In Zusammenarbeit mit der Werkstätte Kunstberufe (Eine Kooperation von Verband Wiener Volksbildung und Universität Wien) findet vom 31. August bis zum 2. September 2007 in Wien ein dreitägiger Sommerworkshop mit dem Literatur-Café statt. Ein ganzes Wochenende lang widmen wir uns gemeinsam der Frage, wie Weblogs, Podcasts und all die anderen Dinge, die unter dem Schlagwort Web 2.0 zusammengefasst werden, für Kunst und Kultur und insbesondere für die Literatur eingesetzt werden können.
Nach einer Einführung am Freitagmittag haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann die Möglichkeit, das Gehörte und Gesehene gleich in der Praxis umzusetzen, denn die Werkstätte Kunstberufe stellt für den Workshop Notebooks zu Verfügung. Melden Sie sich jetzt am besten gleich an!
Unser (fast) monatliches literarisches Radioprogramm im MP3-Format können Sie über die Links am Ende dieses Beitrags herunterladen oder sofort anhören. Besser und komfortabler ist das Abo des Podcasts-Feed, z.B. mit Apple iTunes. Die Feed-Links finden Sie rechts am Rand.
Die 23. Folge wird wieder moderiert von Kerstin Schlüter und Wolfgang Tischer.
Die Themen: (mit Zeitangabe im Podcast und Links)
Intro: Moppi kann bestimmt lesen wie ein frisch geölter Compjuta
Das ging ja fix. Im letzten Oktober gestartet, wird die Literatur-Sendung »Wickerts Bücher« nach der nächsten Ausgabe im Mai schon wieder eingestellt. Ulrich Wickert selbst habe die ARD darum gebeten. Die Vorbereitung auf die Sendung habe zu viel Zeit in Anspruch genommen, so der Moderator in einem Interview mit der FAZ. Wickert will diese Zeit besser für das Schreiben eigener Bücher nutzen. Ganz nachvollziehbar ist diese Ausrede nicht, denn »Wickerts Bücher« wird als Radiosendung überleben. Dann jedoch nur mit einem Studiogast.
Wir erinnern uns an die furiose Auftaktsendung, die wirkte, als käme sie direkt von der Sonnenterrasse eines Seniorenstifts. Immerhin garantierte Wickert selbst den von hartnäckigen Einschlafstörungen Geplagten ein Wegdösen binnen Sekunden. Sie werden Wickert vermissen – oder künftig Radio hören müssen. Eine überflüssige und schnarchlangweilige Literatursendung für Oberstudienräte wird beendet.
Schade nur, dass es damit generell eine Literatursendung im Fernsehen weniger gibt. Denn einen Ersatz wird es nicht geben, da die Kulturchefs der ARD ohnehin im Mai entscheiden wollten, ob »Druckfrisch« mit Denis Scheck oder »Wickerts Bücher« aufgrund der geringen Zuschauerzahlen abgesetzt wird. Wickerts Entscheidung hat die der ARD obsolet gemacht. Zum Glück! Denn ginge es nach Zuschauerzahlen, so stünden im Schnitt 420.000 (Scheck) gegen 520.000 (Wickert). Schecks Art der Literaturkritik ist umstritten, doch kommt seine Sendung im Vergleich zu Wickert wie ein bunter Kindergeburtstag daher. Scheck regt (gelegentlich) mit seinen harten und deutlichen Urteilen auf – und seine Sendung macht Spaß. Wir sollten Wickert danken!
In ihrer Sonntagsausgabe vom 29.04.2007 berichtet die Neue Zürcher Zeitung über Literatur und literarische Weblogs im Internet. Der Artikel ist erfreulicherweise auch online nachzulesen. Die Autorin Regula Freuler stellt darin fest, dass man im deutschsprachigen Raum die wirklich interessanten »Litblogs« an einer Hand abzählen könne. Die meisten seien nichts anderes als verkappte Werbeträger, die keinerlei Interesse an verkaufsbeeinträchtigenden Verrissen hätten. Außerdem kämen viele Blogs nach einer enthusiastischen Anfangsphase nicht über die »Bloghalbwertszeit« hinaus, die bei einem Jahr liege.
Auch Wolfgang Tischer vom Literatur-Café kommt im Artikel zu Wort, und wir nutzen die Gelegenheit und Grüßen an dieser Stelle ganz herzlich unsere neuen Café-Gäste aus der Schweiz!
Es war schon so etwas wie ein Jugendtraum: Einmal der Mann im Radio sein, der Studiogast, der mit der Moderatorin plaudert, dem kluge Fragen gestellt werden und der versucht, klug und unterhaltsam zu antworten. Und das nicht zusammengeschnitten auf eineinhalb Minuten, sondern nahezu ungekürzt, ohne Werbepause und ohne die größten Hits der 80er- und 90er-Jahre. Wo gibt es das noch? Im Deutschlandradio! Vielen Dank insbesondere an Jana Wuttke und Susanne Nessler für die gute Vorbereitung und Betreuung.
Vielleicht habe ich auch zu viel geredet – und doch die Hälfte vergessen. Aber es hat großen Spaß gemacht, Gast der Sendung Blogspiel zu sein. Wer es am Karsamstag um 16:30 Uhr nicht im Radio hören konnte, der kann sich die Sendung beim Deutschlandradio herunterladen. Die Links und ein Flash-Player, der auf die Datei verweist, finden sich unten.
Für alle, die nach der Sendung hier neu vorbeischauen: Herzlich willkommen im Literatur-Café! Ich habe hier einige Links zu den Themen zusammengestellt, die wir in der Sendung besprochen haben.
Der Herausgeber des Literatur-Cafés, Wolfgang Tischer, wird am kommenden Samstag, 7. April 2007, Gast in der Sendung »Blogspiel« des Deutschlandradio Kultur sein. »Blogspiel« ist eine wöchentliche Radiosendung, deren Themen sich um Weblogs und Podcasts drehen. In der kommenden Sendung geht es um Literatur und Weblogs. Der genaue Titel lautet »Literatur in, über, von, versus Blogs & Podcasts«.
Dabei handelt es sich um eine Sondersendung, denn normalerweise können zusätzlich über die Website blogspiel.de eigene Klangbeiträge hochgeladen werden. Diejenigen Beiträge, die von anderen Nutzern innerhalb einer Woche die meisten Stimmen bekommen, werden dann in der Sendung gespielt. Ein insbesondere für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sehr innovativer Ansatz, denn dort ist es beileibe keine Selbstverständlichkeit, dass Radiobeiträge von Nicht-Profis überhaupt eine Chance haben.
Die Sendung »Blogspiel« beginnt am 7. April 2007 um 16:30 Uhr. Deutschlandradio Kultur ist – bis auf wenige weiße Flecken – deutschlandweit per Antenne zu empfangen. Natürlich auch digital über Satellit oder per Internet-Livestream.
Wer am Karsamstag nicht die Möglichkeit haben sollte, Radio zu hören, der kann die Sendung kurz danach als MP3-Datei unter www.blogspiel.de herunterladen und in Ruhe zeit- und ortsunabhängig anhören. Und natürlich wird Wolfgang Tischer im Literatur-Café berichten, wie’s denn im Studio in Berlin so zugegangen ist.
Das Web-Angebot MySpace wird immer mehr von Literatinnen und Literaten genutzt. Vor allem Slam- und Beat-Poeten präsentieren dort ihre Werke, aber auch unbekannte Autoren nutzen sie.
Bekannt geworden ist MySpace als eine Art Homepage-Baukasten für Teenager. Mit wenigen Klicks kann man dort sein Profil ins Netz stellen und sich mit anderen vernetzen. Nach eigenen Angaben soll MySpace weltweit über 160 Millionen Nutzer haben. Seit 2005 gehört die Website zum Medienkonzern von Rupert Murdoch.
Für Musiker bietet MySpace einen eigenständigen Bereich, in dem Aufnahmen der eigenen Band als Stream oder MP3-Download bereitgestellt werden können. Ohne Programmierkenntnisse können rasch auch Tourpläne oder ein Weblog hinzugefügt werden. Die Beliebtheit von MySpace nutzen dabei nicht nur unbekannt Bands und Sänger, sondern beispielsweise auch die Rolling Stones, die eine eigene MySpace-Seite eingerichtet haben.
Just dieser Künstlerbereich wird immer mehr von Wortkünstlern genutzt. So kann man auf der MySpace-Seite von Sebastian Brück seine Erzählung »Sofía auf dem Sand« anhören, die ursprünglich für einen Schreibwettbewerbs der taz verfasst wurde. Der Vorteil an MySpace sei, so schreibt uns Brück in einer eMail, dass dieser Weg der Veröffentlichung technisch wesentlich einfacher sein, als einen Podcast mit dazugehörigem RSS-Feed zu erstellen.
Marcel Reich-Ranicki spricht in einem Interview mit der FAZ über die Gemeinsamkeiten und das Trennende von Sport und Literatur. Und natürlich geht es überwiegend auch um Fußball.
Wie auch immer, Sport und Literatur sind nahe Verwandte, die sich ähneln. Sie ähneln sich zu sehr, um sich aufrichtig lieben zu können. Es sind im Grunde feindliche Brüder. Beide appellieren auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Mitteln an dieselben Gefühle. Die fundamentalen Emotionen, mit denen sich die Literatur befaßt – Heldentum, Leidenschaft, Solidarität, Ruhmsucht -, dominieren auch in den Sportwettkämpfen, nur sind sie ungleich einfacher, oberflächlicher, direkter. Was die Literatur dem Leser bietet, kann man auch im Stadion finden, ohne Verschlüsselung, ohne Intellekt, ganz und gar unkompliziert.
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