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Stichwort: literaturport

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »literaturport« versehen wurden.

Beitrag vom 7. August 2015 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

literaturport.de ist wieder wie neu

literaturport.de

Kann man einen Beitrag zur überarbeiteten und aufgefrischten Literaturwebsite literaturport.de schreiben, ohne Hafen- und Schifffahrtsmetaphern und ohne Wörter wie »runderneuert« und »generalüberholt«?

Egal: Der preisgekrönte Literaturhafen im Netz wurde frisch renoviert. Grund genug, ihn wieder einmal anzulaufen. Denn im literaturport.de hat eine der bemerkenswertesten Autorendatenbanken festgemacht.

Beitrag vom 16. November 2014 | Rubrik: Literatur online, Reiseberichte

Hör- und Lesetipp: Von Münster ans Meer mit Hermann Mensing

Literatouren: Münster und Münsterland, herausgegeben vom literaturport.de

Hermann Mensing ist ans Meer gefahren. Besucher des literaturcafe.de wissen bereits, dass er das gerne machtegal wohin.

Für den Literaturport.de reiste Herman Mensing nun an die holländische Nordseeküste. Sein literarischer Reisebericht mit großartigen Fotos steht kostenfrei online – und der Autor liest ihn auf Wunsch sogar vor.

Beitrag vom 24. August 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online

Jetzt selbst eintragen: literaturport.de erweitert das Autorenlexikon

Autorenlexikon des literaturport.deDie Website literaturport.de sollte sich ursprünglich dem literarischen Leben in Berlin und Brandenburg widmen. Doch schon bald war festzustellen, dass dieses Angebot weitaus besser und gepflegter ist, als das offizielle vom Bund geförderte literaturportal.de, dass zur Datenruine verkommen ist.

Literaturport.de hingegen, der 2008 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde, öffnet sich immer mehr den anderen Regionen. So deckt das Autorenlexikon Schriftsteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab – derzeit sind es über 700.

Und nicht nur das: Ab sofort können sich Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die im Online-Lexikon noch nicht verzeichnet sind, selbst eintragen. Voraussetzung ist mindestens eine eigenständige Veröffentlichung im Bereich Belletristik/Kinderbuch nach 1995. Bücher im Eigen- oder Kostenzuschussverlag zählen nicht.

Beitrag vom 11. Juni 2008 | Rubrik: Literatur online, Preise und Wettbewerbe

Grimme Online Award für literaturport.de in der Kategorie »Kultur und Unterhaltung«

Wie früher: SperrfristBeim Literarischen Colloquium Berlin und dem Brandenburgischen Literaturbüro können die Sektkorken knallen: Der Online-Literaturführer für Berlin und Brandenburg literaturport.de gewinnt in diesem Jahr den Grimme Online Award in der Rubrik »Kultur und Unterhaltung«. Der ebenfalls nominierte Lesesaal der FAZ ging leer aus. Obwohl der Literaturport keinesfalls eine sonderlich spektakuläre Website darstellt, ist die Auszeichnung der Berliner auch ein deutliches Signal an das Literaturarchiv in Marbach, dessen staatlich geförderte Literaturruine literaturportal.de daneben noch tiefer absackt.

Das Literarische Colloquium Berlin und das Brandenburgische Literaturbüro haben bewiesen, dass man mit weniger Mitteln ein besseres und jetzt auch ausgezeichnetes Literaturportal erstellen kann. Spätestens jetzt sollte darüber nachgedacht werden, ob es nicht zum neuen offiziellen bundesweiten Literaturportal ausgebaut werden sollte. Glückwunsch!

Überaus peinlich agierte dahingegen erneut das Adolf Grimme Institut.

Beitrag vom 9. Mai 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Zwei literarische Websites für den Grimme Online Award 2008 nominiert – aber warum?

Grimme Online AwardGestern wurden die Nominierungen für den Grimme Online Award 2008 bekannt gegeben. Seit Jahr 2001 werden mit diesem Preis durch das Adolf-Grimme-Institut qualitativ hochwertige Websites ausgezeichnet.

Leider bröckelte das Ansehen des Preises im letzen Jahr gewaltig, nachdem aufgrund einer technischen Panne die Gewinner vorab im Internet zu lesen waren und der Eindruck entstand, dass sich die Jury die Preise gegenseitig zuschanzt.

Unter den vier nominierten im Bereich »Kultur und Unterhaltung« finden sich in diesem Jahr gleich zwei literarische Websites. Eine Quote von 50% für die Literatur ist in dieser Rubrik ja schon mal nicht schlecht. Zumindest darüber kann man sich freuen.

Doch ein Blick auf die beiden Angebote lässt die Frage aufkommen, was an diesen Websites denn so herausragend »qualitativ hochwertig« sein soll, dass sie einen Preis verdient hätten.

Beitrag vom 22. August 2006 | Rubrik: Notizen

Deutscher Buchpreis: 2:0 für Berlin

Beim berlin-brandenburgischen Literaturport hat man sich vorgenommen, besser zu sein als beim bundesweiten literaturportal.de. Nun mag das nicht schwer sein, diente Letzteres bislang lediglich dem Zweck, 150.000 Euro an Bundesmitteln zu verbrennen.

Und die Berlin-Brandenburger haben nach einem guten Start einen weiteren genialen Coup gelandet. Beim Literaturport kann man sich nämlich ab sofort die für den Deutschen Bücherpreis nominierten Titel anhören. Ein toller Service und eine gute Idee, wie man sie eigentlich von einem bundesweiten Portal erwarten würde. Dort jedoch präsentiert sich die Startseite grabesstill. Dass es so etwas wie eine Longlist für den Deutschen Bücherpreis gibt, erfährt man dort nicht.

Berlin – Marbach 2:0

Beitrag vom 22. Juli 2006 | Rubrik: Notizen

Literaturport gegen Literaturportal

Land gegen Bund»Der Literaturbetrieb hat diesen Sommer was zu lachen, denn es gibt jetzt das Literaturportal«, schreibt Robert Rudolf in der Maerkischen Allgemeinen. Hätte man für den digitalen Witz, den das Literaturarchiv Marbach produziert hat, nicht 150.000 Euro an öffentlichen Geldern grundlos und nahezu unsichtbar versenkt, so könnte man unbeschwerter Lachen. Wir warten zudem nach wie vor gespannt auf das Antwortschreiben von Staatsminister Neumann auf unseren offenen Brief.

Doch die Farce der öffentlich bezuschussten Literaturporale geht weiter. Gestern, am 21. Juli 2006, ging der Literaturport online. Auch das ist ein weiteres Literaturportal im Netz, für dessen Aufbau diesmal nicht Bundesmittel, sondern Landesmittel verwendet wurden. Denn der Literaturport soll hauptsächlich das literarische Leben in Berlin und Brandenburg digital abbilden.

Was findet man dort? Ein Autorenlexikon. Wie beim Marbacher Portal. Veranstaltungen. Wie beim Marbacher Portal. Hördateien mit Lesungen. Wie beim Marbacher Portal. Eine Übersicht über Preise und Stipendien. Wie beim Marbacher Portal.

Die Macher des bundesweiten Literarturportals kopierten oder kauften für 150.000 Euro überflüssigerweise nur das zusammen, was es ohnehin schon im Netz gab.

Und kopiert man in Brandenburg nun den Marbacher Dilettantismus, um noch einmal wertvolle und an anderen Stellen sinnvoller eingesetzte Gelder der Literaturförderung ins Netz zu blasen?

»Die haben bei uns abgekupfert.« So zitierte die Maerkische Allgemeine den Leiter des Literarischen Colloquiums am Berliner Wannsee (LCB), der den Literaturport entwickelte. Mit Landesmitteln will er daher gegen die Bundesmittel kämpfen und die Marbacher platt machen. Die Maerkische Allgemeine berichtet, dass Bayern und Sachsen-Anhalt schon angeklopft hätten. In fünf Jahren soll der deutschsprachige Raum nach dem berlin-brandenburgischen Konzept vernetzt sein.

Ja, man könnte in diesem Sommer wirklich laut lachen. Vor allen Dingen bei den kleinen Literaturzeitschriften, denen die öffentlichen Zuschüsse gekürzt oder gestrichen wurden. In den öffentlichen Büchereien und Bibliotheken, die mangels öffentlicher Gelder geschlossen werden, bei den vielen anderen privaten und ehrenamtlichen Literaturangeboten im Internet, denen nun Bund und Länder mit Steuergeldern Konkurrenz machen. Doch das Lachen klingt mehr nach Irrenhaus, denn nach Vergnügen.

Schaut man sich den Literaturport näher an, so lässt sich aber in der Tat deutlich erkennen, dass er dem bundesweiten Literaturportal qualitativ überlegen ist. Während das Marbacher Literaturportal die Daten lieblos und mit einer hohen Fehlerquote zusammengetragen hat, sind Darstellung und Aufbau des Literaturports wesentlich solider. An kleinen Details merkt man, dass man sich bei diesem Portal wirklich Gedanken gemacht hat. Die Wettbewerbe sind beispielsweise nach Ablaufdatum in Tagen geordnet. Und klickt man auf die Detaildaten, so merkt man, dass dort tatsächlich welche vorhanden sind. Während die Marbacher Meister des Copy-and-Paste bei den Fördereinrichtungen und Wettbewerben gerade mal die Selbstbeschreibungen der Veranstalter übernommen haben, sind die Infos beim Literaturport detaillierter und strukturierter aufgebaut. Hier hat man sich tatsächlich Gedanken über die Zielgruppe gemacht hat, die natürlich wissen will, an welchem Wettbewerb aktuell die Teilnahme noch lohnt oder für welche Stipendien man sich bewerben sollte. Ein sehr schöner Service.

Und auch die Gestaltung und der Zugriff auf die Regionen oder den Literaturkalender sind beim Literaturport gut gelöst. Doch bei den Inhalten hat auch dieser Kalender (noch?) nicht allzu viel zu bieten. Bei den wenigen Veranstaltungen finden sich aber durchdachte Details wie Links zu Routenplanern und vollständige Angaben zum Veranstalter und kein Kraut- und Rübensalat wie beim Literaturportal, das hier offensichtlich nicht mal auf Datenbanken zurückgreift.

Natürlich stellt sich auch beim Berlin-Branenburger Literturport die Frage, wie lange man diese Qualität durchhalten kann. Denn Qualität kostet Geld. Ein sich durch die Veranstalter selbst befüllender Veranstaltungskalender ist naives Wunschdenken. Ohne Redakteure, die den Daten ständig nachlaufen müssen, kann ein solches Angebot nicht betrieben werden. Ebenso sind gut strukturierte Datenbanken sinnvoll, die man in Berlin-Brandenburg anscheinend hat, in Marbach jedoch nicht.

Vor die Entscheidung gestellt, was man den tun sollte, um zu verhindern, dass weiterhin überflüssige Gelder verjubelt werden, so sollte man keine Kampfansage »Mit Landesmitteln gegen Bundesmittel« machen, sondern nach Durchsicht beider Angebote den Marbachern empfehlen, keinen weiteren Euro in ihr maues Literaturportal zu investieren, sondern die bundesweiten Daten, so sie überhaupt korrekt sind, ins Brandenburger Angebot zu übertragen und ihnen vielleicht auch noch das al im Domainnamen zu überlassen, um dann gemeinsam alles daran zu setzen, die Daten umfangreich und aktuell zu halten.

Aber das wird natürlich nicht passieren, denn zu unüberbrückbar sind die Animositäten zwischen Bund und Ländern. Außerdem müsste man sich am Marbacher Literaturarchiv dann selbst eingestehen, dass man sich mit dem Literaturportal extrem geschadet hat und ein Teil des ansonsten guten literarisch-dokumentarischen Rufes leichtfertig verspielt hat. Von den 150.000 Euro Bundesmitteln ganz zu schweigen.

Vielleicht wäre das aber wirkliche Größe. Ob man sie in Marbach hat?

Ach übringens: Die Adresse literaturpo.de ist aktuell noch frei!

Nachtrag/Presseschau:
Weitere online verfügbare Artikel über Literaturport und Literaturportal
Frankfurter Rundschau: Die FR weiß, dass der Literaturport einen Zuschuss von 23.000 Euro erhalten hat. Auch dort stellt man fest, dass der Literaturport auf den ersten Blick besser ausschaut als das Marbacher Portal. Als amüsant und absurd wird der Regionalbezug des Literaturport bezeichnet, der insbesondere bei “überregionalen” Schriftstellern wie Kafka jede allgemeinen Info ausklammert.
Die Welt: “So wird’s gemacht”, ruft Wieland Freund in der Welt den Marbachern zu. “Der Literaturport kommt einem doch vor wie ein lautes Ätsch”. Freund ist voll des Lobes für den Literaturport und berichtet, dass man in Marbach nun alles neu und anders machen will, wozu es aber wahrscheinlich schon zu spät sei.
FAZ: Sebastian Domsch fasst den Vergleich der beiden Portale gut zusammen: Nicht nur die zwei Buchstaben zeigen: Weniger ist oft mehr.