Die Diskussionsrunde beim »Forum Blog« (Foto: Agnieszka Stocker)
Zu einer Diskussionsrunde um Internet, Verlage und Blogs hatte am Samstag die Frankfurter Buchmesse in Zusammenarbeit mit dem literaturcafe.de eingeladen. Obwohl man dazu an den internationalen Verlagen vorbei bis in die hintere Ecke der Halle 6.1 kommen musste, fanden sich weit über 80 Zuhörer ein, um das Gespräch zu verfolgen. Wie nutzen Verlage das Web zur Kommunikation mit dem Leser? Wie wehrt man die hohe Nachfrage nach Rezensionsexemplaren ab? Und warum funktionieren Twitter und Facebook nicht immer?
Krimi-Schriftsteller wird man nicht über Nacht. Jörg Maurer steht bereits jahrelang als Musik-Kabarettist auf der Bühne, gründete und leitete ein Theater in München. Zum Roman fand er erst spät, doch das sehr erfolgreich.
Mit literarischen Fingerübungen hat er sich hochgearbeitet, an Schreibwettbewerben teilgenommen und ab und an Preise gewonnen. Seine Science-Fiction-Parodie »Schweiß« – der 1. Preis beim Wettbewerb »Die Feder« – wurde seinerzeit vom literaturcafe.de vertont.
Nach der »Föhnlage« ermittelt sein Kommissar Hubertus Jennerwein nun erneut in der »Hochsaison« (S. Fischer Verlag). Ein dänischer Skispringer verunglückt beim Neujahrsspringen, doch bald schon wird gemunkelt, es sei kein Unfall gewesen, sondern man habe ihn abgeschossen. Hier klicken und weiterlesen »
Am Buchmesse-Wochenende, wenn an den Publikumstagen nicht mehr nur die Fachbesucher auf den Gängen unterwegs sind, hat man den Eindruck, dass von den Verlagen die Autoren nach vorne geschoben werden, deren Gesichter aus dem Fernsehen bekannt sind.
Umso schöner, sich trotz Messetrubel im hinteren, etwas ruhigeren Bereich des Fischer Verlagsstands, an dessen Vorderseite sich die Massen drängeln, mit Peter Stamm unterhalten zu können.
Peter Stamm gilt als Meister des lakonischen und unprätentiösen Stils. Gerade dadurch wirken seine Geschichten umso glaubhafter und plastischer.
Sein neuer Roman »Sieben Jahre« ist ein herausragendes Werk im Bücherherbst 2009 – ein wunderbares Buch. Und es erstaunt umso mehr, im Gespräch mit ihm zu erfahren, dass Stamm beim Schreiben ganz offen an die Geschichte und die Figuren herangeht und selbst nicht weiß, wo alles Enden wird.
Peter Stamm: Sieben Jahre: Roman. Taschenbuch. 2011. Fischer (Tb.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783596173846. EUR 9,95 (Bestellen bei Amazon.de) Peter Stamm: Sieben Jahre: Roman. Kindle Edition. 2009. Fischer E-Books (Bestellen bei Amazon.de) Peter Stamm: Sieben Jahre. Gebundene Ausgabe. 2009. Fischer (S.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783100751263. EUR 18,95 (Bestellen bei Amazon.de) Peter Stamm: An einem Tag wie diesem. Gebundene Ausgabe. 2006. Fischer (S.), Frankfurt. ISBN/EAN: 9783100751256. EUR 17,90 (Bestellen bei Amazon.de) Peter Stamm, Maren Rennoch: LiteraNova: Sieben Jahre. Taschenbuch. 2011. Cornelsen Verlag. ISBN/EAN: 9783464616628. EUR 13,50 (Bestellen bei Amazon.de)
Warum Twitter bei Verlagen und Buchhandlungen nicht funktionieren wird, das hat Literatur-Café-Herausgeber Wolfgang Tischer bereits im Februar dieses Jahres im Börsenblatt erläutert. Blickt man auf die Twitter-Feeds der Deutschen Verlagslandschaft, so hat sich dies bewahrheitet: Pressemitteilungen, Uninteressantes, lieblos Abgehacktes und zu viel Selbstreferenzielles sind an der Tagesordnung.
Nur wenige Verlage haben es geschafft, eine eigene Twitter-Identität zu entwickeln und Hinweise in eigener Sache mit interessanten Informationen aus der Branche anzureichern. Als positive Beispiele seien hier @keinundaber und @volandquist genannt. Interessanter wird es dort, wo hinter den Tweets ohnehin erkennbare Einzelpersonen stehen wie @buchmamsell oder @wimbauer.
Seit gestern twittern nun auch die zum Holtzbrinck-Konzern gehörenden S. Fischer Verlage unter der Kennung @Tagesfang. Getwittert wird jeweils nur ein einziger Satz aus einem Buch der Verlage und der Link dorthin. Eine auf den ersten Blick simple Idee, hinter der jedoch viel Potenzial steckt und die bei den Twitter-Nutzern gut ankommt, wie die Zahl der Follower innerhalb kürzester Zeit zeigt.
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
Die Veranstaltungen sind vorbei. Die Abschlussfeier läuft. Danke an alle Besucher. Bis zum nächsten Jahr!17.09.2011 22:36 Uhrfrom web
Zum Abschluss heute abend: Susanne Heinrich, Thalstroem und das Eb: „WIR“ - eine Performance. Es gibt noch Karten! http://t.co/SRwkjbL817.09.2011 16:17 Uhrfrom web
Und das Forum des BBC World Service: Warum Grün das neue Rot ist mit Paul Harding, Tanja Dückers & Luis Berrios-Negron http://t.co/BmqLrM8d17.09.2011 09:58 Uhrfrom web
Um 14 Uhr beginnen wir mit 2 Veranstaltungen: THEATERTREFFEN: NEUE DRAMATIK AUS EUROPA. Lesungen und Autorenportraits http://t.co/yMu9bUpj17.09.2011 09:56 Uhrfrom web
Der letzte Festivaltag ist angebrochen. Letzte Chance dieses Jahr eine der tollen ilb-Veranstaltungen zu besuchen! #ilb201117.09.2011 08:59 Uhrfrom web
Forum d. BBC World Service: Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker: Warum Grün das neue Rot ist. Infos: http://t.co/2yZgqEts15.09.2011 16:58 Uhrfrom web
Das Forum des BBC World Service in Berlin! "Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker" Ist Berlin ein kulturelles Wunderkind?15.09.2011 16:56 Uhrfrom web
RT @literaturwelt: Gary Shteyngart mit „Super Sad True Love Story“ auf dem Berliner Literaturfestival: „I thought that Russia would... h ...15.09.2011 13:45 Uhrfrom web
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