<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd"
xmlns:rawvoice="http://www.rawvoice.com/rawvoiceRssModule/"
	>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Die deutsche Sprache stirbt: 23 der 100 am häufigsten gebrauchten Wörter sind bereits englisch?</title>
	<atom:link href="http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/</link>
	<description>Der literarische Treffpunkt im Internet für Autoren, Leser, Verlage und alle Literatur-Begeisterten. Aktuelle Berichte, Gedichte, Kurzgeschichten, Buchtipps, Hörbücher und Podcast.</description>
	<lastBuildDate>Sun, 12 Feb 2012 10:18:15 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
<xhtml:meta xmlns:xhtml="http://www.w3.org/1999/xhtml" name="robots" content="noindex" />
	<item>
		<title>Von: Döni</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-5952</link>
		<dc:creator>Döni</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Oct 2008 14:22:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-5952</guid>
		<description>Thema ist doch gar nicht die sich verändernde (&quot;Denglisierung&quot;) der deutschen Sprache, sondern dass Informationen verfälscht und dann unkritisch genau so übernommen und weitergegeben werden.
Bei der Behauptung, nun seien 23 der 100 im Deutschen am häufigsten verwendeten Worte Englisch, muss man sich doch als allererstes fragen, welche &quot;Sprachquellen&quot; da herangezogen wurden. Vielleicht das Handbuch des DVD-Players, die Bibel, ein bisschen Waschweibergelaber auf Tonband oder vielleicht die Geschäftsbriefe einer deutschen Manufaktur an den englischen Geschäftspartner?
Man kann eine Sprache (zumindest die Deutsche) nicht so umfassend auswerten, dass man solche genrellen Aussagen treffen kann.
Man könnte aber auch einfach mal stichprobenartig diesen Bericht hier als Beispiel dafür nehmen, dass die Zahl von 23% Anglizismen in der deutschen Sprache völlig aus der Luft gegriffen sein muss.
Auf sowas kommt aber natürlich keiner. Oder es scheint zumindest egal zu sein, solange ma ne tolle Schlagzeile und eine Angriffsfläche hat, um irgendwelche, ansonsten jeglicher Grundlage entbehrenden Thesen, wie zum Beispiel gesellschaftliche Tendenzen, zu unterstreichen und man dafür eine namhafte Sekundärquelle hat.
Ich sehe das Thema exemplarisch für die schlechte Recherche selbst anerkannter Autoren, aber auch für die Leichtgläubigkeit, die sich über die Menschen verschiedenen Intellekts (also nicht nur die Dummen) zu erstrecken scheint. Dass nun von meinen Vorrednern genau das Thema aufgenommen wurde, das durch den Artikel als von den Medien zu sehr hochgekocht belegt wurde, bestätigt mich nur, wie unterbewusst die Themen, die von den Medien diktiert werden, aufgenommen werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Thema ist doch gar nicht die sich verändernde (&#8220;Denglisierung&#8221;) der deutschen Sprache, sondern dass Informationen verfälscht und dann unkritisch genau so übernommen und weitergegeben werden.<br />
Bei der Behauptung, nun seien 23 der 100 im Deutschen am häufigsten verwendeten Worte Englisch, muss man sich doch als allererstes fragen, welche &#8220;Sprachquellen&#8221; da herangezogen wurden. Vielleicht das Handbuch des DVD-Players, die Bibel, ein bisschen Waschweibergelaber auf Tonband oder vielleicht die Geschäftsbriefe einer deutschen Manufaktur an den englischen Geschäftspartner?<br />
Man kann eine Sprache (zumindest die Deutsche) nicht so umfassend auswerten, dass man solche genrellen Aussagen treffen kann.<br />
Man könnte aber auch einfach mal stichprobenartig diesen Bericht hier als Beispiel dafür nehmen, dass die Zahl von 23% Anglizismen in der deutschen Sprache völlig aus der Luft gegriffen sein muss.<br />
Auf sowas kommt aber natürlich keiner. Oder es scheint zumindest egal zu sein, solange ma ne tolle Schlagzeile und eine Angriffsfläche hat, um irgendwelche, ansonsten jeglicher Grundlage entbehrenden Thesen, wie zum Beispiel gesellschaftliche Tendenzen, zu unterstreichen und man dafür eine namhafte Sekundärquelle hat.<br />
Ich sehe das Thema exemplarisch für die schlechte Recherche selbst anerkannter Autoren, aber auch für die Leichtgläubigkeit, die sich über die Menschen verschiedenen Intellekts (also nicht nur die Dummen) zu erstrecken scheint. Dass nun von meinen Vorrednern genau das Thema aufgenommen wurde, das durch den Artikel als von den Medien zu sehr hochgekocht belegt wurde, bestätigt mich nur, wie unterbewusst die Themen, die von den Medien diktiert werden, aufgenommen werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: K. Rummel</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-3989</link>
		<dc:creator>K. Rummel</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Dec 2007 19:33:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-3989</guid>
		<description>Ich will´s mal so formulieren:
Englisch ist cool und wer deutsch daher quasselt, und dann auch noch
korrektes deutsch, ist einfach uncool. Man begebe sich in einen Chatroom
oder höre den Jugendlichen zu, wenn sie sich unterhalten.
Wenn heutzutage eine Bäckerei aufmacht, dann muß sie natürlich Backshop heißen, wenn sie Kundschaft anlocken will. Die Menschen kümmern sich nicht darum, ob unsere Sprache angeblich stirbt.
Aber sie kümmern sich wohl darum,  persönliche Aufmerksamkeit zu kriegen. Und das geht heutzutage- allem Anschein nach- nur noch mit denglisch. Unsere Sprache entwickelt sich weiter, da geb ich den Kommentatoren über mir völlig recht. Aber in welche Richtung??
Wenn ein Engländer Backshop liest, dann liest er back als Hinterteil
und shop als Laden. Also hat er einen &quot;Arschladen&quot; vor sich. Vielleicht erklärt das ein wenig, was ich hier zu sagen versuche.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich will´s mal so formulieren:<br />
Englisch ist cool und wer deutsch daher quasselt, und dann auch noch<br />
korrektes deutsch, ist einfach uncool. Man begebe sich in einen Chatroom<br />
oder höre den Jugendlichen zu, wenn sie sich unterhalten.<br />
Wenn heutzutage eine Bäckerei aufmacht, dann muß sie natürlich Backshop heißen, wenn sie Kundschaft anlocken will. Die Menschen kümmern sich nicht darum, ob unsere Sprache angeblich stirbt.<br />
Aber sie kümmern sich wohl darum,  persönliche Aufmerksamkeit zu kriegen. Und das geht heutzutage- allem Anschein nach- nur noch mit denglisch. Unsere Sprache entwickelt sich weiter, da geb ich den Kommentatoren über mir völlig recht. Aber in welche Richtung??<br />
Wenn ein Engländer Backshop liest, dann liest er back als Hinterteil<br />
und shop als Laden. Also hat er einen &#8220;Arschladen&#8221; vor sich. Vielleicht erklärt das ein wenig, was ich hier zu sagen versuche.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: A. B.</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-3970</link>
		<dc:creator>A. B.</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Dec 2007 21:40:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-3970</guid>
		<description>Dass Lara ihr Post mit einem Rechtschreibfehler begann, mag thema-immanent bezeichnend sein?
 Es hat deutsche Zeiten gegeben, da es einer schulischen Oberschicht vorbehalten war, Schriftwerke zu erstellen, hauptsächlich wissenschaftlichen Charakters. Damals haben sich lateinische Begriffe eingeschlichen, die heute zu unserem sprachlichen Alltag gehören, als hätte es nie Alternativen gegeben, und die Duden leben ganz gut vom Verkauf der Fremdwörterlexika.
In ein paar (hundert?) Jahren wird niemand mehr über heutige Diskussionen hören wollen, nicht mal Rechthaber. Sehen Sie, die deutsche Sprache stirbt nicht und soll es auch kaum - das Gegenteil ist der Fall: Die deutsche Sprache entwickelt sich, das hat sie immer getan, und das ist gut so.
Wer Literatur aus dem 19. Jahrhundert liest, dem fällt die geschwollene Sprache auf, manche lächeln herablassend, oh ja. In hundert Jahren wird man über das Heute lächeln, ebenso, wie man im 19. Jahrhundert das Deutsch des 18. Jahrhunderts als unzeitgemäß abtat. (Paralellen finden wird in der Malerei, in der Musik, uvm.)
Eine Sprache, die ausstirbt, ist eine Sprache, die aufhört sich zu entwickeln. Latein ist eine tote Sprache, unsere deutsche Sprache aber lebt wie eh und je. Darüber sollten wir uns freuen, auf keinem Fall aber müssen wir den mündlichsten aller epochalen Zeitzeugen zum Schweigen bringen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Lara ihr Post mit einem Rechtschreibfehler begann, mag thema-immanent bezeichnend sein?</p>
<p> Es hat deutsche Zeiten gegeben, da es einer schulischen Oberschicht vorbehalten war, Schriftwerke zu erstellen, hauptsächlich wissenschaftlichen Charakters. Damals haben sich lateinische Begriffe eingeschlichen, die heute zu unserem sprachlichen Alltag gehören, als hätte es nie Alternativen gegeben, und die Duden leben ganz gut vom Verkauf der Fremdwörterlexika.</p>
<p>In ein paar (hundert?) Jahren wird niemand mehr über heutige Diskussionen hören wollen, nicht mal Rechthaber. Sehen Sie, die deutsche Sprache stirbt nicht und soll es auch kaum &#8211; das Gegenteil ist der Fall: Die deutsche Sprache entwickelt sich, das hat sie immer getan, und das ist gut so.</p>
<p>Wer Literatur aus dem 19. Jahrhundert liest, dem fällt die geschwollene Sprache auf, manche lächeln herablassend, oh ja. In hundert Jahren wird man über das Heute lächeln, ebenso, wie man im 19. Jahrhundert das Deutsch des 18. Jahrhunderts als unzeitgemäß abtat. (Paralellen finden wird in der Malerei, in der Musik, uvm.)</p>
<p>Eine Sprache, die ausstirbt, ist eine Sprache, die aufhört sich zu entwickeln. Latein ist eine tote Sprache, unsere deutsche Sprache aber lebt wie eh und je. Darüber sollten wir uns freuen, auf keinem Fall aber müssen wir den mündlichsten aller epochalen Zeitzeugen zum Schweigen bringen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Lara Legano</title>
		<link>http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-3960</link>
		<dc:creator>Lara Legano</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 00:00:38 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.literaturcafe.de/stirbt-die-deutsche-sprache-aus/#comment-3960</guid>
		<description>Das die deutsche Sprache stirbt, ist absehbar, dazu benötigt man keine Statistiken, die mitunter wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen.
Fragt sich nur in welche Richtung sich Sprache verändert.
Werden wir in ferner Zukunft Englisch oder Chinesisch sprechen, hängt sicherlich von der Entwicklung der Weltbevölkerung ab, die bisher wohl niemand voraussehen kann.
Zur Zeit ist der englische Einfluss auf die deutsche Sprache immens.
Doch im Grunde genommen gab es auch nie eine reine deutsche Sprache.
In der frühen Geschichte der deutschen Sprache existierten viele Sprachgruppen nebeneinander. Erst die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg ebnete den Weg für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatte Martin Luthers Bibelübersetzung.
Sprache ist also keine feststehende Einheit, sie ist sehr wandelbar. Noch im Mittelalter war lesen und schreiben zu können ein Privileg des Klerus (Priesterstand). Die überregionale Sprache der Gebildeten war Latein. Das änderte sich erst im hohen Mittelalter zu Beginn des 13. Jahrhunderts (geprägt durch die Übernahme französischer Hofsitten). Fahrende Dichter und Sänger verbreiteten Lesen und Schreiben.
Heutzutage wird unsere Sprache stark durch das meist englischsprachige Internet und durch die englischen Texte in der Musik-Szene beeinflusst.
Und ... wer sagt schon &quot;Heißer Hund&quot; zum Hotdog; der Begriff &quot;Surfen&quot; ist längst im Duden zu finden.
Interessant: Über Anglizismen in der plattdeutschen Sprache regt sich niemand auf.
Jeder Mensch nimmt seine Muttersprache nur unvollständig auf und entwickelt sie weiter - kürzt, vereinfacht, experimentiert mit neuen Wort-Schöpfungen.
Die Evolution lehrt uns, dass das Leben sich fortlaufend entwickelt, bereits entstandene Muster wachsen weiter, neue Muster entstehen.
Ein Leben ohne Veränderung bedeutet Stillstand, ist kein Leben.
Eine Sprache ohne Veränderung ist eine tote Sprache.
Sprache wandelt sich und das ist gut so.
Lara Legano</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das die deutsche Sprache stirbt, ist absehbar, dazu benötigt man keine Statistiken, die mitunter wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen.<br />
Fragt sich nur in welche Richtung sich Sprache verändert.<br />
Werden wir in ferner Zukunft Englisch oder Chinesisch sprechen, hängt sicherlich von der Entwicklung der Weltbevölkerung ab, die bisher wohl niemand voraussehen kann.</p>
<p>Zur Zeit ist der englische Einfluss auf die deutsche Sprache immens.<br />
Doch im Grunde genommen gab es auch nie eine reine deutsche Sprache.<br />
In der frühen Geschichte der deutschen Sprache existierten viele Sprachgruppen nebeneinander. Erst die Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg ebnete den Weg für eine einheitliche deutsche Schriftsprache. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatte Martin Luthers Bibelübersetzung. </p>
<p>Sprache ist also keine feststehende Einheit, sie ist sehr wandelbar. Noch im Mittelalter war lesen und schreiben zu können ein Privileg des Klerus (Priesterstand). Die überregionale Sprache der Gebildeten war Latein. Das änderte sich erst im hohen Mittelalter zu Beginn des 13. Jahrhunderts (geprägt durch die Übernahme französischer Hofsitten). Fahrende Dichter und Sänger verbreiteten Lesen und Schreiben.</p>
<p>Heutzutage wird unsere Sprache stark durch das meist englischsprachige Internet und durch die englischen Texte in der Musik-Szene beeinflusst. </p>
<p>Und &#8230; wer sagt schon &#8220;Heißer Hund&#8221; zum Hotdog; der Begriff &#8220;Surfen&#8221; ist längst im Duden zu finden.</p>
<p>Interessant: Über Anglizismen in der plattdeutschen Sprache regt sich niemand auf.</p>
<p>Jeder Mensch nimmt seine Muttersprache nur unvollständig auf und entwickelt sie weiter &#8211; kürzt, vereinfacht, experimentiert mit neuen Wort-Schöpfungen.</p>
<p>Die Evolution lehrt uns, dass das Leben sich fortlaufend entwickelt, bereits entstandene Muster wachsen weiter, neue Muster entstehen.<br />
Ein Leben ohne Veränderung bedeutet Stillstand, ist kein Leben.<br />
Eine Sprache ohne Veränderung ist eine tote Sprache.<br />
Sprache wandelt sich und das ist gut so. </p>
<p>Lara Legano</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

