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Stichwort: druckfrisch

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »druckfrisch« versehen wurden.

Beitrag vom 14. Mai 2008 | Rubrik: Literatur online, Notizen

»Druckfrisch« endlich als Video-Podcast

Druckfrisch als PodcastDie neue ARD-Mediathek, die an Pfingsten online gegangen ist, kommt bei Bloggern und Zeitungen überaus schlecht weg. Alles wirke wenig durchdacht und es sei ein »unübersichtlicher Clip-Salat«.

Doch die ARD-Mediathek hat im wahrsten Sinne des Wortes auch ihre guten Seiten, denn endlich kann man dort die Büchersendung »Druckfrisch« mit Denis Scheck ansehen und sogar als Video-Podcast abonnieren. Vorbei also die Zeiten, an denen man sich geärgert hat, weil man diese gut gemachte Literatursendung am Sonntagabend um 23:30 Uhr verpasst hat und sie auch im Netz nachträglich nicht abrufen konnte.

Jetzt kann man Autoren-Interviews, Buchtipps und -kritiken auch unterwegs auf dem iPod »nachsehen«. Die Sendungen liegen dabei nicht jeweils als komplette Datei vor, sondern sind unterteilt, was den Vorteil hat, dass man Interviews wie z.B. mit Ray Bradbury oder Siri Hustvedt auch gezielt auswählen und ansehen kann.

Eine feine Sache!

Beitrag vom 30. Januar 2008 | Rubrik: Notizen

Fernsehtipp: Denis Scheck zu Gast bei Ray Bradbury

DruckfrischHätte man uns gefragt, wir hätten vermutet, er sei schon längst tot. Nein, nicht Denis Scheck, sondern Ray Bradbury. Mit »Fahrenheit 451« hatte Letzterer bereits 1953 einen Klassiker der Science-Fiction-Literatur geschrieben, der eine ebenso düstere Zukunftsvision entwirft wie Orwells »1984«. In der von Bradbury beschriebene Zukunft ist das Lesen und der Besitz von Büchern verboten. 451 Fahrenheit ist die Temperatur, bei der Bücher beginnen zu brennen. Daher der Titel. Ein weiteres bekanntes Werk von Bradbury sind »Die Mars-Chroniken«.

88 Jahre ist Bradbury inzwischen alt und Denis Scheck hat ihn für seine Sendung »druckfrisch« besucht. In der Vorankündigung heißt es: Bradbury lebt in Los Angeles in einem bizarren Appartement zwischen Plastikdinosaurier und gigantischem Plasmabildschirm, und räsoniert finster raunend über die Zukunft der Gegenwart. »druckfrisch« wird am Sonntag, 3. Februar 2008 um 23:30 Uhr gesendet. Desweiteren sind Gila Lustiger und Hans Magnus Enzensberger im Gespräch mit Denis Scheck.

Nachtrag(end): Was war das? Entgegen der Vorankündigung kein Bradbury in der Sendung! Selbst im Videotext stand es noch, als die Sendung schon vorbei war. Grrrr…

Beitrag vom 11. Oktober 2007 | Rubrik: Buchmesse-Podcast 2007, Podcast

Denis Scheck: Druckfrisch – Buchmesse-Podcast 2007

Denis ScheckEr ist einer der wenigen, der im Fernsehen für die Literatur kämpft. Acht Mal im Jahr heißt es in der ARD am sehr späten Sonntagabend »Druckfrisch«. Der Radio- und Fernsehjournalist Denis Scheck spricht im Buchmesse-Podcast darüber, wie er Martin Walser zu Lobeshymnen auf Stephen King bringt und warum für ihn die Karnevalssaison mit Verkündung des Literaturpreises beginnen sollte. Die Buchmesse selbst ist für ihn eine Mischung zwischen Kindergeburtstag und Weihnachten. Man freut sich drauf, es ist toll, aber es ist auch schön, wenn alles wieder vorbei ist.

Natürlich muss Scheck für uns ein Statement zu den aktuellen Literaturpreisträgerinnen abgeben: Deutscher Buchpreis für Julia Franck und – heute bekannt gegeben – Literaturnobelpreis 2007 für Doris Lessing, die »Grand Old Literaturschachtel« wie Scheck sie nennt.

Beitrag vom 30. April 2007 | Rubrik: Literarisches Leben

Mit Ulrich Wickert jetzt vor dem Radio einschlafen

Wickerts BücherDas ging ja fix. Im letzten Oktober gestartet, wird die Literatur-Sendung »Wickerts Bücher« nach der nächsten Ausgabe im Mai schon wieder eingestellt. Ulrich Wickert selbst habe die ARD darum gebeten. Die Vorbereitung auf die Sendung habe zu viel Zeit in Anspruch genommen, so der Moderator in einem Interview mit der FAZ. Wickert will diese Zeit besser für das Schreiben eigener Bücher nutzen. Ganz nachvollziehbar ist diese Ausrede nicht, denn »Wickerts Bücher« wird als Radiosendung überleben. Dann jedoch nur mit einem Studiogast.

Wir erinnern uns an die furiose Auftaktsendung, die wirkte, als käme sie direkt von der Sonnenterrasse eines Seniorenstifts. Immerhin garantierte Wickert selbst den von hartnäckigen Einschlafstörungen Geplagten ein Wegdösen binnen Sekunden. Sie werden Wickert vermissen – oder künftig Radio hören müssen. Eine überflüssige und schnarchlangweilige Literatursendung für Oberstudienräte wird beendet.

Schade nur, dass es damit generell eine Literatursendung im Fernsehen weniger gibt. Denn einen Ersatz wird es nicht geben, da die Kulturchefs der ARD ohnehin im Mai entscheiden wollten, ob »Druckfrisch« mit Denis Scheck oder »Wickerts Bücher« aufgrund der geringen Zuschauerzahlen abgesetzt wird. Wickerts Entscheidung hat die der ARD obsolet gemacht. Zum Glück! Denn ginge es nach Zuschauerzahlen, so stünden im Schnitt 420.000 (Scheck) gegen 520.000 (Wickert). Schecks Art der Literaturkritik ist umstritten, doch kommt seine Sendung im Vergleich zu Wickert wie ein bunter Kindergeburtstag daher. Scheck regt (gelegentlich) mit seinen harten und deutlichen Urteilen auf – und seine Sendung macht Spaß. Wir sollten Wickert danken!