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Stichwort: Plagiat

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Plagiat« versehen wurden.

Beitrag vom 24. Januar 2017 | Rubrik: Self-Publishing

Live im Stream: Rainer Dresen gibt Rechtstipps für Self-Publisher

Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House, auf der Bühne in Leipzig

Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House

Rechtsanwalt Rainer Dresen ist der Justiziar der Random House Verlagsgruppe und vertritt die juristischen Interessen von über 40 Verlagen. Auf Einladung des literaturcafe.de hat er auf der Leipziger Buchmesse bereits zweimal von den juristischen Fallstricken bei der Buchveröffentlichung berichtet.

Auf Einladung des zu Random House gehörenden Self-Publishing-Anbieters Twentysix gab Dresen am 25. Januar 2017 in einem Livestream Rechtstipps für Self-Publisher. Die Zuschauer konnten zudem direkt Fragen stellen. Die Aufzeichnung ist weiterhin online.

Beitrag vom 24. März 2016 | Rubrik: Leipziger Buchmesse 2016, Schreiben

Rainer Dresen: Juristische Fallstricke bei der Buchveröffentlichung – Ausgabe 2016

Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House, auf der Bühne in Leipzig

Rainer Dresen, Rechtsanwalt und Leiter der Rechtsabteilung bei Random House, auf der Bühne in Leipzig

Rainer Dresen leitet die Rechtsabteilung der Random House Verlagsgruppe. Bereits vor drei Jahren hat der Rechtsanwalt anhand vieler Praxisbeispiele aufgezeigt, wo es bei einer Buchveröffentlichung Probleme geben könnte.

Zitate, Plagiate, ähnliche Cover und Titelschutz: Auch 2016 hat Rainer Dresen wieder interessante Beispiele mitgebracht, die für Verleger, Autoren und Self-Publisher gleichermaßen interessant sind.

Beitrag vom 5. April 2013 | Rubrik: Buchmesse Leipzig 2013, Buchmesse-Podcast Leipzig 2013, E-Books, Podcast, Self-Publishing

Expertentipps: Juristische Fallstricke bei der Buchveröffentlichung

Rainer Dresen, Justitiar bei Random HouseEgal ob Verlag oder Selfpublisher: Wer ein Buch veröffentlicht, muss sich an gewisse Spielregeln und Gesetze halten. Ansonsten drohen Abmahnung oder einstweilige Verfügung, und es wird teuer.

Als Selbstverleger muss man all das selbst im Blick haben, Verlage beschäftigen ganze Abteilungen, die Manuskripte auf eventuelle juristische Probleme überprüfen.

Rainer Dresen ist Justiziar der Random House Verlagsgruppe (Bertelsmann) und leitet die dortige Rechtsabteilung. In einem Gespräch auf der Leipziger Buchmesse schildert er seinen Arbeitsalltag und gibt Tipps, worauf man als Autor achten sollte.

Er räumt unter anderem mit falschen Regeln beim Zitieren auf und erläutert, wie man den Titel seines Werkes schützt.

Beitrag vom 1. Dezember 2012 | Rubrik: Literarisches Leben, Self-Publishing

Kommentar: Plagiatsvorwürfe gegen Martina Gerckes »Holunderküsschen«

Martina Gercke liest aus »Holunderküsschen«Die deutsche Selfpublisher-Szene scheint ihren Skandal zu haben, der obendrein noch alle Vorurteile über Selbstverleger zu bestätigen scheint.

Martina Gercke soll sich für ihren Bestseller »Holunderküsschen« bei mehreren anderen Büchern bedient haben, so lautet der Vorwurf. Die Beweislage scheint erdrückend. Buchmarkt stellt Textstellen aus Gerckes Roman Ausschnitten aus Sophie Kinsellas »Sag’s nicht weiter, Liebling« (Goldmann Verlag) gegenüber.

»Was meinst du dazu?«, werde ich aktuell gefragt, nachdem ich im Sommer mit Martina Gercke über ihren Erfolg gesprochen habe. Aber was soll man sagen?

Beitrag vom 16. Februar 2011 | Rubrik: Notizen

Ein Jahr nach Hegemann: Hat auch Guttenberg abgeschrieben?

Haare von Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg (Quelle: Wikipedia)

Foto: Wikipedia / Gel: unbekannt

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, dass Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg Teile seiner Doktorarbeit offenbar von anderen Quellen übernommen habe, ohne in den Fußnoten darauf hinzuweisen. Die Süddeutsche spricht von »eklatanten Lücken«. Die betreffenden Stellen seien »teilweise über eine Seite lang«.

Der SPIEGEL zitiert Guttenberg mit den Worten: »Ich … würde dies bei einer Neuauflage berücksichtigen«.

Berichte von geklauten Textpassagen und angeblich vergessene Quellenangaben, die in einer Neuauflage nachgereicht werden? Das erinnert fatal an Helene Hegemann, der vor genau einem Jahr nachgewiesen wurde, dass sie Textpassagen aus einem anderen Buch geklaut hatte.

Beitrag vom 21. März 2010 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Preis der Leipziger Buchmesse: Georg Klein ist der Kompromiss, den man statt des Skandals eingegangen ist

Helene Hegemann nach der Preisverleihung (Foto: Wolfgang Tischer)

Helene Hegemann nach der Preisverleihung (Foto: Wolfgang Tischer)

Georg Klein erhielt in dieser Woche für seinen »Roman einer Kindheit« den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 in der Kategorie Belletristik. Eine fast schon nebensächliche Tatsache, denn die einzig spannende Frage bei der Preisverleihung am Messemittwoch war: Wird die Jury den Mut und das Stehvermögen haben und Helene Hegemann den Preis zusprechen?

Doch dazu war die Jury dann doch zu feige – ein Glück für die Autorin.

Die Wellen schlugen vor einigen Wochen hoch, als sich herausstellte, dass Helene Hegemann in ihrem zuvor vom Feuilleton hochgelobten und hoch gelobten Werk »Axolotl Roadkill« Passagen aus Büchern und Liedtexten übernommen und diese Quellen verschwiegen hatte. Der Ullstein Verlag reichte daraufhin eine sechsseitige Liste der Quellen nach (PDF-Datei, 66 kByte), die ab der vierten Auflage des Buches enthalten ist. Doch niemand weiß, ob diese Liste vollständig ist.

Beitrag vom 11. Februar 2010 | Rubrik: Literarisches Leben

374 Schriftsteller erklären öffentlich: »Wir haben abgeschrieben!«

374 Schriftsteller bekenen im neuen Stern: "Wir haben abgeschrieben"

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Eine Satire – Es ist der schrecklichste Literaturbetrug in Deutschland seit den Hitler-Tagebüchern von Konrad Kujau: Die junge, gut aussehende und intelligente Autorin Helene Hegemann hat Teile ihres Romans »Axolotl Roadkill« von einem anderen völlig unbedeutenden Autor abgeschrieben (siehe Kommentar hier) und aus dem Internet zusammenkopiert.

Während deutsche Blogger dies als unhaltbar bezeichnen und von der Politik eine Verschärfung des Urheberrechts fordern, reagiert das deutsche Feuilleton mit einem entsetzten Aufschrei: Abschreiben muss Literatur bleiben!

Bedeutende und wichtige deutsche Werke wie »Faust«, die »Buddenbrooks« oder »Nichts als die Wahrheit« wären ohne die »moderne Form der webbasierten Intertextualität« (FAZ) nicht möglich gewesen. Gerade jungen Menschen muss es in der heutigen Zeit erlaubt sein, dass sie Texte von anderen Stellen ungefragt zusammenklauben und unter eigenem Namen veröffentlichen dürfen. »Copy-and-Paste-Literatur hat endlich einen Preis verdient«, sagt daher auch die Jury des Preises der Leipziger Buchmesse konsequent und hat das Hegemannsche Werk heute völlig zu Recht für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

Jetzt stellen sich 374 deutschsprachige Autoren hinter Helene Hegemann und bekennen in der kommenden Ausgabe des Magazins Stern: »Wir haben abgeschrieben!«.

literaturcafe.de ist es durch unsere guten Beziehungen zur Kulturredaktion der Zeitschrift und etwas Einschleimen beim Verlag gelungen, dass wir das geplante Titelbild hier vorab und exklusiv zeigen dürfen.

Beitrag vom 9. Februar 2010 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Plagiatsfall Hegemann: Das Feuilleton findet Abschreiben ohne Quellenangabe voll OK

Axolotl Roadkill und STROBOEin Kommentar von Wolfgang Tischer – Bis gestern Abend kannte ich die Autorin Helene Hegemann und ihren Roman »Axolotl Roadkill« nicht. Allein mit diesem Satz oute ich mich als jemand, der die Kulturteile der deutschen Zeitungen nicht (mehr) liest. Ich erinnere mich rückblickend, irgendwo – war es im SPIEGEL? war es im Stern? – beim schnellen Durchblättern ein oder zwei Berichte über eine minderjährige, langhaarige, nicht gerade hässliche Autorin gesehen zu haben. Bessere Homestorys, die mich nicht interessieren, da ich den Automatismus von Verlagsmarketing und Journalisten kenne: Der Verlag bedient mit einem autobiografisch anmutenden Roman die Erwartungen der Presse – und beißt eines der großen Magazine oder Zeitungen an, dann wollen sie sie alle.

So wurde offenbar Helene Hegemann Roman hochgeschrieben, weil eine minderjährige Autorin darin über Drogen und Geschlechtsverkehr mit eindeutigen Worten schreibt, von denen sich die über 30-Jährigen vorstellen, dass das das wahre Leben der Jugend sei, und der fast 50-jährige Maxim Biller warnt kokett in der FAZ in einer lobenden Besprechung die über 30-Jährigen vor der Lektüre. Landauf landab jubeln die Feuilletons.

Doch dann kommt einer dieser bösen »Blogger« (abfällig zu betonen) aus dem »Internet« (mit Ekel in der Stimme vorzutragen) und zeigt, dass die Autorin viele Passagen ihres Werkes einfach abgekupfert hat. Vorbei ist der Kindergeburtstag.

Beitrag vom 28. Februar 2008 | Rubrik: Literarisches Leben

Wie sich Eichborn-Autor Frank Müller ein Buch zusammenkopierte

Nicht vermisst, sondern rasch gefunden: Autor Müller hat die Texte seines Buches ohne Quellenangabe zusammenkopiert.Lesenswert und ein erschreckendes Beispiel dafür, wie sorglos ein namhafter Verlag mit Plagiaten umgeht, ist dieser Weblog-Eintrag des Druckers Martin Z. Schröder. Der bekam nämlich vom Eichborn-Verlag ein Rezensionsexemplar des Buches »ß. Ein Buchstabe wird vermisst« des Autors Frank Müller zugeschickt. Schröder glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Passagen des Buches waren aus einem Artikel abgeschrieben, den Schröder ein Dreivierteljahr zuvor für die Süddeutsche Zeitung geschrieben hatte. Eine Quellenangabe fehlte.

Schröder recherchiert und stellt fest, dass weitere Passagen des Buches ebenfalls ohne Quellenangabe aus der Fachzeitschrift SIGNA entnommen waren. Schröder macht die Sache öffentlich und berichtet von diesem dreisten Textdiebstahl in seinem Weblog. Nun erhält Schröder eine eMail des Autors Frank Müller, in der dieser die fehlenden Quellenangaben mit »technischen Versehen« und »Zeitdruck« begründet.

Doch Kommentatoren in Schröders Blog legen nach: Es wird offenbar, dass Müller Texte des Buches aus der Wikipedia und aus anderen Quellen entnommen hat. Auch Rechtschreibreform-Gegner Theodor Ickler meldet, dass weitere Passagen des Buches ohne Quellenangabe aus seinem Werk »Falsch ist richtig« stammen.