Doch die ARD-Mediathek hat im wahrsten Sinne des Wortes auch ihre guten Seiten, denn endlich kann man dort die Büchersendung »Druckfrisch« mit Denis Scheck ansehen und sogar als Video-Podcast abonnieren. Vorbei also die Zeiten, an denen man sich geärgert hat, weil man diese gut gemachte Literatursendung am Sonntagabend um 23:30 Uhr verpasst hat und sie auch im Netz nachträglich nicht abrufen konnte.
Jetzt kann man Autoren-Interviews, Buchtipps und -kritiken auch unterwegs auf dem iPod »nachsehen«. Die Sendungen liegen dabei nicht jeweils als komplette Datei vor, sondern sind unterteilt, was den Vorteil hat, dass man Interviews wie z.B. mit Ray Bradbury oder Siri Hustvedt auch gezielt auswählen und ansehen kann.
Hätte man uns gefragt, wir hätten vermutet, er sei schon längst tot. Nein, nicht Denis Scheck, sondern Ray Bradbury. Mit »Fahrenheit 451« hatte Letzterer bereits 1953 einen Klassiker der Science-Fiction-Literatur geschrieben, der eine ebenso düstere Zukunftsvision entwirft wie Orwells »1984«. In der von Bradbury beschriebene Zukunft ist das Lesen und der Besitz von Büchern verboten. 451 Fahrenheit ist die Temperatur, bei der Bücher beginnen zu brennen. Daher der Titel. Ein weiteres bekanntes Werk von Bradbury sind »Die Mars-Chroniken«.
88 Jahre ist Bradbury inzwischen alt und Denis Scheck hat ihn für seine Sendung »druckfrisch« besucht. In der Vorankündigung heißt es: Bradbury lebt in Los Angeles in einem bizarren Appartement zwischen Plastikdinosaurier und gigantischem Plasmabildschirm, und räsoniert finster raunend über die Zukunft der Gegenwart. »druckfrisch« wird am Sonntag, 3. Februar 2008 um 23:30 Uhr gesendet. Desweiteren sind Gila Lustiger und Hans Magnus Enzensberger im Gespräch mit Denis Scheck.
Nachtrag(end): Was war das? Entgegen der Vorankündigung kein Bradbury in der Sendung! Selbst im Videotext stand es noch, als die Sendung schon vorbei war. Grrrr…
Er ist einer der wenigen, der im Fernsehen für die Literatur kämpft. Acht Mal im Jahr heißt es in der ARD am sehr späten Sonntagabend »Druckfrisch«. Der Radio- und Fernsehjournalist Denis Scheck spricht im Buchmesse-Podcast darüber, wie er Martin Walser zu Lobeshymnen auf Stephen King bringt und warum für ihn die Karnevalssaison mit Verkündung des Literaturpreises beginnen sollte. Die Buchmesse selbst ist für ihn eine Mischung zwischen Kindergeburtstag und Weihnachten. Man freut sich drauf, es ist toll, aber es ist auch schön, wenn alles wieder vorbei ist.
Natürlich muss Scheck für uns ein Statement zu den aktuellen Literaturpreisträgerinnen abgeben: Deutscher Buchpreis für Julia Franck und – heute bekannt gegeben – Literaturnobelpreis 2007 für Doris Lessing, die »Grand Old Literaturschachtel« wie Scheck sie nennt.
Das ging ja fix. Im letzten Oktober gestartet, wird die Literatur-Sendung »Wickerts Bücher« nach der nächsten Ausgabe im Mai schon wieder eingestellt. Ulrich Wickert selbst habe die ARD darum gebeten. Die Vorbereitung auf die Sendung habe zu viel Zeit in Anspruch genommen, so der Moderator in einem Interview mit der FAZ. Wickert will diese Zeit besser für das Schreiben eigener Bücher nutzen. Ganz nachvollziehbar ist diese Ausrede nicht, denn »Wickerts Bücher« wird als Radiosendung überleben. Dann jedoch nur mit einem Studiogast.
Wir erinnern uns an die furiose Auftaktsendung, die wirkte, als käme sie direkt von der Sonnenterrasse eines Seniorenstifts. Immerhin garantierte Wickert selbst den von hartnäckigen Einschlafstörungen Geplagten ein Wegdösen binnen Sekunden. Sie werden Wickert vermissen – oder künftig Radio hören müssen. Eine überflüssige und schnarchlangweilige Literatursendung für Oberstudienräte wird beendet.
Schade nur, dass es damit generell eine Literatursendung im Fernsehen weniger gibt. Denn einen Ersatz wird es nicht geben, da die Kulturchefs der ARD ohnehin im Mai entscheiden wollten, ob »Druckfrisch« mit Denis Scheck oder »Wickerts Bücher« aufgrund der geringen Zuschauerzahlen abgesetzt wird. Wickerts Entscheidung hat die der ARD obsolet gemacht. Zum Glück! Denn ginge es nach Zuschauerzahlen, so stünden im Schnitt 420.000 (Scheck) gegen 520.000 (Wickert). Schecks Art der Literaturkritik ist umstritten, doch kommt seine Sendung im Vergleich zu Wickert wie ein bunter Kindergeburtstag daher. Scheck regt (gelegentlich) mit seinen harten und deutlichen Urteilen auf – und seine Sendung macht Spaß. Wir sollten Wickert danken!
Vermute, dass die Typen, die tagsüber am Hauptbahnhof Abos der Süddeutschen verticken, nachts als Türsteher arbeiten.10.02.2012 12:54 Uhrfrom Tweetings for iPhone
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Die Veranstaltungen sind vorbei. Die Abschlussfeier läuft. Danke an alle Besucher. Bis zum nächsten Jahr!17.09.2011 22:36 Uhrfrom web
Zum Abschluss heute abend: Susanne Heinrich, Thalstroem und das Eb: „WIR“ - eine Performance. Es gibt noch Karten! http://t.co/SRwkjbL817.09.2011 16:17 Uhrfrom web
Und das Forum des BBC World Service: Warum Grün das neue Rot ist mit Paul Harding, Tanja Dückers & Luis Berrios-Negron http://t.co/BmqLrM8d17.09.2011 09:58 Uhrfrom web
Um 14 Uhr beginnen wir mit 2 Veranstaltungen: THEATERTREFFEN: NEUE DRAMATIK AUS EUROPA. Lesungen und Autorenportraits http://t.co/yMu9bUpj17.09.2011 09:56 Uhrfrom web
Der letzte Festivaltag ist angebrochen. Letzte Chance dieses Jahr eine der tollen ilb-Veranstaltungen zu besuchen! #ilb201117.09.2011 08:59 Uhrfrom web
Forum d. BBC World Service: Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker: Warum Grün das neue Rot ist. Infos: http://t.co/2yZgqEts15.09.2011 16:58 Uhrfrom web
Das Forum des BBC World Service in Berlin! "Gedanken der erfolgreichsten Schriftsteller und Denker" Ist Berlin ein kulturelles Wunderkind?15.09.2011 16:56 Uhrfrom web
RT @literaturwelt: Gary Shteyngart mit „Super Sad True Love Story“ auf dem Berliner Literaturfestival: „I thought that Russia would... h ...15.09.2011 13:45 Uhrfrom web
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