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Stichwort: computerspiele

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »computerspiele« versehen wurden.

Beitrag vom 1. Juni 2017 | Rubrik: Podcast

Narrativa: Hans-Joachim Backe über das Erzählen in Computerspielen

Videospielexperte Dr. Hans-Joachim Backe von der IT University Kopenhagen auf der Narrativa (Foto: Tischer)

Videospielexperte Dr. Hans-Joachim Backe von der IT University Kopenhagen auf der Narrativa (Foto: Tischer)

Dr. Hans-Joachim Backe promovierte über »Strukturen und Funktionen des Erzählens im Computerspiel« und ist seit 2013 Assistenzprofessor am Center for Computer Games Research der IT University Kopenhagen, wo er Computerspieltheorie, -geschichte und -design unterrichtet.

Wolfgang Tischer und Fabian Neidhardt sprachen mit Hans-Joachim Backe auf der Narrativa über das Erzählen in und für Computerspielen, das weitaus mehr ist als der Kampf Gut gegen Böse.

Beitrag vom 12. März 2009 | Rubrik: Literarisches Leben

Nach dem Amoklauf in Winnenden: Morden mit Goethe, Hesse und Poe?

Im Fachhandel erhältlich: Waffen für den AmoklaufFür Amokläufe gibt es strenge, ungeschriebene Regeln. Diese gelten nicht nur für die Tat selbst, sondern auch für die Reaktionen der Presse, der Politiker, der »Experten« und »der Öffentlichkeit«. Visuell hat sich für einen Amoklauf in den Medien zudem das Bild des langhaarigen weiblichen weinenden Teenys durchgesetzt. Weinende Teenager kostet nach Angaben von w&v zwischen 20 und 100 Euro. Zum Standard gehört mittlerweile auch die Ankündigung der Tat im Internet.

Nach den Ereignissen in Winnenden wird die Schuld erwartungsgemäß bei Computerspielen (»Killerspielen«) gesucht. Dass ein männlicher Jugendlicher Counterstrike auf seinem Rechner hat, dürfte heutzutage mit fast 100%iger Sicherheit der Fall sein.

Dass die modernen Medien schuld sind und dass sie schlimmer eingeschätzt werden als die »alten« Medien davor, ist nichts Neues. Früher galten selbst Bücher als Nahrung für das Böse. Unter dem Titel »Morden mit Goethe, Hesse und Poe?« schrieb Johannes Näumann bereits 2002 über dieses Phänomen einen Artikel für das literaturcafe.de. Anlässlich des Amoklaufs in Winnenden haben wir ihn nochmals durchgelesen und festgestellt, dass man nur den Tatort und den Namen des Täters ändern muss. Jetzt können Sie dies im Artikel sogar selbst mit einem Mausklick erledigen. Der Rest ist auch 7 Jahre danach noch topaktuell.

Der von Hermann Hesse in »Klein und Wagner« beschriebene Amoklauf trug sich übrigens in Degerloch zu. Das ist keine 25 km von Winnenden entfernt. Ein Zufall?

Weiterlesen »Nach dem Amoklauf in Winnenden: Morden mit Goethe, Hesse und Poe?« »

Beitrag vom 22. Juni 2007 | Rubrik: Notizen

Goethe und die Drogen oder: Wie kriegt man Jugendliche zu Goethe?

Im Spiegel Online findet sich ein aus GEO entnommener, höchst vergnüglicher und auch deswegen lesenswerter Text von Harald Martensteins Vater-Sohn-Reise nach Weimar, in dem der Vater sich bemüht, seinem Sohn aus dem Goethe-Gymnasium ebendessen Namensgeber nahe zu bringen. Der Sohn ist auch nicht auf den Mund gefallen: »Wenn Werther von Goethe eine Selbstmordwelle ausgelöst hat, dann können Bücher genauso gefährlich sein wie Computerspiele. Trotzdem fordert keiner, sie zu verbieten.« Wir fordern das ja schon seit langem!

PS: Den Werther gibt es kostenlos als Hörbuch im Café zum Nachhören der These!