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Stichwort: Buchtipp

Alle Beiträge, die von der literaturcafe.de-Redaktion mit dem Stichwort »Buchtipp« versehen wurden.

Beitrag vom 11. Dezember 2009 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps, Schreiben

Feines Büchlein für Autoren: »Aus dem Lektorat: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen«

Isa Schikorsky: Aus dem LektoratIsa Schikorsky hat ein feines, kleines und nützliches Buch für Prosa-Autorinnen und -Autoren geschrieben, welches exakt das enthält, was sein Untertitel verspricht: 50 Tipps zum Schreiben und Veröffentlichen. Mit den Rubriken »Schreibtipps für Erzähltexte«, »Erste Schritte auf dem Literaturmarkt«, »Professionell in Formfragen«, »Aspekte der Verlagssuche« und »Literatur zum Schreiben und Veröffentlichen« sind nahezu alle wichtigen Aspekte beleuchtet.

Isa Schikorsky, die als Autorin und freie Lektorin arbeitet, schreibt wunderbar verständlich, und da bei 50 Tipps auf 132 Seiten einige Themen nicht länger als eine Seite behandelt werden, gibt die Autorin wertvolle und hilfreiche Literaturhinweise zum Weiterlesen – oder rät, wenn es angebracht ist, auch von zweifelhafter Ratgeberliteratur ab.

Natürlich dürfte erfahrenen Autorinnen und Autoren vieles von dem, was Schikorsky beschreibt, bekannt sein. Das Buch ist in erster Linie für Schreibanfänger ideal, doch gibt es auch erfahrenen Autoren neue Impulse oder bringt einige Dinge wieder ins Bewusstsein.

Beitrag vom 29. Oktober 2009 | Rubrik: Buchkritiken und Tipps

Die Wahrheit über Tina Uebels »Die Wahrheit über Frankie«

Tina Uebel: "Die Wahrheit über Frankie" und andere BücherBlödsinn: Es gibt mitnichten Wahrheit; es gibt allenfalls so etwas wie Wirklichkeit – und die ist sehr individuell. Es gibt sie abstrakt als Suche nach einem Sinn im Leben, damit es nicht ganz so öde vor sich hin dümpelt. So empfindet das bereits die Protagonistin in Tina Uebels Erstling von 1999, »Frau Schrödinger bewältigt die Welt« – Eines dieser 40+1 Kleinodien sei hier zitiert:

Frau Schrödinger zwischen Sasel und Poppenbüttel
Frau Schrödinger, deren Sehnsucht nach universeller Harmonie der Dinge seit jeher ebenso unerfüllt wie beträchtlich gewesen ist, und die in schwachen Momenten sogar ab und an unüberzeugt mit dem Gedanken spielte, sich eine Religion zuzulegen, kam neulich mit ihrem Auto, irgendwo zwischen Sasel und Poppenbüttel, an einem kleinen, weißen Lieferwagen vorbei, auf dem, kaum erkennbar, in grüner, schwungvoller Schrift » Weinhaus Gröhl» geschrieben stand.
Da wurde Frau Schrödinger ganz leicht ums Herz, denn solche erhabenen Momente waren es, die sie doch auf die Existenz eines Gottes hoffen ließ, und sie fühlte sich fast so glücklich wie damals, als ihr die »Klempnerei Rumohr« erschienen war.

Das Weinhaus gibt es tatsächlich, ebenso wie in Rumohr eine Klempnerei – insofern hat diese Episode einen wahren Kern. Aber ob das wirklich ein so erhabener Moment ist?