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21 Kommentare bereits am Veröffentlichungstag: Tom Liehrs Beitrags zum Thema Selfpublishing hat damit vielleicht einen Rekord im literaturcafe.de aufgestellt. Zahl und Inhalt der Kommentare zeigen, dass es um ein schwieriges, vor allem aber um ein sehr emotionales Thema geht.
»Gut! Kunst ist emotional, Künstler leben von Emotionen. Wenn Kalkül das Gefühl übertrumpft, entsteht seelenloser, wenig nachhaltiger Müll – diese Randbemerkung sei mir gestattet. Sie wird allerdings auch im Nachfolgenden noch relevant sein«, meint Autor Tom Liehr.
Wie angekündigt antwortet Tom Liehr in diesem Artikel den Kommentatoren und Kritikern ausführlich. Nehmen Sie sich Zeit zum Lesen dieses Beitrags.
Vorab: Dieser Text von Tom Liehr richtet sich nicht an jene, die mit der Selbstveröffentlichung irgendwelcher Texte via KDP & Co. ein schönes Hobby für sich entdeckt haben, sondern an Menschen, die sich mit der Idee, Schriftsteller zu werden, zu sein und zu bleiben, ernsthaft auseinandersetzen, aber möglicherweise irrtümlich annehmen, die Aufgabe der Verlage bestünde allein darin, Bücher herzustellen.
Die CDU/CSU-Fraktion hatte am 24. April 2013 zu einer Veranstaltung unter der Reichstagskuppel eingeladen. »Das Gedruckte – nur noch etwas für Nostalgiker?« lautete der Titel, der die üblichen Worthülsen der haptischen Papierbuchschnüffler befürchten ließ.
Doch die Veranstaltung wartete mit einigen Überraschungen auf. Erstmals verkündete der Fraktionsvorsitzende Volker Kauder und auch sein Stellvertreter Günter Krings deutlich, dass sich die CDU/CSU für den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% für E-Books und auch Hörbücher starkmachen werde.
Noch überraschender war jedoch der Auftritt von Noch-Börsenvereinsvorsteher Gottfried Honnefelder. Fast hätte man vermuten können, er wolle nach seinem diesjährigen Ausscheiden in der Vorstand von Amazon wechseln und TV-Erklärbär Ranga Yogeshwar würde seine Nachfolge beim Verband antreten.
Der folgende Artikel war unser Aprilscherz 2013 – wenngleich auch nicht alles erfunden war. Näheres zu den realen Hintergründen gibt’s im Nachtrag.
Es waren zwei faule Ostereier, die Amazon Lesern und Autoren ins Nest legte. Kurz vor Ostern wurde bekannt, dass der US-Konzern mit Goodreads einer der größten unabhängigen Buchbewertungsportale übernommen hat. Es wird von einem Kaufpreis von 150 Millionen Dollar gemunkelt.
Das Geld scheint sich Amazon nun von den Selfpublishern zu holen. In einer Pressemeldung gab der Konzern heute bekannt, dass Amazon ab sofort die Autoren-Tantiemen für Selbstverleger von bislang 70% auf 40% kürzt – zunächst jedoch nur in den USA. Doch es ist sehr wahrscheinlich, dass auch Autoren in Deutschland demnächst weniger einnehmen werden.
Amazon begründet diesen Schritt mit »verbesserten Marketinginstrumenten und einem erweiterten Informationsangebot für Selbstverleger«.
Ohne Amazon und den Kindle wäre Selfpublishing nie so populär geworden wie derzeit. Sein eigenes Buch kann man über Nacht in der weltweit größten Internetbuchhandlung anbieten und erhält bis zu 70% an Autorenhonorar. Ein Traum für Autoren!
Doch wer sich allein von Amazon abhängig macht, der ist dem Konzern mehr oder weniger ausgeliefert. Die Regeln bestimmt nicht mehr der Autor.
Niels Gerhardt ärgert eine ganz bestimmte Kundenrezension zu seinem Roman »Sechs« – und die war eigentlich nicht mal negativ.
Der Autor schildert den Sachverhalt in einem offenen Brief an den Amazon-Chef Jeff Bezos. Denn manches muss man zur Chefsache machen.
Gestern war der erste Tag der Leipziger Buchmesse – und Selfpublishing natürlich das Thema. ZDF, dpa, MDR, noch einmal MDR und Deutschlandradio Kultur: So viele Interviewanfragen wie in diesem Jahr gab es beim literaturcafe.de noch nie. In unserer lauschigen Ecke im Digitalen Wohnzimmer löste fast ein Kamerateam das nächste ab. Und dazwischen stand Wolfgang Tischer als Referent und Moderator auf der Bühne der Halle 5. Die Veranstaltungen werden in den Tagen nach der Messe nach und nach als Podcast im literaturcafe.de online gehen für alle, die nicht in Leipzig sind.
Amazon als wichtigste Selbstverleger-Plattform ist in Leipzig allerdings nicht vertreten. Und dennoch versuchte der Konzern gestern Selfpublisher mit enormen Geldsummen zu beeindrucken, die die Selbstverleger verdient haben.
Das E-Book-Seminar am vergangenen Samstag, das am 23. März 2013 erneut stattfinden wird (Anmeldung hier), war ein guter Anlass, endlich mal wieder einen Blick auf die Einnahmen unseres E-Book-Ratgebers zu werfen. Wir berichten regelmäßig über unsere Erfahrungen, und die letzte Auflistung liegt nun schon etwas zurück.
Hier sind sie also, die offiziellen Verkaufszahlen unseres Ratgebers »Amazon Kindle: Eigene E-Books erstellen und verkaufen« vom Mai 2010 bis Dezember 2012.
Erstmals lässt sich zudem die Frage beantworten: Was bringt der kostenlose Verleih dem Buchautor?
Amazon hat ein Software-Update für den Kindle Touch veröffentlicht. Eigentlich war der erste Kindle mit Berührungsbedienung schon im Oktober 2012 nicht mehr lieferbar, dann wurden von Amazon vor Weihnachten nochmals letzte Bestände auf den Markt gebracht, um die Lieferschwierigkeiten beim Paperwhite etwas auszugleichen. Aktuell ist der Kindle Touch nicht mehr erhältlich.
Umso erfreulicher, dass Amazon den Touch-Besitzern nun noch eine frischere Optik gönnt, die ans Paperwhite-Modell heranreicht.
Die deutsche Selbstverlegerin Emily Bold hat die englischsprachigen Rechte ihrer »The Curse«-Reihe an Amazon abgetreten.
Amazon will die beiden Bände in englischer Übersetzung künftig als Imprint selbst auf dem amerikanischen Markt anbieten und vermarkten. Nach Jonas Winner sichert sich der US-Konzern die Rechte eines weiteren deutschen Selbstverlegers direkt.
Einen der Bände, die trotz des englischen Titels im Original auf Deutsch erschienen sind, hatte Emily Bold bereits selbst ins Englische übertragen lassen.
Der große internationale Durchbruch soll nun durch Amazon kommen – denn die Selbstverlegerin hatte einen entscheidenden Aspekt nicht berücksichtigt.

Zum Jahresanfang listet Amazon wieder die meistverkauften Kindle-E-Books des Vorjahres auf.
Es fällt auf, dass Amazon im Vergleich zum Vorjahr offensichtlich den Bewertungsalgorithmus geändert hat, denn es finden sich so gut wie keine 99-Cent-E-Books von Selfpublishern mehr unter den Top100-Büchern des Jahres 2012.
Verlagstitel haben deutlich mehr Gewicht im Amazon-Ranking bekommen, und selbstverlegte E-Books spielen keine bedeutende Rolle mehr.
Damit zieht Amazon offenbar die Konsequenz aus den »Bewertungskriegen«, Manipulationsversuchen und Skandalen der Selbstverleger.