Er ist der Mann, der in Deutschland dem Wort »Blog« den männlichen Artikel aufgedrückt hat – und das ist wörtlich und nicht übertragen gemeint: Matthias Matussek.
Seit er beim SPIEGEL Online »einen Videoblog« produziert, scheint man ihn nur noch als Blogger wahrzunehmen. Läuft man mit ihm durch die Gänge der Buchmesse, so kann man es miterleben, wie ihn wildfremde Menschen ansprechen und sich für die Filme bedanken.
Dabei ist Matthias Matussek als Kulturjournalist auch mit seriösen Artikeln im gedruckten SPIEGEL präsent, und er hat Bücher geschrieben. Zu dieser Messe präsentiert er jedoch kein aktuelles Buch, das letzte Werk »Als wir Jung und schön waren« erschien im letzten Jahr. Das Buch sei jedoch, im Gegensatz zu seinem Deutschland-Buch etwas »hinten runtergefallen«. Ist ein in Kulturkreisen bekannter Name kein garant für den Bucherfolg? Und – kühner Sprung in dieser Notiz – wird es in einigen Jahren überhaupt noch Bücher geben? Es erstaunt, dass Kulturmensch Matussek da recht pessimistisch ist und bereits unter @mmatussek ums Überleben twittert.
Matthias Matussek: Als wir jung und schön waren. Gebundene Ausgabe. 2008. Fischer (S.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783100489241. EUR 19,90 (Bestellen bei Amazon.de) Matthias Matussek: Als wir jung und schön waren. Kindle Edition. 2009. Fischer E-Books (Bestellen bei Amazon.de)
Des Spiegels Video-Blogger Matthias Matussek macht in seinem neuesten Blog schonungslos Werbung für sein neues Buch »Als wir jung und schön waren«. Unbedingt den Blog (Wichtig: Bei Matussek immer mit männlichem Artikel und ohne Zusätze wie -folge oder -beitrag!) bis zum Schluss ansehen, auch wenn der Cream-Kalauer weh tut.
In seinem Video parodiert Matussek wunderbar die grassierende und nur schwer nachvollziehbare Buchtrailer-Begeisterung der Verlage. Seine unbedingten Inhaltsempfehlungen für einen Buchtrailer:
Nichts über den Inhalt verraten
Möglichst eine Rolltreppe sollte vorkommen
Der Autor sollte möglichst intelligent und sensibel gucken
Bäume
Möglichst sinnlose Schriften
Matthias Matussek: Als wir jung und schön waren. Gebundene Ausgabe. 2008. Fischer (S.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783100489241. EUR 19,90 (Bestellen bei Amazon.de) Matthias Matussek: Als wir jung und schön waren. Kindle Edition. 2009. Fischer E-Books (Bestellen bei Amazon.de)
Na sowas: In gleich vier Rubriken berichtet der aktuelle SPIEGEL 44/2008 darüber, dass die ARD das Buch »Ich bin dann mal weg« von Hape Kerkeling verfilmen will. Und Hellmuth Karasek hat offenbar einiges zum Rauswurf seiner Kollegin Elke Heidenreich beim ZDF zu sagen und zwar in den Rubriken TV-Kultur, ZDF, Fernsehstars und Journalisten. Klar, passt ja alles. Oder wie sonst ist die aktuelle Inhaltsangabe des SPIEGEL auf SPIEGEL ONLINE zu interpretieren?
Ja, das Leben ist schon ungerecht. Während der unbekannte Hobby-Autor es nicht einmal schafft, dass sich die örtliche Regionalzeitung für sein Buch interessiert, bekommt der Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf prominente Werbung im redaktionellen Teil auf SPIEGEL Online geschenkt. Als »Anzeige« ist sie freilich nicht gekennzeichnet. Der SPIEGEL hat dem Buch »YOU BITCH! YOU BASTARD!«, in dem lästerliche Zitate von Rock- und Popstars über ihre Kollegen gesammelt sind, einige Zitate entnommen und ein unaufwändiges »Wer hat’s gesagt?«-Quiz gebaut. Das ganze ist sehr klickintentensiv, was dem SPIEGEL eine Steigerung der werberelevanten Seitenaufrufe bringt. Und Promi-Tratsch funktioniert immer.
Hat man sich durch alle 8 Fragen hindurchgeraten folgt die unverblümte Werbebotschaft: »Sie kennen sich hervorragend aus, Respekt! Wenn Sie dennoch Ihr Wissen erweitern wollen, greifen Sie zu den gesammelten Lästerzitaten in Buchform: "You Bitch! You Bastard" von Susan Black (Schwarzkopf & Schwarzkopf).«
Einen direkten Link auf die Verlagswebsite fand dann offenbar auch der SPIEGEL zu dreist. Aber das Angebot ist schnell ergoogelt und Schwarzkopf & Schwarzkopf macht es absolut richtig, denn mehr als 50% der Startseite sind derzeit mit dem Buchhinweis bedeckt, sodass man ihn einfach nicht übersehen kann.
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
Die Veranstaltungen sind vorbei. Die Abschlussfeier läuft. Danke an alle Besucher. Bis zum nächsten Jahr!17.09.2011 22:36 Uhrfrom web
Zum Abschluss heute abend: Susanne Heinrich, Thalstroem und das Eb: „WIR“ - eine Performance. Es gibt noch Karten! http://t.co/SRwkjbL817.09.2011 16:17 Uhrfrom web
Und das Forum des BBC World Service: Warum Grün das neue Rot ist mit Paul Harding, Tanja Dückers & Luis Berrios-Negron http://t.co/BmqLrM8d17.09.2011 09:58 Uhrfrom web
Um 14 Uhr beginnen wir mit 2 Veranstaltungen: THEATERTREFFEN: NEUE DRAMATIK AUS EUROPA. Lesungen und Autorenportraits http://t.co/yMu9bUpj17.09.2011 09:56 Uhrfrom web
Der letzte Festivaltag ist angebrochen. Letzte Chance dieses Jahr eine der tollen ilb-Veranstaltungen zu besuchen! #ilb201117.09.2011 08:59 Uhrfrom web
Forum d. BBC World Service: Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker: Warum Grün das neue Rot ist. Infos: http://t.co/2yZgqEts15.09.2011 16:58 Uhrfrom web
Das Forum des BBC World Service in Berlin! "Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker" Ist Berlin ein kulturelles Wunderkind?15.09.2011 16:56 Uhrfrom web
RT @literaturwelt: Gary Shteyngart mit „Super Sad True Love Story“ auf dem Berliner Literaturfestival: „I thought that Russia would... h ...15.09.2011 13:45 Uhrfrom web
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