Von Xander Morus – Wir sollten anfangen, die Sache ernst zu nehmen. Gemeinsam mit anderen Autoren habe ich gesammelt, was uns in den letzten Monaten extrem negativ aufgefallen ist: was nicht sein muss, wo der Leser verarscht wird, wo ein Goldgräber den Ruf aller Selfpublisher beschädigt, wo Dollarzeichen in den Augen den Blick auf die Moral und die Qualität trüben – im Prinzip all das, was schäbig ist und nur uns allen schadet.
Es wird niemand beim Namen genannt, sollten Sie sich angesprochen fühlen, dann wird es seinen Grund haben.
Xander Morus gehört nicht zu den Selfpublishern, die ganz oben in Amazons Kindle-Bestsellerliste stehen. Und dennoch verkauft er seine selbstverlegten E-Books stetig und mit Erfolg. Von seinen Erfahrungen hat Xander Morus in diesem Jahr in zwei Beiträgen für das literaturcafe.de berichtet, die auf großes Interesse stießen.
Kurz vor Jahresende wirft der Autor von Horrorgeschichten und Thrillern einen ganz persönlichen Blick auf die Selfpublishing-Szene und wie der Kampf der Selbstverleger um die begehrten Bestsellerränge immer härter wird.
Xander Morus schreibt Horror-Geschichten und veröffentlicht diese seit geraumer Zeit bei Amazon als Kindle E-Book. Im Mai 2012 hat er darüber im literaturcafe.de berichtet.
Was hat ihm dieser Artikel gebracht? Haben sich dadurch seine Bücher besser verkauft? Und wie sollte man als Selbstverleger mit dem Thema »Eigenwerbung« umgehen? Sollte man immer ehrlich bleiben oder gelegentlich zu Tricks in der Grauzone des Legalen greifen?
In diesem zweiten Artikel blickt Xander Morus unter anderem auf die Verkaufszahlen anderer und auf die eigenen.
Natürlich – oder leider? – war diese Meldung unser Aprilscherz: Um unbekannte Autoren zu fördern und die eBook-Verbreitung anzukurbeln, liegt ab heute allen gedruckten Rowohlt-Büchern ein Download-Gutschein für ein kostenloses eBook von unbekannten Autoren bei. Bestseller wie Wolfgang Herrndorfs »Tschik« werden mit Literaturneulingen gebündelt. »Literaturlinks« nennt Rowohlt diese Aktion.
Wir haben uns mit der liebevollen Gutscheingestaltung und den Verlinkungen angestrengt, sodass heute selbst im Hause Rowohlt Verwirrung herrschte, ob die Aktion nicht doch echt sei.
Die 26-jährige Autorin Amanda Hocking aus Austin, Minnesota, gilt als Paradebeispiel für die neuen Autoren, die in Eigenregie und ohne Verlag mit eBook-Verkäufen Millionen verdienen. Ihre Erfolgsgeschichte wanderte in den letzten Tagen durch die internationalen Medien.
Hocking schreibt Vampir-Romane und veröffentlicht und verkauft sie selbst über eBook-Portale für Amazons Kindle, Apples iBooks und andere. In nur zehn Monaten sei sie so Millionärin geworden, berichtet in Deutschland auch SPIEGEL Online. Und das, obwohl – oder weil – ihre Bücher teilweise nur 49 Cent kosten.
Müssen jetzt die Verlage zittern? Kann sich jeder mit dem Schreiben von eBooks eine Yacht an der Côte d’Azur leisten?
Nein, schreibt Amanda Hocking nun in einem lesenswerten und ehrlichen Blogbeitrag. Erfolg sei im Literaturbereich nicht planbar und Verlage brauchen keineswegs vor Selbstverlegern zittern.
Immer wieder widmen wir uns im Buchmesse-Podcast der Frage, was man als Autor tun muss und tun kann, um sein Buch bekannt zu machen. Dieser Frage müssen sich besonders Autorinnen und Autoren stellen, die ihr Buch bei einem Print-on-Demand-Dienstleister wie BoD veröffentlicht haben. Doch auch in großen Verlagen wird ein engagierter Autor gern gesehen. Birgit Olzem berät Autorinnen und Autoren auf diesem Gebiet und schult speziell das Content-Management-System WordPress.
Doch zunächst hat sie sich einen Traum erfüllt und bei BoD ein Buch veröffentlicht zu einem ganz anderen Thema , das sie sehr beschäftigt: »Ich bin ich und kein anderer!« ist ein Selbsthilfebuch, und Birgit Olzem berichtet in dieser Podcast-Folge, wie sie das Buch und sich im Netz platziert, um den Verkauf anzukurbeln.
Zahlreiche Blogger und Website-Betreiber fanden in der letzten Woche eine merkwürdige Postsendung im Briefkasten: Auf dem Umschlag stand kein Absender, stattdessen war ein Computer und ein Totenschädel abgebildet.
Im Umschlag selbst steckten ein Buch und ein Anschreiben. Titel des Werkes: »Das Buch ohne Staben«. Kenner des Horror- und Fantasy-Genres erkannten am Titel und der ähnlichen Covergestaltung, dass es sich offenbar um einen Nachfolgeband des erfolgreichen »Buch ohne Namen« handelt.
Doch ein Blick ins Werk zeigte, dass es leer ist, ein Blindbuch mit weißen Seiten!
Das beiliegende Schreiben, ein auf alt gemachtes Schreiben mit Feuchtigkeitsflecken, offenbarte den Absender eindeutig: oben rechts prangt das Logo des Bastei Lübbe Verlags.
Der Brief jedoch hat es in sich: Das Buch sei mit einer unsichtbaren Tinte gedruckt, denn würde man das entschlüsselte Werk lesen, so drohe der Tod.
Am Schluss waren 134 Leute auf der Teilnehmerliste des »Lovelybooks-Events« zu finden. Und tatsächlich war der große Saal des Münchner Literaturhauses am 5. Februar 2010 bis auf den letzten Platz gefüllt.
»Social Web: Der direkte Kontakt zum Leser« lautete der Titel der Veranstaltung. In erster Linie wollten die Lovelybooks-Betreiber Verlagen nahebringen, welche wichtige Rolle das Internet und speziell aktuelle Anwendungen wie der 140-Zeichen-Mitteilungsdienst Twitter und die Vernetzungsplattform Facebook spielen.
Die kostenfreie Veranstaltung stand auch Autoren, Buchhandlungen und »Nur-Lesern« offen, und den Organisatoren ist das fast Unmögliche gelungen: Die sonst bei solchen Tagungen enorm hohe Dichte an Beratern, selbst ernannten Experten und Dampfplauderern war hier nicht zu finden.
In Zusammenarbeit mit der Werkstätte Kunstberufe (Eine Kooperation von Verband Wiener Volksbildung und Universität Wien) findet vom 31. August bis zum 2. September 2007 in Wien ein dreitägiger Sommerworkshop mit dem Literatur-Café statt. Ein ganzes Wochenende lang widmen wir uns gemeinsam der Frage, wie Weblogs, Podcasts und all die anderen Dinge, die unter dem Schlagwort Web 2.0 zusammengefasst werden, für Kunst und Kultur und insbesondere für die Literatur eingesetzt werden können.
Nach einer Einführung am Freitagmittag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann die Möglichkeit, das Gehörte und Gesehene gleich in der Praxis umzusetzen, denn die Werkstätte Kunstberufe stellt für den Workshop Notebooks zu Verfügung. Melden Sie sich jetzt am besten gleich an!