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Stichwort: hamburg

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »hamburg« versehen wurden.

Beitrag vom 11. Dezember 2013 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

Stephen King sehen – und sterben

Stephen King (Foto: Wolfgang Tischer)

Stephen King (Foto: Wolfgang Tischer)

Ich bin kein Fan von Stephen King. Früher war er für mich der Inbegriff des Trash-Schreibers. Einer, der Horror-Geschichten zum schnellen Weglesen verfasst, Groschenromane in Backsteinform.

Und heute? Im November 2013 kam Stephen King zum ersten Mal nach Deutschland, um seinen Roman »Doctor Sleep« vorzustellen. Und ich gebe knapp 200 Euro aus, um ihn in Hamburg live zu sehen.

Danach werde ich sterben. Das hat mir Stephen King eröffnet. Seitdem bin ich doch so etwas wie ein Fan.

Beitrag vom 19. Oktober 2012 | Rubrik: Literarisches Leben, Literatur online, Schreiben, Self-Publishing

Selbst ist der Autor: Self-Publishing-Diskussion in Hamburg jetzt als Video verfügbar

Mitschnitt der Selfpublishing-DiskussionUnter dem Titel »Selbst ist der Autor« hatte die gemeinnützige Körber-Stiftung in Hamburg am 18. Oktober 2012 um 19 Uhr zu einer Diskussionsrunde zum Thema »Selbstverlegen« eingeladen.

Unter der Leitung von Christoph Bungartz vom NDR (zuständig u.a. für die Literatursendung »druckfrisch«) diskutierten die Autorin Tanja Dückers, Ina Fuchshuber von Neobooks, der Fotograf Christian Popkes und Wolfgang Tischer, Herausgeber des literaturcafe.de.

Das Interesse an der Veranstaltung war mit ca. 190 Anmeldungen enorm groß. Wer an diesem Abend nicht in Hamburg mit dabei sein konnte, kann sich nun den Mitschnitt ansehen.

Beitrag vom 13. Dezember 2011 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, E-Books

Ein Schandweib und fünf Rezensionen

Collage: Das Schandweib von Claudia Weiss als E-BookUnlängst haben wir fünf Rezensentinnen und Rezensenten für »Schandweib« gesucht. Der historische Roman von Claudia Weiss wurde als sogenanntes »enhanced E-Book« digital erweitert.

Im der elektronischen Ausgabe sind Videos, Audio-Dateien und Kartenlinks eingebaut. Wir wollten wissen, ob diese Elemente die Lektüre tatsächlich bereichern oder eher ablenken. Und wie ist ganz allgemein das Erlebnis, einen 550-Seiten-Schmöker auf einem iPad zu lesen?

Jetzt liegen die fünf E-Book-Besprechungen vor, und sie geben einen überaus interessanten Einblick ins digitale Leseverhalten.

Beitrag vom 26. März 2011 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Buchmesse-Podcast Leipzig 2011, Podcast

Tino Hanekamp: »Von glühenden Momenten muss man erzählen« – Buchmesse-Podcast Leipzig 2011

Tino Hanekamp»So was von da«, lautet der Titel von Tino Hanekamps Romandebüt, das bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist. So was von da scheint Tino Hanekamp jedoch beim Interview noch nicht ganz zu sein. Er sei noch etwas verkatert, gibt er offen zu. In gewisser Weise muss das eine Berufskrankheit seiner Hauptbeschäftigung sein, denn Tino Hanekamp betreibt in Hamburg den Club »Uebel & Gefährlich«.

Wie kommt ein cooler Hamburger Clubbetreiber dazu, einen Roman zu schreiben? Das mit dem Club, meint Hanekamp, sei eher ein Unfall gewesen. Geschrieben habe er schon immer.

Und dann kehrt Hanekamp die Interviewsituation einfach um und befragt den Befrager.

Beitrag vom 22. Dezember 2010 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Literarisches Leben

ZDF beerdigt seine Literatursendung »Die Vorleser«

Aus für »Die Vorleser« im ZDF (Foto: literaturcafe.de)

Foto: literaturcafe.de

Nach nicht mal eineinhalb Jahren hat das ZDF die Literatursendung »Die Vorleser« abgesetzt. Die 10. Sendung vom 3. Dezember 2010 war die letzte. Die Nachfolgesendung von Elke Heidenreichs »Lesen!« war ein konsequenter Quotenflopp am späten Freitagabend. Die beiden Moderatoren Amelie Fried und Ijoma Mangold blieben so farb- und profillos wie die ganze Sendung. Die Beiden konnten im Loben weder mit Elke Heidenreich noch im Kritisieren mit Marcel Reich-Ranicki mithalten. Jetzt meldet der SPIEGEL das Aus für die Literatursendung.

Der SPIEGEL zitiert ZDF-Programmdirektor Thomas Bellut mit den Worten: »Es war sicher auch unser Fehler, dass wir auf eine Doppelmoderation gesetzt hatten.«

Beitrag vom 11. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben

Die Vorleser im ZDF: Fernsehkritik zur ersten Sendung

Das Sofa der Vorleser»Da hinten winkt jemand ganz heftig«, sagte Frau Fried, womit offenbar die Regieassistentin gemeint war – und hopp, weiter zum nächsten Buch … Und schon waren die 30 Minuten der neuen Literatursendung »Die Vorleser« um.

Was kann, was darf man an einer neuen Literatursendung und an einem neuen Moderatorenteam kritisieren? Deutlich war den beiden Vorlesern Amelie Fried und Ijoma Mangold die Aufregung vor dem ersten Mal anzumerken. Deutlich war auch, dass sie sich selbst noch erproben müssen, um den optimalen Umgangsstil miteinander zu finden. Zu künstlich oder aufgesetzt wirkten oftmals Begeisterung oder Dissens bei vorgestellten Titeln. Und schon lautete es wieder: »Dann kommen wir jetzt zum nächsten Buch …«

Beitrag vom 10. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben

Die Vorleser im ZDF: Ein Bericht von der gestigen Aufzeichung der Sendung

Hinter den Kulissen der VorleserHeute Abend (Freitag, 10. Juli 2009) wird um 22 Uhr 30 die erste Folge der neuen ZDF-Literatursendung »Die Vorleser« ausgestrahlt. Das literaturcafe.de hat letzte Woche von der Präsentation des Formats berichtet und die beiden Moderatoren Amelie Fried und Ijoma Mangold interviewt.

Gestern nun fand im alten Hauptzollamt am Hamburger Hafen die Aufzeichnung der Sendung statt, die heute Abend im Fernsehen gezeigt wird.

Isabel Bogdan gehörte zu den Gästen, die im Publikum saßen, und sie berichtet heute in ihrem Weblog von ihrem Live-Eindruck.

Mit freundlicher Genehmigung der Autorin präsentieren wir den Bericht von der gestrigen Fernsehaufzeichnung auch hier im literaturcafe.de. Dafür vielen Dank! Und hier der Bericht:

Beitrag vom 3. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben, Podcast

Die Vorleser im ZDF: Interview mit Amelie Fried und Ijoma Mangold (Podcast-Sonderfolge)

Amelie Fried und Ijoma Mangold im InterviewDie Vorleser im ZDF: Eine Woche vor der Ausstrahlung der ersten Folge der neuen Literatursendung hat sich Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de mit den beiden Moderatoren Amelie Fried und Ijoma Mangold unterhalten. Zudem finden Sie hier einen ausführlichen Bericht über die neue Literatursendung im ZDF.

Amelie Fried ist sicherlich auch Nicht-Lesern als Moderatorin und Journalistin bekannt, anders ist es bei Ijoma Mangold, der jedoch zumindest in literarischen Kreisen z. B. als Bachmannpreis-Juror bekannt sein sollte. Da man seinen Namen nun öfters hören wird, wollte Wolfgang Tischer zunächst einmal wissen, wie man den Vornamen Ijoma korrekt ausspricht.

Im Interview geht es zudem um die Frage, worin der Unterschied zwischen Literaturvermittlung im Feuilleton einer Zeitung und im Fernsehen liegt. Und fürchtet sich Amelie Fried schon davor, künftig von Büchern und Manuskripten überhäuft zu werden?

Beitrag vom 2. Juli 2009 | Rubrik: Literarisches Leben

Amelie Fried: »Die Sendung soll nicht zum Shoppingkanal verkommen« – Das ZDF präsentiert die »Die Vorleser«

Ijoma Mangold und Amelie Fried sind »Die Vorleser« im ZDFEin Sendeplatz für Literatur war frei geworden. Nachdem sich Elke Heidenreich mit »lesen!« selbst ins Aus katapultiert hatte, suchte das ZDF nach einen Nachfolgeformat. Unlängst wurde verkündet, dass es Amelie Fried und Ijoma Mangold sein werden, die den Sendeplatz literarisch beerben.

Ein ausführliches Interview mit den beiden Moderatoren hören Sie in unserem literaturcafe.de-Podcast.

Am 2. Juli 2009 präsentierte das ZDF nun erstmals das neue Moderatorenteam der Presse. Gleichzeitig wurden die Bücher bekannt gegeben, die in der ersten Sendung am 10. Juli 2009 um 22:30 Uhr besprochen werden. Als erster Gast ist der Schauspieler Walter Sittler eingeladen.

Beitrag vom 23. Juli 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

Der Leiter des Hamburger Literaturhauses surft am liebsten im literaturcafe.de

Die Ausgabe August 2008 der Zeitschrift myselfRainer Moritz ist der Chef des Hamburger Literaturhauses. Der Frauenzeitschrift myself hat er in der aktuellen August-Ausgabe 2008 auf Seite 58 verraten, wo er am liebsten durch Texte und Kritiken surft. Seine vier Favoriten sind das Krimiblog von Bibliothekar und RTL-Redakteur (geht das überhaupt?) Ludger Menke, der Schreibclub von Andreas Krämer, der Perlentaucher (natürlich!) und das literaturcafe.de.

Wir sagen danke für die namhafte und kompetente Empfehlung! Schließlich haben wir auch immer brav alle Anrufer weitergeleitet, die bei uns in den letzten Wochen einen Tisch mit Blick auf die Alster bestellen wollten. Auf die Frage, warum sie dazu bei uns und nicht beim Hamburger Literaturhaus anrufen, erhielten wir stets die Antwort: »Bei Google standen Sie ganz oben, als ich nach ‘literaturcafe’ und ‘hamburg’ gesucht habe

Beitrag vom 28. August 2005 | Rubrik: Notizen

Svenja Leiber hat gelesen

Svenja Leiber liestIhr Buch hatte ich schon morgens gekauft. Die Buchhändlerin in einer großen Hamburger Buchhandlung war nett und kompetent und konnte aus meinen eher peinlich rudimentären Angaben ermitteln – »Ein Buch einer Schriftstellerin, deren Namen ich nicht parat habe. Der Titel ist irgendwas mit Büchsen und die Schriftstellerin liest heute Abend in diesem Literaturhotel.« -, dass es sich um Svenja Leiber handelt und der Titel ihres Erzählungsbandes »Büchsenlicht« lautet. Aber er war nicht vorrätig. Ein Anruf in einer anderen Filiale ergibt, dass das Buch dort vorhanden ist und gerne zurückgelegt wird. Vielen Dank, in einer halben Stund hole ich es ab.

»Wollen Sie mal reinschauen?« Die Plastikfolie wird entfernt, der Buchhändler kämpft mit dem Preisaufkleber und bietet mir an, gerne auf einem der im Laden verteilten Sofas Platz zu nehmen. Das muss nicht sein.

Ein längerer Blick ins Buch, ein Anlesen von zwei der insgesamt 13 Erzählungen: eine knappe, sehr reduzierte Sprache. Erzählungen aus und über den Norden, aus dem Flachland der deutschen Republik. Die Beschreibung ländlicher Regionen, deren Bevölkerung zumeist von der Agrarwirtschaft lebt. Das Buch wird gekauft.

Auf der Rückseite des Schutzumschlags ein Bild der Autorin. Wie erschreckt oder bei einer Tätigkeit gestört blickt sie in die Kamera. »Svenja Leiber wurde 1975 in Hamburg geboren, aufgewachsen ist sie in der Nähe von Lübeck. Sie studiert Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Berlin und ist nebenbei als Kunstführerin tätig.« Das steht ebenfalls auf dem Schutzumschlag. Das Buch ist im schweizerischen Ammann Verlag erschienen, in Leinen gebunden und hat ein Lesebändchen. Sehr schön. Selten geworden heutzutage. Wollen die Verlage mit Pappeinbänden Geld sparen oder ist die Einbandart einfach den meisten Lesern egal? Mir nicht. Ich schätze in Leinen gebundene Bücher.

Dann, einige Stunden später, der Airbus A380 hatte an diesem Tag zum ersten mal Hamburg überflogen, genau eine Minute vor 19 Uhr betrete ich den Eingangsbereich des Hotels Wedina. Ein eher schlauchartiger Raum folgt. An der Längsseite Tisch und Mikro, ein Wasserglas. Ich bin richtig. Es sind nicht viele Plätze vorhanden, aber alle bereits besetzt. Ein netter Herr mit Schweizer Dialekt, reißt schnell ein paar »Presse«-Schilder von den Stühlen und bittet mich, dort Platz zu nehmen. Das typische Lesungspublikum, überwiegend Frauen um die Fünfzig.

Es geht gleich los, der ältere Herr begrüßt. Svenja Leiber hat vor Mikro und Wasserglas Platz genommen. Sie wirkt schüchtern, trägt ein blaues Kleid, die Haare blond zum Zopf und um den Kopf geflochten. Norddeutscher kann man nicht aussehen. Sie grüßt kurz, liest die erste Erzählung des Buches, die ich nach dem Vortrag noch nicht verstanden habe und heute nochmals nachlesen werde.

Dann die zweite Geschichte, »die mit der Dorfjugend, die etwas länger ist«. Svenja Leiber liest sehr konzentriert, verliest sich nur ein einziges Mal. Mehr Pausen beim Lesen hätten ihre Texte verdient, ein klein wenig mehr Variationen in der Stimme. Die Autorin blickt höchstens zweimal während des Vortrags kurz ins Publikum, ansonsten ist ihr Blick am Text. Drei Wörter bleiben mir gut in Erinnerung. Im Buch – ich habe es später nachgeschlagen – sind sie durch Punkte getrennt. »Sommerzeit. Langeweile. Rollsplitt.« Eine großartige Kombination, drei Wörter und ein Bild ist da.

Ich sage der Autorin nach der Lesung, dass mich diese Kombination besonders gefreut hat, während Svenja Leiber das Datum und ihren Namen ins Buch schreibt. Sie freut sich. Ich komme mir selbst wegen meines Lobes etwas peinlich vor.

Es war eine nette Lesung, die etwas zu sehr Lesung war. Tisch, Wasserglas und Mikro. Alles sehr rund, irgendwie hätte dem Abend eine kleine Kante gut getan, so wie sie in den Geschichten der Svenja Leiber zu finden sind. Geschichten, über den Norden, die ich gleich auf der Fahrt zurück in den Süden lesen werde.

Wolfgang Tischer

Svenja Leiber: Büchsenlicht: Erzählungen. Gebundene Ausgabe. 2010. Schöffling. ISBN/EAN: 9783895612053. EUR 18,95 » Bestellen bei Amazon.de
Büchsenlicht: Erzählungen von Svenja Leiber (12. Mai 2010) Gebundene Ausgabe. Gebundene Ausgabe. 1600. . EUR 63,93 » Bestellen bei Amazon.de