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Stichwort: Oper

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Oper« versehen wurden.

Beitrag vom 12. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Nach Elke Heidenreich jetzt auch Börsenblatt des Deutschen Buchhandels von Zuschussverlag instrumentalisiert [Nachtrag]

Bericht auf boersenblatt.netDie kurze Meldung, die das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels am vergangene Freitag in seiner Online-Ausgabe boersenblatt.net in der Rubrik »Hintergrund Recht & Gesetz« verbreitet, klingt edel und gutmütig. Dort ist zu lesen:

»Nachdem bekannt wurde, dass die ‘FAZ’ die Rechte an Texten von Elke Heidenreich gegen Ihren Willen veräußert hat, hat sich die Deutsche Literaturgesellschaft dazu entschlossen, das Buch “Bücher könnte ich lassen, Oper nie!” freiwillig vom Markt zu nehmen.«

Das klingt wahrlich nobel von dieser Deutschen Literaturgesellschaft. Dort arbeiten offenbar noch Menschen mit Anstand. Allen voran deren Geschäfsführer Jörgen Ellenrieder, der laut Börsenblatt verkündet: »Es ist nicht in unserem Interesse, gegen den Willen unserer Autoren zu publizieren. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass die ‘FAZ’ ohne Rücksprache mit Elke Heidenreich und gegen ihren Willen die Rechte an uns vermittelt hat.«

Mit dem Satz »Die Rechte wurden von der ‘FAZ’ lizenziert, wie Verlagsrechte aller großen Verlage weltweit üblicherweise gehandelt werden« endet die kurze Meldung des Börsenblattes. Quelle des Textfragmentes: Die Pressemitteilung der Deutschen Literaturgesellschaft, deren Anfang das Börsenblatt ohne jeglichen journalistischen Ehrgeiz 1:1 übernommen hat und das so den wahren Hintergrund der Deutschen Literaturgesellschaft verschweigt.

Nach Elke Heidenreich ist nun also auch das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels ein Opfer der »Werbemaßnahmen« eines Zuschussverlages geworden.

Beitrag vom 24. Juni 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Elke Heidenreich: »Ich bin über die Machenschaften der Deutschen Literaturgesellschaft empört«

Das Buch bei dem Elke Heidenreich angeblich als Herausgeberin auftritt, ist nun erhältlichOhne ihr Wissen veröffentlichte ein Zuschussverlag Texte von Elke Heidenreich in einem Buch, platzierte ein Foto von ihr formatfüllend auf dem Cover und machte sie zur Herausgeberin des schmalen Bändchens (wir berichteten).

Nun erreichte uns dazu eine Stellungnahme von Elke Heidenreich.

Sie schreibt uns:

»Ich bin über die Machenschaften der sogenannten Deutschen Literaturgesellschaft empört und habe damit nichts zu tun. Im Gegenteil, die Opfer solcher Zuschussverlage beklagen sich oft bei mir, dass sie sich betrogen fühlen.

Meine Verlage, werden juristische Schritte einleiten und prüfen, wie man gegen die Verwendung meines Photos und meiner Texte vorgehen kann.«

Wie es zu dieser merkwürdigen Buchveröffentlichung im Namen Elke Heidenreichs kommen konnte, das erläutern wir Ihnen in diesem Bericht »

Beitrag vom 24. Juni 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Weniger illegal als erwartet: Texte von Elke Heidenreich erscheinen bei einem Zuschussverlag

Das Buch bei dem Elke Heidenreich angeblich als Herausgeberin auftritt, ist nun erhältlichUnlängst hatten wir berichtet, wie ein Zuschussverlag Elke Heidenreich ungefragt zur Herausgeberin eines seiner Bücher machte. Mit dem Namen der bekannten Buchkritikerin sollen offenbar zahlungswillige Buchautoren von der Seriosität des Verlages mit dem wohlklingenden Namen »Deutsche Literaturgesellschaft« überzeugt werden.

Unglaubliches ist passiert: Wir haben das Werk bei einer Online-Buchhandlung bestellt – und es liegt nun tatsächlich auf dem Redaktionsschreibtisch! Physikalisch zumindest ist es also keine Luftnummer.

Veröffentlicht Frau Heidenreich also doch Texte bei einem Zuschussverlag, der sich schon mal vom Autor eine Publikation für knapp 10.000,00 Euro bezahlen lässt und für bis zu drei Gedichte knapp 800,00 Euro an Autorenzuschuss verlangt?

Beitrag vom 18. April 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Dreist: Zuschussverlag macht Elke Heidenreich ungefragt zur Herausgeberin eines seiner Bücher [Nachtrag]

Screenshot: Deutsche LiteraturgesellschaftEinige Zuschussverlage, bei denen Autoren für eine Veröffentlichung zahlen, sind für ihre einschlägigen Methoden und ihr rigoroses Vorgehen gegen Kritiker berüchtigt. Um zahlungswillige Kunden zu ködern, wird dort oft mit wohlklingenden Autorennamen à la Schiller und Goethe geworben, die sich dagegen nicht mehr wehren können.

Umso mehr erstaunt es, dass ein Zuschussverlag mit der hochtrabenden Bezeichnung »Deutsche Literaturgesellschaft« mit dem Namen und dem Konterfei Elke Heidenreichs wirbt. Für Mai 2009 ist auf der Website des Verlages ein neuer Titel angekündigt, bei dem Elke Heidenreich scheinbar als Mitherausgeberin fungiert. Groß ist ihr Gesicht auf dem Cover abgebildet. »Bücher könnte ich lassen, Oper nie!« lautet der Titel (siehe Screenshot).

Wir haben bei Elke Heidenreich nachgefragt. Eindeutige und unmissverständliche Antwort: Elke Heidenreich kennt weder den Verlag noch das Buch. Sie würde auch nie bei »so« einem Verlag veröffentlichen.