Hier ist es endlich: das Gespräch mit Roger Willemsen von der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Drei neue Taschenbücher, ein Hörbuch und der Arche Musikwoche-Kalender tragen in diesem Bücherherbst den Namen Roger Willemsen. Für seine Verhältnisse ist das fast wenig. Doch Willemsen stand in den letzten Monaten gut 100 Mal mit »Die Enden der Welt« auf der Bühne.
Wie schafft man es, jeden dieser Auftritte so intensiv zu gestalten, als wäre er einmalig. Und was hat Roger Willemsen mit dem Abenteurer, Schriftsteller und Goldsucher Jack London gemeinsam? Und warum ist Facebook alles andere als ein Abenteuer? All das hören Sie in dieser Podcast-Folge.
Eine erschreckende Mitteilung, die uns der S. Fischer Verlag Anfang September machte: Es gibt keine Interview-Termine mit Roger Willemsen auf der Buchmesse mehr. Sein Buch »Die Enden der Welt« war sofort auf der Bestsellerliste eingestiegen und die Gesprächsanfragen zahlreich wie nie. Entsetzen in der literaturcafe.de-Redaktion, schließlich ist das Gespräch mit Roger Willemsen seit fünf Jahren ein fester Bestandteil unseres Buchmesse-Podcast, auf das Hörerinnen und Hörer warten.
Doch rasch war eine bessere Lösung gefunden: literaturcafe.de-Herausgeber Wolfgang Tischer traf sich mit Roger Willemsen stattdessen vor seiner Lesung im Karlsruher Tollhaus. So entstand ein entspanntes, hörenswertes und fast halbstündiges Gespräch übers Reisen, das Schreiben, Bühnenauftritte und die erschreckende Seite der USA, die Barack Obama zum Vorschein bringe.
Da ist es klar, dass es auch in diesem Jahr wieder ein besonderes Buch sein muss: Drei Monate lang streifte Roger Willemsen zusammen mit dem Fotograf Ralf Tooten durch die nächtliche thailändische Metropole. Entstanden ist ein literarischer Bildband, dessen Bilder und Texte Roger Willemsen mittlerweile auch als Bühnenshow präsentiert.
Wolfgang Tischer sprach mit dem Autorenteam über das Projekt, und er wollte auch wissen, warum bei diesem Thema dann doch wieder eine Frau auf dem Umschlag des Buches abgebildet sein muss. Doch ein Klischee?
Am Schluss des Gespräches geht der Blick wieder in Richtung USA. Roger Willemsen wurde nach seinem Afghanistan-Buch nahe gelegt, er möge in die USA besser nicht mehr einreisen. Was wird sich unter Obama ändern? Was ist von der Verleihung des Friedensnobelpreises zu halten?
Roger Willemsen, Ralf Tooten: Bangkok Noir. Gebundene Ausgabe. 2009. S. Fischer Verlag. ISBN/EAN: 9783100921062. EUR 26,95 (Bestellen bei Amazon.de)
Bei vier Jahren Buchmesse-Podcast entwickeln sich Traditionen, und ein Gespräch mit ihm gehört einfach dazu: Roger Willemsen (siehe und höre 2005, 2006 und 2007). Läuft man mit diesem Mann über die Buchmesse, dann kennt ihn jeder und vor allen Dingen er scheint alle zu kennen. Natürlich sprechen ihn auch viele Autoren an und wollen ihm Manuskripte zur Begutachtung zusenden. Wie geht Willemsen damit um? Und dann war da noch eine junge Autorin, da sorgte in diesem Jahr nicht nur ein Willemsen-Zitat auf der Rückseite ihres Buches für viel Wirbel.
Roger Willemsen selbst bringt jedes Jahr mindestens ein eigenes Buch oder Buchprojekt heraus. Diesmal ist es »Der Knacks«, ein Essay über die kleinen, zunächst vielleicht unmerklichen Veränderungen im Leben, nach denen alles anders ist als zuvor. Aber das kann Roger Willemsen im Interview natürlich besser erklären.
Kein Buchmesse-Podcast ohne Roger Willemsen! Bereits zum dritten Mal gibt er uns die Ehre und jedes Mal gibt es von ihm neue Buchprojekte, Hörbücher und diesmal sogar ein Bühnenprogramm zusammen mit Dieter Hildebrandt, mit dem wir im letzten Jahr bereits ausführlich gesprochen haben.
Sehr bewusst geht es am Beginn jedoch nochmals über das letztjährige Buch »Hier spricht Guantanamo«, in dem Willemsen mit ehemaligen Häftlingen des us-amerikanischen Gefangenen- und Folterlagers spricht. Konnte das Buch etwas bewegen? Die Bilanz ist ernüchternd, und Willemsen wurde gesagt, dass er in nächster Zeit besser nicht mehr in die USA reisen sollte.
Im zweiten Teil sprechen wir über die Lüge und den Buchbestseller »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort – Die Weltgeschichte der Lüge«. Willemsen berichtet von der Zusammenarbeit mit der lebenden Kabarett-Legende Dieter Hildebrandt. Und dann gibt es zu »Brehms Tieleben«, über das wir im letzten Jahr gesprochen haben, noch ein Hörbuch.
Vom Literaturkritiker Willemsen wollen wir am Schluss noch die Meinung zu Julia Franck (Deutscher Buchpreis) und Doris Lessing (Literaturnobelpreis) wissen. Und das Gespräch für den Buchmesse-Podcast 2008 wurde im Nachgang fest vereinbart. Willemsen zu Tischer: »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort.«
Mit Roger Willemsen endet unser diesjähriger Buchmesse-Podcast direkt aus Frankfurt in Zusammenarbeit mit boersenblatt.net. Den Podcast-Feed sollten Sie jedoch weiterhin abonniert lassen (am besten mit iTunes), denn im November melden wir uns mit der nächsten regulären monatlichen Podcast-Folge des Literatur-Cafés. Dann wird es – im Nachgang zur Messe – u.a. in einem Interview mit der Programmleiterin von Eichborn Lido um das Thema Hörbuch gehen. Danke fürs Zuhören – und bleiben Sie dran, zum Abschluss gibt es noch einen Hotdog!
Roger Willemsen, Dieter Hildebrandt: Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort! Taschenbuch. 2009. Fischer Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783596179879. EUR 9,95 (Bestellen bei Amazon.de) Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen: »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der Lüge Ein Text von Traudl Bünger und Roger Willemsen. Gebundene Ausgabe. 2008. S. Fischer Verlag. ISBN/EAN: 9783100301406. EUR 17,90 (Bestellen bei Amazon.de) Dieter Hildebrandt, Roger Willemsen: »Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort!«: Die Weltgeschichte der LügeEin Text von Traudl Bünger und Roger Willemsen. Kindle Edition. 2009. Fischer E-Books (Herunterladen bei Amazon.de)
"Alles klagt über die Buchmesse, ich liebe Sie". Das sagte Roger Willemsen in unserem Podcast-Interview vom letzten Jahr. Ein Satz, der für Willemsen auch in diesem Jahr uneingeschränkt gilt. Zwei Bücher sind es, mit denen Willemsen diesmal auf der Messe vertreten ist. Zum einen das Taschenbuch "Hier spricht Guantanamo", für das sich Willemsen mit fünf ehemaligen Guantanamo-Häftlingen unterhalten hat, die die alltäglichen Folterungen und Menschenrechtsverletzungen des vorgeblich demokratischen Rechtstaates USA schildern. Wieso berichten gerade die deutschen Medien so wenige über diese skandalösen Zustände? Das zweite Buch ist 2 Kilo schwer und ein Werk, wie man es gerne daheim bei den Eltern im Buchregal entdeckt hätte: Brehms Tierleben. Willemsen hat die interessantesten Artikel in einem Band zusammengefasst, hinzu kommen wunderbare Zeichnungen von Klaus Ensikat. Wie wissenschaftlich fundiert ist das heute noch? Oder geht es bei diesen Texten schlichtweg um den literarischen Aspekt?
Roger Willemsen: Hier spricht Guantánamo: Interviews mit Ex-Häftlingen: Roger Willemsen interview mit Ex-Häftlingen. Taschenbuch. 2006. Fischer Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783596174584. EUR 8,95 Roger Willemsen, Nina Tesenfitz: Hier spricht Guantánamo. Taschenbuch. 2006. ZWEITAUSENDEINS. ISBN/EAN: 9783861507574. EUR 8,95 Hier spricht Guantanamo - Roger Willemsen interviewt Ex-Häftlinge. Unbekannter Einband. 1111. Roger Willemsen: Hier spricht Guantanamo - Roger Willemsen interviewt Ex-Häftlinge. Sondereinband. 1123. Zweitausendeins TB, Frankfurt a/M 2006, 1. Aufl., 236 S., Okart., fast wie neu Willemsen R: Hier spricht Guantanamo. Taschenbuch. 2006. fischer 17458
Ein Interview mit dem Journalisten, Autor und Kritiker Roger Willemsen über die Buchmesse, den Kritiker als Autor, Buchkanons und Sex auf der Messe. Unfreiwillig unterbrochen durch Reinhold Messner.
Roger Willemsen: Kleine Lichter. Gebundene Ausgabe. März 2005. Fischer (S.), Frankfurt. ISBN 3-10-092102-X. EUR 17,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Roger Willemsen: Unverkäufliche Muster. Broschiert. September 2005. Fischer (Tb.), Frankfurt. ISBN 3-596-16733-7. EUR 9,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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Wordfence ... danke für diesen außergewöhnlich guten Offtopic-Tipp!Klara Himmel22.05.13 08:05
Ja, ist mir gestern am späten Nachmittag auch aufgefallen. Wollte einfach nur nachgucken, ob's vielleicht...Sabine22.05.13 08:05
Vielleicht handeltes sich wieder um eine "brute-force-attacke. http://blog.1und1.de/2013/04/17/brute-force-attacken-gegen-wordpress-und-joomla-sicherheitshinweis/Renate Blaes22.05.13 12:05