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Interview: Das Geheimnis um Twitter-Lyrikerin @Nanuscha ist gelüftet

Nina Weber (Foto: Seashell Productions)

Nina Weber (Foto: Seashell Productions)

Am 21. März 2009 hatte sie sich bei Twitter unter dem Namen @Nanuscha angemeldet und nur einen einzigen Tweet verfasst. Es war ein Gedicht, das sie zum 1. Twitter-Lyrik-Wettbewerb einreichte. Sie schrieb genau 137 Zeichen: es ist kristallklar und still/ein Kreuz, ein Zaun,/die Spitzen pietätvoll zugeschneit/während Elstern/auf einem Hasen sitzen/und fressen

Das Werk überzeugte die Jury, die unter anderem feststellte: Ein im besten Sinne poetisches Werk, das nachwirkt, indem es beschreibt und nicht doziert. @Nanuscha gewann den 1. Twitter-Lyrik-Preis und somit auch einen iPod touch.

Doch @Nanuscha meldete sich nicht und blieb ein Phantom. Gerüchte um ihre Identität entstanden. Hatte sich jemand einen Spaß erlaubt? Doch wer würde freiwillig auf den iPod verzichten?

Und plötzlich, über ein Jahr später, meldete sich @Nanuscha erneut mit einem Tweet.

Ich habe gerade erst gesehen, dass ich den Twitter-Lyrikwettbewerb gewonnen habe … 2009. Ich war wohl zu sehr in meinem Roman vergraben, schreibt sie am 10 Juni 2010. Mittlerweile war bereits die Gewinnerin des 2. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs gekürt.

Es wird also Zeit, das Geheimnis aufzuklären. Wir haben uns mit @Nanuscha unterhalten, die im wahren Leben Nina Weber heißt. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Twitter-Lyrik-Preisträgerin Simone Kremsberger: »Je weniger dasteht, desto weniger lenkt ab«

Simone Kremsberger (Foto: Nadja Meister/Info-Media)

Simone Kremsberger (Foto: Nadja Meister/Info-Media)

Simone Kremsberger heißt die Gewinnerin des diesjährigen Twitter-Lyrik-Wettbewerbs von literaturcafe.de und BoD mit richtigem Namen. Sie twittert unter @SalonSimone.

Selbst der Jury des Wettbewerbs ist der Twitter-Name vor der Gewinn-Entscheidung nicht bekannt. Die Teilnehmer-Tweets sind in einer Excel-Tabelle gelistet, die Namen der Einsender ausgeblendet.

Da ist es spannend zu sehen, ob der Gewinner-Beitrag von einem bekannten oder unbekannten Twitterer kommt und was sie oder er sonst noch twittert und wohin ein etwaiger Link im Twitter-Profil führt.

Überraschung diesmal: Im Twitter-Profil @SalonSimone wird fast ausschließlich Lyrik getwittert.

Simon Kremsberger alias @SalonSimone kann sich nun über den gewonnenen iPod touch freuen. Wir wollten mehr über die Gewinnerin 2010 wissen und haben mit ihr gesprochen. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Gewinner-Beitrag des 2. Twitter-Lyrik-Wettbewerbs: Bestes Twitter-Gedicht kommt aus Österreich

Der 2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD ist beendet. Die Jury hat alle eingereichten Beiträge gesichtet und vergibt den Preis für das beste Twitter-Gedicht 2010 an @SalonSimone.

Gewinner Beitrag von @SalonSimone: An der Trauerweide rütteln / bis sie fröhlich wedelt, winkt / Auf dem Boot hoch, höher springen / bis es mit nach oben sinkt

Die ausführliche Jurybegründung und weitere Infos unter www.twitter-lyrik.de »

32. Podcast-Folge: Literarische Wettbewerbe, Gedichte und Fräulein Else endlich nackt

Der Podcast des Literatur-CafésNicht nur diejenigen, die unseren Podcast auf dem iPhone, iPod oder MP3-Player auf dem Weg zur Arbeit oder Uni hören, können sich freuen: endlich eine neue Folge und so umfangreich, dass es auch für die Rückfahrt reicht! Also gleich direkt hier über literaturcafe.de oder iTunes runterladen und anhören.

In Folge 32 geht es um die zahlreichen literarischen Aktionen und Wettbewerbe, die derzeit stattfinden. Dabei haben wir bei der Moderation ganz vergessen zu erwähnen, dass es da von knapp 2.000 Euro bis hin zum iPod touch allerhand zu gewinnen gibt. Das muss also an dieser Stelle erwähnt werden und natürlich finden Sie im Folgenden alle Links zu den erwähnten Wettbewerben.

Außerdem hören Sie in Podcast-Folge 32 drei Gedichte, und bei unserem literarischen Filmschnipselquiz gibt es wieder eine Literatur-Café-Tasse zu gewinnen.

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb gestartet: Ein iPod touch für das beste Gedicht mit 140-Zeichen

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb: Mitmachen und iPod gewinnenDer Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD (Books on Demand GmbH) geht in die zweite Runde: Ab sofort sind wieder alle aufgerufen, die Spaß am Dichten und Twittern haben, Poesie mit maximal 140 Zeichen zu »zwitschern«. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein iPod Touch. Alle Beiträge werden nach dem Wettbewerb im 2. Twitter-Lyrik-Band veröffentlicht. Der 1. Twitter-Lyrik-Band zum letztjährigen Wettbewerb ist bereits online oder in jeder Buchhandlung erhältlich.

Twitter-Lyrik ist spannend, macht Spaß und bringt witzige, skurrile und durchaus anspruchsvolle Kurz-Poesie hervor. Das hat der erste Twitter-Lyrik-Wettbewerb im Frühjahr 2009 gezeigt. Nach dem unerwarteten Erfolg – mehr als 300 eingesandte lyrische Tweets in nur vier Wochen – heißt es ab sofort wieder »In der Kü liegt die Wü!« Gesucht wird bis zum Tag der Poesie am 21. März 2010 das beste Twitter-Gedicht. Eine Jury aus Literatur-Café- und BoD-Mitarbeitern kürt den Gewinner, der mit einem iPod Touch (16 GB) belohnt wird. Alle Beiträge werden in einem gedruckten Lyrik-Band veröffentlicht.

Machen Sie mit unter www.twitter-lyrik.de »

Textkritik: Friedhofsbesuch mit fünf Brillen

Maltes MeinungAn manchen Textkritiken arbeitet unser Kritiker Malte Bremer gut und gerne einen ganzen Tag. Das passiert in der Regel bei schlechten Texten. Texte, deren zusammenfassende Bewertung aus einem Wort bestehen kann und deren ausführliche Detailkritik oft länger als der kritisierte Beitrag ist.

Doch beim heutigen Werk ist das anders. Die Kritik im Einzelnen entfällt, dafür können Sie die zusammenfassende Bewertung der Fünf-Sterne-Wertung bereits hier lesen:

»Ich sehe sie vor mir: Das grünäugige Kind, das plötzlich verharrt, weil es eine Katze gesehen hat, ein Elter, das plötzlich registriert, wo es ist, sich von der Katze führen lässt zu Lochgitter mit toten Töchtern während einer TB-Epedemie, zu Fichtes und Marcuses Grab – und das alles stückchenweise (isolierte, auseinandergerissene Wörter) und kommentiert, dann die erneute Hinwendung ans Kind, die Überraschung über Marcuse Tod (Was? Bin ich schon so alt?) – egal: Weitermachen!«

Klicken Sie hier und lesen Sie das so bewertete Gedicht »

Herzschmerz-Lyrik ade: Ulrich Greiner im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Ulrich Greiners Lyrikverführer»Der Dichter muss sein Material kalt halten.« Wenn es darum geht, ein gutes Gedicht zu schreiben, hält sich auch Ulrich Greiner an diesen treffenden Tipp von Gottfried Benn.

Der landläufigen Meinung, ein Gedicht sei im Wesentlichen komprimiertes Gefühl, widerspricht der »ZEIT«-Literaturkritiker im Gespräch vehement. Gefühle habe schließlich jeder. Aber ein Gedicht zu schreiben, das ist nun nicht gerade jedermanns Sache.

So ist Greiners »Lyrikverführer« weit mehr als eine – wie es der Untertitel vermerkt – »Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten«. Der Leser erfährt nebenbei, was beim Dichten so ganz und gar nicht mehr geht. Klassisches No-Go: Herz auf Schmerz reimen.

Neu hinhören lautet Greiners Devise. Nur so könne der Alltag, wie es etwa der jungen Lyrikerin Nadja Küchenmeister gelinge, zum Leuchten gebracht werden.

Ulrich Greiner: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. Gebundene Ausgabe. 2009. C.H. Beck. ISBN/EAN: 9783406590696. EUR 14,90 (Bestellen bei Amazon.de)

Lyrik war in China schon immer amtlich – Buchmesse-Podcast 2009

China: Guest of Honor oder Guest of HorrorChina ist das Gastland der Buchmesse 2009. Das dürften mittlerweile auch die mitbekommen haben, die nie ein Buch lesen. Leider überschattete die durchaus berechtigte Diskussion um Zensur und politische Kontrolle allzu oft die Literatur des asiatischen Landes.

Im Buchmesse-Podcast wollen wir uns daher in zwei folgen mit China- und Literaturexperten über das literarische Landschaftsbild unterhalten.

Volker Klöpsch von der Uni Köln besuchte das Land erstmals in den 1970er-Jahren noch am Ende der Moa-Ära und erlebte die Umwälzungen sehr nahe mit, die das Land seither erfahren hat.

Insgesamt 15 Jahre Arbeit flossen in die Sammlung traditioneller chinesischer Lyrik ein, die er zusammengestellt und ins Deutsche übertragen hat. Mit Volker Klöpsch sprechen wir über die Herausforderung für den Übersetzer und die Rolle von Gedichten einst und jetzt. Denn Dichtkunst war in China schon immer amtlich.

Der seidene Fächer: Klassische Gedichte aus China. Taschenbuch. 2009. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423138154. EUR 9,90 (Bestellen bei Amazon.de)

Das Twitter-Lyrik-Buch ist da: 283 Tweets als Taschenbuch oder eBook erhältlich

Das Twitter-Lyrik-BuchDas Twitter-Lyrik-Buch ist fertig! Ab sofort kann es in jeder Buchhandlung vor Ort und bei allen Online-Buchhandlungen wie z. B. Amazon, Libri oder buecher.de bestellt werden.

»Twitter-Lyrik«, herausgegeben von BoD und literaturcafe.de, enthält genau 283 lyrische Tweets – Gedichte mit maximal 140 Zeichen, die beim ersten Twitter-Lyrik-Wettbewerb mit dem Kurznachrichtendienst verschickt wurden. Produziert wird der Gedichtband per Print on Demand, also bei Bestellung – eine perfekte Synthese aus Web 2.0, traditionellem Buch und Print-on-Demand-Technologie.

Neben der klassischen gedruckten Taschenbuchausgabe für 9,80 Euro steht das komplette Werk auch als eBook im PDF-Format auf www.twitter-lyrik.de kostenlos zum Download bereit.

Ein Buch gegen Geld und gleichzeitig umsonst? Wir sagen Ihnen, was uns zu diesem Schritt veranlasst hat. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Textkritik: Planloses Wörtergefuchtel

Maltes MeinungHandwerk will gelernt sein. Wer sich im eigenen Wohnzimmer eine Holzdecke dilettantisch über den Kopf nagelt, mag damit vielleicht noch die Verwandtschaft beeindrucken, doch spätestens der Fachmann schaut entsetzt, wenn breite Fugen klaffen und der Randabschluss nicht stimmt. Die Angst ist groß, dass einem alles auf den Kopf fallen könnte.

Schreiben ist auch Handwerk. Besonders bei Gedichten wird ein Mangel schnell offenbar. Da stimmen Reime, Bilder und Rhythmus nicht, da knirscht es im Gebälk und alles droht einem auf den Kopf zu fallen.

Und da reicht es nicht, wie im heute von Malte besprochenen Werk, eine pseudo-lyrische Sprache zu imitieren, um fehlendes Handwerk zu überspielen. Machen Sie einen Test: Lesen Sie das Gedicht einmal mit etwas übertriebenem Pathos laut vor. Sie werden sofort merken, wo die breiten Fugen klaffen.

Lesen Sie hier das Gedicht und Maltes Meinung »

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