»Rohlinge« ist Claire Beyers bisher poetischster Roman. Fast hat es den Anschein, als kehrte die Autorin mit jedem neuen Roman weiter zu ihren Anfängen zurück. Beyer hat ihre ersten 30 Autorenjahre vor allem Gedichte veröffentlicht.
Eine Sensibilität für die leisen Zwischentöne zeichnet Beyers Sprachkunst aus. Sie möchte, wie sie erklärt, den Raum für Denken und Phantasie zwischen den Zeilen öffnen. Denn das schätze sie als Leserin besonders. Man schreibe eben immer so, wie man auch selber gerne liest.
Beyers neuer Roman handelt von einem lettischen Jungen, der sich in Deutschland fühlt wie »am Rande der Welt zurückgelassen«. Donalds Gegenspielerin ist eine alleinstehende Grundschullehrerin, die sich in die Vergangenheit flüchtet. Was geschieht, wenn zwei einsame Figuren zusammentreffen – werden sie zu Diamanten, Bernstein oder Rohlingen?
Claire Beyer: Rohlinge: Roman. Gebundene Ausgabe. 2009. Frankfurter Verlagsanstalt. ISBN/EAN: 9783627001636. EUR 17,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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Roger Willemsen, Thomas Glavinic, Tina Uebel, Feridun Zaimoglu und viele weitere Autoren werden in diesem Jahr wieder im Buchmesse-Podcast des Literatur-Cafés zu hören sein. Die preisgekrönte Gesprächsreihe aus Frankfurt wird im fünften Jahr ihres Bestehens zusammen mit boersenblatt.net präsentiert, dem Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel. Die ungekürzten Audio-Interviews können während der Messe vom 14. bis 18. Oktober 2009 mehrmals täglich bequem auf dem PC, MP3-Player oder über Apple iTunes heruntergeladen und angehört werden.
Warum schult man trotz Fernsehkarriere zum Bio-Bauern um? ttt-Moderator Dieter Moor wird darüber im Buchmesse-Podcast von literaturcafe.de berichten. Ulrich Greiner wird versuchen, die Hörer mit Lyrik zu verführen und Elke Heidenreich erzählt, wie sie zusammen mit Bernd Schroeder über die »Alte Liebe« geschrieben hat. Insgesamt stellen sich auch in diesem Jahr wieder über 30 Autorinnen und Autoren den Fragen von Eileen Stiller und Wolfgang Tischer vom literaturcafe.de. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »
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Am Stand des C.H. Beck Verlags sitzt ein gut gelaunter Hans Pleschinski. Soeben hat er erfahren, dass die Süddeutsche seinen neuen Roman »Ludwigshöhe« überaus positiv besprochen hat. Das beflügelt und führt natürlich gleich zum ersten Thema des Gesprächs darüber, wie der Autor allgemein mit Kritik umgeht.
Der noble Name »Ludwigshöhe« steht für eine Villa am Starnberger See, in der ein ungewöhnliches Geschäft betrieben wird: Um das umfangreiche Erbe ihres Onkels anzutreten, müssen drei Geschwister eine gewisse Zeit lang in diesem Haus ein Hospitz für Lebensmüde einrichten. Ein Ort, an dem man in Ruhe und Beschaulichkeit Selbstmord begehen kann.
Hans Pleschinski: Ludwigshöhe. Gebundene Ausgabe. 2008. C.H. Beck. ISBN/EAN: 9783406576898. EUR 24,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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In einer wunderbar leichten und doch präzisen Sprache erzählt Norbert Gstrein in seinem Roman von zwei Menschen, die kurz vor dem drohenden Krieg zwischen Serben und Kroaten nach Jugoslawien zurückkehren. Die eine, Marija, sucht den Ort ihrer Kindheit, der andere, »der Alte«, ein Faschist, der Jahre in Argentinien zubrachte, sieht seine Stunde gekommen und den Kommunismus endgültig am Boden. Erneut will er in den Krieg ziehen. Die beiden sind Tochter und Vater, doch glaubte Marija all die Jahre, dass ihr Vater bereits nicht mehr am leben sei.
Und dann ist da nach Ludwig, ein ehemaliger österreichischer Polizist, der nach einem tragischen Zwischenfall seinen Dienst quittiert hat und nun beim »Alten« als eine Art Söldner anheuert und zum Vermittler und Boten zwischen Vater und Tochter wird.
Im Buchmesse-Podcast erzählt der Österreicher Norbert Gstrein, wie er Personen und Handlung entwickelt hat und warum für ihn die »unreinen« und nicht perfekten Geschichten eigentlich die viel interessanteren und besseren sind.
Norbert Gstrein: Die Winter im Süden. Gebundene Ausgabe. 2008. Hanser Belletristik. ISBN/EAN: 9783446230484. EUR 19,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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In einer auf Deutsch etwas unbeholfen klingenden Meldung voller Rechtschreibfehler teilt der Print-on-Demand-Anbieter Lulu.com seinen Kunden mit, dass sich die Endpreise im Lulu-Online-Shop ab dem 28. Oktober 2008 erhöhen werden.
»Niemand ist gefeit gegen unsere momentane Wirtschaftlage (sic!)«, schreibt Lulu-Gründer Bob Young in der Nachricht an die Autoren. »Die Kosten, unser Unternehmen zu leiten sind gestiegen und die Inflation beinträchtigt (sic!) viele unserer existierenden Angebote.« Mit den »erhöhten Kosten für Rohmaterialien, Fracht und Versand« müsse man leider den Grundpreis anheben.
So erhöht sich beispielsweise der Grundpreis für eine Publikation im Format DIN A5 von derzeit 3,85 Euro auf 4,86 Euro. Hinzu kommt der Preis pro Buchseite, der sich von 2 Cent auf 2,2 Cent erhöht. Die Gesamtherstellungskosten eines Buches mit 200 Seiten betragen also derzeit 7,85 Euro und demnächst 9,08 Euro. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »
Uwe Timm, Roger Willemsen, Karen Duve, Feridun Zaimoglu und viele weitere Autoren werden in diesem Jahr wieder im Buchmesse-Podcast des Literatur-Cafés zu hören sein. Die preisgekrönte Gesprächsreihe aus Frankfurt wird auch in diesem Jahr zusammen mit boersenblatt.net präsentiert, dem Online-Magazin für den Deutschen Buchhandel. Die ungekürzten Audio-Interviews können während der Messe vom 15. bis 19. Oktober 2008 mehrmals täglich bequem auf dem PC, MP3-Player oder über Apple iTunes heruntergeladen und angehört werden.
Star-Regisseur Volker Schlöndorff wird im Buchmesse-Podcast von literaturcafe.de genauso über seine Lebenserinnerungen berichten wie der ehemalige Sex-Aufklärer Oswalt Kolle. Insgesamt stellen sich auch in diesem Jahr wieder über 30 Autorinnen und Autoren den Fragen von Eileen Stiller und Wolfgang Tischer vom Literatur-Café. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »
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Unser (nahezu) monatliches literarisches Radioprogramm im MP3-Format können Sie über die Links am Ende dieses Beitrags herunterladen oder sofort anhören. Besser und komfortabler ist das Abo des Podcast-Feeds z. B. mit Apple iTunes. So verpassen Sie keine Folge. Die Feed-Links finden Sie auch rechts am Rand dieser Seite.
Übrigens: Vom 15. bis zum 19. Oktober 2008 wird sich dieser Podcast zudem wieder wie in den Jahren zuvor in den Buchmesse-Podcast verwandeln mit über 30 Gesprächen direkt von der Frankfurter Buchmesse.
Die 29. Folge wird moderiert von Wolfgang Tischer.
Die Themen: (mit Zeitangabe im Podcast und Links)
- Intro: Hallo. Ich lese in der kleinsten Bibliothek der Welt.
- Literarisches Filmschnipselquiz: Die Auflösung zweier Folgen (02:06)
- Literatur und Pornografie: Ein Interview mit dem Literaturwissenschaftler Florian Cramer (04:10)
- Das neue literarische Filmschnipselquiz: Diesmal etwas populärer (14:21)
- Hörbuch mit Folgen: Antje Bruns liest Fräulein Else von Arthur Schnitzler – Teil 10 (15:05)
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Michael Köhlmeier spricht über die Magie des Schreibens. Was vielleicht pathetisch klingen mag, muss man einfach im Interview hören. Fast überlebensgroß tritt die Romanfigur des Carl Jakob Candoris nicht nur dem Leser, sondern auch dem Autor gegenüber. Der Roman »Abendland« war unter den sechs Finalisten des Deutschen Buchpreises 2007. Köhlmeier zeichnet darin anhand eines Lebens nicht weniger als das 20. Jahrhundert nach. Zugleich hat für Köhlmeier der Begriff des Abendlandes zur Jahrtausendwende seinen Abschluss gefunden.
Meisterhaft verwebt Köhlmeier die Geschichte mit dem Leben seiner Hauptfiguren, und es ist nicht nur ein dickes Buch, sondern auch ein großartiger Roman entstanden. »Am Anfang des Romans wusste ich nicht, was mir dieser Carl Jakob Candoris erzählen wird. Und wenn ich es gewusst hätte, dass es so eine Riesengeschichte ist, dann hätte es mich geschreckt«, so Köhlmeier. Als Leserin oder Leser können wir froh darüber sein, denn so ist einer der besten Romane des Bücherherbstes 2007 und darüber hinaus entstanden.
Michael Köhlmeier: Abendland: Roman. Taschenbuch. 2008. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423137188. EUR 9,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Michael Köhlmeier: Abendland. Gebundene Ausgabe. 2007. Hanser Belletristik. ISBN/EAN: 9783446209138. EUR 24,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Michael Köhlmeiers "Abendland". Fünf Studien. Broschiert. 2010. Studienverlag. ISBN/EAN: 9783706549363. EUR 17,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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Auch wenn er sich bescheiden nicht so sieht, gilt Hans Leyendecker als einer der besten Journalisten Deutschlands. Allein oder im Team deckte er viele der großen Affären auf, so z. B. die um Flick, Lambsdorff, Späth, Barschel oder Kohl. Achtzehneinhalb Jahre lang war er beim SPIEGEL, seit geraumer Zeit ist er leitender Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung.
In seinem neuen Buch »Die große Gier« beschreibt er minutiös, wie die großen Wirtschaftsskandale der letzten Zeit abliefen: Siemens und VW. Aber auch unbekanntere bei IKEA oder Infineon werden seziert. Gerade die Vorgänge bei Siemens haben einen nachhaltigen Einfluss auf die deutsche Konzernlandschaft. Leyendecker beschreibt zudem die nahezu unglaublich entrückte Wirklichkeitswahrnehmung des Peter Hartz. Wirklich tragische Schicksale findet man dahingegen bei denen, die – aus unterschiedlichen Gründen – den Mut haben, die Skandale im eigenen Unternehmen ans Licht zu bringen (die sogenannten »Whistleblower«).
Wenn wir einen solch renommierten Journalisten wie Leyendecker vor dem Mikro haben, nutzen wir natürlich die Gelegenheit, seine Einschätzung bezüglich Weblogs zu hören (ab Minute 15:20 bzw. als eigene MP3-Datei). Sind sie eine weitere Kontrollinstanz für den Journalisten? Leyendecker sieht dies kritisch und bescheinigt Blogs keine allzu große Relevanz. Hier klicken und den vollständigen Text lesen »
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2005 war Arno Geiger mit seinem Roman »Es geht uns gut« der erste Gewinner des Deutschen Buchpreises. Sehr bewusst hat er 2007 mit »Anna nicht vergessen« keinen Roman, sondern einen Erzählband veröffentlicht. Warum? Nun, darüber wollen wir im Buchmesse-Podcast nicht sprechen, denn wir haben es bereits sehr ausführlich in einem Podcast getan, der sich mit Arno Geiger, seinem neuem Buch und auch dem Erfolg von »Es geht uns gut« beschäftigt. In insgesamt 12 Folgen gibt darin Arno Geiger einen interessanten Einblick ins Leben eines Autors. Der Podcast kann unter www.arno-geiger.de abonniert und angehört werden und natürlich auch bei iTunes. Jede Woche erscheint eine neue Folge.
Wir nutzen das Messegespräch für nicht minder interessante Einblicke ins Autorendasein. Arno Geiger berichtet, wie ein Autor den Messerummel erlebt und woran ein Schriftsteller merkt, ob der Interviewer sein Buch gelesen hat oder nicht.
Arno Geiger: Anna nicht vergessen. Taschenbuch. 2009. Deutscher Taschenbuch Verlag. ISBN/EAN: 9783423137850. EUR 9,90 (Bestellen bei Amazon.de)
Arno Geiger: Anna nicht vergessen. Gebundene Ausgabe. 2007. Hanser Belletristik. ISBN/EAN: 9783446209114. EUR 19,90 (Bestellen bei Amazon.de)
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