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Beitrag vom 4. August 2017 | Rubrik: Literarisches Leben

Tabu des Verschweigens: Von der Faszination des Nationalsozialismus

Grauer Himmel

Kann man aus der Geschichte lernen? Vielleicht. Falls dies möglich ist, dann ist es spätestens jetzt höchste Zeit, dass wir es tun. Rechtsgerichtete Gruppierungen gewinnen in der westlichen Welt an Gewicht, radikalen Bewegungen gelingt es, Menschen unter Missachtung des eigenen Lebens, in den Tod zu schicken und völlig Unschuldige dabei zu ermorden. Das alles war von 1918 bis 1945 schon grausige Realität in Deutschland. Was wurde daraus gelernt? Fast nichts.

Unsere Literatur war dennoch fleißig mit dem Aufarbeiten des Geschehenen, des Unfassbaren beschäftigt. War sie das wirklich? Eher nicht.

Lernen von ihrer Verführbarkeit

Die Literatur hat sich den Tabus der Nachkriegszeit bis heute gebeugt. Das, was die Menschen dazu gebracht hat, für nichts und wieder nichts Millionen unschuldiger Menschen zu töten, wurde von der Literatur konsequent ausgeblendet. Die Erinnerungskultur wurde von der ernstzunehmenden Literatur hochgehalten.

Doch was versteht man im Nachkriegsdeutschland unter »Erinnerungskultur«? Es war und ist die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus und deren Gegner. Es ist wichtig, dass der ermordeten Juden, Sinti und Roma, der sinnlos getöteten Geiseln und Kriegsgefangenen gedacht wird. Das sind wir diesen Menschen schuldig.

Himmel

Doch was ist mit denen, die die Mehrheit in Deutschland stellten? Was ist mit den meisten unserer Eltern und Großeltern? Können wir nicht gerade von ihnen und ihren Fehlern, ihrer Verführbarkeit lernen? Sie haben das Regime gestützt, haben von ihm profitiert, waren begeistert vom Nationalsozialismus oder haben ihn still geduldet. In der Literatur erscheinen sie kaum oder gar nicht als Protagonisten. In ihr wie im Film ist der Nazi lediglich ein perverses Monster, das Freude am Töten hat oder er ist so fanatisch, dass er glaubt, jeder Mord sei durch ein großes Ziel zu rechtfertigen.

Diese Art der Literatur, nicht nur der deutschen, macht es uns leicht, uns besser zu fühlen. »Wir wären nie so gewesen, wir hätten zu den Guten, zu den Menschen im Widerstand gehört! Dumm und verblendet? Grausam und sadistisch wie in den zahlreichen Nachkriegsromanen? Das wären nicht wir, das waren die geisteskranken Nazis.«

Mit dieser Einstellung immunisieren wir uns gegen das Lernen, damit halten uns selbst Autoren wie Günter Grass, Heinrich Böll und Lothar-Günther Buchheim von der Erkenntnis fern, dass wir unter ähnlichen Verhältnissen auch hätten schuldig werden können.

Aber wieso Buchheim? Hat er in »Das Boot« nicht Soldaten geschildert, die für Hitler gekämpft haben? Seine Soldaten sind unpolitisch, sie sind die Prototypen des sauberen deutschen Soldaten, der brav seine Pflicht tut, allerdings ohne wirklich zu wissen, was er damit anrichtet.

Nur Opfer als Protagonisten

Auch heute noch erscheinen Romane, die der Schilderung der Faszination des Nationalsozialismus konsequent aus dem Weg gehen und lediglich Opfer der Nazidiktatur als Protagonisten schildern. Als Beispiel sei »Im Frühling sterben« von Ralf Rothmann genannt. Protagonisten in diesem Roman sind friedfertige, unpolitische junge Männer, die zum Dienst in der Waffen-SS gezwungen werden. Die SS hatte ab einem bestimmten Moment des Kriegsverlaufes tatsächlich diese Methoden, Soldaten zu rekrutieren. Jedoch gab es nach dem Krieg fast nur noch zwangsrekrutierte unschuldige Männer. Getötet wurde nur auf Befehl. Die Schuldigen, das waren die toten Himmlers und Heydrichs, die gefallenen Kompanieführer und Generäle.

Himmel

Wäre es nicht an der Zeit, sich endlich den Tatsachen zu stellen, und den Versuch zu wagen, die Menschen, die dem Naziregime auf die eine oder andere Art gedient haben, zu verstehen? Wäre es einem Grass nicht möglich gewesen Verstehen ohne Verständnis, Urteilen ohne zu Verurteilen, in Romanen einfließen zu lassen?

Sicher, es ist nicht einfach, einen Protagonisten als »guten« Menschen darzustellen, obwohl er schreckliche Dinge tut. Ohne mich mit diesen ruhmbekränzten Autoren vergleichen zu wollen, habe ich es in meinem Roman »Nur der Tod vergisst« versucht. Protagonist ist ein junger, vom Nationalsozialismus überzeugter Soldat der Waffen-SS. Wir, die Nachkriegsgeneration, ich wurde 1948 geboren, sind noch nahe genug am Geschehen und fern von persönlicher Schuld, um ohne Scham hinsehen zu können. Wir wissen, dass die überlebenden deutschen Soldaten zu liebevollen Vätern und Großvätern wurden. Sie waren für uns weder die sadistischen Monster noch die verblödeten Fanatiker der Literatur.

Faszination als Tabu

Stephan Marks hat sich in dem Sachbuch »Warum folgten sie Hitler?«, erschienen im Patmos-Verlag, der Faszination des Nationalsozialismus gewidmet. Er zeigt darin auf, wie verhängnisvoll es sich auswirken kann, wenn die Faszination ideologisch fundierter Diktaturen tabuisiert wird.

Die Gefahren, die von der Verführbarkeit des Menschen ausgehen, müssen wir ernst nehmen. Die Literatur darf die Warnung vor den Folgen nicht alleine wenig gelesenen, gelehrt geschriebenen Sachbüchern überlassen. Die Literatur muss sich in unterhaltsamen Romanen endlich vom Tabu des Verschweigens befreien. Sie muss dies tun, ohne zu verurteilen und ohne zu entschuldigen oder zu rechtfertigen. Sie muss gerade jungen Menschen zeigen, was mit ihren Großeltern geschehen ist, und wie möglich wurde, was geschah. Wie sonst könnten wir aus der Vergangenheit lernen?

Wir brauchen eine Literatur über unsere Vergangenheit, die junge Menschen, die in der Schule mit der Geschichte des 3. Reiches übersättigt wurden, lesen können und wollen.

Peter Hakenjos

Stephan Marks: Warum folgten sie Hitler? - Die Psychologie des Nationalsozialismus. Gebundene Ausgabe. 2011. Patmos Verlag. ISBN/EAN: 9783843600538. EUR 19,90 » Bestellen bei Amazon.de

Peter Hakenjos: Nur der Tod vergisst. Taschenbuch. 2014. Der Kleine Buch Verlag. ISBN/EAN: 9783765086465. EUR 10,00 » Bestellen bei Amazon.de

9 Kommentare zu diesem Beitrag lesen

  1. Eva Jancak schrieb am 6. August 2017 um 08:42 Uhr

    Ich fürchte, daß wir aus der Geschichte nicht sehr viel gelernt haben und das vielleicht auch gar nicht wollen und, daß die hunderttausend gutgemeinten Holocaustromane, die auch in der Jugendbuchschiene präsentiert wurden, vielleicht wirklich nur die übersättigten Jugendlichen hervorbrachten, die jetzt zu Hauff zu den Identitären wandern, wo sich ja schon an die fünfzig Prozent der Jugendlichen befinden sollen, die dann vom Scheitern von Multikulti, den “Linksverstrahlten” und von Zensur schreien, wenn in Schweden wieder einmal darüber diskutiert wird, ob das Wort “Negerkönig” in der “Pippi” stehen soll oder sic verschämt listig mit dem Satz “Kauft nicht bei Juden!”, empören, weil in einer Buchhandlung eine Veranstaltung über einen faschistischen Denkers von Linkenn gestört wurde, wie ich in letzter Zeit besonders häufig und leider auch bei Kommentierern des Literaturcafes lesen mußte, was mich sehr beunruhigt und ich denke, daß wir sehr aufpassen müßen, daß wir nicht wieder still und heimlich in etwas hineinschlittern, das wir dann nicht gewollt und angeblich auch nicht gewußt haben!
    Ob das oben zitierte Buch etwas dagegen ausrichten kann, weiß ich nicht, denke aber, daß dringend die Rolle der Groß- und Urgroßväter diskutiert werden sollte.
    Nicht alle waren Nazis, auch wenn sie zum Wehrdienst eingezogen wurden und sich dann mit Achtzehn vielleicht auf einer Waffen SS-Liste befunden haben, weil sie sich für eine Flugausbildung interessiert haben.
    Ich habe vor Jahren einmal die Empörung einer Mutter, die mit F-Politikern befreundet war, darüber gehört, daß ihrer Tochter in der Schule Holocaustliteratur vorgesetzt wurde.
    “Wlollen uns die alle zu Nazis machen?”, soll die gesagt haben, nur weil sie sich vielleicht “Schindlers Liste” ansehen und darüber diskutieren sollte.
    Ein heikles Them, das vielleicht nach hinten losgegangen ist, wenn sich jetzt die Identitären darüber empören und Videos drehen in denen sie von Zensur schreien, weil man angeblich nichts über Ausländer sagen darf, ohne gleich als Faschist zu gelten!

  2. Uli schrieb am 6. August 2017 um 14:29 Uhr

    Liebe Frau Jancak,
    ich korrigiere bzw. ergänze Sie gern. Schließlich ist nicht jedem die Fähigkeit gegeben, Geschriebenes mental vollständig zu erfassen. Die von Linken in den Ruin getriebene (und nicht nur “gestörte”) Buchhandlung war im Besitz von zwei jungen Juden, die ein umstrittenes Buch zur Diskussion stellen wollten. Insofern ist das von Ihnen genannte, schlimme Zitat durchaus anwendbar, wenngleich mittlerweile jene genauso agieren, wie die, die sie zu bekämpfen vorgeben.

  3. Dieter Brehm schrieb am 9. August 2017 um 08:35 Uhr

    Vielen Dank für das Teilen von diesem wohl oft verdrängtem Gedankengang. Das macht mich natürlich sehr neugierig auf das Buch.
    Viele Grüße, Dieter

  4. Gertrud Winter schrieb am 14. August 2017 um 18:05 Uhr

    Nicht alle ließen sich verführen. In meiner Autobiografie “Lebet wohl, ihr engen staub`gen Gassen – aus dem Leben einer Rheinschiffer-Familie” schildere ich unter anderem, wie meine Eltern auf einem Rheinschiff die Nazizeit er- und überlebten. Mein Vater transportierte in seiner Jugend Flugblätter in Fahrradschläuchen und schmuggelte später mit dem Schiff jüdische Mitbürger nach Amsterdam. Als meine Mutter im Januar 1943 meine ältere Schwester gebar, bekamen sie einen französischen Zwangsarbeiter zugeteilt, weil sie hochschwanger und dann mit Baby den zweiten Mann an Bord nicht mehr ersetzen konnte. Weil mein Vater das Schiff nie bei Luftangriffen verlassen wollte, nahm meine Mutter den jungen Franzosen kurzer Hand mit in Bunker im Hafen, obwohl am Eingang auf einem Schild stand: Juden und Ausländern ist der Zutritt streng verboten.
    Als meine Mutter 1951 der Einschulung wegen mit uns vier Kindern in ihr rheinhessisches Dorf zog, waren wir die Hineingerutschten. Ein “Herr Major”, der kurz vor Kriegsende noch schnell einen jungen Offizier hat hinrichten lassen und mit einer geringen Gefängnisstrafe davon gekommen war, die als Kriegsgefangenschaft deklariert wurde, genoss hohes Ansehen.
    Dies ist eine facettenreiche Familiengeschichte aus einem etwas anderen Blickwinkel, der auch nicht in Vergessenheit geraden sollte.

  5. Peter Hakenjos schrieb am 17. August 2017 um 19:08 Uhr

    Ich finde auch, dass diese Dinge, der Widerstand gegen Hitler, die Menschlichkeit für die es viel Mut in dieser Zeit brauchte, nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Mir selbst ist immer leicht übel, wenn nur hohe Offiziere, die erkannt haben, dass Deutschland den Krieg verlieren muss und erst im letzten Augenblick Widerstand geleistet haben, als Helden dargestellt werden. Die echten Helden waren Menschen wie deine Eltern.
    Mir ging es aber darum, dass über die Mehrheit des deutschen Volkes kaum oder gar nicht geredet und geschrieben wird. sieht man von der den Nationalsozialismus verherrlichenden rechten Literatur ab. Wie konnte es sein, dass die Mehrheit eines Volkes einem “Führer” ins Unheil folgte? Warum hat diese Generation geschwiegen? Welche Rolle haben wir, die Nachkriegsgeneration, dabei gespielt? Waren wir zu feige, der Generation unserer Eltern zuzuhören? Sind wir jetzt noch zu feige, genau hinzusehen?

  6. Peter Hakenjos schrieb am 19. August 2017 um 12:34 Uhr

    Liebe Frau Jancak,
    ich stimme Ihnen voll zu, darf nur etwas ergänzen. Nein, nicht alle waren Nazis. Aber nicht vor denen, die sich gegen den Nationalsozialismus gewehrt haben, müssen wir Angst haben. Wir müssen uns fragen, was diejenigen, die Hitler mitgetragen haben, ob sie Nazis waren oder nicht, dazu gebracht hat, dieses Regime zu unterstützen. Und das war die Mehrheit. Auch heute noch funktionieren die gleichen Mechanismen: Menschen mit türkischer Abstammung werden automatisch einer bestimmten Schicht zugeordnet (= Beschämung), die Vergangenheit Ostdeutschlands wird pauschalisierend schlecht gemacht, Ostdeutsche schlechter bezahlt als Westdeutsche, dort wird Arbeitslosigkeit “geduldet” (= Beschämung), in den Schulen haben wir nicht genügend Sensibilität dafür, Kinder und Jugendliche nicht zu beschämen usw. Für all dies müssen wir uns sensibilisieren. Geschichte wiederholt sich nicht 1:1, aber die Strukturen, die ins Unheil geführt haben, diese Strukturen gibt es immer noch. Und wo könnten wir diese besser erkennen, als in unserer eigenen Vergangenheit? Mit der Aburteilung der Kriegsgeneration, wie wir dies immer getan haben, verstellen wir uns den Blick auf das Lernen und Verstehen. Die Literatur sollte sich dem endlich stellen und nicht nur auf die “beschämende” Seite unserer Vergangenheit konzentrieren.

  7. Eva Jancak schrieb am 19. August 2017 um 16:41 Uhr

    Ich denke ,da muß man sehr aufpassen, um nicht falsch verstanden zu werden oder in etwas hineinzukommen, was man nicht will.
    Mein Vater war kein Nazi, sondern ein arbeitsloser Sozialist und Wehrmachgtssoldat, ich habe noch ein Fotoalbum, wo man ihn mit seinen Kameraden in Uniform sehen kann und ich denke, er hätte auch kein Problem mit der Wehrmachtsausstellung gehabt.
    Der Herr Waldheim hat,glaube ic, bis zu seinem Topd nicht verstanden, daß er vielleicht mehr als seine Plicht getan ha,t beziehungsweise, die nicht tun hätte sollen und im März 2008 war ich im Volkstheater bei einer Diskussion über siebzig Jahre Anschluß.
    Da war eine der Diskutantinnen einen alte Dame, die efrzählte, daß sie damals eine junge Studentin war und sich am Heldenplatz freute, denn jetzt geht es auswärts, ihr Vater beekommt eine Anstellung, etcetera, sie wurde von jüngeren ausgebuht, was ich nicht verstanden habe, denn man muß wohl die Situation mit den damaligen Augen sehen, heute sind wir natürlich klüger.
    Daß Sie ihren Vater oder Großvater verteidigen wollen ist auch ganz klar, nur die Situation ist heutzugtage sehr prkeär und ich wurde vor kurzem auf dieser Seite von einem Kommentierer ziemlich lächerlich gemacht, weil ich mich sehr für Literatur interessiere und vielleicht ein paar Flüchtligkeitsfehler habe. Der hat eine eigene Seite, wo er ziemlich listig versucht Einzelbeispiele den “Liinken” mit empölrten Ausrufen, wo dann schon einmal der Satz “Kauft nichgt bei Jjuden!”, “Zensur!”, fällt, weil in Schweden irgendwo die “Pipp” ewgen des Wortes “Negerkönig” eingestampft ode rverbrannt werden sollte und wenn wir da von “Linksverdrehern!”, etcetera reden und den “Spiegel” “Quarge”l nennen, sind wir vielleicht schon sehr nahe beim Rechtsradikalismus und das ist etwas, was ich nicht will und ich habe auch schon gehört, daß sich die Jugendlichen gegen den Geschichtsunterricht wehren beziehbungsweise die Identitären dagegen antreten, daß wir eben alle “linksverseucht” wären, weil man nicht sagen, dürfte, daß man gegen Ausländer, Flüchtlinge oder Einwanderer ist.
    Deshalb habe ich diese Diskussion etwas skeptisch betrachtet und denke, aufpassen, daß kein falsches Bild und kein falscher Eindruck entsteht, den wir nicht haben wollen!

  8. Peter Hakenjos schrieb am 19. August 2017 um 18:23 Uhr

    Frau Jancak,
    ja, es ist ein sehr, sehr heikles Thema. Ich setze mich mit der schweigenden Generation meines Vaters vielleicht auch deshalb jetzt erst auseinander, weil ich glaube, dass wir, wo es von dieser Generation nicht mehr viele Menschen gibt auch tun können und müssen. Ist es rechtsradikal, wenn man verstehen will, warum die Leute Hitler gefolgt sind? Ich denke nicht. Eher im Gegenteil. Und noch etwas ist mir in der Diskussion aufgefallen: Wir haben der Kriegsgeneration die Frage gestellt, wie es so weit kommen konnte. Die stereotype Antwort war: “Es war nicht alles schlecht …” Und genau da hat es bei uns ausgesetzt. Wir hatten die zerstörten Städte noch vor Augen, haben die Fotos und Filme der Vernichtungslager gesehen usw. Dann zu hören: “Es war nicht alles schlecht …”, das erschien uns wie Hohn. Aber wir haben die Frage gestellt, wie es so weit kommen konnte. Nur wollten wir diese Antwort nicht hören. Wir wollten hören: “Wir wurden gezwungen, wir hatten keine Wahl, wir haben Juden versteckt, wir ….”. Und da unsere Eltern unsere Reaktion wahrgenommen haben, da sie selbst diese Antwort wohl für makaber hielten … haben sie geschwiegen. An uns ist es, dieses Schweigen, ohne zu verurteilen, zu brechen und endlich zuzuhören, damit wir möglichst viele ihrer Fehler vermeiden können – denn das könnten wir wirklich.

  9. Eva Jancak schrieb am 20. August 2017 um 00:36 Uhr

    Wollen wir es hoffen!

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