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Das Literatur-Café
Der literarische Treffpunkt im Internet - seit 1996

Ein Nachruf auf Elke Heidenreichs Internet-Literatursendung »lesen!«

Elke Heidenreich liest im WebNicht nur Talkmaster Norbert Joa war überrascht und plötzlich sprachlos. »Oh«, meinte er nur, als Elke Heidenreich im Oktober 2009 in einer Radiosendung des Bayerischen Rundfunks fast beiläufig und dennoch selbstverständlich das Ende ihrer Sendung »lesen!« im Internet verkündete.

Heidenreich: »Das Netz ist noch nicht jedermanns Ding. Und die Leute, die ZDF gucken, weiß man, die sind in der Regel älter und das sind nicht unbedingt die, die durchs Netz surfen, die habe ich natürlich alle verloren. Ich krieg’ jetzt ein paar Junge dazu, aber das alles strengt mich auch enorm an, was ich da mache. Ich mache das jede Woche. So viel kann man gar nicht lesen und ich habe mir auch vorgenommen, zum Jahresende damit aufzuhören.«

Der Start im Netz verlief seinerzeit wesentlich lauter. »Das Fernsehen ist ein Auslaufmodell«, verkündete litCOLONY-Macher Werner Köhler damals. Für das Ende 2008 gestartete Literaturportal sollte Elke Heidenreich das Zugpferd werden.

Doch die literarischen Internet-Neulinge vom Rhein hatten das Internet noch nicht verstanden und machten so ziemlich alles falsch, um schließlich Elke Heidenreich ein gutes Jahr später im Netz zu versenken. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Alte Liebe: Elke Heidenreich und Bernd Schroeder im Gespräch – Buchmesse-Podcast 2009

Elke Heidenreich und Bernd Schroeder (Foto: Birgit-Cathrin Duval)

Foto: Birgit-Cathrin Duval

Elke Heidenreich hätte man Vieles fragen können: Warum sie mit »lesen!« im Internet aufhört und was aus der Geschichte mit jenem dubiosen Zuschussverlag geworden ist, der ihren Namen zum Kundenfang missbraucht hat.

Doch da wir mit Autoren sprechen, befragen wir heute Elke Heidenreich als Autorin. Gleich bei zwei Verlagen ist sie auf der Messe präsent: Da ist ihre Musik-Editon bei C. Bertelsmann und ihr neuer Roman »Alte Liebe«, den sie zusammen mit Bernd Schroeder geschrieben hat. Wir haben das Autorenteam am Hanser-Stand getroffen.

Die häufigste Frage, die den beiden zum Roman gestellt wird, ist die nach dem autobiografischen Anteil, die Leser und Journalisten immer gerne stellen. Ein Buch über ein älteres Ehepaar, über Lore und Harry, ist das die Geschichte von Elke und Bernd? Natürlich nicht. Daher stellen wir die Frage an die beiden Buchmarkt-Profis anders? Hemmt das Wissen, dass diese Frage unweigerlich kommen wird und alle das Buch für »wahr« halten werden, nicht beim Schreiben des Romans?

Und überhaupt: Wie schreibt man denn gemeinsam an einem Roman? Klappt das nur, wenn man wirklich als Ehepaar lange genug zusammengelebt hat und genau weiß, was der andere denkt?

Elke Heidenreich, Bernd Schroeder: Alte Liebe. Gebundene Ausgabe. 2009. Hanser. ISBN/EAN: 9783446233935. EUR 17,90 (Bestellen bei Amazon.de)

Von Wolf Haas bis Elke Heidenreich: Unser Buchmesse-Podcast mit über 30 Autoren-Interviews startet am 14. Oktober

Buchmesse Podcast 2009 - präsentiert von literaturcafe.de und dem Börsenbaltt für den Deutschen BuchhandleRoger Willemsen, Thomas Glavinic, Tina Uebel, Feridun Zaimoglu und viele weitere Autoren werden in diesem Jahr wieder im Buchmesse-Podcast des Literatur-Cafés zu hören sein. Die preisgekrönte Gesprächsreihe aus Frankfurt wird im fünften Jahr ihres Bestehens zusammen mit boersenblatt.net präsentiert, dem Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel. Die ungekürzten Audio-Interviews können während der Messe vom 14. bis 18. Oktober 2009 mehrmals täglich bequem auf dem PC, MP3-Player oder über Apple iTunes heruntergeladen und angehört werden.

Warum schult man trotz Fernsehkarriere zum Bio-Bauern um? ttt-Moderator Dieter Moor wird darüber im Buchmesse-Podcast von literaturcafe.de berichten. Ulrich Greiner wird versuchen, die Hörer mit Lyrik zu verführen und Elke Heidenreich erzählt, wie sie zusammen mit Bernd Schroeder über die »Alte Liebe« geschrieben hat. Insgesamt stellen sich auch in diesem Jahr wieder über 30 Autorinnen und Autoren den Fragen von Eileen Stiller und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Nach Elke Heidenreich jetzt auch Börsenblatt des Deutschen Buchhandels von Zuschussverlag instrumentalisiert [Nachtrag]

Bericht auf boersenblatt.netDie kurze Meldung, die das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels am vergangene Freitag in seiner Online-Ausgabe boersenblatt.net in der Rubrik »Hintergrund Recht & Gesetz« verbreitet, klingt edel und gutmütig. Dort ist zu lesen:

»Nachdem bekannt wurde, dass die ‘FAZ’ die Rechte an Texten von Elke Heidenreich gegen Ihren Willen veräußert hat, hat sich die Deutsche Literaturgesellschaft dazu entschlossen, das Buch “Bücher könnte ich lassen, Oper nie!” freiwillig vom Markt zu nehmen.«

Das klingt wahrlich nobel von dieser Deutschen Literaturgesellschaft. Dort arbeiten offenbar noch Menschen mit Anstand. Allen voran deren Geschäfsführer Jörgen Ellenrieder, der laut Börsenblatt verkündet: »Es ist nicht in unserem Interesse, gegen den Willen unserer Autoren zu publizieren. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass die ‘FAZ’ ohne Rücksprache mit Elke Heidenreich und gegen ihren Willen die Rechte an uns vermittelt hat.«

Mit dem Satz »Die Rechte wurden von der ‘FAZ’ lizenziert, wie Verlagsrechte aller großen Verlage weltweit üblicherweise gehandelt werden« endet die kurze Meldung des Börsenblattes. Quelle des Textfragmentes: Die Pressemitteilung der Deutschen Literaturgesellschaft, deren Anfang das Börsenblatt ohne jeglichen journalistischen Ehrgeiz 1:1 übernommen hat und das so den wahren Hintergrund der Deutschen Literaturgesellschaft verschweigt.

Nach Elke Heidenreich ist nun also auch das Börsenblatt des Deutschen Buchhandels ein Opfer der »Werbemaßnahmen« eines Zuschussverlages geworden. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Elke Heidenreich: »Ich bin über die Machenschaften der Deutschen Literaturgesellschaft empört«

Das Buch bei dem Elke Heidenreich angeblich als Herausgeberin auftritt, ist nun erhältlichOhne ihr Wissen veröffentlichte ein Zuschussverlag Texte von Elke Heidenreich in einem Buch, platzierte ein Foto von ihr formatfüllend auf dem Cover und machte sie zur Herausgeberin des schmalen Bändchens (wir berichteten). Nun erreichte uns dazu eine Stellungnahme von Elke Heidenreich. Sie schreibt uns:

»Ich bin über die Machenschaften der sogenannten Deutschen Literaturgesellschaft empört und habe damit nichts zu tun. Im Gegenteil, die Opfer solcher Zuschussverlage beklagen sich oft bei mir, dass sie sich betrogen fühlen.

Meine Verlage, werden juristische Schritte einleiten und prüfen, wie man gegen die Verwendung meines Photos und meiner Texte vorgehen kann.«

Wie es zu dieser merkwürdigen Buchveröffentlichung im Namen Elke Heidenreichs kommen konnte, das erläutern wir Ihnen in diesem Bericht »

Weniger illegal als erwartet: Texte von Elke Heidenreich erscheinen bei einem Zuschussverlag

Das Buch bei dem Elke Heidenreich angeblich als Herausgeberin auftritt, ist nun erhältlichUnlängst hatten wir berichtet, wie ein Zuschussverlag Elke Heidenreich ungefragt zur Herausgeberin eines seiner Bücher machte. Mit dem Namen der bekannten Buchkritikerin sollen offenbar zahlungswillige Buchautoren von der Seriosität des Verlages mit dem wohlklingenden Namen »Deutsche Literaturgesellschaft« überzeugt werden.

Unglaubliches ist passiert: Wir haben das Werk bei einer Online-Buchhandlung bestellt – und es liegt nun tatsächlich auf dem Redaktionsschreibtisch! Physikalisch zumindest ist es also keine Luftnummer.

Veröffentlicht Frau Heidenreich also doch Texte bei einem Zuschussverlag, der sich im Jahre 2008 vom Autor eine Publikation für knapp 10.000 Euro bezahlen lässt und für bis zu drei Gedichte im Jahr darauf knapp 800 Euro an Autorenzuschuss verlangt? Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Dreist: Zuschussverlag macht Elke Heidenreich ungefragt zur Herausgeberin eines seiner Bücher [Nachtrag]

Screenshot: Deutsche LiteraturgesellschaftEinige Zuschussverlage, bei denen Autoren für eine Veröffentlichung zahlen, sind für ihre einschlägigen Methoden und ihr rigoroses Vorgehen gegen Kritiker berüchtigt. Um zahlungswillige Kunden zu ködern, wird dort oft mit wohlklingenden Autorennamen à la Schiller und Goethe geworben, die sich dagegen nicht mehr wehren können.

Umso mehr erstaunt es, dass ein Zuschussverlag mit der hochtrabenden Bezeichnung »Deutsche Literaturgesellschaft« mit dem Namen und dem Konterfei Elke Heidenreichs wirbt. Für Mai 2009 ist auf der Website des Verlages ein neuer Titel angekündigt, bei dem Elke Heidenreich scheinbar als Mitherausgeberin fungiert. Groß ist ihr Gesicht auf dem Cover abgebildet. »Bücher könnte ich lassen, Oper nie!« lautet der Titel (siehe Screenshot).

Wir haben bei Elke Heidenreich nachgefragt. Eindeutige und unmissverständliche Antwort: Elke Heidenreich kennt weder den Verlag noch das Buch. Sie würde auch nie bei »so« einem Verlag veröffentlichen. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Elke Heidenreichs »lesen!« endlich als Podcast

Lesen endlich als PodcastDas Medienecho war gewaltig, als Elke Heidenreich im letzten Jahr verkündete, nach ihrem Rauswurf beim ZDF ihre Sendung »lesen!« im Internet fortzuführen. Es war obendrein die beste PR- und Werbekampagne zum Start der Literatur-Website litCOLONY.de, mit der die Veranstalter des Kölner Literaturfestivals lit.COLOGNE dessen Erfolg auch im Web fortsetzen wollten. Aufgrund persönlicher Beziehungen konnte man Elke Heidenreich als Zugpferd gewinnen.

Doch jeden Kenner der aktuellen Web-Landschaft erstaunte es, wie sehr man sich mit diesem Literaturportal einmauerte und nichts nach draußen gab. Die Sendung »lesen!« sollte offenbar nur auf der litCOLONY-Website betrachtet werden, ein Einbetten des Videos in andere Websites war zwar möglich, wurde jedoch im Gegensatz zu YouTube nicht groß beworben. Offenbar lebte man im Glauben vergangener Web-Zeiten, dass es nur zählt, Besucher, Klicks und Visits auf die eigene Website zu ziehen, um so Werbeplatz und Bücher zu verkaufen.

Eines der größten Versäumnisse war es daher, die Heidenreichsche Bücher-Dauerwerbesendung nicht als Podcast anzubieten. Einer der Kritikpunkte, die Literatur-Café-Herausgeber Wolfgang Tischer zuletzt in einem Interview mit Deutschlandradio KULTUR hervorhob. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Über Heidenreich und litcolony.de: Zu Gast in der Live-Sendung »Breitband « von Deutschlandradio Kultur

BreitbandBreitband heißt die Sendung im Deutschlandradio Kultur, die sich immer samstags zwischen 14 und 15 Uhr mit den neuen und alten Medien und ihrer Kultur befasst. Hier werden Themen tiefer und nicht nur in den ansonsten radioüblichen 90 Sekunden behandelt. Und auch die Musik ist erfrischend anders, denn es ist »freie« Musik, weit ab von den Rotationslisten der Formatradios. Die Beiträge aus Breitband können auch per Podcast abonniert werden, denn für viele wird Samstagmittag nicht unbedingt die ideale Zeit zum Radiohören sein.

Breitband ist aus der Sendung »Blogspiel« hervorgegangen, in der ich vor einiger Zeit in Berlin zu Gast war – eine Sendung, die sich damals ausschließlich dem Thema Literatur und Internet widmete.

Am vergangenen Samstag  (28.02.2009) war ich Gast in Breitband, um als Experte etwas zur neuen Literaturwebsite litcolony.de zu sagen und der Sendung »lesen!« von Elke Heidenreich, die seit dem Rauswurf beim ZDF nun im Internet beheimatet ist. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

Offener Brief ans ZDF: Keine literarische Kaffeefahrten mehr

Brief an das ZDFDer Bundesverband der jungen Autorinnen und Autoren (BVjA) hat sich in die Diskussion um die Heidenreich-Nachfolge eingemischt und einen offenen Brief ans ZDF geschrieben. Darin fordert der Verband ein Ende der »spätabendlichen literarischen Kaffeefahrten, in denen Bücher von Prominenten nur in die Kamera gehalten und gelobt werden, wobei insbesondere Bücher aus dem Ausland oder Bestseller in der Heidenreich-Sendung häufig ihren Sendeplatz bekamen.«

Bereits mit der Ersatzsendung im Dezember habe man die Chance vertan »ein frisches Format etwa mit einem Moderator unter 35 Jahren und aufregender junger Literatur anzubieten und stattdessen auf eine lustlose Anpreisung von Büchern« gesetzt. Eine Wortwahl, die uns beim Literatur-Café durchaus bekannt vorkommt.

Weiter fordert der BVjA »dass in der neuen Sendung wieder Bücher besprochen werden, und nicht nur über sie gesprochen wird«. Von diesem Sendeplatz solle, so der Verband, kein »Starallüren-Charakter« mehr ausgehen. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »

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