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Stichwort: Heinrich Böll

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Heinrich Böll« versehen wurden.

Beitrag vom 19. Oktober 2008 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2008, Podcast

Volker Schlöndorff im Interview: Licht, Schatten und Bewegung – Buchmesse-Podcast 2008

Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung

(c) Birgit-Cathrin Duval/bcmpress

Er hat Filmgeschichte geschrieben, einen Oscar gewonnen, und vor allen Dingen immer wieder Bücher in Drehbücher und hervorragende Filme umgesetzt. Dabei hat er mit Autoren wie Heinrich Böll, Günter Grass, Max Frisch oder Arthur Miller direkt zusammengearbeitet. Der Filmregisseur Volker Schlöndorff spricht sympathisch und bescheiden sogar von Demut, die man haben muss, um den Geist eines Buches wirklich zu verstehen und daraus einen guten Film zu machen. Aber was ist eine gute Literaturverfilmung? Wie bei Theaterstücken würde sich Schlöndorff auch bei Büchern viel mehr filmische Inszenierungen und Interpretationen unterschiedlicher Regisseure wünschen.

Schlöndorff wollte in vielen Filmen nicht nur mit dem Inhalt eine Diskussion anregen, sondern setzte dosiert auch immer wieder Ekelszenen ein, man denke an die vollgekotzte Toilette bei »Katharina Blum« oder natürlich die Szene mit den Aalen und dem Pferdekopf in »Die Blechtrommel«. Da drängt sich am Schluss des Gesprächs natürlich die Frage auf, was Schlöndorff von Charlotte Roches »Feuchtgebiete« hält.

Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung: Mein Leben und meine Filme. Gebundene Ausgabe. 2008. Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG. ISBN/EAN: 9783446230828. EUR 24,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Volker Schlöndorff: Licht, Schatten und Bewegung: Mein Leben und meine Filme. Taschenbuch. 2011. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423346368. EUR 12,90 (Bestellen bei Amazon.de)

Beitrag vom 17. Dezember 2007 | Rubrik: Willms' Woche

Willms Woche diesmal mit linken Tendenzen

Willms' WocheJede Woche blickte Jennifer Willms in den Jahren 2007/2008 knapp und subjektiv auf die aktuellen literarischen Jahrestage.

»Genet dürfte als jemand gelten, der zu jener Menschenkategorie gehört, deren moralische Verantwortlichkeit leicht gemildert ist.« Zu diesem Schluss kam ein Gutachten, das 1943 über den 33jährigen Jean Genet erstellt wurde. Damals konnte der Schriftsteller bereits auf 10 Gefängnisaufenthalte bedingt durch Diebstahl und Landstreicherei zurückblicken. Auch mit seinem literarischen Werk eckte Genet mehr als einmal an. Die Prüfstelle wilfür jugendgefährdende Inhalte hielt ihn aufgrund pornografischer Darstellungen stets im Auge und die USA verweigerten dem Autor gar wegen »sexueller Abweichungen« die Einreise. Jean Genet wäre am 19. Dezember 97 Jahre alt geworden.

Während Genet recht unverhohlen mit der RAF liebäugelte, litt Heinrich Böll darunter, als geistiger Sympathisant des Terrorismus gescholten zu werden.