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Stichwort: schreibseminar

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »schreibseminar« versehen wurden.

Beitrag vom 7. Juni 2017 | Rubrik: Schreiben, Self-Publishing

Seminar im Schwarzwald: Schreiben und (selbst) veröffentlichen [ausgebucht]

Blick auf Igelsberg

Blick auf Igelsberg: Hier findet das Seminar statt

In der herrlichen Ruhe und wunderbaren Natur des Nordschwarzwalds findet vom 8. bis 10. September 2017 ein ganz besonderes Literaturseminar statt. Lernen Sie die Möglichkeiten kennen, wie Sie Ihren Text als Self-Publisher in Eigenregie als E-Book oder gedruckt veröffentlichen können. Oder ist ein Verlag oder der Weg über einen Literaturagenten der bessere Weg für Sie? Auch diese Möglichkeiten werden wir ansehen und besprechen.

Hinweis: Das Seminar ist bereits ausgebucht.

Beitrag vom 8. April 2015 | Rubrik: Schreiben

Simone Regina Adams: »Schreiben lernen heißt Zuhören lernen«

Simone Regina Adams (Foto: Margrit Müller)

Simone Regina Adams (Foto: Margrit Müller)

Seit vielen Jahren unterrichtet die Freiburger Autorin Simone Regina Adams literarisches Schreiben. Demnächst wird auch im Stuttgarter Schriftstellerhaus eine von ihr geleitete fortlaufende Schreibwerkstatt starten.

Wir haben mit Simone Regina Adams über die alte Frage gesprochen, ob man Schreiben wirklich lernen kann und warum sie selbst von der Arbeit mit ihren Teilnehmerinnen immer wieder begeistert ist.

Beitrag vom 14. Mai 2013 | Rubrik: E-Books, Self-Publishing

E-Book-Seminar in Hannover: Reich und berühmt im Selbstverlag? [ausgebucht]

Wolfgang Tischer (Foto: literaturcafe.de)Nach Terminen in Mainz, Stuttgart und Bremen, findet das E-Book-Seminar des literaturcafe.de für Selfpublisher erstmals am 15. Juni 2013 in Hannover statt.

Sein Buch selbst zu verlegen, das galt bislang eher als Makel. Doch E-Books werden immer populärer, und plötzlich erlebt das »Selfpublishing« einen Boom. Nicht nur Neulinge, sondern auch etablierte Autoren nutzen die digitale Veröffentlichungsmöglichkeit oder haben es vor. Viele proklamieren gar das Ende der Verlage, wie wir sie kennen, und einige Autoren wollen mit ihren E-Books 15.000 Euro in nur sechs Wochen verdient haben.

Was ist dran an diesen Berichten? Ist es wirklich so einfach, mit selbstgemachten E-Books Leser zu erreichen und dabei auch noch etwas zu verdienen?

Nach mehreren ausgebuchten Terminen findet der Workshop mit dem E-Book-Experten und literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer in Zusammenarbeit mit Heiko Idensen am 15. Juni 2013 erstmals in Hannover statt.

Beitrag vom 22. März 2013 | Rubrik: E-Books, Self-Publishing

E-Book-Seminar in Bremen: Reich und berühmt im Selbstverlag? [Ausgebucht]

Das denkmalgeschützte ehemalige Verwaltungsgebäude der Bremer Woll-Kämmerei Nach drei ausgebuchten Terminen in Stuttgart, findet unser E-Book-Seminar für Selfpublisher erstmals im Norden Deutschlands statt: am 20. April 2013 in Bremen.

Sein Buch selbst zu verlegen, das galt bislang eher als Makel. Doch E-Books werden immer populärer, und plötzlich erlebt das »Selfpublishing« einen Boom. Nicht nur Neulinge, sondern auch etablierte Autoren nutzen die digitale Veröffentlichungsmöglichkeit oder haben es vor. Viele proklamieren gar das Ende der Verlage, wie wir sie kennen, und einige Autoren wollen mit ihren E-Books 15.000 Euro in nur sechs Wochen verdient haben.

Was ist dran an diesen Berichten? Ist es wirklich so einfach, mit selbstgemachten E-Books Leser zu erreichen und dabei auch noch etwas zu verdienen?

Nach drei ausgebuchten Terminen im Süden findet der Workshop mit dem E-Book-Experten und literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer in Zusammenarbeit mit Pius von Heereman am 20. April 2013 erstmals in Bremen statt.

Beitrag vom 10. Januar 2008 | Rubrik: Notizen, Preise und Wettbewerbe

Jetzt bewerben: Der 12. Klagenfurter Literaturkurs ist ausgeschrieben

Jetzt in Klagenfurt beworbenAn den vier Tagen vor den 32. Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt (Bachmann-Preis), findet auch in diesem Jahr wieder der Klagenfurter Literaturkurs statt (22.-25. Juni 2008). Intensiv wird dort über die bei der Bewerbung eingereichten eigenen Texte diskutiert. Reisekosten, Unterkunft und Verpflegung werden vom Veranstalter übernommen. Eine der Stipendiatinnen im letzten Jahr war Fee Katrin Kanzler.

Wie immer gilt: Wer sich bewerben will, sollte zuvor die Voraussetzungen und Kriterien für eine Bewerbung gut durchlesen und einhalten. Wer zu den maximal 10 Teilnehmern gehören möchte, der oder die darf z. B. nicht älter als 35 Jahre alt sein und sollte mindestens eine literarische Veröffentlichung vorweisen können. Texte im Eigenverlag oder Veröffentlichungen im Internet zählen dabei nicht. Alles weitere ist auf der Website des Musilmuseums nachzulesen.

Beitrag vom 9. Januar 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Schreiben, »Bis Klagenfurt anruft«

Irseer Pegasus Ob das fette Brauerei-Ross wirklich Flügel hat?

Gespannte Erwartung in Irsee (Klick zum Vergrößern) - Foto: Cornelia TravnicekDer Irseer Pegasus ist ein seit zehn Jahren stattfindendes Autorentreffen im Kloster Irsee. Um teilnehmen zu können, muss man sich bewerben und im Falle einer erfolgreichen Bewerbung ca. 200 Euro Teilnahmegebühr bezahlen. Ob sich das lohnt, wollte Cornelia Travnicek wissen. Ein weiterer Praxisbericht.

Warum ich gerade hier, im Burger King am Münchner Bahnhof, in eine Stimmung absoluter Traurigkeit und Einsamkeit verfalle, und das nur, weil schon das dritte gefühlsduselige Lied hintereinander im Radio läuft, das weiß ich nicht. Vielleicht, weil ich für drei Stunden heimatlos bin, solange dauert es noch bis mein Zug nach Hause abfährt. Der Irseer Pegasus 2008 ist zu Ende.

Cornelia Travnicek

berichtet im literaturcafe.de seit 2006 von ihrer bisherigen Autorenlaufbahn und davon, wohin es führen kann, wenn man eines Tages beschließt zu schreiben. Interessant für alle, die Ähnliches selbst erlebt haben, noch erleben wollen oder sich vielleicht nach der Lektüre entschließen, es doch besser zu lassen. Seinerzeit schrieb Cornelia unter dem Motto »Bis Klagenfurt anruft« sieben Berichte und einige Bonusfolgen u.a. über Veröffentlichungen, Preise, Lesungen, Literaturforen und die eigene Website.

Cornelia Travnicek: Chucks (Buchcover)Im Frühjahr 2012 erscheint Cornelia Travniceks erster Roman »Chucks« in der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA). Wie ergeht es einem als österreichische Autorin, wenn man zu einem großen deutschen Verlag wechselt? Erfüllt sich ein Autorinnentraum? Ist es der Karrieredurchbruch?

Unter dem Titel »Bis Klagenfurt anruft. Reloaded« setzt Cornelia Travnicek 2012 ihre Berichte im literaturcafe.de fort.

Im Juli 2012 las sie dann tatsächlich in Klagenfurt und gewann den mit 7.000 Euro dotierten Publikumspreis. 2012 ist sie Stadtschreiberin in Kärnten.

Klicken Sie hier, um alle bislang erschienenen Teile zu lesen »

www.corneliatravnicek.com

Cornelia Travnicek: Chucks: Roman. Broschiert. Deutsche Verlags-Anstalt. ISBN/EAN: 9783421045263. EUR 14,99. Ersch.: 2012 (Bestellen bei Amazon.de)

Weil Gert Heidenreich der laut Vorstellung durch Herrn W. nicht nur Schriftsteller ist, sondern auch der Mann von Elke Heidenreich war angemerkt hat, er vermisse das Abweichen vom geradlinigen Erzählen, darum beginne ich im ersten Absatz am Ende. Zäume den Pegasus also von hinten auf. Oder vielleicht mit diesem Absatz wohl eher von der Seite. Alles eine Frage der Perspektive.

Der Irseer Pegasus definiert sich selbst als Autorentreffen und fand heuer zum zehnten Mal statt. Sich zu bewerben kostet nichts, das Eingeladenwerden allerdings doch. Warum bewirbt sich also eine Autorin, die sonst nie im Leben Teilnahmegebühren für einen wie auch immer gearteten Wettbewerb zahlen würde, bei einem Seminar, das Unkosten von ca. 350 Euro mit sich bringt (Seminarbeitrag von 199 Euro, Zug, Taxi und nicht inkludierte Getränke). Die Wahrheit ist: sie hat sich etwas davon erhofft, mit dem sie sich im Nachhinein rechtfertigen könnte.

Was am Ende davon blieb, außer dem nun aufgebrauchten Weihnachtsgeld: Hauptsächlich Müdigkeit. Denn die Tage des Seminars (3. bis 5. Januar 2008) sind bis zum Letzten vollgestopft mit Anwesenheitspflicht. Lesungen, Textbesprechungen und Diskussionen, bei denen grundsätzlich der Zeitplan nicht eingehalten wird was zu einer Verkürzung der ohnehin knapp bemessenen Pausenzeit führt. So ist man fast pausenlos (und) im Verzug.

Laut Ausschreibung sollten alle Teilnehmer mindestens eine eigenständige Veröffentlichung vorweisen. Oder Vergleichbares. Die meisten der Teilnehmer hatten Vergleichbares. Der Anteil an männlichen und weiblichen Autorinnen war ausgewogen, der Altersdurchschnitt war eher im oberen Bereich der Skala anzusiedeln. Gert Heidenreich war leider nur für die Lesung aus seinem Buch und die Teilnahme an der Podiumsdiskussion anwesend.

Am Ende des Workshops wird jedes Jahr ein Preis vergeben, der von den Autoren selbst bestimmt werden kann. Man bewertet alle seine Kollegen auf einer Skala von Null bis Fünf, die Punkte werden dann addiert. Sich selbst bewerten alle von vornherein mit Fünf, um auf eine einheitliche Basis zu gelangen, soweit ganz fair. Zusätzlich wird ein Jurypreis vergeben. 3. Platz und Jurypreisträger dürfen sich über die Deckung ihrer Ausgaben freuen, 2. Platz und 1. Platz kassieren da schon etwas mehr. Die Preisverleihung hat sich Gert Heidenreich nicht mehr angesehen.

Warum es gut war: Weil man wieder einmal unter andere Autoren kam, sich ausnahmsweise auch wieder mit dem handwerklichen Teil des Schreibens beschäftigte und einige nette Leute kennenlernte. Das Essen war auch gut. Warum es nicht so gut war: Weil es etwas gekostet hat und das nicht wenig, weil die meisten Autoren sich nicht einmal Notizen zur Kritik, die sie bekommen haben, machten, was eigentlich eine Diskussion unnötig macht, weil es viel zu viel in zu kurzer Zeit war. Und weil es traurig war.

Klinke in Irsee (Klick zum Vergrößern) - Foto: Cornelia TravnicekIch möchte hier einen sehr ehrlichen Absatz über junge Autoren schreiben. Wir glauben doch alle im Geheimen, dass wir ES irgendwann schaffen. Was dieses ES ist, das definieren wir nicht so genau. Einen Bestseller landen, den Deutschen Buchpreis gewinnen, den Nobelpreis, was auch immer. Genau darum ist der Irseer Pegasus traurig. Weil dort so viele Menschen waren, die es eben nicht geschafft hatten. Noch immer nicht haben. F. titulierte das ganze »B-Veranstaltung«. Da war also die B-Seite der Literatur. Regional »erfolgreiche« Autoren – auch unter den Veranstaltern. Als junger Autor hat man eine gewisse Vorstellung von dem Alter, in dem man es geschafft haben möchte. Die meisten der Kollegen lagen da leider darüber, manche sogar weit. Und irgendwie keimt dann in einem selbst die Angst, auch einmal in diesem Alter hier zu sitzen und noch immer zu warten. Darauf, dass es passiert. Und dahinter wieder steht die Angst, dass es nie passieren könnte.

Neben all dem war das alte Benediktinerkloster Irsee eine schöne Kulisse, von der man durch den Stress leider wenig sah. Ganz am Schluss wurde auch noch eine Respektlosigkeit an den Autoren begangen, welche die Stimmung Mancher dann doch etwas ins Negative schlagen ließ, wenn ich das so ausdrücken darf. Es ist ja toll, wenn man in einem schönen Barockzimmer ein Streichquartett aufspielen lässt und Reden schwingt und in all dem Pomp Autoren Geld schenkt. Dass man diese vier Autoren aber fünf Minuten bevor die Zeremonie beginnt, vor den Augen aller anderen in Grüppchen wartenden Autoren zu einem Foto mit der Presse bittet und somit banal und rüde zu verstehen gibt, wer nun die Preisträger sind, das ist in meinen Augen und auch in denen anderer Teilnehmer einfach respektlos und nichts anderes. Dann braucht man nämlich die ganze Zeremonie nicht mehr, es gibt keine Spannung dahinter und manche Autoren bleiben dann auch nicht so lange, sich nochmal diese vier Texte anzuhören, die sie teilweise ja erst am Vormittag lange und breit diskutiert haben.

Zusätzlich entstand manchmal der Eindruck einer Werbeveranstaltung. Oder dass manche Leute sich viel zu gerne selbst reden hören. Aber egal. Wer einen der gut dotierten Preise verliehen bekommt, bei dem mag sich das Ganze im Nachhinein durch eine rosa Brille betrachten lassen. Bei F. und mir, da war das etwas anders. Wir haben beschlossen: einmal und nie wieder. Nie wieder für etwas zahlen müssen. Lieber das Geld nehmen und Urlaub machen. Und die netten anderen Autoren im Internet kennenlernen (einige der Teilnehmer findet man unter anderem im Poetenladen). In die Liste von »keine Teilnahmegebühren« und »keine Zuschussverlage« reihten sich der Irseer Pegasus und vergleichbare Veranstaltungen, die nicht vollkommen kostenlos sind. Abgehoben sind wir also nicht.

Warum es am Samstag nach 20 Uhr nur eine einzige Verbindung von München nach Österreich gibt, die über Salzburg hinausgeht, ist mir ein Rätsel. Auf Bahnhöfen befindet man sich in einer Art Zwischenwelt. Hier am Ende dieses Berichts sind es nur noch zwei Stunden bis Mitternacht und damit zur Abfahrt meine Zuges. Die Lieder im Radio werden auch nicht fröhlicher.

Cornelia Tavnicek