum es in dem Text geht? Die Frau ist doch ein Bühnenprofi! Ihre Liedtexte singt sie doch auch mit der richtigen Betonung (Nachtrag: Mittlerweile hat der Verlag das Video entfernt).

Es ist ein Vorlese-Stil, wie man ihn manchmal bei Müttern und Vätern hören kann, wenn ein Kind sie bittet, aus einem Buch vorzulesen, das sie nicht kennen. Dann wird meist deutlich und etwas überbetont gelesen, ohne dass die Betonungen wirklich stimmig sind. Beim Lesen selbst erst merkt der Vorleser, was er da eigentlich liest und macht mit einer leichten Verzögerung Gesten oder Grimassen dazu.