- literaturcafe.de - http://www.literaturcafe.de -

So erkennen Sie dubiose Literaturagenten, Literaturagenturen und Zuschussverlage

Klingt gut, ist aber alles gelogen: Scheinagentur per PhotoshopDie Tricks, wie dubiose Verlage und Literaturagenten an das Geld gutgläubiger und naiver Autoren kommen wollen, sind raffinierter geworden. Da entpuppt sich beispielsweise der professionell und ganz im Sinne der Autoren agierende Agent plötzlich als Abzocker [1] und vermittelt für den Autor kostenpflichtige Lektoratsaufträge an eine Firma, die mit ihm in Verbindung steht.

Aus aktuellem Anlass haben wir daher ein paar Indizien zusammengestellt, die Sie bei einer Literaturagentur misstrauisch machen sollten. Die gleichen Hinweise gelten auch für dubiose Zuschussverlage.

Um es deutlich zu sagen: Keiner der folgenden Punkte muss bedeuten, dass dahinter ein Betrüger steckt, der nur Ihr Geld will – jedoch ist erhöhte Vorsicht geboten. Im Zweifelsfall gilt: Finger weg!

Bei folgenden Indizien auf der Website eines Verlages oder Literaturagenten sollten Sie wachsam sein und besser keinen Kontakt aufnehmen, geschweige denn ein Manuskript hinsenden:

Wie kassieren dubiose Literaturagenten Geld von Autoren?

Normalerweise erhält eine Agentur eine Provision im Erfolgsfall d.h. bei der erfolgreichen Vermittlung an einen seriösen Verlag bzw. sie behält einen Anteil an allen anfallenden Honoraren ein.

Dubiose Literaturagenten versuchen jedoch meist, schon vor einer Vermittlung vom Autor Geld zu erhalten. Die Beträge dabei müssen nicht immer hoch sein, denn es gilt die alte Devise »Kleinvieh macht auch Mist«.

Das sind die beliebtesten Einnahmequellen dubioser Literaturagenturen:

In der Regel werden diese Zahlungen durch die einschlägigen Agenturen immer als »brachenüblich« bezeichnet, und es wird dem Autor suggeriert, dass sich diese »Unkosten« im Falle einer erfolgreichen Vermittlung schnell amortisieren würden.

Vergleichen Sie mit den Websites von seriösen Literaturagenturen!

Schauen Sie sich auch im Vergleich die Websites von bekannten und seriösen Literaturagenturen an, wie z. B. Mohrbooks [4] oder Eggers & Landwehr [5]. Sie finden dort beispielsweise ausführliche Listen der vertretenen Autoren und die jüngst veröffentlichten d.h. vermittelten Werke. Bezeichnend für eine gutgehende und seriöse Agentur vor allen Dingen bei Eggers & Landwehr der Eintrag unter dem Menüpunkt »Einsendungen«:

Wir bitten, von der Einsendung unverlangter Manuskripte abzusehen. Sie werden weder gelesen noch zurückgeschickt.