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Stichwort: Podcast

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Podcast« versehen wurden.

Beitrag vom 13. April 2007 | Rubrik: Podcast

Lyrische Fesseln: Das Bondageprojekt

Das BondageprojektDie Anfrage kam über unser MySpace-Profil, das wir vor einigen Wochen mit großem Erfolg angelegt haben: Das Bondageprojekt will dort unser Freund werden. Man zögert. Will man wirklich die Leute über seine MySpace-Freunde-Liste zu den Liebhabern ganz spezieller Praktiken führen? Man klickt natürlich auf das MySpace-Profil des Projekts, denn der Name macht neugierig. Und genau das ist Absicht.

Denn das Bondageprojekt ist ein Lyrik-Podcast von X & Goldstück. Jede Woche gibt es ein vertontes deutsches Gedicht zu hören, bislang sind Goethe, Trakl und Ringelnatz dabei. Interessant gesprochen, hörenswert und auf MySpace natürlich als Freund bestätigt.

Beitrag vom 4. März 2007 | Rubrik: Podcast

Der gespenstische Erfolg eines Zombie-Podcasts

Gone with the Wind: Pole PoppenspälerSeit Wochen ist der Hörbuch-Podcast »Pole Poppenspäler« von Theodor Storm ganz oben in den Charts bei iTunes zu finden. Bis in die Top-10 im Bereich Kunst hat er es zeitweise gebracht und wird sogar von der iTunes-Redaktion als »neu und beachtenswert« eingestuft.

Beachtenswert ist dieser Podcast allerdings, denn: es gibt ihn nicht! Die Website zum Podcast verweist auf ein »Datei nicht gefunden« und die MP3-Dateien sind ebenfalls nicht vorhanden. Und das seit Wochen! iTunes verzeichnet eine von »Waltraud« erstellte 19 Minuten lange Episode, die es nicht gibt.

Dass dieser literarische Zombie-Podcast dennoch seit Wochen unter den Top-Podcast zu finden ist, ist leider ein weiterer Beleg dafür, dass man den angeblichen Erfolgen des Mediums Podcasts sehr misstrauisch begegnen sollte.

Vor drei Wochen haben wir übrigens Apple bereits das erste Mal auf diesen Umstand hingewiesen. Aber untote Puppenspieler leben scheinbar lang.

Nachtrag vom 11. März 2007: Zwischenzeitlich ist die Podcast-Leiche aus iTunes entfernt worden.

Beitrag vom 4. März 2007 | Rubrik: Literatur online, Podcast

Buchreport über Podcasts und Verlage

buchreport 2/2007In der aktuellen März-Ausgabe des Branchenmagazins buchreport widmet man sich erneut dem Thema Podcasts in der Verlagswelt. »Podcasts sind in Verlagen noch nicht angekommen« lautet die Überschrift des zweiseitigen Beitrags (Seite 66/67). Der Autor Daniel Lenz stellt fest, dass insbesondere bei den deutschen Verlagen das Medium noch nicht genutzt oder nicht nachhaltig gepflegt werde. Lenz führt in seinem Beitrag die internationalen und nationalen Podcast-Beispiele auf, die auch wir bereits in unserem Podcast ausführlich besprochen haben: Diana Gabaldon und Dean Koontz oder Marco Polo und Die Arbeit der Nacht.

Das Medium, so Lenz, bliebe daher Initiativen von Einzelkämpfern überlassen. Einer davon: Wolfgang Tischer vom Literatur-Café. Wieder sehr schön: das Foto beim Beitrag, das Tischer mit dem Podcast-Award zeigt, den er stolz und mit Konfirmandenlächeln in die Kamera hält. Die weiteren Einzelkämpfer sind Autoren, die auf diesem Weg einen Verlag suchen und die mittlerweile zumindest innerhalb der Podcast-Gemeinschaft bekannt sind. Da wären Christian Heinke, der über das Medium bereits einen Verlag gefunden hat (Interview im Literatur-Café), Tim Cortinovis (»Herzfassen«) und Alexander Broy (»Die Urlauber«). Cortinovis, so ist dem Artikel zu entnehmen, hat sogar an der Wandsbeker Marktstraße in Hamburg ein 80-qm-Poster angebracht, um für seinen Podcast zu werben.

Beitrag vom 26. Februar 2007 | Rubrik: Podcast

22. Podcast-Folge: Podcasterinnen, virtueller Hype und ein beunruhigender Brief

Der Literatur-Cafe-PodcastUnser monatliches literarisches Radioprogramm im MP3-Format können Sie über die Links am Ende dieses Beitrags herunterladen oder sofort anhören. Besser und komfortabler ist das Abo des Podcasts-Feed, z.B. mit Apple iTunes. Die Feed-Links finden Sie rechts am Rand.

Die 22. Folge (endlich!) wird wieder moderiert von Kerstin Schlüter und Wolfgang Tischer.

Die Themen: (mit Zeitangabe im Podcast und Links)

  1. Intro: Ich tanze hier nicht nackt auf den Tischen
  2. Literarisches Filmschnipselquiz: Auslosung der Gewinner (01:40)
  3. Literarische Podcastgespräche I: Karla von Karlas Buchkolumne (03:40)
  4. Second Life für Verlage und Autoren: Muss das denn sein? (10:55)
  5. Literarische Podcastgespräche II: Andrea W. und Michael B. von Thesaurus Librorum (17:15)
  6. Literarisches-Filmquiz: Der neue literarische Filmschnipsel (22:20)
  7. Antje Bruns liest Fräulein Else – Teil 3 (23:13)

Beitrag vom 25. Januar 2007 | Rubrik: Podcast

Podcast-Hörer verzichten nicht auf Bücher

Ausschnitt aus www.podcastumfrage.dePodcast- und Marketing-Experte Alex Wunschel hat nun endlich die detaillierten Ergebnisse der 2. Podcast-Umfrage veröffentlicht, an der insgesamt 3.050 Podcast-Hörer teilgenommen haben. Auszüge daraus präsentierte er bereits während einer Diskussionsrunde auf der Frankfurter Buchmesse 2006 (den Download des Audio-Mitschnitts finden Sie hier im Literatur-Café).

Podcasts, das sind regelmäßig veröffentlichte Audio-Dateien, die mit Programmen wie Apple iTunes oder Juice abonniert werden können. Das Literatur-Café betreibt seit 2005 einen eigenen literarischen Podcast, der mit dem Deutschen Podcast-Award ausgezeichnet wurde. Zudem waren wir als einer von 47 Podcast-Produzenten Partner der Podcast-Umfrage.

Da das Hören von Podcasts natürlich Zeit beansprucht, wollte Wunschel in seiner Umfrage auch wissen, zu Lasten welcher anderer Medien dies geschieht. Erwartungsgemäß hören 47% der Podcast-Hörer weniger Radio, 33% verzichten zugunsten der Podcasts aufs Fernsehschauen.

Interessant jedoch, dass Podcast-Hörer nicht aufs Lesen von Büchern verzichten. Nur 10% Prozent der Hörer geben an, aufgrund von Podcasts weniger zu lesen, dem gegenüber stehen 8%, die sogar mehr Bücher lesen, seit sie Podcasts hören. Bei den restlichen 82% blieb die Zeit für die Buchlektüre gleich. Wir vom Literatur-Café hoffen natürlich, dass wir an dieser positiven Bilanz für das Buch nicht ganz unschuldig sind, haben wir doch neben unserem eigenen Podcast auch für andere Partner viel beachtete Produktionen erstellt. So beispielsweise »Die Arbeit der Nacht« für den Hanser Verlag, den BoDcast für BoD oder die »Gedichte aus dem Garten der Poesie« für den Deutschen Taschenbuchverlag. Als Partner der Frankfurter Buchmesse produzierten wir zudem 2006 den offiziellen Buchmesse-Podcast.

Beitrag vom 16. Januar 2007 | Rubrik: Podcast

21. Podcast-Folge: Mit Podcast-Warnung und einer gestohlenen Geschichte

Der Literatur-Cafe-PodcastUnser monatliches literarisches Radioprogramm im MP3-Format können Sie über die Links am Ende dieses Beitrags herunterladen oder sofort anhören. Besser und komfortabler ist das Abo des Podcasts-Feed, z.B. mit Apple iTunes. Die Feed-Links finden Sie rechts am Rand.

Die 21. Folge wird wieder moderiert von Kerstin Schlüter und Wolfgang Tischer.

Die Themen: (mit Zeitangabe im Podcast und Links)

  1. Intro: Bei Kafka habe ich abgebrochen (00:00)
  2. Lyrik von Fee: Zeitschleuse (02:15)
  3. Literarische Podcast-Kritik: Schundroman und Schund-Podcast (03:25)
  4. Text zum Hören und Freuen: Instant Gratification (08:45)
  5. Veranstaltungstipp: Das Literatur-Café auf dem 2. Deutschen Podcast-Kongress (13:49)
  6. Literarisches-Filmquiz: Der neue literarische Filmschnipsel (15:05)
  7. Antje Bruns liest Fräulein Else – Teil 2 (16:09)

Beitrag vom 4. Oktober 2006 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2006, Podcast

Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren – Buchmesse-Podcast 2006

Wolf Hass ist vor allen Dingen durch seine Romane mit Kommissar Brenner bekannt geworden. Jetzt hat er eine Liebesgeschichte geschrieben. Obwohl so ganz stimmt das nicht, denn den Roman gibt es eigentlich gar nicht. Stattdessen unterhält sich Wolf Haas in seinem Buch mit der Reporterin der “Literaturbeilage” über den Roman. Ein konsequenter Schritt, so Haas im Interview, denn wenn in den Zeitungen sowieso schon alles von der Handlung verraten wird, dann kann man das mühsame Schreiben des Romans gleich überspringen. “Das Wetter vor 15 Jahren” ist ein unbedingter Lesetipp des Literatur-Cafés. Haas, der schon in seinen Brenner-Romanen alles andere als einen konventionellen Schreibstil hatte, schafft es auch mit seinem neuen Buch, den Leser zu überraschen.

Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren. Gebundene Ausgabe. September 2006. Hoffmann und Campe. ISBN 3-455-40004-3. EUR 18,95 (Bestellen bei Amazon.de)

Beitrag vom 27. Mai 2006 | Rubrik: Notizen

Vortrag: Podcasting für Verlage und Autoren

In anderen Städten gibt es ihn schon längst, am 29. Mai 2006 fand er nun zum ersten Mal auch in Stuttgart im Literaturhaus statt: Der Web-Montag. Der Web-Montag ist ein offener Vortragsabend zu aktuellen Internet-Themen.

Wolfgang Tischer, der Gründer und Herausgeber des Literatur-Cafés, sprach über das Thema »Podcasting als Marketing-Instrument (nicht nur) für Verlage und Autoren« und berichtete von den Erfahrungen mit dem Podcast des Literatur-Cafés (ausgezeichnet mit dem 1. Deutschen Podcast Award), dem Podcast »Gedichte aus dem Garten der Poesie« (eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Taschenbuch Verlag, München) und dem Podcast von BoD (Books on Demand) berichten, der Anfang Juni starten wird und der für BoD vom Literatur-Café produziert wird.

Download des Vortrags: Für diejenigen, die nicht im Stuttgarter Literaturhaus dabei sein konnten, stellen wir hier die Folien des Vortrags als PDF-Datei (901 kByte) und den Audio-Mitschnitt als MP3-Datei (9,0 MByte) als Downloads zur Verfügung.

Beitrag vom 21. Oktober 2005 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2005, Podcast

Buchmesse-Podcast 2005: Interview mit Kirsten Fuchs

Kirsten Fuchs ist in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Buchmesse in Frankfurt. Dafür aber gleich mit dem ersten eigenen Buch. Bei Rowohlt. Hardcover mit farblich passendem Lesebändchen. Kirsten Fuchs berichtet von ihrem neuen Leben als Autorin und was man da so alles trainieren muss.

Kirsten Fuchs: Die Titanic und Herr Berg. Taschenbuch. 2007. rororo. ISBN/EAN: 9783499240843. EUR 8,90
Kirsten Fuchs: Die Titanic und Herr Berg. Gebundene Ausgabe. 2005. Rowohlt, Berlin. ISBN/EAN: 9783871345319. EUR 18,90

Die im Interview erwähnten Lesungen von Kirsten Fuchs an ungewöhnlichen Orten gibt es zum Download im Rowohlt-Mediablog. Dort gibt es auch ein Video-Interview mit ihr von der Buchmesse.

Viel Spaß beim Hören!

Beitrag vom 17. August 2005 | Rubrik: Notizen

Kirsten Fuchs Kritik in Zweitverwertung

Mit einer neuen und zeigemäßen Aktion wirbt der Rowohlt Verlag für das erste Buch der Autorin Kirsten Fuchs (Jahrgang 1977) "Die Titanic und Herr Berg", das am 23. September erscheinen wird. Bereits seit Anfang August gibt es jeden Montag im Audibleblog kostenlos einen akustischen Appetithappen, gelesen von der Autorin.

Über diese Aktion haben wir bereits in der fünften Sendung unseres Podcast berichtet. Die Sendung kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

Der Herausgeber des Literatur-Cafés Wolfgang Tischer hat zudem im Audibleblog eine ausführliche Anmerkung zur Aktion und eine Kritik zum Buch geschrieben, die wir auch hier gerne nochmals veröffentlichen. Das Buch selbst kann bereits bei Amazon vorbestellt werden.

Die Kritik zu Buch und Aktion

Kompliment zu dieser gelungenen Marketing-Aktion! Es ist ermutigend, dass sich die großen Verlage dem Thema Podcast nicht verschließen und die Möglichkeiten nutzen. Die akustischen Appetithäppchen sind sicher eine sehr gute Werbung für das Buch.

Dadurch, dass die Lesungen "in freier Wildbahn" aufgenommen sind, gewinnen sie zusätzlich. Es passt sehr gut, dass sie aus der Reinraumatmosphäre eines Studios herausgenommen sind. Gerade die Nebengeräusche und die "Live"-Stimmung klingen akustisch wohltuend anders als die üblichen Hörbücher.

Der Lesestil der Autorin ist sicherlich gewöhnungsbedürftig. Mann muss erst reinhören, konzentriert zuhören, um kein Wort zu verpassen. Eine Lesung wie Maschinengewehrsalven. Aber der Stil hat seinen Reiz, wenngleich er auch sehr unpersönlich ist.

Wenn man den Text anschließend liest (der Redaktion des Literatur-Cafés liegt dankenswerterweise bereits ein Leseexemplar des Romans vor), dann "hört" man förmlich diesen Klang.

Schlecht kommt in der Audiofassung zunächst die sprachliche Trennung der Protagonisten rüber, die allerdings auch textlich nicht sonderlich hoch ist und formell im Buch typografisch gelöst wurde, weil man hier anscheinend die fehlende sprachliche Differenzierung im Verlag erkannt hat. In der Audiofassung ist nicht immer sofort klar, welche der beiden Personen "spricht". Hier wären zwei Leser/Sprecher sicherlich hilfreich gewesen.

Von der textlichen Qualität des Werkes sind einige Kommentare hier [im Audibleblog] sicherlich zu euphorisch. Es ist ein netter, kurzweiliger Roman. Eigentlich eine unterhaltsame Urlaubslektüre (die jedoch erst im Herbst erscheint). Dennoch sind manche Sätze zu bemüht, zu konstruiert, manche Pointen nicht mehr als schlechte Kalauer, was den Gesamteindruck etwas trübt. Witz und sprachliche Originalität auf Teufel komm’ raus, was nicht immer zum Erfolg führt. Und letztendlich – aber das muss ja nicht als schlecht bewertet werden – setzt der Roman natürlich auf die immer erfolgreiche Formel "Sex sells!". Und sowas von einer Frau geschrieben, macht das Werk natürlich für Frauen und Männer interessant.

Kirsten Fuchs: Die Titanic und Herr Berg. Taschenbuch. 2007. rororo. ISBN/EAN: 9783499240843. EUR 8,90
Kirsten Fuchs: Die Titanic und Herr Berg. Gebundene Ausgabe. 2005. Rowohlt, Berlin. ISBN/EAN: 9783871345319. EUR 18,90

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