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Stichwort: suhrkamp

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »suhrkamp« versehen wurden.

Beitrag vom 21. Juli 2015 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Ralf Rothmann: Im Frühling sterben – Auf der Suche nach dem Vater

Ralf Rothmann: Im Frühling sterben

Ralf Rothmann: Im Frühling sterben

Was geschah in diesem Krieg? Was hat Vater so verändert, dass er nie darüber sprechen konnte. Astrid Braun stellt sich diese Frage und findet mögliche Antworten in den Notizen des Vaters.

Der Schriftsteller Ralf Rothmann kennt die Antwort nicht und sucht sie in der Fiktion. Astrid Braun hat sein Buch »Im Frühling sterben« gelesen. Sie erkennt Parallelen in der Suche nach dem nie Ausgesprochenen.

Beitrag vom 5. Februar 2014 | Rubrik: E-Books

Lesetipp: Großartige E-Book-Polemik im Suhrkamp-Blog (Nachtrag II)

Polemik von Friedrich Forssman im Suhrkamp-BlogFriedrich Forssman hat im Blog des Suhrkamp Verlags eine wunderbare Polemik und Hass-Tirade über E-Books geschrieben. Er hat all das aufgeführt, was an diesem Digitalformat und seinen oft nicht minder nervenden Fürsprechern nervt. Ein überaus unterhaltsamer Beitrag, den man gerne und mit großem Vergnügen liest. Hier kann einer wunderbar austeilen und man sieht förmlich den Autor wutschnaubend vor seiner Tastatur.

Und Forssman hat allen Grund dazu, denn er ist Typograf und mag einfach schöne Bücher.

Beitrag vom 9. August 2012 | Rubrik: Literarisches Leben, Reiseberichte

Hermann Hesse ist tot! – Ein Videobeweis aus Calw im Schwarzwald

Hermann Hesse und Wolfgang Tischer blicken nach Calw

Ein Klick auf die beiden Herren führt Sie zum Video

Er war der König des Kitsch’, ein düsterer Paulo Coelho des frühen 20. Jahrhunderts: Heute vor 50 Jahren starb Hermann Hesse. Sein Freund Thomas Mann hatte das Komitee in Stockholm so lange genervt, bis der Nudist aus dem Schwarzwald sogar den Nobelpreis bekam. Grund genug, um uns mit der Videokamera dort umzusehen, wo der literarische Selbstmordliebhaber im Jahre 1877 geboren wurde: in Calw im Schwarzwald.

Doch obwohl der Anzugträger seit einem halben Jahrhundert tot ist, lebt er künstlerisch gesehen noch weitere 20 Jahre in Gefangenschaft.

Beitrag vom 14. Juni 2007 | Rubrik: Notizen

Seit fünf Jahren lesen wir also Weblogs – dank Suhrkamp

Jörg Kantel macht uns heute in seinem Weblog »Der Schockwellenreiter« darauf aufmerksam, dass wir hier in der Café-Redaktion seit genau fünf Jahren Weblogs kennen und lesen. Denn es war die erste spektakuläre Abmahnaktion der deutschen Blogosphäre, die uns auf den Schockwellenreiter und somit Weblogs aufmerksam machte.

Kantel erhielt damals Post vom Anwalt des Suhrkamp-Verlags, weil sich im Schockwellenreiter ein Link auf einen Webserver befand, auf dem der damalige Skandalroman »Tod eines Kritikers« von Martin Walser als PDF-Datei zum Download bereitstand. Der Verlag selbst hatte die digitale Version im Umlauf gebracht, um den Journalisten den Originaltext zur Verfügung zu stellen, da das Buch, über das seinerzeit heftig diskutiert wurde, noch nicht im Handel erhältlich war.

1.201,80 Euro Abmahngebühren hätte Kantel zahlen sollen. Lt. Kantel begann damals eines der ersten »Sautreiben« durch die Weblogs (»Das Netz ruft zum Suhrkamp-Boykott auf«). Das literaturcafe.de ließ seinerzeit in einem Interview die Gegenseite zu Wort kommen und sprach mit Philip Roeder von Suhrkamp. Glücklicherweise wurde die Auseinandersetzung friedlich beigelegt und der Verlag verzichtete auf seine Geldforderung.

Übrigens: Glückwunsch, Herr Roeder! Nach all den Turbulenzen, die der Verlag seit dieser Zeit durchmachen musste, ist er dort immer noch Geschäftsführer und eine der wenigen Konstanten.

Beitrag vom 26. Juni 2002 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben

Interview: »Die klassische Walser-Klientel wird den Roman sicher nicht am Bildschirm lesen«

Ein Interview mit dem kaufmännischen Geschäftsführer des Suhrkamp Verlags, Philip Roeder, über eBooks, die illegale Verbreitung des neuen Walser-Romans und die Gegenmaßnahmen des Verlags.

Als Jörg Kantel in seinem Weblog »Der Schockwellenreiter« einen Link auf die illegale Kopie des neuen Walser-Romans »Tod eines Kritikers« legte, reagierte der Suhrkamp Verlag heftig. Kantel erhielt eine Abmahnung und sollte hierfür Anwaltskosten in Höhe von 1.200 Euro zahlen (wir berichteten). Einige Tage später verzichtete der Verlag auf seine Forderung. Wir sprachen mit dem kaufmännischen Geschäftsführer des Suhrkamp Verlags, Philip Roeder, über die Beweggründe und die Auswirkungen der Aktion. Zunächst jedoch wollten wir wissen, welche Chancen der Suhrkamp Verlag dem elektronischen Buch allgemein einräumt. Das Gespräch führte Wolfgang Tischer.

Beitrag vom 17. Juni 2002 | Rubrik: E-Books, Literarisches Leben

Das Netz ruft zum Suhrkamp-Boykott auf

Tod eines Kritikers bei KaZaaSuhrkamp wollte 1.200 Euro Abmahnkosten wegen eines Links auf eine eBook-Datei kassieren, die der Verlag zuvor selbst in Umlauf gebracht hat. Nachdem ein Proteststurm durchs Internet ging, lenkt Suhrkamp dann aber schließlich doch noch ein.

Es war ein Glückstag für den Suhrkamp Verlag. Als Frank Schirrmacher in einem offenen Brief in der FAZ den Vorabdruck des neuen Walser Romans ablehnte, weil dieser angeblich antisemitische Tendenzen enthalte, konnte man in der Marketing-Abteilung des Verlages eigentlich die Beine hochlegen. Die Arbeit an einer groß angelegten Werbekampagne übernahmen nun andere. Vornehmlich die Feuilletons von SZ und FAZ stritten über den Roman, und unser »Allerlautester« (Henscheid über Marcel Reich-Ranicki), der im Roman persifliert wird, gab in seiner Fernsehsendung die beleidigt-getroffene Leberwurst. Durchs Land hallte ein bombastisch lauter Theaterdonner, dem wir es sogar zu verdanken haben, dass das Fernsehen eine Lesung(!) übertrug. Das letzte Mal, dass man dort längere literarische Prosatexte vorgetragen hatte, muss wohl zu Zeiten von Kuhlenkampfs Nachtgedanken gewesen sein.