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Das Literatur-Café
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2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb gestartet: Ein iPod touch für das beste Gedicht mit 140-Zeichen

2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb: Mitmachen und iPod gewinnenDer Twitter-Lyrik-Wettbewerb von literaturcafe.de und BoD (Books on Demand GmbH) geht in die zweite Runde: Ab sofort sind wieder alle aufgerufen, die Spaß am Dichten und Twittern haben, Poesie mit maximal 140 Zeichen zu »zwitschern«. Der Gewinnerin oder dem Gewinner winkt ein iPod Touch. Alle Beiträge werden nach dem Wettbewerb im 2. Twitter-Lyrik-Band veröffentlicht. Der 1. Twitter-Lyrik-Band zum letztjährigen Wettbewerb ist bereits online oder in jeder Buchhandlung erhältlich.

Twitter-Lyrik ist spannend, macht Spaß und bringt witzige, skurrile und durchaus anspruchsvolle Kurz-Poesie hervor. Das hat der erste Twitter-Lyrik-Wettbewerb im Frühjahr 2009 gezeigt. Nach dem unerwarteten Erfolg – mehr als 300 eingesandte lyrische Tweets in nur vier Wochen – heißt es ab sofort wieder »In der Kü liegt die Wü!« Gesucht wird bis zum Tag der Poesie am 21. März 2010 das beste Twitter-Gedicht. Eine Jury aus Literatur-Café- und BoD-Mitarbeitern kürt den Gewinner, der mit einem iPod Touch (16 GB) belohnt wird. Alle Beiträge werden in einem gedruckten Lyrik-Band veröffentlicht.

Machen Sie mit unter www.twitter-lyrik.de »

Textkritik: Friedhofsbesuch mit fünf Brillen

Maltes MeinungAn manchen Textkritiken arbeitet unser Kritiker Malte Bremer gut und gerne einen ganzen Tag. Das passiert in der Regel bei schlechten Texten. Texte, deren zusammenfassende Bewertung aus einem Wort bestehen kann und deren ausführliche Detailkritik oft länger als der kritisierte Beitrag ist.

Doch beim heutigen Werk ist das anders. Die Kritik im Einzelnen entfällt, dafür können Sie die zusammenfassende Bewertung der Fünf-Sterne-Wertung bereits hier lesen:

»Ich sehe sie vor mir: Das grünäugige Kind, das plötzlich verharrt, weil es eine Katze gesehen hat, ein Elter, das plötzlich registriert, wo es ist, sich von der Katze führen lässt zu Lochgitter mit toten Töchtern während einer TB-Epedemie, zu Fichtes und Marcuses Grab – und das alles stückchenweise (isolierte, auseinandergerissene Wörter) und kommentiert, dann die erneute Hinwendung ans Kind, die Überraschung über Marcuse Tod (Was? Bin ich schon so alt?) – egal: Weitermachen!«

Klicken Sie hier und lesen Sie das so bewertete Gedicht »

Herzschmerz-Lyrik ade: Ulrich Greiner im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Ulrich Greiners Lyrikverführer»Der Dichter muss sein Material kalt halten.« Wenn es darum geht, ein gutes Gedicht zu schreiben, hält sich auch Ulrich Greiner an diesen treffenden Tipp von Gottfried Benn.

Der landläufigen Meinung, ein Gedicht sei im Wesentlichen komprimiertes Gefühl, widerspricht der »ZEIT«-Literaturkritiker im Gespräch vehement. Gefühle habe schließlich jeder. Aber ein Gedicht zu schreiben, das ist nun nicht gerade jedermanns Sache.

So ist Greiners »Lyrikverführer« weit mehr als eine – wie es der Untertitel vermerkt – »Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten«. Der Leser erfährt nebenbei, was beim Dichten so ganz und gar nicht mehr geht. Klassisches No-Go: Herz auf Schmerz reimen.

Neu hinhören lautet Greiners Devise. Nur so könne der Alltag, wie es etwa der jungen Lyrikerin Nadja Küchenmeister gelinge, zum Leuchten gebracht werden.

Ulrich Greiner: Ulrich Greiners Lyrikverführer. Eine Gebrauchsanweisung zum Lesen von Gedichten. Gebundene Ausgabe. 2009. C.H. Beck. ISBN/EAN: 9783406590696. EUR 14,90 (Bestellen bei Amazon.de)

Lyrik war in China schon immer amtlich – Buchmesse-Podcast 2009

China: Guest of Honor oder Guest of HorrorChina ist das Gastland der Buchmesse 2009. Das dürften mittlerweile auch die mitbekommen haben, die nie ein Buch lesen. Leider überschattete die durchaus berechtigte Diskussion um Zensur und politische Kontrolle allzu oft die Literatur des asiatischen Landes.

Im Buchmesse-Podcast wollen wir uns daher in zwei folgen mit China- und Literaturexperten über das literarische Landschaftsbild unterhalten.

Volker Klöpsch von der Uni Köln besuchte das Land erstmals in den 1970er-Jahren noch am Ende der Moa-Ära und erlebte die Umwälzungen sehr nahe mit, die das Land seither erfahren hat.

Insgesamt 15 Jahre Arbeit flossen in die Sammlung traditioneller chinesischer Lyrik ein, die er zusammengestellt und ins Deutsche übertragen hat. Mit Volker Klöpsch sprechen wir über die Herausforderung für den Übersetzer und die Rolle von Gedichten einst und jetzt. Denn Dichtkunst war in China schon immer amtlich.

Der seidene Fächer: Klassische Gedichte aus China. Taschenbuch. 2009. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423138154. EUR 9,90 (Bestellen bei Amazon.de)

Das Twitter-Lyrik-Buch ist da: 283 Tweets als Taschenbuch oder eBook erhältlich

Das Twitter-Lyrik-BuchDas Twitter-Lyrik-Buch ist fertig! Ab sofort kann es in jeder Buchhandlung vor Ort und bei allen Online-Buchhandlungen wie z. B. Amazon, Libri oder buecher.de bestellt werden.

»Twitter-Lyrik«, herausgegeben von BoD und literaturcafe.de, enthält genau 283 lyrische Tweets – Gedichte mit maximal 140 Zeichen, die beim ersten Twitter-Lyrik-Wettbewerb mit dem Kurznachrichtendienst verschickt wurden. Produziert wird der Gedichtband per Print on Demand, also bei Bestellung – eine perfekte Synthese aus Web 2.0, traditionellem Buch und Print-on-Demand-Technologie.

Neben der klassischen gedruckten Taschenbuchausgabe für 9,80 Euro steht das komplette Werk auch als eBook im PDF-Format auf www.twitter-lyrik.de kostenlos zum Download bereit.

Ein Buch gegen Geld und gleichzeitig umsonst? Wir sagen Ihnen, was uns zu diesem Schritt veranlasst hat. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Textkritik: Planloses Wörtergefuchtel

Maltes MeinungHandwerk will gelernt sein. Wer sich im eigenen Wohnzimmer eine Holzdecke dilettantisch über den Kopf nagelt, mag damit vielleicht noch die Verwandtschaft beeindrucken, doch spätestens der Fachmann schaut entsetzt, wenn breite Fugen klaffen und der Randabschluss nicht stimmt. Die Angst ist groß, dass einem alles auf den Kopf fallen könnte.

Schreiben ist auch Handwerk. Besonders bei Gedichten wird ein Mangel schnell offenbar. Da stimmen Reime, Bilder und Rhythmus nicht, da knirscht es im Gebälk und alles droht einem auf den Kopf zu fallen.

Und da reicht es nicht, wie im heute von Malte besprochenen Werk, eine pseudo-lyrische Sprache zu imitieren, um fehlendes Handwerk zu überspielen. Machen Sie einen Test: Lesen Sie das Gedicht einmal mit etwas übertriebenem Pathos laut vor. Sie werden sofort merken, wo die breiten Fugen klaffen.

Lesen Sie hier das Gedicht und Maltes Meinung »

Dubiose Spam-Attacke mit klassischen Gedichten

Gedichte als SpamSo viele gute Gedichte per eMail wie in den letzten drei Stunden erhalten wir in der Literatur-Café-Redaktion sonst das ganze Jahr nicht. Allerdings haben uns die ausschließlich englischen Absendernamen der eMails, die hier ab ca. 18:30 Uhr eingingen und von denen via Twitter auch andere Nutzer berichten, etwas stutzig gemacht. Und auch die merkwürdige »horizontale« Schreibung von Umlauten, bei der statt einem ü ein u:, statt einem ä ein a: geschrieben wurde, ließen uns dann doch genauer hinschauen.

Eine Recherche brachte schnell das Ergebnis, dass es Gedichte klassischer deutscher Dichter wie beispielsweise Rilke und Eichendorff sind, die hier zerhackt und portoniert verschickt werden. Ansonsten sind es reine Textmails, die weder einen Link auf eine Website, versteckte Tracking-Pixel noch Schadsoftware als Anhang beinhalten.

Was hat es damit auf sich? Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

1. Twitter-Lyrikwettbewerb: Gewinnen Sie einen iPod touch für ein Gedicht mit 140 Zeichen

Twitter-Lyrik: Mitmachen und iPod gewinnenDas Literatur-Café und Books on Demand (BoD) suchen die besten Gedichte mit maximal 140 Zeichen. Jeder kann mitmachen, der bis zum 21. März 2009 ein Gedicht über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht. Wer tatsächlich noch kein Twitter-Nutzer sein sollte, kann sich einfach auf twitter.com kostenlos anmelden. Nachtrag vom 08.02.2010: Wegen des großen Erfolges des ersten Wettbewerbs, wurde 2010 der 2. Twitter-Lyrik-Wettbewerb gestartet.

Die besten lyrischen Werke werden im ersten deutschen Twitter-Gedichtband veröffentlicht werden. Und der beste Poet oder die beste Poetin erhält einen iPod touch von Apple als Preis.
Wie Sie mitmachen können, die genauen Teilnahmebedingungen und alle bislang eingereichten Beiträge finden Sie unter www.twitter-lyrik.de.

Wer mehr zu den Hintergründen des Wettbewerbs lesen möchte, findet zudem ein Interview mit Literatur-Café-Herausgeber Wolfgang Tischer auf Treffpunkt Twitter.

Lyrikwettbewerb: Machen Sie mit unter www.twitter-lyrik.de »

Maltes Meinung: Ein wunderbares Gedicht

Maltes MeinungWir werden nicht müde zu betonen, dass in unserer Rubrik Textkrtik zwar die Werke einzelner Autorinnen und Autoren besprochen werden, die ihre Texte freiwillig für die öffentliche Kritik bereitgestellt haben, doch geht es darin auch und vor allem immer um die Dinge, die für viele Beiträge allgemein gelten. Es geht um Dinge, die so viele an und in ihren Geschichten und Gedichten falsch machen.

Und es geht um die Dingen, die leider sehr wenige richtig machen.

Heute gibt es ein Gedicht mit einer 5-Brillen-Wertung zu bestaunen. Und der Satz, mit dem Malte seine Kritik zusammenfasst, könnte ein Lehrsatz für Lyriker sein: »Hier werden dem Leser weder Stimmung noch Gefühle um die Ohren geschlagen, hier werden sie erzeugt: Man ist mit den seinen beschäftigt und nicht mit denen eines Autors.«

Zur aktuellen Textkritik von Malte Bremer »

Textkritik: Sätze wie Geisterfahrer

A1Wie ein Geisterfahrer knallt manchmal ein letzter Satz oder ein letztes Wort in einen Text und macht alles zunichte. Gerade Anfänger überspannen oftmals den Bogen. Sie meinen, sie müssten am Ende ihres Textes nochmals besonders originell sein oder müssten nochmals etwas deutlich und auch für den Dümmsten erklären, was eigentlich zwischen den Zeilen davor deutlich gesagt war.

Machen Sie bei Ihren Kurzgeschichten einmal den Crashtest und lassen Sie den letzten Satz, die letzten Sätze oder den letzten Absatz weg. Häufig werden Sie merken, dass dem Text nichts fehlt und er immer noch »funktioniert«. Vielleicht wird er sogar besser.

In der heutigen Ausgabe von »Maltes Meinung«, unserer Textkritik im Literatur-Café, zerstört ein letzter Satz ein wunderbares Gedicht. Hier versuchte der Autor, eine Pointe zu setzen, die völlig überflüssig ist und die schöne Stimmung davor zerstört. Durch den Aufprall wurde eine Wertung von 5 Brillen auf 2 verkürzt.

Zur aktuellen Ausgabe von Maltes Meinung »

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