Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Rechte« versehen wurden.
Wer das Thema »Selfpublishing« lediglich mit Hobby-Autoren oder Schreibanfängern in Verbindung bringt, irrt gewaltig.
Das selbst erstellte E-Book kann auch für Profis interessant sein, wenn diese die E-Book-Rechte nicht abgetreten haben oder diese vom Verlag an sie zurückgefallen sind. Ebenfalls ist die Selbstveröffentlichung für Projekte interessant, die für den Verlag aus den unterschiedlichsten Gründen nicht infrage kommen.
Rasch kommt dann die Frage auf, ob man die vom Verlag lektorierte Textfassung als Grundlage für die eigene elektronische Veröffentlichung nutzen darf. Und was ist, wenn ein Autor für die E-Book-Ausgabe das Cover der Papierausgabe nutzen möchte?

Foto: amazon.com
Am 21. April 2011 hat Amazon seinen deutschsprachigen Kindle-E-Book-Store eröffnet. Ab sofort sind dort nach Aussage des Online-Buchhändlers über 25.000 deutschsprachige eBooks für das Kindle-Lesegerät erhältlich, darunter die meisten aktuellen Bestseller. Ebenso wird das Kindle nun zum festen Europreis von Amazon Deutschland ausgeliefert. Der Dollarpreis wurde jedoch 1:1 zum Europreis und das Gerät kostete bei der Einführung 139 bzw. 189 Euro (WLAN-/UMTS-Version). Nachtrag: Seit Oktober ist der Kindle 4 für 99 Euro erhältlich, der mittlerweile nur noch 79 Euro kostet. Im literaturcafe.de finden Sie einen ausführlichen Testbericht. Ebenso haben wir den Kindle Touch getestet, der im April 2012 auf den deutschen Markt kam und schon im Oktober 2012 wieder aus dem Sortiment gestrichen und durch den wesentlich besseren Kindle Paperwhite ersetzt wurde.
Interessanter für Autoren – und solche die es werden wollen – ist die Tatsache, dass hierzulande nun auch das »Kindle Direct Publishing« verfügbar ist und jeder sein eigener Verleger werden kann. Pro verkauftem Kindle-E-Book gibt es satte 70% Autorenhonorar. Die US-Autorin Amanda Hocking ist auf diesem Weg zur Millionärin geworden.
Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie ihr eigenes Buch erfolgreich im Kindle E-Book-Store vermarkten und verkaufen.
Interview mit Dr. Horst Benzing von der Bertelsmann Buch AG über die rechtlichen Aspekte der elektronischen Textverbreitung
Es wird sehr viel über den Sinn und Unsinn von elektronischen Büchern diskutiert und häufig bleibt der Disput zwischen Gegnern und Befürwortern bei sinnlichen Erfahrungen stehen. Tatsächlich ergeben sich aber für Verlage und Autoren durch die elektronischen Bücher auch ganz neue rechtliche Fragestellungen. Über dieses Thema sprachen wir mit Dr. Horst Benzing, der bei der Bertelsmann Buch AG für die Koordination der Verlage und die Presse und Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.
Mit Dr. Horst Benzing sprach Wolfgang Tischer.
Literatur-Café: Herr Dr. Benzing, was ist das rechtlich neue bei elektronischen Büchern?
Benzing: Das schwierigste Problem ist sicherlich die Copyright-Frage. Nach den deutschen Copyright-Gesetzen kann man nicht mit einer groben Formel als Verleger alle Rechte eines Autors kaufen. Das deutsche Urheberrecht verlangt, dass man jedes Recht, das man vom Autor erwirbt, detailliert spezifizieren muss.