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Stichwort: meinungsfreiheit

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »meinungsfreiheit« versehen wurden.

Beitrag vom 2. November 2015 | Rubrik: Literarisches Leben

Akif Pirinçci und die dunkle Seite der Buchhandelsmacht

Felidae nicht lieferbar

Über Akif Pirinçci wollte ich nichts schreiben. Und ich will es auch jetzt nicht. Es gibt unsympathische Menschen, deren Ansichten und Aussagen so unappetitlich sind, dass nur die Nichtbeachtung die einzig angemessene Reaktion ist.

Doch dann reagierten sein Verlag Random House und die Buchgroßhändler mit einer Art Verbannung des bekannten Katzenkrimi-Autors.

Gutmenschentum und die durch das Internet geförderte Empörungskultur werden plötzlich zur Bedrohung für Demokratie und freie Rede.

Beitrag vom 9. Januar 2015 | Rubrik: Notizen

Zwischenruf von David Gray: Je suis #ganzargbetroffen

Je suis #ganzargbetroffen

Na klar, wir sind alle Charlie. Wir teilen das Bildchen, nutzen fleißig den dazugehörigen Hashtag und modeln ganz schnell und betroffen unsere Facebook-, Twitter-, GogglePlus-, Pinterest-, WhatsApp- und Was-weiß-ich-nicht-sonst-noch-für-Profilbildchen um.

Wir zeigen Solidarität.

So einfach ist das.

Und so wichtig ist es auch.

Bis die nächste Katastrophe kommt, oder irgendwer mit Internetstreetcredit es für cool erklärt, sich statt Icebucket- eben mal Hotwaterchallenges zu unterwerfen.

Beitrag vom 4. März 2013 | Rubrik: Literarisches Leben

Hilflos-handlungsunfähige Götter – oder vom »Recht, beleidigt zu sein«

Qutb-Minar: Figuren in einer Moschee

Figuren in einer Moschee

Politische Korrektheit und das Recht, beleidigt zu sein, das sind zweierlei Dinge – und doch nicht.

Wenn Politiker Sachverhalte nicht ändern können, ändern sie die Bezeichnung: Aus Mülldeponie wurde Entsorgungspark oder Entsorgungsanlage, denn das klingt doch gleich viel freundlicher! Die GEZ heißt jetzt offiziell nicht mehr GEZ, sondern Beitragsservice, obwohl sie nach wie vor Gebühren einzieht. Aus Sonderschulen wurden Förderschulen, grad so, als seien die Schüler der Sonderschulen nicht besonders gefördert worden, aus Putzfrau wurde Raumpflegerin, und wer mit »Personen aus bildungsfernen Schichten mit Migrationshintergrund und mobilem Lebenswandel« gemeint ist, darf sich jeder selbst ausgrübeln.

Beitrag vom 17. Mai 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

Zuschussverlag verliert Gerichtsstreit gegen Wikipedia und muss kritische Äußerungen hinnehmen

Urteil im Namen des VolkesWie heise online und die Wiener Zeitung berichten, klagte die Frankfurter Verlagsgruppe gegen den Verein Wikimedia Deutschland, da sie sich in einem Wikipedia-Eintrag über das Unternehmen verunglimpft sah. Wie in der 20-seitigen Urteilsbegründung nachzulesen ist (PDF-Download/1,2 MByte), ging es u. a. um Einträge und Aussagen zur Verlagsgruppe wie

»… sie wähle bewusst wohlklingende Namen und Bezeichnungen von ähnlich renommierten Verlagen und Vereinigungen, um so potenzielle Autoren zu täuschen. …«

und

»… Da man hierbei nicht von einem Verlag im eigentlichen Sinne sprechen kann, bezeichnen sich die Unternehmen selbst als Dienstleisterverlage…«

sowie weiterer vier im Artikel gemachter Aussagen, die sich zum Teil auch auf einen kritischen Beitrag der ZDF-Sendung WISO bezogen bzw. diesen als Quelle anführten.

heise online schreibt: »Alle sechs beanstandeten Passagen sind nach Überzeugung des Gerichts hinzunehmen, da es sich zumeist um wahre Tatsachenbehauptungen oder zulässige Meinungsäußerungen handelt«.

Beitrag vom 16. April 2008 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

»Für Meinungsfreiheit« – Autorenverbände wollen sich von Verlagsgruppe nicht einschüchtern lassen

Ausschnitt aus der Presseinfo des VSEigentlich ist es noch gar nicht offiziell: Am 23. April 2008, dem Welttag des Buches, planen nahezu alle namhaften Autorenverbände aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit einer gemeinsamen Erklärung an die Öffentlichkeit zu treten. Es ist vorgesehen, dass sich die Autorenvertretungen in dieser sogenannten »Fairlag-Erklärung« für einen fairen Umgang zwischen Verlagen und Autoren aussprechen. Hierzu gehöre es nach Meinung der Autorenverbände auch, dass ein Autor für eine Veröffentlichung vom Verlag Geld bekommt – und nicht umgekehrt. Die geplante Erklärung blickt daher kritisch auf die sogenannten Zuschussverlage, wobei sie dieses Geschäftsmodell jedoch nicht mit Bausch und Bogen verdammt. Vielmehr soll sich die Erklärung gegen die schwarzen Schafe der Branche richten, die nach Meinung der Autorenverbände mit den Autoren alles andere als fair umgehen und ihnen offenbar Versprechungen über Erfolge und Verkaufspotenziale machen, die nicht immer der Wirklichkeit entsprächen. Unerfahrene Autoren laufen hier Gefahr, durch Unwissen und Naivität eine mögliche Karriere durch eine Veröffentlichung in einem Zuschussverlag mit weniger gutem Ruf zu verbauen.

Noch ist der Text der Erklärung in der internen Diskussion, doch ist ein Entwurf offenbar im Vorfeld der »Frankfurter Verlagsgruppe Holding AG August von Goethe« zugespielt worden. Diese lässt nun die Muskeln spielen und versucht, die Autorenverbände einzuschüchtern und droht ihnen über einen Rechtsanwalt per Fax mit juristischen Schritten, falls diese die Erklärung unterzeichnen.

Beitrag vom 31. August 2006 | Rubrik: Notizen, Zuschussverlage

Autorenhaus Verlag gewinnt Prozess gegen Zuschussverlag

Obwohl es schon letzte Woche passiert ist, sei es hier aus Dokumentarspflichten nachgetragen: Der Autorenhaus Verlag hat erneut einen Prozess gegen einen Zuschussverlag gewonnen. Das ist erfreulich. “Für Meinungs- und Kunstfreiheit” titel der Autorenhaus Verlag in seinem Autoren-Magazin. Dort ist nochmal der ganze Sachverhalt aus Sicht des Verlags nachzulesen.