Zum fünften Mal startet heute der Buchmesse-Podcast des Literatur-Cafés. Bis zum Sonntag werden Sie an dieser Stelle wieder mehrmals täglich interessante Gespräche direkt von der Frankfurter Buchmesse hören.
Bereits im dritten Jahr ist das Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel Medienpartner des Podcasts. Den Anfang macht daher als erste Folge des Podcasts das Mediengespräch mit Börsenblatt-Chefredakteur Torsten Casimir.
Gemeinsam mit Wolfgang Tischer vom Literatur-Café spricht er über die aktuellen Themen, die die Buchbranche bewegen. Das fängt bei aktuellen Dingen wie Digitalisierung und Googles Buchscan-Initiative an und endet beim Glück, dass die Buchbranche hat: trotz allgemeiner Krise verzeichnet sie Umsatzzuwachs.
Ebenso ist das Thema des Gesprächs die Konzentration des Buchmarkts, denn aktuell wird auf der Messe ein Artikel der Süddeutschen Zeitung von heute heftig diskutiert. Der Autor Birk Meinhardt stellt darin wütend die These auf: »Zur Zerstörung einer ganzen Branche badarf es keiner neuen Medien: Ein Konzern wie Thalia besorgt das auf seine Weise.«
Einen Tag vor der Frankfurter Buchmesse widmete man sich am 13.10.2009 auf der TOC-Konferenz der Frage, wie sich Verlage aufgrund der Digitalisierung weiterentwickeln müssen. Seit 2007 veranstaltet der Computerbuchverlag O’Reilly diese Konferenz in New York. In Zusammenarbeit mit der Buchmesse fand sie nun erstmals in Frankfurt und in Europa statt. TOC steht für »Tools of Chance (for Publishing)«, also für die Dinge, die man dem Verleger in die Hand geben sollte, wenn er oder sie sich den Herausforderungen stellen will, die Digitalisierung, Mobilität und virtuelle Gemeinschaften mit sich bringen.
Hochkarätige Referenten – meist aus USA oder Großbritannien – referierten zu diesen Themen und präsentierten ihre Erfahrungen und Visionen.
Mit einigen Hundert Besuchern war der große Ballsaal des Blue Radisson Hotels gut gefüllt, die zeitliche Positionierung direkt vor der Messe erwies sich als ideal.
Vom 10. bis zum 14. Oktober 2007 verwandelt sich der Podcast des Literatur-Cafés zum dritten Mal in den preisgekrönten Buchmesse-Podcast – direkt aus Frankfurt. Erneut werden wir für Sie an den fünf Messetagen über 30 Autoren und andere Prominente interviewen. Freuen Sie sich schon jetzt auf ausführliche und ungekürzte Gespräche u.a. mit Roger Willemsen, Juli Zeh, Dieter Nuhr, Thomas Glavinic, Sibylle Berg, Julia Franck, Tommy Jaud, Hans Leyendecker und mit dem ehemaligen SAT.1-Chef Roger Schawinski.
Erstmals präsentieren wir den Buchmesse-Podcast in diesem Jahr zusammen mit boersenblatt.net – dem Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel. In der aktuellen Vorschau-Folge sprechen wir mit Buchmesse-Direktor Jürgen Boos, der uns seinen Favorit für den Deutschen Buchpreis verrät, der am 8. Oktober zum 3. Mal vergeben wird.
Außerdem unterhalten wir uns in dieser Podcast-Folge mit Günter Rubik von Audiamo, der ersten Hörbuchhandlung Österreichs, die unlängst in Wien eröffnet hat. Und natürlich gibt es am Schluss wieder unser Hörbuch mit Folgen.
Wolf Hass ist vor allen Dingen durch seine Romane mit Kommissar Brenner bekannt geworden. Jetzt hat er eine Liebesgeschichte geschrieben. Obwohl so ganz stimmt das nicht, denn den Roman gibt es eigentlich gar nicht. Stattdessen unterhält sich Wolf Haas in seinem Buch mit der Reporterin der “Literaturbeilage” über den Roman. Ein konsequenter Schritt, so Haas im Interview, denn wenn in den Zeitungen sowieso schon alles von der Handlung verraten wird, dann kann man das mühsame Schreiben des Romans gleich überspringen. “Das Wetter vor 15 Jahren” ist ein unbedingter Lesetipp des Literatur-Cafés. Haas, der schon in seinen Brenner-Romanen alles andere als einen konventionellen Schreibstil hatte, schafft es auch mit seinem neuen Buch, den Leser zu überraschen.
Wolf Haas: Das Wetter vor 15 Jahren. Gebundene Ausgabe. September 2006. Hoffmann und Campe. ISBN 3-455-40004-3. EUR 18,95 (Bestellen bei Amazon.de)
Das Aus kam nicht völlig überraschend: im April 2002 teilt der Vorsitzende der International eBook Award Foundation, Alberto Vitale, mit, dass der Preis in diesem Jahr nicht mehr vergeben wird. Die Stiftung selbst löst sich gleichzeitig auf.
Mit viel Prunk und Pomp wurde der eBook Preis zum ersten Mal im Jahre 2000 in der Frankfurter Oper verliehen. Der rote Teppich war ausgerollt, die Zeremonie glich einer kleinen Oscar-Verleihung und nach dem reichhaltigen Buffet wurden die Besucher mit einem Limousinenservice nach Hause gebracht. Lobbyarbeit in Bestform, um Verlage und Presse davon zu überzeugen, dass der Siegeszug des elektronischen Buchs beginnt.
Getragen wurde die Stiftung überwiegend von Hard- und Softwareherstellern und wichtigen großen Medienkonzernen wie Bertelsmann und AOL Time Warner. Hauptsponsor war jedoch der Microsoft-Konzern, der so den Erfolg seiner eBook-Lösungen ankurbeln wollte.
Ein Jahr später machte sich Ernüchterung breit, denn nichts hatte sich auf dem Markt geändert.
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