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Stichwort: Marcel Reich-Ranicki

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Marcel Reich-Ranicki« versehen wurden.

Beitrag vom 12. Dezember 2015 | Rubrik: Literarisches Leben

Literarisches Quartett: Bov Bjerg führt zu einem Fehler in der Matrix

Maxim Biller (Foto: ZDF)

Maxim Biller (Foto: ZDF)

Für das Folgejahr waren noch weitere Sendungen angekündigt. Doch dann beerdigte das ZDF Ende Dezember seine neue Literatursendung. Grund: Erfolglosigkeit. Im Schnitt lag die Quote bei 4,1% und rund 0,88 Millionen Zuschauern. Das war vor genau fünf Jahren. Die Sendung hieß »Die Vorleser«.

Die zweite Folge der Neuauflage des Literarischen Quartetts im November hatte nur 0,76 Millionen Zuschauer, was einer Quote von 4,5% entsprach.

Am 11. Dezember 2015 gab es die dritte Folge, die wieder etwas mehr Zuschauer hatte. Diese erlebten am Beginn der Sendung einige verstörende Minuten.

Beitrag vom 8. November 2015 | Rubrik: Literarisches Leben

Literatur als Kasperletheater: Das beleidigte Quartett

Volker Weidermann im literarischen Quartett (Foto: ZDF)

Volker Weidermann im literarischen Quartett (Foto: ZDF)

Zum zweiten Mal fielen sich Menschen vor laufender Kamera gegenseitig ins Wort und erwähnen dabei Buchtitel. Mit Literatur oder gar Literaturkritik hat die Neuauflage von »Das Literarische Quartett« weiterhin wenig zu tun.

Wirkte die Premiere noch sehr gehetzt, so ist die Sendung bereits mit der zweiten Ausgabe zum Kasperletheater verkommen.

Beitrag vom 3. Oktober 2015 | Rubrik: Literarisches Leben

Das neue Literarische Quartett – Zack, zack, zack, zack!

Das Literariche Quartett 2015 (Bild: ZDF)

Das Literariche Quartett 2015 (Bild: ZDF)

»Konflikt! Konflikt! Konflikt!«, lautet in Schreibseminaren oft die Vorgabe, die ein Buch interessant und lesenswert macht. Diese Vorgabe scheint man offenbar auch den vier Diskutanten der Neuauflage des Literarischen Quartetts gegeben zu haben. »Sonst könnte es irre langweilig werden«, sagte Volker Weidermann. Eine knappe Dreiviertelstunde stritt man sich. Aber über was eigentlich?

Beitrag vom 4. Juni 2015 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Let’s Dance – and Write: Joachim Llambi übt Kritik

Buchcover: Joachim Llambi

Am Freitag (5. Juni 2015) ist das Finale der RTL-Tanzshow »Let’s Dance«. Joachim Llambi war als Juror bei allen 8 Staffeln dabei und gilt als harter Kritiker. Wie man Kritik übt, darüber hat er sogar ein Buch geschrieben: »Das wollte ich Ihnen schon immer mal sagen: Mut zur ehrlichen Kritik«.

Kann Llambis Kritik-Buch auch hilfreich für Literaturkritiker sein? Leider nur bedingt – und das liegt nicht daran, dass Llambi auch Krtik an Marcel Reich-Ranicki übt.

Beitrag vom 18. September 2013 | Rubrik: Literarisches Leben

Marcel Reich-Ranicki (1920 – 2013)

Marcel-Reich Ranicki

Ein Literaturkritiker, der etwas taugt, ist immer eine umstrittene Figur. Solange er wirkt und Einfluss ausübt, fällt es allen schwer, ihm gerecht zu werden. (…)

Und später? Dieselbe literarische Öffentlichkeit, die häufig die Macht des Lebenden überschätzt, vergisst schnell den Toten: Dem Kritiker flicht die Nachwelt keine Kränze.

Marcel Reich-Ranicki

Beitrag vom 8. Juni 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Zuschussverlage

»Ich habe auch schon gehört, dass einem Autor für sein Buch keine Kosten entstehen sollen.« [Nachtrag]

Werbung der Deutschen Literaturgesellschaft für eine angebliche Gedichtsammlung mit einem Vorwort von Marcel Reich-RanickiManchmal sind wir Don Quichotte. Wir kämpfen gegen Windmühlen und wiederholen wie Gebetsmühlen: Firmen, die von Autoren Geld verlangen, sind keine Verlage im eigentlichen Sinne – auch wenn sie sich selbst so nennen. Es sind im besten Falle Dienstleister, im schlechtesten Abzocker. Es ist nicht die Art von Verlagen, deren Werke man gemeinhin in den Buchhandlungen findet.

Es ist der Normalfall im Buchhandel, dass der Verlag das wirtschaftliche Risiko einer Veröffentlichung trägt und dem Autor ein Honorar zahlt. Nochmals deutlicher: Ein Autor erhält Geld vom Verlag, nicht umgekehrt. Wir schreiben es hier, hier, hier und an vielen anderen Stellen.

Doch dann wieder ein Windmühlenschlag ins Gesicht: In einem Kommentar zu einem Beitrag heißt es völlig ironiefrei und ernst: »Ich habe auch schon gehört, dass einem Autor für sein Buch keine Kosten entstehen sollen.«

Uns steht der Mund offen, denn wir ahnen, wie viel Potenzial für »literarische Abzocker« weiterhin besteht.

Beitrag vom 23. Oktober 2008 | Rubrik: Literarisches Leben

Ausgelesen und Aus für »lesen!«: ZDF feuert Elke Heidenreich

Kein 'lesen!' mehr im ZDFDeutschlands populärste Literatursendung wird es nicht mehr geben. Das ZDF hat die Zusammenarbeit mit Elke Heidenreich mit sofortiger Wirkung beendet. Selbst die bereits angekündigte »lesen!«-Sendung mit Studiogast Campino am 31. Oktober 2008 wird nicht mehr produziert.

ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut meint in einer Stellungnahme: »Mit ihren Äußerungen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung hat Frau Heidenreich die Ebene einer sachlichen Auseinandersetzung verlassen und das ZDF sowie einzelne seiner Mitarbeiter persönlich in nicht mehr hinzunehmender Weise öffentlich herabgesetzt. Das Vertrauensverhältnis zwischen dem ZDF und Frau Heidenreich wurde dadurch so nachhaltig zerstört, dass eine gedeihliche und sinnvolle Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist.«

Beitrag vom 12. Oktober 2008 | Rubrik: Literarisches Leben

Grrroßartig: Reich-Ranicki lehnt Deutschen Fernsehpreis ab und kritisiert »diesen Blödsinn«

Deutscher FernsehpreisDamit hatte niemand gerechnet: In der Selbstbeweihräucherungsgala »Deutscher Fernsehpreis«, in der sich Stars und Sternchen gegenseitig loben und nach Drehbuch Preise überreichen und sich freuen, wollte einer nicht mitspielen. Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki, dem der Preis für sein Lebenswerk überreicht werden sollte, lehnte diesen auf offener Bühne ab. Wie DWDL.de und andere Medien berichten, sagte Reich-Ranicki vor dem verdutzten Publikum: »Ich habe nicht gewusst, was mich hier erwartet. Ich finde es schlimm, dass ich das hier viele Stunden ertragen musste. Diesen Blödsinn, den wir hier zu sehen bekommen haben.«

Wie die Medien weiter berichten, ging Moderator Thomas Gottschalk offenbar sehr souverän mit der unerwarteten und für die Veranstalter peinlichen Situation um. Er bot Reich-Ranicki an, dass die Stifter des Deutschen Fernsehpreises ARD, ZDF, RTL und SAT.1 mit ihm eine eine einstündige Sendung produzieren, in der über die Qualität des Fernsehens diskutiert werde. Unter dieser Bedingung erklärte sich Reich-Ranicki nach der Aufzeichnung offenbar bereit, den Preis doch »symbolisch« anzunehmen. Der Literaturkritiker wurde nach seinem Auftritt offenbar recht gut gelaunt angetroffen.

Beitrag vom 30. Juni 2006 | Rubrik: Notizen

Sport und Literatur sind feindliche Brüder

Marcel Reich-Ranicki spricht in einem Interview mit der FAZ über die Gemeinsamkeiten und das Trennende von Sport und Literatur. Und natürlich geht es überwiegend auch um Fußball.

Wie auch immer, Sport und Literatur sind nahe Verwandte, die sich ähneln. Sie ähneln sich zu sehr, um sich aufrichtig lieben zu können. Es sind im Grunde feindliche Brüder. Beide appellieren auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Mitteln an dieselben Gefühle. Die fundamentalen Emotionen, mit denen sich die Literatur befaßt – Heldentum, Leidenschaft, Solidarität, Ruhmsucht -, dominieren auch in den Sportwettkämpfen, nur sind sie ungleich einfacher, oberflächlicher, direkter. Was die Literatur dem Leser bietet, kann man auch im Stadion finden, ohne Verschlüsselung, ohne Intellekt, ganz und gar unkompliziert.

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