Andreas Eschbach ist einer der erfolgreichsten deutschsprachigen Thriller- und Science-Fiction-Autoren. Wer sich im Internet nach Informationen übers Schreiben oder die Verlagssuche umschaut, der landet früher oder später auf der Website des Autors, denn Andreas Eschbach bietet umfangreiche Infos zu diesem Thema.
Am Rande des Schreibseminars mit Andreas Eschbach hat sich Wolfgang Tischer mit Ann-Kathrin Schwarz über die verlagseigenen Autorenschulungen unterhalten.
Für wen ist die Bastei Lübbe Academy gedacht, wie beurteilt Ann-Kathrin Schwarz die Konkurrenzsituation – und welche Autoren sollten sich besser nicht zu einem Kurs anmelden?
Ein Verlag mit eigener Autorenakademie: Das klingt nach einer sinnvollen Kombination. Gute Autoren und gute Manuskripte fallen selten vom Himmel. Warum also sollte ein Verlag sie nicht aktiv fördern?
Es erstaunt, dass erst jetzt ein Verlag diese Idee umsetzt. Im März 2013 startete die Bastei Lübbe Academy des gleichnamigen Kölner Verlages.
Die Leitung der Kurse ist hochkarätig besetzt, die Preise jedoch nicht gerade günstig. Kritiker wittern sofort die Gefahr, dass nun auch seriöse Verlage Profit mit der Hoffnung der Autoren machen wollen.
Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de war in Köln und hat den Nervenkitzel in einem der Seminare gesucht.
Welchen Einfluss haben E-Books auf die Verlagslandschaft? Die papierlose Form verändert nicht nur bestehende Verlage, sondern es entstehen auch völlig neue, die den etablierten Unternehmen Paroli bieten wollen. Was ist für den Autor der Vorteil eines E-Book-Verlags gegenüber dem digitalen Selfpublishing?
Die Autorin Cornelia Lotter ist vom neu gegründeten dotbooks Verlag überzeugt und hat dort unterschrieben. Ausschlaggebend für sie war die verlegerische Kompetenz und das partnerschaftliche Verhältnis. In ihrem Beitrag stellt Cornelia Lotter den dotbooks Verlag vor und sprach mit Verlegerin Beate Kuckertz.
Der Lübbe Verlag hat kürzlich seine Website neu gestaltet, »relaunched« wie man in Fachkreisen dazu sagt. Aber mal ehrlich: Erinnern Sie sich daran, wie die alte Website aussah?
Der neue Internet-Auftritt wirkt wie aus dem Lehrbuch der Web-Gestaltung: Unterschiedliche Menü- und Navigationsstrukturen sollen optimalen Zugang zu Büchern, Hörbüchern, Autoren und Sprechern, zu Buch-Genres und zielgruppenspezifischen Informationen schaffen. Man findet aktuelle Titel auf der Startseite positioniert, und YouTube-, Facebook- und Twitter-Links verknüpfen die Site mit den sozialen Netzwerken im Web. Über allem thront eine sogenannte »Bühne«, eine Werbefläche, die pro Rubrik, Genre oder Unterseite mit einem passenden Flash-Filmchen bespielt werden kann.
Doch gerade der scheinbar perfekte Lehrbuchaufbau lässt die Website beliebig, austauschbar und steril wirken. Die Website besitzt nichts Individuelles und hat den Charme eines gebohnerten Hausflurs – sauber, aufgeräumt aber unpersönlich. Würde man Verlagslogo, Farben und »Bühnenbilder« austauschen, ist sie nicht mehr als ein Passepartout, das für viele Verlag passen könnte.
Ein ernüchterndes Ergebnis, wenn man sich vergegenwärtigt, wie viel Zeit, Geld, Aufwand und Abstimmung hinter jeder »relaunchten« Website stecken. Lohnt sich das überhaupt noch?
Ist die große und allumfassende Verlags-Website eines Belletristikverlages nicht ein Relikt von gestern? Braucht ein Verlag derzeit überhaupt noch eine solche Website?
Die Meinung der Literatur-Café-Redaktion ist eindeutig: Wer sein Buch bei einem Unternehmen veröffentlicht, das sich »Verlag« nennt, der sollte dafür kein Geld bezahlen. Ein Verlag trägt das finanzielle Risiko der Buchveröffentlichung allein.
Ebenso arbeiten seriöse Literaturagenten auf Erfolgsbasis. Erst wenn der Autor verdient, erhält der Agent einen Anteil daran.
Doch seit wir vermehrt vor Abzockern warnen, die sich als Literaturagentur ausgeben, aber es nur darauf abgesehen haben, eine maschinelle Rechtschreibprüfung teuer als »Lektorat« zu verkaufen, erreichen uns regelmäßig eMails mit der Frage: Welche Literatur-Agenturen und welche Verlage empfiehlt das Literatur-Café?
Wer als Autor nicht will, dass sein Verlag seine Werke auf Arten nutzt, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses noch gar nicht bekannt waren, muss die »Nutzungsrechte für unbekannte Nutzungsarten« bis zum 31.12.2008 zurückrufen, darauf weist der Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA) heute in seinem Newsletter hin und bezieht sich damit auf eine Empfehlung der Beratungsstelle für Selbstständige mediafon.
Wer als Autor einen Vertrag mit einem Verlag abschließt, der tritt diesem die Nutzungsrechte ab. Das ist notwendig, denn nur so ist es dem Verlag erlaubt, das Werk des Autors zu drucken und zu verbreiten. In den meisten Fällen sichert sich der Verlag aber nicht nur die Rechte am Buch, sondern beispielsweise für Hörbuch oder Verfilmung. Will sich ein Filmproduzent später diese Rechte sichern, so muss er dies dann mit dem Verlag und nicht mehr mit dem Autor verhandeln. Natürlich sollte ein Autor darauf achten, dass er an solchen »Weiterverkäufen« der Nutzungsrechte gut verdient.
Drei Jahre lang war der Schweizer Roger Schawinski Chef des privaten deutschen Fernsehsenders SAT.1. Als Schawinki kam, warf Harald Schmidt mit Witzen über ihn das Handtuch. Wie sehr hat ihn das damals getroffen? Bereits Ende der 70er-Jahre hatte Schawinski in der Schweiz den ersten privaten Radiosender gegründet und wurde dort einer der erfolgreichste Medienunternehmer.
Über seine Zeit beim Privatsender SAT.1 hat er nun das Buch »Die TV-Falle« geschrieben, das interessante Einblicke in die Firmenwelt des Privatfersehens gibt, wie man sie bislang nicht hatte. Im Buchmesse-Podcast spricht Wolfgang Tischer mit Roger Schawinski über zwei im Buch erwähnte bemerkenswerte Tatsachen: warum eine von den Kritikern hochgelobte TV-Produktion keine Quote erreicht hat und wie es ein Medienkartell aus Einzelpersonen, SPIEGEL, FOCUS und anderen Beteiligten schafft, mit Unterstützung der Politik qualitativ minderwertige TV-Ware zu überhöhten Marktpreisen bei den privaten Sendern zu platzieren.
Als der us-amerikanische Medienunternehmer Haim Saban schließlich Ende 2006 die Sendergruppe Pro7/SAT.1 an ein Finanzinvestor verkaufte, verließ Schawinski SAT.1. In der Schweiz kaufte er einen Radiosender und stieg als Anteilseigner und Aufsichtsratsvorsitzender bei »seinem« Verlag Kein & Aber ein. Im Podcast-Interview schildert er die Gründe, warum ausgerechnet er sich plötzlich einem der ältesten Medien zuwendet – dem Buch.
Roger Schawinski: Die TV-Falle: Vom Sendungsbewusstsein zum Fernsehgeschäft. Gebundene Ausgabe. 2007. Kein & Aber. ISBN/EAN: 9783036955056. EUR 16,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Kleine Verlage, junge Verlage, Independent-Verlage, junge Verleger und Büchermacher: Spätestens seit der Leipziger Buchmesse 2005 liest man so einiges über dieses Phänomen und das Interesse daran lässt nicht nach. Worüber spricht man eigentlich, wenn es um diese Verlage mit so prägnanten Namen wie Blumenbar, mairisch, Tisch 7 oder Kookbooks (keine Rezepte!) geht?
Jung und klein und unabhängig
Das sind drei durchaus sprechende Eigenschaften, will man das Phänomen beschreiben. Denn immer sind die Verlage personell klein und werden meist von nicht mehr als fünf Leuten gestemmt.
Konzernunabhängig sind sie zudem und die Verlagsprogramme können tendenziell wohl als »Independent« tituliert werden, oder zumindest »als ab vom Mainstream der großen Publikumsverlage«. Und jung? Wo hört jung auf und wo fängt alt an?
Der größte Schritt in den Gipfel des Literatur-Olymps, die Krönung aller Bemühungen und die Materie gewordene Befriedigung des Autorinnen-Egos: das (erste) eigene Buch. Der eigene Name, der unter dem selbst gewählten Titel steht – außer die Lektorin hatte da ganz andere Ideen. Der selbst gewählte Einband – außer der Verlag hat sich etwas anderes ausgedacht. Die eigenen Texte, schwarz auf weiß und gebunden – außer nach all der Bearbeitung sind einem die Texte eigentlich fremd geworden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zu seinem ersten eigenen Buch zu kommen. Und zum zweiten. Eine einfache Möglichkeit ist ein Eigenverlag, aber darüber haben wir nun genug gesprochen. Eine nicht sehr einfache Möglichkeit ist es, mal eben einen kurzen Text zu schreiben, damit den open mike oder dergleichen zu gewinnen und dann darauf zu warten, bis einem mehrere Verlage das Haus einrennen, um dann erst zu beginnen, sein Buch zu schreiben.
Vielleicht handeltes sich wieder um eine "brute-force-attacke. http://blog.1und1.de/2013/04/17/brute-force-attacken-gegen-wordpress-und-joomla-sicherheitshinweis/Renate Blaes22.05.13 12:05